• bernhard707
    Dabei seit: 1195948800000
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    geschrieben 1211740738000

    Carsten, 14% war natürlich ein Tipfehler! Zusätzlich bezog sich auf Deine 80 Cent. Bei EUR 1,50 includierte 19% Mwst = 24 Cent, die zu Deinen 80 Cent dazu kommen.

    Wer macht also den echten Reibach am Sprit? :frowning:

    Edit: Mit 14% Mwst. wars damals irgendwie schöner. :D

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • pittpatt01
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    geschrieben 1211741862000

    Wie hoch ist der Steueranteil am Benzinpreis?

    Auf jeden Liter Benzin, gleich welcher Sorte, lastet eine Mineralölsteuer von 65,45 cent/Liter. Bei Diesel sind es 47,04. Diese Beträge schließen die sogenannte Ökosteuer mit ein, und zwar in Höhe von 15 cent/Liter bei beiden Kraftstoffarten.

    Einen besonderen Schachzug hat sich der Finanzminister bei der Mehrwertsteuer einfallen lassen: Nominal beträgt die Mehrwertsteuer zwar auch nur 19 Prozent, wie bei allen anderen Produkten. Das wären bei einem Produktpreis von 50 Cent für den Kraftstoff rund 9,5 Cent/Liter. Dies reicht dem Finanzminister jedoch nicht. Als Berechnungsgrundlage für die Mehrwertsteuer wird bei Kraftstoffen nicht nur der reine Warenwert ohne Mineralölsteuer genommen, sondern der Produktpreis zuzüglich der Mineralölsteuer. Das bedeutet, dass in diesem Beispiel die Berechnungsgrundlage für die Mehrwertsteuer bei Benzin 115,45 Cent/Liter angehoben wird. Das ergibt 21,9 Cent/Liter, und damit mehr als das Doppelte des Mehrwertsteuerbetrages, der sich ohne diesen Berechnungstrick ergeben würde. Im angeführten Rechenbeispiel beträgt die Gesamt-Steuerbelastung damit gut 87 Cent/Liter.

    Wenn der Preis für den Kraftstoff über 50 Cent/Liter steigt, erhöht sich automatisch auch die Mehrwertsteuersumme. Aus diesem Grunde ist kein starrer Betrag für den fiskalischen Anteil am Benzinpreis anzugeben, er steigt und fällt mit der Höhe des Mehrwertsteuerbetrages. Festzuhalten bleibt, dass der Mehrwertsteuerbetrag mehr als doppelt so hoch ist, weil er auch auf die Mineralölsteuer berechnet wird. Bei Kraftstoffen ist daher die Mehrwertsteuer überwiegend eine Steuer auf eine Steuer.

    Schließlich kommt auf den so errechneten Steuerbetrag noch die Erdölbevorratungsabgabe in Höhe von 0,46 Cent/Liter bei Ottokraftstoffen und von 0,39 Cent/Liter bei Diesel hinzu. Diese Abgabe dient zur Finanzierung des nationalen Bevorratungssystems, das im europäischen Rahmen sicherstellen soll, dass zu jedem Zeitpunkt in jedem europäischen Land mindestens Mineralölprodukte für 90 Tage vorgehalten werden. Damit erhöht sich die gesamte fiskalische Belastung bei Mineralölprodukten auf rund 88 Cent/Liter.

    Quelle ESSO Deutschland

    Ist schon richtig kräftig was der Staat beim Sprittpreis einnimmt.

    Der Staat hat doch hiermit kein Intresse an günstiger Energie.

  • bernhard707
    Dabei seit: 1195948800000
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    geschrieben 1211742813000

    Kompliment, diesen Link habe ich vergeblich gesucht! ;)

    Ansonsten, genau meine Rede.

    Life is too short to limit your vision ... indeed
  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1211745503000

    Yep,

    ist damit wirklich gut und anschaulich erklärt - und richtig: Der Staat hat kein wirkliches Interesse an günstigem Sprit...

    ...allerdings sollten wir uns umgekehrt auch die Frage stellen, ob wir(!!!) wirklich(!!!) ein Interesse an günstigem Sprit haben!

