• UteEberhard
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    geschrieben 1250242620000

    @helvetia123

    Hallo Horst,

    grundsätzlich bin ich ein Optimist. Aber vor den Realitäten kann ich die Augen nicht verschließen. Der Passagierrückgang um fast 8%, im ersten Halbjahr 2009, wird sich bis zum Jahresende 2009 keinesfalls erholen.

    Begründung:

    1.) Bereich Business. Ein wesentlicher Anteil für die Umsätze und den Ertrag vieler Fluggesellschaften, ist der Geschäftsreiseverkehr. Die Wirtschaft hat die Reisekosten reduziert und wird diese mittelfristig nicht auf das alte, hohe Niveau wieder hochfahren. Somit müssen sich die Airlines auf dieses reduzierte Geschäftsreisevolumen noch mindestens 2 bis 3 Jahre einstellen. Vorausgesetzt die Wirtschaft erholt sich wieder spürbar. Ansonsten kann die Durststrecke auch bis zu 5 Jahre dauern.

    2.) Bereich Tourismus. Die Halbjahreszahlen beinhalten noch nicht den wesentlichen Teil der Passagiere, die in den Schulferien geflogen sind. Mindestens die Marktführer TUI+TC haben z.T. deutliche Rückgänge, die von den vielen kleineren Marktteilnehmern nur in einigen Segmenten aufgefangen werden. Sowohl im ersten Halbjahr, wie auch in der laufenden Saison. Und der Herbst, gemeinsam mit dem Start in die Wintersaison, werden die Verluste kaum auffangen. Auch aktuell ist das Buchungsvolumen unterhalb des  Vorjahresniveaus.

    Fazit: In beiden Bereichen (Business+Tourismus) wird es in diesem Jahr keine spürbare Entspannung geben. Die rückläufigen Passagierzahlen werden am Jahresende ähnlich sein wie zum 30.06.2009. Prognose + - 1%. Wetten ?

    Gruß Hans, der sich natürlich auch bessere Zahlen wünscht. Dies ist aber Wunschdenken.

    Kapitalanleger, kommst Du nach Liechtenstein, tritt nicht daneben, tritt mittenrein.
  • helvetia123
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    geschrieben 1250244502000

    Ja, mein lieber Hans,

    vielleicht ist hier auch ein wenig der Wunsch der Vater des Gedankens bei mir!! ;)

    Wünsche Dir ein schönes WE.

    Freundliche Grüße aus Baden Württemberg sendet Horst
  • UteEberhard
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    geschrieben 1250518015000

    Wie aktuell zu erfahren ist, hat sich die Anzahl der Passagiere auf einigen deutschen Flughäfen (Beispiel FFM) im Monat Juli wieder leicht stabilisiert.

    Sollte sich dies weiterhin so fortsetzen (Vorjahresniveau), fängt diese aktuelle Entwicklung das negative Ergebnis des 1.Halbjahres natürlich nicht auf. Es bliebe bei den Minus 7,9% ! Nur bei einem außergewöhnlichen starken Zuwachs im 2. Halbjahr, würde das Vorjahresergebnis insgesamt erreicht. Davon geht aber keine seriöse Planung aus.

    Das Jahr 2009 wird sich mit  6% bis 8% weniger Passagiere abfinden müssen, die in Deutschland in einen Flieger steigen.

    Wetten das ?

    Gruß

    Hans

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  • curiosus
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    geschrieben 1250533597000

    ...BRE folgt nicht so deutlich diesem Trend, so lag im 1. Halbjahr zwar die Passagierzahl insgesamt um 3,5% unter dem Vorjahreszeitraum, allerdings nahmen schon im Juni die Fluggastzahlen gegenüber Juni 2008 mit 0,8% zu.

    Man darf auf die Entwicklung gespannt sein... ;)

  • Tourleader
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    geschrieben 1250543448000

    Hallo zusammen und ein freundliches moin, moin aus dem Norden!

    Auch ich glaube nicht, dass der Negativtrend im 1. Halbjahr 2009 bei den Passagierzahlen auf deutschen Flughäfen bis zum Jahresende noch wesentlich gedreht werden kann. Es wird nach meiner Einschätzung in jedem Fall ein Minus von kumuliert mehr als 5% auf das Gesamtjahr bleiben. Auf die Entwicklung im Jahre 2010 darf man gespannt sein.

    Wie auch in dieser Situation höhere Flugpreise durchgesetzt werden können, habe ich gerade am eigenen Leibe erlebt: ich werde im November mit einer Gruppe von etwa 30 Personen Südamerika bereisen und habe die Langstreckenflüge von Deutschland nach Sao Paulo/Brasilien und von Caracas/Venezuela nach Deutschland über die Lufthansa gebucht. 

