• steamboats
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    geschrieben 1437400407000

    doc3366,

    ja, das tut sie! Das Schiff fährt bekanntermaßen regelmäßig die USA an und wird entsprechend auch regelmäßig von der CDC kontrolliert (die berühmten "100 Punkte" - bestanden hat man bei 86 Punkten). Eine Vorlegzange, die zur Gänze quer über den Speisen liegt, dürfte da nicht akzeptiert werden. Schon ein schmutziger Teller unter der Spülmaschine bringt einen Punktabzug. Fehlende "Sneeze Guards" (also die dämlichen Scheiben am Buffet, an denen man sich ständig den Schädel anschlägt) sind ein "no go".

    hollerie,

    sorry, es erschließt sich mir immer noch nicht, was die Geschwindigkeit eines Schiffs mit technischer Exzellenz zu tun haben soll. Es ist halt schlicht so, dass "normale" Kreuzfahrtschiffe nicht mehr als 22 bis 24 Knoten schnell fahren können müssen. Daher wird kein Mensch auf die Idee kommen, sie so zu bauen, dass sie 30 Knoten fahren. Der energiesparende Durchschnitt liegt sowieso bei 17 bis 18 Knoten. Alles drüber kostet zu viel Treibstoff. Für den TA-Verkehr der QM2 meinte man halt ein schnelleres Schiff bauen zu müssen.

    Unter technischer Exzellenz würde ich eher den Einbau neuer, bahnbrechender Techniken verstehen, die zu einem geringeren Treibstoffverbrauch, niedrigeren Emissionen etc. beitragen. Das mag aktuell vielleicht die LNG-Technologie sein. Oder die Luftbläschen unter dem Rumpf, die bei X oder RCI Schiffen bereits zum Einsatz kommen und die angeblich auch die AIDAprima energieeffizienter machen sollen. Scrubber oder Filtersysteme, die neben Stickstoffdioxid auch CO2 und Rußpartikel filtern, wären ein weiteres Beispiel.

    Die QM2 war sicherlich für die damalige Zeit ihres Baus ein mit der damals modernsten Technik ausgestattetes Schiff. Aber im Schiffsbau sind inzwischen 10 Jahre schon Welten.

    Gruß

    Carmen

  • doc3366
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    geschrieben 1437404441000

    Sorry, aber unter gravierendem Hygienemangel hätte ich mir doch schon etwas Handfesteres vorgestellt, wie z.B. fehlende Kühlung oder auch den von Dir genannten Spuckschutz. Da finde ich "überkritisch" schon passend und habe eine bessere Einschätzung

    der Beiträge für meine Verhältnisse.

    Aber bevor wir hier noch näher auf die Maßstäbe der Doppelmoralweltmeister hinterm Teich eingehen, bin ich schon wieder weg, danke für die Aufklärung :D

    "Mailand oder Madrid-Hauptsache Italien!"
  • steamboats
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    geschrieben 1437413103000

    doc3366,

    ähm, ich spreche von einer Zange, die bereits von zig Passagieren angefasst wurde und die der Koch quer über die Pancakes legte. Sprich, die Zange berührte mit dem Griff in voller Breite die Pancakes und auch die nachfolgenden Gäste mussten mehr oder minder die Pancakes berühren, um die Zange in die Hand zu nehmen. Sinn und Zweck der Zange ist es ja, dass der Passagier das ausgelegte Essen gerade nicht unmittelbar mit seinen Fingern berühren muss. So wie die Zange gelegt wurde, war sie prädestiniert, die auf ihr befindlichen Keime munter auf dem warmen Essen zu verteilen (wo sie dann den idealen Nährboden finden, um sich weiter zu verbreiten). Noro lässt grüßen!

    Gruß

    Carmen

  • doc3366
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    geschrieben 1437415285000

    Na dann hast Du doch wenigstens ne Erklärung, warum die alten Pancakes auch immer mal wieder noch oben geholt wurden :p

    "Mailand oder Madrid-Hauptsache Italien!"
  • steamboats
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    geschrieben 1437422019000

    Nee, die alten lagen ja unten :laughing: ! Der Koch legte die frischen oben drauf.

