• mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1102521615000

    Ich bestreite nicht die Sinnhaftigkeit eines zweiten Schlüssels.

    Ich bestreite auch nicht die Notwendigkeit von Service.

    Ich bestreite nicht die Möglichkeit von sagen wir unangenehmen Situationen.

    Wie ich in anderer Diskussion ausführte: die Preise rasseln in den Keller, die Kunden wollen immer günstigere Angebote, die Leistungserbringer reagieren mit immer weniger Service, schlecht bezahltem und schlecht ausgebildetem Personal, die Kunden wollen aber immer mehr Service und Leistung für immer weniger Geld - das kann nicht funktionieren!

    Wenn ich 20 Dienstleistungen a € 5.-- gratis erbringe, bei der 21. € 100.--  wieder verdiene, dann habe ich umsonst gearbeitet.

    Schön, der Konsument will oder kann es nicht verstehen. Das akzeptiere ich. Aber er wird mit den Folgen leben müssen. Das wiederum wird er akzeptieren müssen...

    Ich habe in den letzten beiden Jahren zum zweiten Mal innerhalb der letzten 10 Jahre betriebswirtschaftlich bewiesen, dass man bei gezieltem Service und bei überlegten "nein" zu Wunsch-Leistungen von Kunden, trotz manchmal rückläufiger Umsätze bessere Erträge und zufriedenere Kunden haben kann. Mag durchaus sein, dass der eine oder andere sagt, zu mir kommt er nicht mehr. Aber es ist unmöglich, allen es recht zu tun... das Ziel muss man in den Augen halten!

    Lieber Salvamor, es ist immer interessant, mit dir zu diskutieren - gerade weil wir so gegensätzlicher Meinungen sind! Das bringt neue Ideen, Ansätze und Gedanken ins Rollen...

    Herzlichst

    Peter

  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1102530107000

    Einmal ganz abgesehen von den hier aufgeführten Gründen: in unserem Hotel galt die Zimmerkarte als Ausweis. Ohne sich mit dieser Karte zu legimitieren, konnte man die Hotelanlage nicht betreten. Nicht durch den Haupteingang und nicht über den Strand. Das bedeutet, daß Hotelgäste, die ein Zimmer bewohnen (im Appartment sind es oft mehr als zwei Personen) die Anlage nur gemeinsam wieder betreten können. Es bedeutet, daß man Termine bzw. Uhrzeiten ebenso genau planen muß wie zuhause. Ist das Urlaub? Wenn z.B. ein Partner einen anderen Sport betreibt als der andere...  wer kann schon genau sagen, wie lange er am Strand joggen möchte, wie lange das Tennismatch dauert oder um wieviel Uhr man mit dem Dolmus aus der Stadt zurückkommt? Das weiß ich im Urlaub genau so wenig exakt wie zu Hause. Es mag Paare geben, die den ganzen Tag gemeinsam verplanen, jeder soll das so halten, wie er möchte. Wir unternehmen auch die meisten Dinge zusammen, aber beim Sport trennen sich unsere Wege.

    Petra hat weitere Gründe genannt. Ich kann den zweiten Schlüssel nicht als Service betrachten - er ist eine Selbstverständlichkeit.

    Peter, für mich ist hier nicht erkennbar, daß Du von jemandem gekränkt worden bist. Nur: ich hatte eine Frage und in diesem Zusammenhang sind Deine Überlegungen hinsichtlich der Eigenarten der Deutschen wirklich nicht relevant.

    Gruß Erika

  • Thilo
    Dabei seit: 1086825600000
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    geschrieben 1102536910000

    in den hotels in den ich war hatte man immer 2 karten von anfang an. Aber bei 3 Personen ,3 Karten das ging nicht( brauch man aber auch nicht)

  • Bulgarienfan
    Dabei seit: 1091923200000
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    geschrieben 1102593130000

    Hallo,

    als Single buche ich nur Doppelzimmer zur (überwiegenden ;) ) Alleinbenutzung. Ich bin also von diesem Problem nicht betroffen. Trotzdem möchte ich aus grundsätzlichen Erwägungen heraus meinen Senf dazugeben.

    Peter hat natürlich Recht, dass Extraleistungen bezahlt werden müssen. Andererseits ist es verständlich, dass bei einer Zweier- oder Dreierbelegung zwei oder drei Schlüssel bzw. Chipkarten gewünscht werden.

     

    Peters juristische Erläuterungen verstehe ich so, dass im Grundpreis nur ein Schlüssel enthalten sein muss.Wo aber ist das Problem? Was spricht dagegen, für einen/eine zusätzlichen/zusätzliche Schlüssel/Chipkarte z.B. fünf Euro mehr zu bezahlen? Ob diese Möglichkeit besteht, sollte in den Reiseprospekten ausgedruckt werden. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob ihm ein zusätzlicher Schlüssel den Mehrpreis wert ist, oder ob er nur Hotels bucht, die diesen Service ohne Aufpreis anbieten. Soll das doch der Markt entscheiden!  

