• sdediego
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    geschrieben 1117475331000

    Wir hatten für den 21. April 2005 eine 2-wöchige Reise nach Cancún / Mexico gebucht und freuten uns auf den Flug mit der Condor. Der Hinflug war, na ja sagen wir mal, nicht besser und nicht schlechter als bei anderen deutschen Ferienfliegern - ab er der Rückflug war eine absolute Katastrophe:

    Der Flug startete abends ab Cancún (der übliche Nachtflug) und sollte am Morgen des Folgetages in Frankfurt eintreffen.

    Zuerst starteten wir, ohne jegliche Informationen 45 Minuten später als geplant - eingestiegen sind wir pünktlich...aber auch das kann ja mal vorkommen.

    Dann wurde das Essen verteilt, wie üblich gab es 2 verschiedene Gerichte zur Auswahl. Als die Flugbegleiter vor unserer Sitzreihe ankamen, war eines der Gerichte nicht mehr auf dem Wagen, aber die Flugbegleiterin versprach sofort  die gewünschte Anzahl des Alternativ-Menüs zu besorgen .....10 Minuten später, hatten alle Gäste um uns herum, die die 2. Variante gewählt hatten, immer noch kein Essen. Ein Fluggast vor uns klingelte nach der Flugbegleiterin. Sie kam, nach weiteren 10 Minuten, und meinte (Originalton): Oh, das haben wir vergessen - ich bringe es sofort. (kein Wort der Entschuldigung...) - weitere 15 Minuten später, immer noch nichts - die Flugbegleiter begannen bereits bei allen anderen Gästen wieder abzuräumen. Der Herr vor uns klingelte wieder, die Flugbegleiterin erschien (Originalton): och, das müssen wir in der Hektik ganz vergessen haben - ich schaue mal nach, ob wir noch etwas haben...Daraufhin die Frau des Fluggastes ohne Essen: "Können Sie sich nicht wenigstens mal dafür entschuldigen?"

    Flugbegleiterin: "Wieso? Das kann schließlich mal vorkommen..."

    Also bekamen die Gäste, die dann überhaupt noch wollten, letztendlich auch noch ihr Essen - mit den leeren Tabletts mussten sie dann leider die ganze Nacht verbringen, da nach Beginn der "Nachtruhe" keine Flugbegleiter mehr erschienen...

    Vor der Nachtruhe kam die Durchsage: "Wir zeigen Ihnen nun unseren Kinofilm......"

    Wir warteten, 10 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten - alle Bildschirme grau - Erst auf die mutige Nachfrage eines Fluggastes, fiel dann dem Bordpersonal auf, daß man vergessen hatte den Film zu starten...

    Danach dann zur wohlverdienten Nachtruhe  - nunmehr schon fast 3 Stunden Flug mit bisher einem kleinen Becher Wasser oder Softdrink. Wir alle hofften auf eine weiteres Getränk - aber nein: Nachtruhe bis ca. 3 Stunden vor Landung in Frankfurt ohne etwas zu trinken (war es nicht so das empfohlen wird, während eines Fernfluges viel Wasser zu trinken?????). Ach ja, ganz hinten im Flugzeug stand ein Getränkewagen mit je einer Flasche Cola, Wasser und Orangensaft. Dort konnte man sich ja während der Nachtruhe die Getränke selbst holen. Haben Sie schon mal in einer 3er Reihe in der Mitte gesessen und jedesmal ihren Nachbarn aus dem Schlaf gerissen, damit Sie aufstehen können, um sich ein Getränk zu holen?

    Von anderen Fluggesellschaften sind wir es gewohnt, entweder vor der Nachtruhe eine kleine Flasche Wasser zu erhalten, oder das die Flugbegleiter mit abgefüllten Bechern durch die Reihen gehen und den wachen Gästen in kurzen Abständen Getränke anbieten.

    Dann kam endlich das Frühstück, das wir, halb verdurstet, kaum erwarten konnten. Nach der üblichen Zeit wurde dann in fast allen Bereichen des Flugzeuges die leeren Tabletts wieder abgeräumt - nur etwa 12 Sitzreihen auf der rechten Seite hatte man wohl vergessen. Man wartete höflich ab - nichts passierte - man klingelte nach den Flugbegleitern: nichts...

    Dann die Durchsage: Wir werden in wenigen Minuten in Frankfurt landen, bitte stellen Sie die Sitzlehnen senkrecht und klappen Sie die Tische vor sich ein....mmmh...wie denn, mit Tablett???