    Nochmal:

    Mit diesen Steuereinnahmen wird unglaublich viel (z.B. ein Teil der Renten, das "Überleben" der Kommunen u.v.m.) finanziert. Fallen die Einnahmen aus der Mineralölsteuer auch nur teilweise weg, kann sich jeder die Folgen ausmalen!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1211749980000

    @holginho

    trotzdem hat irgendwo alles seine Grenzen. Das Überleben der Kommunen ist zur einen Seite ganz richtig, aber auf der anderen Seite werden täglich Steuergelder verschleudert, die man hätte sinnvoller einsetzen können. Darüber zu diskutieren ist sicherlich zu mühselig, aber dies auf dem Rücken des armen kleinen Steuerzahlers auszulasten wie in diesen Fällen ist sicherlich nicht die richtige Methode. Unsere großen Herren interessiert das recht wenig, die können dies ohnehin absetzen, wenn sie umher gefahren werden. Ich finde: Irgendwann muß auch mal gut sein!

  • Erika1
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    geschrieben 1211759157000

    Jepp, diese Berechnung ist mir bekannt. Mit jedem Anstieg des Barrel-Preises profitiert der Staat: Sprit plus Mineralölsteuer zuzüglich Mehrwertsteuer steigen ins Unermessliche.

    Mineralölsteuer senken? Das geht nicht, denn die wird ja dazu genutzt, die Rentenkassen zu unterstützen. Uns wird die Hucke vollgelogen: es gibt in Deutschland keine zweckgebundene Steuer. Alles fließt in einen Topf - aus dem letztendlich auch die Diäten bezahlt werden. Es liegt allein im Ermessen des Staates, wofür Steuergelder ausgegeben werden.

    Den Spritpreis zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer - damit hätte wohl niemand ein Problem, da wären wir vielleicht bei 60 Cent.

    Ach ja - natürlich habe ich ein Interesse an günstigem Sprit. Aber wenn die Rapsfelder blühen, stellt sich mir schon die Frage, was ans Vieh verfüttert wird, wenn der Raps zu Biosprit verarbeitet wird. Weizen, Roggen, Hafer, Gerste???

    Und was essen wir Menschen, wenn alles Getreide/alles Grünzeug versprittet wird?

  • bernhard707
    Dabei seit: 1195948800000
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    geschrieben 1211818991000

    "Unsere großen Herren interessiert das recht wenig, die können dies ohnehin absetzen, wenn sie umher gefahren werden."

    Carsten, wenn Du damit die Herren (und Damen) Staats- Landes- oder Kommunalbedienstete oder auch Unternehmensmanager meinst, setzen sie es nicht von der Steuer ab, sondern es ist Bestandteil ihre Status, teils auch aus Sicherheitsgründen.

    Wenn Du selbstständige Firmeninhaber meinst, bringen sie ihre Fahrtkosten, auch wenn sie selber fahren wie ich, natürlich als Faktor ein. So zum Spass fährt da kaum einer mit dem Geschäftswagen über die Autobahn.

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  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1211821652000

    @bernhard707

    genau die Damen u. Herren Staats- Landes- oder Komunalbedienstete meinte ich. Sicherlich ist es Bestandteil Ihres Status. Jedoch habe ich das Gefühl, daß die Realität verloren geht, da sie es selbst nicht bezahlen müssen.

    Wie meintest Du aus Sicherheitsgründen?

  • bernhard707
    Dabei seit: 1195948800000
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    geschrieben 1211827364000

    Sicherheitsgründe?

    Die Kanzlerin, der Innenminister z.Bsp., und auch Herr Ackermann fahren wohl kaum in einem Serien VW Golf selbst zur Arbeit. ;)

    Aber auch der gepanzerte 450-er hat Alfred Herrhausen 1989 nichts geholfen.

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  • carstenW.
    Dabei seit: 1139875200000
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    geschrieben 1211836920000

    @bernhard707

    das ist mir schon klar. Ich habe nur nicht so ganz verstanden, in welchem Bezug der Spritpreis zur Sicherheit gemeint war.

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