    Die Zange muss mit dem Griff außerhalb der Speisen liegen. In der Regel sollte sie auf einem separaten Teller vor den Speisen liegen.

    Das Nachlegen von Speisen sollte eigentlich auch so aussehen, dass - im Fall der Pancakes - die alte Platte mit den Resten weggenommen wird und eine frische neue Platte hingestellt wird.

    Die CDC hat ziemlich strenge Vorschriften bei Lebensmitteln, was die Verweilzeit am Buffet angeht und auch die Temperaturen (sowohl bei gekühlten Sachen als auch bei warmen Speisen). Da muss auch alles ordnungsgemäß markiert sein, wann es beispielsweise hingestellt wurde. Klar, Pancakes gehören jetzt nicht unbedingt zu den leicht verderblichen Waren. Aber die "alten" Dinger schmecken halt auch nicht mehr.

    Gruß

    Carmen

  • doc3366
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    geschrieben 1437422822000

    Hattest Du auf der Vorseite anders beschrieben

    @'steamboats' sagte:

    ... und der Koch die alten Pancakes auf die frischen drauflegt,...

    aber wie auch immer, ich bevorzuge meine Speisen à la minute, was ich bei so einem Schiff fast erwarten würde und überlasse Pancakes gerne den anderen Gästen.

    Die Vorschriften und Ansichten der US-Amerikaner zum Gesundheitswesen gerade beim Massentourismus, beleuchte ich jetzt mal lieber nicht, da kann das CDC noch so strenge Vorschriften haben, für mich gibt es in der Beziehung kein scheinheiligeres Volk :disappointed:

    "Mailand oder Madrid-Hauptsache Italien!"
  • tancarino
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    geschrieben 1437424714000

    Moin! Wie "a la minute" bei Buffetrestaurant der QM2 funktionieren soll, möchte ich gern mal erleben. Ich war mehrfach auf diesem Schiff unterwegs. Die längsten Reisen waren von Hamburg zum Nordkap für 12 Nächte und von Hamburg nach New York in 10 Nächten. Ich kann mich den Beobachtungen von steamboats nur anschließen. Das Schiff lebt von dem glorreichen Ruf der alten Oceanliner und versucht den Glanz in die heutige Zeit hinüberzuretten, ohne diesem Glanz jedoch die nötige Politur mitzugeben. Fazit: er verblasst schneller als man hingucken kann.

    Fraglos bietet die QM2 einen extrem guten Raumeindruck - extrabreite Korridore, viele große Räume, Ballsaal, Illuminations Saal mit Planetarium und Theater extra, das riesige Britannia Restaurant, wunderbarer Commodore Club und größte Bibliothek zur See - umlaufendes Promenadendeck  - alles wunderbar!

    Die pure Geschwindigkeit eines Schiffes, ob sie nun tatsächlich gefahren wird oder auch nur rein theoretisch möglich wäre, wirkt sich auf den Komfort des Gastes null aus. Auch als wir die TA-Tour von Hamburg nach New York fuhren, bewegte sich die QM2 selten mit viel mehr als 20 Knoten, aber niemals den 29 Komma irgendwas...

    Das klägliche Bild des Kings Court Buffet-Restaurants habe ich in meiner Schiffsbewertung zum Ausdruck gebracht. Es war mir schon bei der ersten Reise als sehr negativ ausgefallen und als ich im Kommentar eines bekannten Kreuzfahrtjournalisten etwas von "Werkskantine" las, dachte ich: "auf den Punkt, genau das war mein Gedanke, als ich zum ersten Mal darin saß." Das kann jedes Karstadt-Restaurant deutlich besser, wirklich!

