• chriwi
    Dabei seit: 1125446400000
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    geschrieben 1380714803000

    @Metrostar: Klar gibt's in 3. Welt oder Schwellenländern auch arm und reich! Ich hab ja nicht behauptet, Inder oder Vietnamesen leben aus Überzeugung in bescheidensten Verhältnissen. Der Mittelstand wächst sich in diesen Ländern erst (im Gegensatz zu hier) und die überwiegende Zahl der Menschen wird dieselben Fehler machen wie wir. Auch in den Blechhütten läuft die Glotze und man sieht in den Werbespots die Verlockungen der modernen Welt.

    Ob man für Erkenntnisse dieser Art reisen muss, weiß ich nicht. Aber "ein Mal sehen ist besser als hundert Mal hören" (chin. Sprichwort).

    Ich denke, mir hätte es in jungen Jahren geholfen. Und mir HAT es geholfen. Ich hab halt sehr spät zu reisen begonnen, aber meine Einstellung ggü. Besitz und unserer Leistungs- und Konsumgesellschaft hat sich seither stark geändert. Mittlerweile bin ich froh über jedes Teil, das ich NICHT besitze.

    Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!! Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.
  • Metrostar
    Dabei seit: 1087171200000
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    geschrieben 1380715298000

    @Chriwi

    Ich hatte mal eine Gruppe Frauen beobachtet (zwischen 30 und 50), die mit Handy-Stadtplan vor der Nase die Kunstsammlung NRW gesucht haben. Ich dachte mir nur: kommen die sich eigentlich nicht blöd vor? Links und rechts wird alles verpasst, Hauptsache jeder sieht: ich habe ein internetfähiges Handy ;)

  • chriwi
    Dabei seit: 1125446400000
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    geschrieben 1380717087000

    Hoffentlich wird das jetzt nicht zur "Handy-Diskussion". Das Smartphone nehme ich jetzt mal als gegeben hin. Kostet nicht die Welt und ist sehr praktisch, auch auf Reisen. Nur sollte man sich in der Welt auch umsehen anstatt ins Handy zu glotzen. ;)

    Gibt aber noch reichlich andere Dinge, die sehr prestigeträchtig sind, viel Geld kosten und über die "man" sich heutzutage definiert. In meinen Kreisen gerade sehr aktuell: Küchenladen mit Edelstahlinnenleben. Da kommt man auf Besuch und das erste, was der Hausherr macht ist, Dich in die Küchenladen gucken zu lassen. Schau mal, was ich mir leisten kann.

    Oder: Die komplette Verkabelung des Einfamilienhauses mit Glasfaserkabeln, um Licht, Garagentor, Heizung, Rollläden,... mit dem iPhone steuern zu können. Kostet viele Tausende und hat nur dann wirklich einen Wert, wenn man möglichst vielen Menschen davon erzählen und diese damit beeindrucken kann.

    Da ist manch einer dabei, den ich zu einer 4-wöchigen Rucksackreise durch Bangladesh zwangsverpflichten möchte. So etwas erdet und treibt einem zwangsläufig die Flausen aus dem Kopf.

    Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!! Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.
  • Maikäferchen148
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    geschrieben 1380717514000

    Also ich finde man kann auch tolle Reisen unternehmen ohne dabei richtig viel Geld auszugeben! Hostels, Couchsurfing und co. sind doch hierfür geradezu ideal!

    Sparen kann man zum Beispiel schon wenn man sich bei Städtereisen  im Hotel einfach das Frühstück spart, denn das ist meist eh überteuert und einen frischen Bagel mit einem Kaffee von Starbucks gibts nahezu überall.

    Das teuerste sind eben meistens die Flüge. Da du ja aber Studentin bist, würde ich eben versuchen außerhalb der "Hauptreisezeit", sprich in den Sommerferien&Co. zu verreisen.

    Und wenn du Flüge schon richtig lange vorher buchst kannst auch nochmal sparen!

    Aber generell auf eine Reise zu verzichten um sich "Eigenkapital" aufzubauen würde ich persönlich nicht machen! Du weißt nie was kommt, man ist nur einmal jung (und frei!) und deshalb würde ich zumindest einmal im Jahr verreisen. Es erweitert einfach deinen Horizont, du bekommst eine andere Sicht auf die Dinge und hast einfach Erinnerungen die unbezahlbar sind!

    ***Let the sun shine***
  • Metrostar
    Dabei seit: 1087171200000
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    geschrieben 1380721442000

    chriwi:

    Da kommt man auf Besuch und das erste, was der Hausherr macht ist, Dich in die Küchenladen gucken zu lassen.