     

    Viele Grüße vom Bulgarienfan 

    Einmal Bulgarien - immer Bulgarien! Once in Bulgaria - forever in Bulgaria! Веднъж в България – завинаги в България! Однажды в Болгарии – навсегда в Болгарии!
  • salvamor41
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    geschrieben 1102597489000

    Nee, nee, mein lieber Bulgarienfan, das ist ein zwar gut gemeinter, aber untauglicher Vermittlungsversuch.

    Das wäre nichts anderes, wie den Gästen für eine eigentlich selbstverständliche Dienstleistung zusätzlich Geld abzuknöpfen. Es ist überhaupt nicht einzusehen, für die Ausstellung eines schnöden Plastikkärtchens, das vielleicht 10 Cent (wenn überhaupt) im Einkauf kostet, den Gästen eine solch horrende Summe abzuverlangen. Womit willst Du das rechtfertigen? Das wäre der mit Abstand bestkalkulierte Artikel im gesamten Angebot des Hotels, das auf diese Weise "durch die kalte Küche" seinen Deckungsbeitrag zu Lasten des Kunden verbessern würde.

    Zu vergleichen ist es mit den Plastiktüten im Supermarkt, die sind mit 15-20 Cent schon weit überbezahlt. Nirgendwo auf der Welt verlangen die Supermärkte Geld für eine selbstverständliche Dienstleistung, die lediglich dazu dient, die dort gekauften Waren nach Hause zu tragen. 

    Ein deutsches Phänomen!

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Bulgarienfan
    Dabei seit: 1091923200000
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    geschrieben 1102599165000

    @salvamor41

    Von wegen Vermittlungsversuch!

    Ich habe mich wohl sehr missverständlich ausgedrückt. Ich will hier gar nicht vermitteln. Es ist meine wohlerwogene Meinung, dass Extraleistungen auch zusätzlich Geld kosten. Über den Preis kann man sicherlich streiten. Aber dass außer den Materialkosten auch noch Lohn- und Gemeinkosten anfallen, dürfte selbst betriebswirtschaftlichen Laien klar sein.

    Und was alles selbstverständlich ist, und was nicht, darüber gehen die Meinungen mitunter weit auseinander. Warum soll ich Extraleistungen für dich eigentlich mitbezahlen? Das sehe ich überhaupt nicht ein. Denn das ist doch klar: Wenn Extraleistungen nicht extra bezahlt werden, müssen sie alle mitbezahlen, auch diejenigen, die sie gar nicht in Anspruch nehmen. Denn dann werden sie auf alle umgelegt.

    Um es deutlich zu formulieren: Ich habe nichts gegen Leute, die Extraleistungen beanspruchen. Ich habe aber sehr viel gegen Menschen, die glauben, sie hätten ein Anrecht darauf, Extraleistungen "umsonst", das heißt auf Kosten von anderen zu erhalten.  

    Du spielst zum Schluss deines Beitrages ein wenig auf die "Servicewüste" Deutschland an. Mal ganz abgesehen davon, dass hier wohl überwiegend von Hotels im Ausland die Rede ist, die durchaus vorhandene Servicewüste Deutschland besteht meines Erachtens aus zwei Teilen:

    1. Es wird zu wenig Service angeboten

    UND

    2. Es besteht kaum Bereitschaft, für Extraservice zusätzlich zu bezahlen.

    Beispiel:

     Wärest du bereit, jemandem, der im Supermarkt deine gekauften Sachen in die Tüte packt und zu deinem Auto trägt, einen Euro bezahlen? Oder würdest du verlangen, dass das natürlich "kostenlos" zu geschehen hat?

    Viele Grüße vom Bulgarienfan

     

    Einmal Bulgarien - immer Bulgarien! Once in Bulgaria - forever in Bulgaria! Веднъж в България – завинаги в България! Однажды в Болгарии – навсегда в Болгарии!
  • schrotti
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    geschrieben 1102600493000

    Hallo zusammen,

    ich denke die Diskussion ist doch ziemlich weit abgeglitten. Es geht doch nicht darum, worauf denn die angeblich so freiheitsliebenden Deutschen einen einklagbaren Rechtsanspruch haben. Und schon gar nicht, daß der böse Kunde immer alles umsonst haben will.

    Sicher, ich habe auf einen Zweitschlüssel genausowenig "Anspruch" wie auf freundliches Personal oder gutes Essen. Wenn ich aber wie Erika in einem teuren Luxushotel wie dem Rixos ******** erwarte ich für den hohen Preis aber genau das, sonst ist es sein Geld nicht wert. Fünf Sterne sollten sich nämlich nicht nur im Preis, sondern auch in der Leistung ausdrücken. Sonst könnte ich ja gleich eine ******** buchen, da sind meine Erwartungen auch nicht so hoch.

    Mir ist daher unverständlich, daß das Hotel hier Theater gemacht hat. Ich werde in gehobeneren Hotels auch in Zukunft auf einen Zweitschlüssel bestehen, wenn es mir danach ist.

    Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht. (Friedrich Nietzsche)
  • salvamor41
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    geschrieben 1102630502000

    Hallo Bulgarienfan,

    schrotti hat meine Antwort auf Deinen Beitrag größtenteils vorweggenommen. Wenn ich den Beitrag richtig interpretiere, dann bist Du der Meinung, daß alles, worauf der Gast keinen rechtlichen Anspruch hat, eine kostenpflichtige Extraleistung darstellt. Eine geradezu absurde Vorstellung von Service im Gastgewerbe, die Du hier äußerst! Wann ist es dann so weit, daß die Gäste für die Benutzung der Toiletten und der Aufzüge, auf die sie auch keinen rechtlichen Anspruch haben, zur Kasse gebeten werden?

    Das Ausstellen eines zweiten Schlüssels ist und bleibt keine kostenpflichtige Extraleistung! Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, daß dem Wunsch des Gastes entsprochen wird, zumal hier Kostengesichtspunkte überhaupt nicht greifen können. 

    Es geht im Grunde auch gar nicht um so einen dämlichen Zimmerschlüssel, es geht darum, das teilweise verheerende Serviceverständnis im Gastgewerbe und in der Reisebranche zu thematisieren, für das diese Diskussion hier ein Beispiel ist.

    Beste Grüße

    salvamor

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • pebau
    Dabei seit: 1098057600000
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    geschrieben 1102680445000

    @Bulgarienfan, wieso soll ich gleich dafür bezahlen?

    Es würde doch schon genügen, wenn man eine Kaution hinterlegen muss, so wie es ja auch für viele Safeschlüssel war und ist.

    Wer dann seinen Mehr-Schlüssel nicht abgibt, der hat eben Pech und dem Hotel entstehen dann auch keine Zusatzkosten, da diese ja durch die Kaution abgedeckt sind.

    Das ist doch überhaupt kein Problem und irgendwie hat ja das ganze Thema aus irgendwas mit Kundenfreundlichkeit und Kundenzufriedenheit zu tun. Und dies ist nun mal in einem Dienstleistungsbetrieb ein sehr, sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor.

    Oder sieht das Jemand anders?

  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1102684295000

    Ich glaube, das Grundproblem der Diskussion liegt unter anderem darin, dass jede Seite etwas anderes im "selbstverständlichen Servicebereich" versteht.

    Es wird sicherlich auch in Zukunft Hotels geben, die - vereinzelt auf Wunsch - einen zweiten Schlüssel hergeben. Wir haben gelesen, dass analog der Forderung: zwei haben bezahlt, drei ebenso wie vier das Gefühl haben, Anrecht auf drei bzw. vier Schlüssel haben könnten.

    Es sind auch nicht die 10 Cents für eine 2. Chip-Card.

    Es sind auch nicht die 10 Cents für eine Plastiktasche im Supermarkt.

    Vielmehr werden auch die Überlegungen dahinter stecken:

    ... wenn ich einkaufe gehe, könnte ich mir ja eine Plastiktüte (-tasche, -****) mitnehmen - tue ich es nicht oder ist es ein spontaner Einkauf, muss ich halt damit leben, dass es etwas kostet

    ... wenn ein Unternehmen sein Leistungsangebot überdenkt und kalkuliert, wird es einen Leistungsrahmen abstecken und kommunizieren: dies biete ich euch an! Und was darüber hinausgeht muss entweder extra bezahlt werden oder geht net.

    Wo hören Serviceleistungen auf? Das ist wohl auch eine Seite der Medaille!

    Das Hotel hat einen Hotelbus. Da könnte es doch ohne weiteres Einzelgäste selbst zum Flughafen bequem fahren

    Das Hotel hat ja Bademäntel, warum verlangt es nun für die Benützung etwas?

    Der Busunternehmer hat doch ein paar Mitarbeiter. Nun verlangt er extra dafür, dass einer von denen meine Gruppe am Flughafen abholt und zum Hotel begleitet. Das muss doch drin sein....

    Versteht Ihr? Nicht das Nicht-Wollen oder wie ich gerne sagen das Nicht-Finanzierbar sind nur Gründe für die von manchen von Euch bezeichnete "Servicewüste".

    Es ist das individuelle Verständnis von Service.

    Mir sagte letztes Jahr ein Gast bei einer Reiseleitung, er hätte sich erwartet, jeden Morgen von mir geweckt zu werden, gefragt zu werden wie er denn geschlafen hätte und was er geträumt hätte und mittags wäre er dann gerne von mir an die Hand genommen worden, Essen und Trinken hätte er gerne von mir bestellt bekommen usw. - kein Schmäh! Der verstand und "Reiseleiter" tatsächlich einen privaten Boy, der ihm die Schuhe trägt! Er bekams aber nicht und war böse. Nur - und das ist interessant - er hat in diesem Jahr bereits wieder eine Reise gebucht bei mir...

    Soweit wieder von mir...

    Gruß

    Peter

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