    An Theken und Rondellen, die gerade nicht in Betrieb sind, werden ständig die abgewetzten Resopaltabletts aufgereiht, damit der böse Passagier nicht in den Speisen herumfingert, die gerade mal nicht angeboten werden. Die Auswahl ist im Vergleich zu vielen anderen Reedereien mager - wenn ich das zum Beispiel mit Holland-America-Line vergleiche, welche zum selben Konzern gehört - da kommt Cunard nicht im Ansatz mit. Und all das mit dem Ruf "The most famous Ocean Liners in the World" zu sein. Wie soll denn das zusammen passen?

    Personal und Service.... nun ja... auf unserer Transatlantikfahrt haben wir einen Kellner im Commodore Club erlebt, der selten Lust zur Arbeit zu haben schien. Auch sonst wirkte Personal öfter völlig übermüdet und abgekämpft, das fiel mir auf, weil ich das so krass bei anderen Reedereien nicht erlebt hatte. In den letzten Jahren stolperte man auch immer öfter über seltsame Löcher im Boden, unter den Teppichen. Besonders gravierend fiel mir das im Britannia-Restaurant auf. Spät in der Nacht sahen wir einmal einen Reparaturvorgang. Da wurde in der Lobby der Teppich großflächig zurückgeschlagen und darunter wurden die Löcher mit einer Füllmasse zugeschmiert. Als ich einmal einen Mitarbeiter danach fragte, was denn hier für ein merkwürdiger Effekt vorliege, antwortete dieser, dass die aufgebrachte Isolierlage unter den Teppichen sich nicht als so druckfest erwiesen habe wie erwartet. Dass es besonders im Restaurant zu massiven Schäden kam, liegt sicher daran, dass besonders schwergewichtige Passagiere auf Stühlen sehr hohe Punktbelastung auf den Boden erwirken und da schwächelte wohl diese "Isolierschicht" ganz besonders stark.

    Nachdem ich bei Cunard auch einmal einen Riesenreinfall mit der festen Tischreservierung erlebte, indem am Geburtstag meiner Reisebegleitung erstens der reservierte Tisch leider vergeben war und dann, als wir endlich einen neuen Tisch hatten und uns mit den netten Tischgenossen arrangiert hatten, dieser am übernächsten Tag mit dem vorträgehaltenden Astronomen aus Hamburg belegt worden war - da platze mir der Kragen. Genau hier liegt das Problem: sie wollen einen Klassiker anbieten mit festen Tischzeiten und Dresscodes und allem Trara, und sie scheitern permanent an der Umsetzung. Höchste Ansprüche und vermutlich die fiesen Auswirkungen des permanenten Kostendrucks und daraus resultierend Sparmaßnahmen. Welchen Unterschied soll es da machen, ob ich nun mir 21 oder 29 Knoten durch den Nordatlantik pflüge? Selbst das ewige Rennen um das Blaue Band wurde den teilnehmenden Reedereien irgendwann zu blöd, weil es dem geneigten Passagier auch völlig schnurzpiepegal war, ob der nun zwei bis drei Stunden früher in New York eintraf und für diesen im Vergleich winzigen Zeitgewinn eine beachtliche Extrasumme zahlen sollte...

    Und nun? Wenn der Preis stimmt, kann man - oder sollte man - die QM2 dennoch einmal buchen, weil es immer noch ein sehr spezielles Schiff ist und die Ausfahrten in Hamburg mit "Ruuuuule, Britannia, Britannia rule the waves" und "God save our gracious Queen..." das ist einmalig bzw. um es mit dem berühmten AIDA-Zitat zu sagen "Gänsehaut pur". Man sollte sich nur vor überzogenen Erwartungen hüten, was nicht leicht ist, denn Cunard tut nichs anderes als genau diese zu schüren. Die guten Bewertungen der Cunard-Flotte, das sollte man immer im Hinterkopf behalten, beziehen sich fast ausschließlich auf die Queens Grill Suiten - und hier sind bekanntlich nicht nur die Kabinen anders, sondern auch der gesamte Service.

