Hallöchen zusammen und einen schönen guten Morgen!
Das kann man wohl sagen, daß eine Autofahrt nach Sa Calobra ein Abenteuer ist; vor allem, wenn einem Busse entgegenkommen. Die Straßenführung ist ein Meisterstück der Straßenbaukunst, vor allem der 'Kravattenknoten'. Das heißt die Straße windet sich unter sich selbst hindurch. Früher gab es noch keine Seitenbegrenzungen, und man sah ab und an Autos, die die Bucht im freien Flug erreichen wollten. Zu identifizieren waren die Automarken aber nicht mehr! Damals fuhr selbst ein Taxifahrer diese Strecke nur einmal am Tag rauf und runter, dann war er mit den Nerven fertig. Heute ist alles viel entschärfter. Es werden ja auch Kombireisen von Palma angeboten: Palma - Soller mit der Bahn, dann auf's Schiff und nach Sa Calobra, und von dort zurück mit dem Bus nach Palma. Nichts für schwache Mägen und Nerven!
In der Schlucht von Sa Calobra, dem Torrent de Pareis (15 km lang), gibt es Stellen die nie von der Sonne erreicht werden können. In die Schlucht abgeseilt (natürlich nur für Bergsteiger!) wird oben von der Hauptstraße, am Eingang zur Schlucht. Dabei wird die Ausrüstung peinlich genau von Fachleuten begutachtet und geprüft. Vom Meer aus gelangt man leicht durch einige kurze Tunnel in die Schlucht. Unbedingt reingehen! Zwischen der Schlucht und dem Meer befindet sich eine etwa 10 Meter breite Kieselbank, und auf der Seite der Schlucht ist Süßwasser, man sieht es auch an den Süßwasseralgen, auf der anderen Seite das Salzwasser des Mittelmeeres, nur getrennt durch diese Kieselbank. Warum sich beide Gewässer im Salzgehalt nicht vermischen ist bis heute ein Rätsel und ein Phänomen, das physikalisch bis heute noch nicht vollständig erklärt werden konnte, wie mir ein Prof. der Uni Palma erzählte.
Gruß Dieter