• Freespace
    Dabei seit: 1145664000000
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    geschrieben 1422955280000

    Hallo Zusammen, aktuelle Medienberichte zeigen das die Malediven nicht nur einParadies für ein besonderen Urlaub sind, sondern auch Gefahren u.a.durch Dengue-Fieber lauern. Aus diesem Grund möchte ich um eurespeziellen Erfahrungen mit Dengue-Fieber auf den Malediven bitten.  Es soll ausschließlich um Dengue-Fieber auf den Malediven diskutiert werden.

    Inhalte sollen sein...

    ...welche Insel,...

    ...die Gegenmaßnahmen durch die Insel und...

    ...die Unterstützung bei Ausbruch durch die Insel.

    Wir waren im Dez. 2014 14T auf den Malediven meine Frau und Tochter sind dort 1 Woche erkrankt. Die Blutuntersuchung in Deutschland ergab Dengue Fieber. Erkrankung war in der 2. Urlaubswoche somit ist eine Ansteckung auf der Flughafeninsel oder im Resort möglich. Bei einer Inkubationszeit von 3-7Tagen, kann ich das Hotel durch dieses Zeitraum nicht direkt verantwortlich machen, ich möchte aber zur Vorsicht raten.  Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist gering aber vorhanden.

    Resort:

    Atmosphere Kanifushi - Lhaviyani Atoll

    Gegenmaßnahmen der Insel:

    Mosquitonebel – leider nur mehrfach die Woche und nicht mehrfach am Tag. Auf Anfrage auch ein Mosquitonetz.

    Unterstützung durch die Insel:

    Medizin der Inselapotheke, Fahrt ins Lhaviyani Atoll – Krankenhaus, medizinische Versorgung ist dort sehr einfach für unsere Verhältnisse. Blutanalyse wurde zu früh durchgeführt (erst nach 4 Tagen feststellbar).

    Tipp: Achtet auf den Mosquitoschutz vor allem am Tag!!! Am Tag haben wir diesen vernachlässigt.

    Ich freue mich auf eure Erfahrungen um die Urlaubsplanung der Malediven zu erleichtern.

    Sonnige Grüße

    Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens. (Friedrich Hebbel)
  • Malini
    Dabei seit: 1215043200000
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    Verwarnt
    geschrieben 1422959184000

    Freespace:

    Bei einer Inkubationszeit von 3-7 Tagen, kann ich das Hotel durch dieses Zeitraum nicht direkt verantwortlich machen, (...)

    Selbstverständlich nicht! :?

    Stay hungry. Stay foolish. (Steve Jobs)
  • Mam62
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    geschrieben 1422965400000

    Mehrfach tägliche Benebelung gegen Mosquitos dürfte zusätzliche Probleme für Menschen bedeuten, nicht zwingend für die Insekten.

    Es gibt eben nur die Möglichkeit der persönlichen Prophylaxe. Für die es nur einen einzigen Verantwortlichen gibt: den Reisenden selbst. Der auch für die Selbstinformation vor der Reise zuständig ist. Bei Reisen in die Tropen darf man schon ein bisserl mehr Initiative erwarten als bei nem Ausflug in den Harz oder die Rhön.

    Ich hoffe, Euch ist klar, dass eine zweite Infektion mit einem anderen Virusstamm grade für die kleine Tochter hochgefährlich ist. Bitte bedenkt das bei der Wahl der künftigen Reiseziele....

  • kkneip
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    geschrieben 1422967945000

    Hallo, Freespace,

    ich finde es gut, dass dieses Thema hier einmal zur Sprache kommt. Wie mom62 schon völlig richtig sagte:

    //

    Bei Reisen in die Tropen darf man schon ein bisserl mehr Initiative erwarten als bei nem Ausflug in den Harz oder die Rhön.

     //

    Manche Menschen bereisen völlig ahnungslos die exotischsten "Urlaubsziele" und verschwenden nicht einen einzigen Gedanken über das Infektionsrisiko.

    Malaria - Gelbfieber - Hepatitis - Dengue - Diphterie - Tetanus -  alles Fremdworte.

    Dann - natürlich - auch noch Reisen mit Kleinkindern, teilweise auch noch mit Babys, weil das muss ja unbedingt so sein. 

    Ich will niemand angreifen und will auch um Gottes Willen keine Eltern mit Kleinkindern an die Nord- und Ostsee oder in den Harz verbannen, aber ein kleines bisschen Nachdenken tut doch nun wirklich nicht weh - oder ?

    Cold war kid (Billy Joel)
  • Domino27
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    geschrieben 1422970695000

    @ Freespace, schlimme Sache, dass Ihr Euch angesteckt habt. Ich kann mich den Vorschreibern nur anschließen.  Vorsicht in allen tropischen Gegenden ist angesagt. Ich glaube nicht, dass man durch Auswahl der Insel das Risiko minimieren kann.

    Bei bisher 11 Aufenthalten (1×Lhaviyani 10x Ari) hatten wir bisher nie Probleme. Die besuchten Inseln sprühten regelmäßig gegen Moskitos. Einen 100% Schutz gibt es nicht, das Restrisiko bleibt und sollte vor Buchung genau abgewogen werden.

    Ich esse Schokolade nur an Tagen, die mit einem „G“ enden – und mittwochs.
  • Freespace
    Dabei seit: 1145664000000
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    geschrieben 1423035166000

    @Mam62: Uns ist das Problem der erneuten Ansteckung bewusst. Alelrdings liest man im Netz nicht wann dies passiert ist. Wir haben mittlerweile mit vielen Medizinern und Experten über Dengue gesprochen.