    Gute Reise und glückliche Heimkehr!
  • hollerie
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    geschrieben 1437425098000

    Der Hygieneknack der Amerikaner hat historische Gründe, die leicht erklärbar sind.

    Scheinbar ist aber so manchem dort wie hier noch nicht aufgefallen, dass Bazillen, Bakterien, Viren usw sich bereits zu Millionen oder Milliarden in unserem Inneren aufhalten und zu unserem Überleben sogar unabkömmlich sind. Ob mit oder ohne CDC ist das so.

    Wenn aus welchem Grunde auch immer ein Pfannkuchen zuoberst liegt, der meinen Vorstellungen nicht entspricht, nehme ich einen, der zuunterst liegt oder lasse ihn mir geben. Es soll sogar möglich sein, sich einen frisch zubereiten zu lassen. Geht alles das nicht, hat es genügend andere Möglichkeiten, sicherzustellen, dass man nicht verhungert.

    Norovirus-Infektionen, die an Bord der QM2 aufgetreten sind, wurden meistens von Passagieren eingeschleppt. Ich habe selbst einmal den Ausbruch dieser Infektion an Bord der QM2 miterlebt, war aber nicht betroffen. Innerhalb von 2 Tagen war sie beseitigt; die meisten Passagiere haben noch nicht einmal etwas davon mitbekommen.

    Es wird doch noch ein anderes Thema zu finden sein, dass genüsslich seziert werden kann?

  • doc3366
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    Verwarnt
    geschrieben 1437425744000

    Danke tancarino, Du hast es sehr gut beschrieben und ich scheine zu der Spezies zu gehören, die sich haben blenden lassen :disappointed: Denn auch in einem guten Buffetrestaurant besteht normalerweise die Möglichkeit, sich etwas wie von @hollerie beschrieben frisch zubereiten und an den Tisch liefern zu lassen, was ich in meiner romantischen Art bei der QM2 doch tatsächlich erwartet hätte.

    So muß ich wohl konstatieren, daß es um die Kreuzfahrerei bezogen auf meine Vorstellungen noch schlimmer bestellt ist, als ich eh schon angenommen hatte, wenn selbst eine eher (in meinen Augen) serviceorientierte Nation und Marke sich dem Massenkonsumverhalten dermaßen unterwirft.

    "Mailand oder Madrid-Hauptsache Italien!"
  • hollerie
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    geschrieben 1437432195000

    Danke, tancarino, für den Kommentar. Dies ist übrigens meine 2. Version innerhalb einiger Minuten; falls die erste auftaucht bitte ich um Vergebung, mein Computer ist schuld oder das Wetter oder die Satelliten, HC vielleicht auch ...

    Nur kurz das Wichtigste, das meiner Beobachtung nach die teilweise überzogenen Erwartungen vieler deutsche Passagiere angeht:

    Das Werbematerial von Carnival/Cunard ist amerikanischen Ursprungs und voller Superlative, wie das dort halt so ist. Schaut man sich die deutschen Prospekte an, stellt man fest, dass die Übersetzungen tatsächlich nach unserem Geschmack oft übertrieben wirken, zumindest nach meinem Eindruck. Das kann bei manchen dann natürlich zu Enttäuschungen führen.

    Übrigens bedeutet "The most famous Ocean Liners in the World" lediglich, dass sie die bekanntesten, berühmtesten Überseedampfer sind, nicht unbedingt die besten. Dieses Superlativ erklärt sich durch die lange Tradition von Cunard.

    Ganz nebenbei bemerkt vermeide ich bei meinen Reisen mit der QM2 stets einen Tisch mit Deutschen. Die ständige Krittelei, die ich wiederholt bemerkt habe, verdirbt mir das Vergnügen, auf meinem Schiff zu sein. Habe ich Engländer, Amerikaner, Kanadier, Australier usw als Tischnachbarn, ist die Atmosphäre freundlich, höflich, leicht, und oft auch bereichernd.

    Guten Abend!

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