    Hihihi, vorher die Hände eincremen, und mal anfassen ;-) der Hausherr wird sich über die Fettfinger freuen :-)

  • Der Beitrag wurde vom Administrator Team gelöscht.
  • S.Jordi
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    geschrieben 1380730564000

    Danke "Frische Luft"! Damit ist doch alles gesagt  :p

  • Reiselady
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    geschrieben 1380753223000

    Ich hab hier ein wenig nachgelesen und möchte zu einigen Punkten etwas anmerken.

    Wenn man es sich leisten kann und Spass dran hat, dann sollte man sich das Reisen gönnen, ganz egal, wie alt man ist. Es kommt aber immer auch die Lebenssituation an und einige haben auch gar keine Lust dazu, sondern geben ihr Geld lieber für andere Dinge aus.

    So unbeschwert wie in jungen Jahren wird man sicher nie mehr sein, denn wenn erstmal Familie da ist, kann man nicht mehr einfach so drauflos düsen. Daher würde ich die Zeit auch nutzen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass der Zug nicht abgefahren ist, wenn man in jungen Jahren aus welchen Gründen auch immer nicht die Gelegenheit dazu hatte. Seitdem unsere Kinder "groß" sind, machen wir in "älteren" Jahren Fernreisen und haben nicht das Gegfühl, irgendetwas verpasst zu haben.

    Wenn ich mich zwischen Reisen und Dingen, die man eigentlich nicht braucht, entscheiden müsste, wären es ganz klar die Reisen.

    Und nochwas zum Thema "Junge Leute chillen am Strand von Sydney ": Aus meiner eigenen Familie weiss ich, dass es gut möglich ist, mit Work & Travel eine Auszeit in Australien zu nehmen. Da braucht man keine gut betuchten Eltern, sondern kann das mit eigener Arbeit locker finanzieren.  Wenn man keine großen Ansprüche stellt, kann man als Backpacker viel von der Welt sehen.

  • chriwi
    Dabei seit: 1125446400000
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    geschrieben 1380753772000

    @mabysc: Ja? Wie machst Du das? Guckst Du die Sozialpornos auf RTL2 oder schaust Du ab und zu in Obdachlosenheimen vorbei und fragst wie's denen so geht?Außerdem, was sind in dem Zusammenhang  "negative Beispiele"?

    Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!! Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.
  • Lilian1507
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    geschrieben 1380757609000

    Zu dem Thema möchte ich einmal ein paar ältere Herren zitieren:

    Reisen ist in der Jugend ein Teil der Erziehung,

    im Alter ein Teil der Erfahrung.

    Sir Francis Bacon (1561 - 1626)

    Reisen ist tödlich für Vorurteile.

    Mark Twain (1835 - 1910)

    Reisen veredelt den Geist

    und räumt mit allen anderen Vorurteilen auf.

    Oscar Wilde (1900 - 1956)

     

    Dank meiner Eltern konnte ich schon in jungen Jahren verreisen. Da auch meine Eltern das "Reisegen" in sich tragen, sind wir auch regelmäßig verreist. Natürlich immer den finanziellen Möglichkeiten angepasst. 

    Ich bin meinen Eltern noch heute sehr dankbar, dass sie es uns Kindern ermöglicht haben, die Welt zu erkunden - und uns auch später ermutigt haben, auf eigene Faust Reisen zu unternehmen. Die aufregensten, tollsten Reisen waren nicht unbedingt die, welche am meisten gekostet haben. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich heutzutage ganz andere Ansprüche habe als mit 20. 

    Manchmal hat man nur auf das Budget geschaut, hat im Reisebüro gefragt, was man dafür bekommt - und schwupps, war man in der Türkei. Oder man hat erst gar nicht gefragt sondern ist auf gut Glück einfach mit dem Auto irgendwohin gefahren. 

    Ich denke, man sollte beides machen: Ein wenig sparen ist nicht verkehrt, aber einTeil des Geldes muss auf jeden Fall in Reisen investiert werden! Ich habe in meiner Jugend einige Länder bereist, die ich vermutlich erst wieder im  Rentenalter besuchen kann. Weil mir entweder Zeit oder Geld (ja, meine Ansprüche haben sich inzwischen verändert  ;)  - man wird ja nicht jünger...) fehlen.

    Ich will nicht sagen, dass meine Reisen mich zu einem besseren Menschen gemacht haben. Aber ich bin froh, dass ich durch diese Reisen andere Perspektiven gewonnen habe und Einsichten in andere Lebenswesen, und dass ich mit Sicherheit weltoffener und toleranter geworden bin.

    Außerdem bin ich einfach neugierig! Ich bin jedenfalls gespannt, was mich in neuenReiseländern so erwartet!

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