    Als unser Veranstalter, der nach meinen Plänen die Tour umsetzt, im Dezember 2008 die Flüge nach Sao Paulo für die Gruppe buchte, da wurde das Ziel von LH noch ab Frankfurt und München angeflogen. Entsprechend große Kapazitäten waren vorhanden, die natürlich auch Einfluß auf die Preisgestaltung hatten. Vor einigen Wochen hat man nun die Strecke München - Sao Paulo vor dem Hintergrund sinkender Passagierzahlen ersatzlos gestrichen; die bereits vorhandenen Buchungen wurden auf Frankfurt umgestellt. Jetzt ist der Flieger schon recht gut ausgelastet. Die Verknappung erhöht den sogenannten Sitzladefaktor und damit zwangsläufig auch den Preis. Da unsere Tickets - wie bei Gruppen üblich - noch nicht ausgestellt waren, bedeutet das für unsere Gruppe eine Preiserhöhung für diese Route von immerhin 5%! Also keine Preissenkungen, ganz im Gegenteil!

    Viele Grüße von der Nordseeküste und einen schönen restlichen Feierabend

    Andreas

  • UteEberhard
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    geschrieben 1250598343000

    Hallo Curi,

    bei aller Wertschätzung für den ("Deinen") Flughafen Bremen, aber die Passagierzahlen der deutschen Flughäfen werden wesentlich bestimmt durch die Flughäfen Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und Stuttgart. Mit gut 2 Millionen Passagiere im Jahr hat der Flughafen Bremen ein Anteil von unter 2% am Gesamtvolumen der Passagiere in Deutschland. Auch wenn sich der Airport in Bremen positiv gegen den Trend entwickelt, wird er insgesamt das Ergebnis in Deutschland kaum beeinflussen können.

    Gruß

    Hans

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  • Waldschrat
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    geschrieben 1250601545000

    Wobei ja die Passagierzahlen nichts aussagen über die Einnahmen der Airlines. Sind in den vergangenen Jahren auch mehr Passagiere befördert worden, war ein Grund sicher auch das Überangebot an preiswerten Tickets. Seit Einführung der Kerrosinzuschläge haben sich aber viele Tickets derart erhöht,das es sich vielmals nicht mehr lohnt,Day-oder WE-Trips (Städtereisen)zu buchen. Auch das beeinflusst die Passagierstatistik mit Sicherheit,jedoch höhere Preise werden zumindest auf der Einnahmeseite der Airlines einen gewissen Ausgleich schaffen.

    Und man darf auch nicht übersehen- in der Vergangenheit war es innerdeutsch oft preiswerter zu fliegen. Mit dem "Dauerspezial" der Bahn sind aber sicher viele Fluggäste verloren gegangen.

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  • UteEberhard
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    geschrieben 1250604627000

    Lieber Lutz,

    das mit den innerdeutschen Flügen vs Deutsche Bahn ist aber eher eine Vermutung von Dir.

    Am gesamten Passagieraufkommen in Deutschland hat der Inlandsflugverkehr nur einen Anteil von etwa 13%-14%. Insofern beeinflusst der Inlandsverkehr das vollständige Passagieraufkommen nur leicht.

     

    Dazu noch eine Zahl. Die Anzahl der Passagiere die nur Flüge innerhalb Deutschlands genutzt haben, verzeichnete einen ähnlichen Rückgang wie das Gesamtaufkommen, nämlich minus 7,6%. Der Inlandsverkehr setzt sich aber mehrheitlich aus Business Passagieren zusammen und nur sehr gering aus "Städtereisetouristen".

    Der Rückgang bei den Auslandsflügen (mehr als 85% aller Flüge) beträgt auch 7,9%, also genau so wie das Gesamtvolumen.

    Gruß

    Hans

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  • Waldschrat
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    geschrieben 1250608628000

    Ja,lieber Hans, das ist eher eine Vermutung von mir. Aber diese basiert auch auf persönlicher Erfahrung. Da unser Sohn in Saarbrücken lebt ,(wir in Berlin) , erleben wir natürlich die Preisentwicklung mit. Und mitlerweile ist es wirklich so,das die Bahn oft günstigere Angebote macht. Natürlich ist der Zeitvorteil beim Fliegen auch eine nicht unwesentliche Entscheidungshilfe ;) .

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  • helvetia123
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    geschrieben 1257871021000

    Wenn ich heute folgenden Bericht lese "hier", lag ich doch mit meiner Anfangsfrage vom 12.08.09 gar nicht so falsch, oder?

    Es ist nun einmal eine alte Weisheit: "Angebot und Nachfrage regulieren den Markt".

    Freundliche Grüße aus Baden Württemberg sendet Horst
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