    Wieder schellten einige der verzweifelten Fluggäste nach den Flugbegleitern - nachdem dann mittlerweile ca. 25 Lampen aufleuchteten, kam, wie erstaunlich, eine Flugbegleiterin: "Oh, das haben wir wohl vergessen....." und sammelte gemeinsam mit einer Kollegin schnell per Hand die restlichen Tabletts ein.

    Ganz ehrlich, mein Eindruck nach diesem Flug war, das Condor es weder mit der Gesundheit ihrer Fluggäste, noch mit den Sicherheitsbestimmungen sehr genau nimmt. Leider haben wir unsere nächste Fernreise bereits vor dieser Erfahrung gebucht - leider wieder mit Condor - aber zukünftig werden wir großen Wert darauf legen, mit einer anderen Gesellschaft zu fliegen.

    Latina

  • rene1103
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    geschrieben 1117476672000

    Hey,

    also erstmal tut mir das schrecklick leid für dich! :(

    Aber da gibt es nun 2 Möglichkeiten...

    entweder du kopierst deinen Beitrag so wie er hier steht, schickst es per Mail zu Condor mit Flugnummer,Datum,Uhrzeit ect und bittest um Stellungnahme

    oder es waren einfach nur "Anfänger" obwohl mit denen ja immer erfahrene Stewards mitfliegen ¿!

    Bin bisher eigentlich mit Condor zufrieden gewesen...

    Greetz,

    René

  • Lexilexi
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    geschrieben 1117477750000

    hi latina. ich hoffe, der urlaub war trotzdem erholsam.

    aber was du dort schreibst, klingt -wenn man es selbst nicht erlebt hat - irgendwie lustig. aber ich weiß dass durst echt schlimm werden kann.

    aber ich würde auch sagen, dass das nicht typisch condor ist, sondern dass da einfach ein anfänger am werke war.

    vielleicht hat die stewardess einfach zu hause eine schlechte nachricht bekommen oder so...

    mir ist es allerdings - jetzt so beim schreiben fällt es mir ein - auch passiert, dass ich nachts während eines fluges nach der stew. geklingelt habe, weil ich durst hatte. ich saß am fenster und mein freund schlafend neben mir, so dass ich ihn nicht wecken wollte. als die dame dann kam und fragte, was ich wollte, dann sagte sie zu mir, der knopf zum klingeln sei kein "serviceknopf" sondern ein "notrufknopf"

    wenn ich was trinken wollte, sollte ich nach vorne kommen, dort würde man mir immer etwas geben. aber diesesmal sei sie noch mal so gnädig, und würde mir nun was bringen.....

    fand ich auch nicht sehr nett.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Erika1
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    geschrieben 1117479105000

    Das war ja ein Flug mit vielen kleinen Ärgernissen! Nur gut, daß die Cockpit-Crew nicht ebenso schusselig war...

    Ich würde die Schilderung an Condor schicken, man wird sich sicher bei Dir entschuldigen. Nur wenn das Unternehmen von solchen Vorfällen Kenntnis erlangt, können Mißstände abgestellt werden.

    Wir haben mit Condor bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

    Gruß Erika

  • makkes80
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    geschrieben 1117482102000

    Kann mich den anderen hier nur anschließen, hatte bisher auch absolut null Probleme mit Condor. Klingt krass und ich würde das auch mal direkt an Condor mailen mit der bitte um Stellungnahme...

    gruss

    makkes

    Es catalán, y no somo de España, sinó de Catalunya!!Visca el Barça i visca Catalunya!
  • Thilo
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    geschrieben 1117482746000

    letzes Jahr auf dem Langstreckenflug nach Punta cana war alles einsame spitze

  • addipilz
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    geschrieben 1117483901000

    Hallo,

    dann hab ich wohl bei meinem Langstrecken Debüt mit Condor wenige Tage vor dir Glück gehabt ;). Da ich Richtung Osten geflogen bin, hatte ich den Nachtflug auf dem Hinweg. Ich fand einzig den Service etwas langsam, nach gut einer Stunde den Begrüßungsdrink, nach knapp drei Stunden gabs dann endlich was zu essen und nach 5 Stunden, halber Flug vorbei war der Bordverkauf vorbei und endlich wurde das Licht ausgemacht aber nur für 2,5 Stunden. Ich finde auf einem Nachtflug hätte es etwas schneller gehen können, damit man etwas länger schlafen könnte. Das man sich selber etwas zu trinken holen konnte wurde auf beiden Flügen garnicht gesagt. Aber wenn man nur Fliegenpreise bezahlt, ist man auch mit diesem Service zufrieden, deshalb DE auf Langstrecke gerne wieder.