    Ergebnis. Bei einer erneuten Ansteckung nimmt die Heilung einen intensiven und gefährlichen Verlauf wenn die erste Ansteckung nicht zu 100% ausgeheilt ist, ansonsten ist es wie eine Erstansteckung.

    Tigermücken sind mittlerweile auch in Deutschland heimisch geworden und es gibt Erstansteckungen in D von nicht Fernreisenden.

    Eine Reise ist wie ein Trunk aus der Quelle des Lebens. (Friedrich Hebbel)
  • Mam62
    Dabei seit: 1378598400000
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    geschrieben 1423038245000

    Freespace, bei einer erneuten Ansteckung mit einem anderen der insgesamt 4 Virusstämme besteht auch nach Ausheilung der ersten Infektion Todesgefahr!

    Denn die Antikörper der ersten Erkrankung bleiben vorhanden und verhindern, dass das neue Virus überhaupt vom Immunsystem erkannt wird! Das Prinzip von Antikörpern dürfte von Impfungen bzw von herkömmlichen "Kinderkrankheiten" bekannt sein, oder?

    Lass es Dir bitte von Tropenmedizinern noch mal erklären, da gibts offensichtlich Probleme entweder mit der Kommunikation oder mit dem Verständnis.

    Ich bin entsetzt, wie wenig Menschen, die in die Tropen und Subtropen reisen, über Dengue wissen, die meisten aber wegen wegen vermeintlicher Ebolagefahr am Mittelmeer oder Malariaprophylaxe in Gebieten, in denen seit Jahren keine Erkrankungen registriert wurden, völlig durchdrehen.... Totale Leichtfertigkeit nenne ich das!

    Im Netz kann man genug Warnungen vor der Krankheit finden und auch Hinweise darauf, wie die haemorrhagische Form abläuft. Das ist natürlich nicht neben den Hochglanzbildern von Hotelzimmern und Strand zu finden. Oder neben den äusserst wichtigen Fragen mancher Fernreisender, welches Muster das Toilettenpapier hat oder ob die Zuckerwürfel auch ja in der aus der Heimat bekannten Größe vorrätig sind..

    Ja, es gibt Ersterkrankungen hier, die Uninformierten schleppen die Erreger nämlich als Wirt auch nach Europa, wo die Tigermücken und die Erkrankung in früheren Jahrhunderten schon mal heimisch waren.

  • kkneip
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    geschrieben 1423041665000

    @freespace:

    Es geht nicht darum, ob das Infektionsrisiko auch in D besteht (Auch in Deutschland kann ich vom Tiger angefallen werden, wenn der gerade mal aus dem Zoo ausgebrochen ist) sondern darum, dass sich einige Zeitgenossen einfach zu wenig Gedanken darüber machen, dass das Risiko ganz vieler Infektionen einfach vielfach höher ist, wenn man in Tropengebiete reist und das man ganz einfach vorbeugende Maßnahmen treffen muss.

    Ich will hier niemanden an den Pranger stellen, ganz gewiss nicht, und was euch zugestossen ist, ist ganz bedauerlich und schlimm.

    Ich erinnere jedoch an einen Fall, der hier kürzlich diskutiert wurde, wo ein junges Päärchen unbedingt mit einem 6 Monate alten Baby eine Tour quer durch Indien machen wollte und sich ganz offensichtlich noch keine Gedanken darüber gemacht hatte, welchen Risiken sie sich und ihr Kind da aussetzen.

    Ich habe in meinem Leben beruflich alle 5 Kontinente bereist und mich immer vorher informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen erforderlich und welche Verhaltensmaßregeln richtig sind. Mir scheint, dass viele Menschen diese Risiken heute einfach verdrängen und darum ist es völlig richtig, wenn ein solch trauriger Fall wie der Eure hier bekannt gemacht wird.

    Cold war kid (Billy Joel)
  • Malini
    Dabei seit: 1215043200000
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    Verwarnt
    geschrieben 1423043930000

    @Freespace,

    bitte tu' deiner Tochter den Gefallen und sprich nochmal mit einem Tropenarzt zum Thema Zweitinfektion bei Dengue. Irgendwie scheint das bei dir ja nicht angekommen zu sein... :?

    Für dein Kind (und auch für deine Frau, aber die ist alt genug zu wissen, ob sie für einen belanglosen Badeurlaub das Risiko eingehen möchte) könnte eine erneute Erkrankung mit lebensbedrohlichen (!) Komplikationen einhergehen.

    Und ja, es ist völlig leichtfertig, mit einem kleinen Kind in die Tropen zu reisen und - wie du es sinngemäß in einem anderen Thread geschrieben hast - "ohne Chemie zu arbeiten, weil die Chemie, die wirkt, sicherlich nicht gut für die kleinen Wesen ist".

    Stay hungry. Stay foolish. (Steve Jobs)
  • Mam62
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    geschrieben 1423045101000

    Und hier im Thread dann: Mosquitonebel – leider nur mehrfach die Woche und nicht mehrfach am Tag.

     

    Was glaubt Ihr, woraus dieser Nebel besteht?

    Selbst die vielgelobten "natürlichen" Mittel sind bei weitem nicht ohne Nebenwirkungen, grade bei Kleinkindern auch wenn das die Verkäufer des überteuerten Zeugs behaupten.

     

    Warum können angeblich verantwortungsbewusste Eltern mal nicht für ein paar Jahre auf die Fernreise verzichten, von der das Kind eh nix hat? Da wird versucht, Kinder bis zum 32. Geburtstag vor allem abzuschirmen, aber wenns um den eigenen Egoismus geht, findet man tausende Gründe, warum das für Kleinkinder sooooo toll ist. Die dazu ja noch nix sagen können.

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