  • lutzigl
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    geschrieben 1117495773000

    Hallo Latina,

    das ist schlichtweg eine Sauerei, was Euch da widerfahren ist. Ich würde Dir auch raten, das an Condor zu schicken, allerdings per Einschreiben und mit Nennung des Datums, der Flugnummer und des Sitzplatzes, da Du die Namen der beteiligten Flugbegleiterinnen ja sicherlich nicht hast.

    Auch mir, obwohl ich mit Charterflügen eher seltener unterwegs bin, ist aufgefallen, dass die Servicequalität in den letzten Jahren stark abgenommen hat und habe das auf div. Flügen "am eigenen Leib" erlebt. Hier einmal Beispiele aus den letzten 12 Monaten:

    Charterflug mit Condor wider Willen nach Bangkok (kein bezahlbarer Linienflug auf die Schnelle zu bekommen, war mit knapp 900.- EUR nur für den Flug aber auch nicht günstig): Lustloser, geradezu abweisender Service mit hochnäsiger Arroganz, der während der "Dunkelzeit" gar nicht stattfand.

    Charterflug mit Condor im Rahmen einer Urlaubsreise nach Porlamar / Isla Margarita / Venezuela via Tobago. In Tobago wurde die APU mit abgestellt, somit konnte die Klimaanlage nicht laufen = brütende Hitze. Eine Reinigungskolonne sollte an Bord kommen. Es kam eine Person, die total überfordert war. Dafür versuchten die Flugbegleiterinnen, mit markigen Sprüchen die Passagiere dafür zu gewinnen, das Flugzeug zu reinigen und den Dreck der eben ausgestiegenen Gäste zu entfernen. Ich habe daraufhin die Purserin veranlasst, ihre Kolleginnen für diesen Job zu gewinnen.

    Nach dem Boarding der neuen Gäste wurden auch wieder APU / Klimaanlage zum Leben erweckt... Auf dem Rückflug zeichnete sich eine einzige Flugbegleiterin durch freudige Dienstbereitschaft aus, während die anderen in der hinteren Galley ausgiebigen Pläuschen und Laptopaktivitäten nachgingen.

    Charterflug mit Hapag Lloyd im Rahmen einer Kreuzfahrt nach Mallorca. Lustloser, misachtender Service. Auf dem Rückflug wurden (zumindest in meiner Reihe) die Tische nicht abgeräumt, der finale Sicherheitscheck nicht durchgeführt und auf den Serviceknopf nicht reagiert, während man den Vorhang zur hinteren Galley zugezogen hatte. Im Endanflug (!!!)  auf Bremen platzte mir dann der Kragen und ich verschaffte mir verbal Aufmerksamkeit. Während des Abräumens in etwa 3000 ft entrüstete sich die Flugbegleiterin lautstark über mein "Benehmen". Ich stellte sie nach der Landung zur Rede und liess mir ihren Namen geben. Das hatte dann erhebliche Wirkung und auf einmal konnte sie sich sogar zigmal entschuldigen. Ich wollte Hapag eigentlich anschreiben, habe das aber in der Hektik des Berufsalltags schlichtweg vergessen. Heute ärgere ich mich ob dieser Unterlassung.

    Drei Monate später stand die nächste Kreuzfahrt ab Venedig an. Der Veranstalter versuchte, mir Flüge mit HLX zu vermitteln. Ich kenne die Gesellschaft nicht persönlich, hatte aber kein Bedürfnis auf ein Experiment und buchte LH - gegen Aufpreis. Eine gute Wahl: Die Flüge waren rundum in Ordnung, während meine Mitreisenden, die HLX gebucht hatten, nach erheblichem Delay in Venedig  von Hannover mit Bussen nach Bremen gebracht wurden. Da lag ich schon im Bett.

    Noch ein kleines Detail: Auf diesem Rückflug wurde mein Koffer beschädigt. Ich reklamierte beim LH Lost & Found und bekam auf der Stelle eine Entschädigung: In bar, unter Verzicht auf jede wochenfüllende Bürokratie! 

    Mein persönliches Fazit: Ich verzichte künftig, wo immer das möglich ist, auf Charterflüge. Meine Urlaubstage sind mir heilig und da gucke ich auch nicht auf den Euro. Flüge sind, gerade wenn sie der Langstrecke zuzuordnen sind,  ein elementarer Bestandteil einer Urlaubsreise und ich habe mitlerweile keine Lust mehr, mich über das Verhalten von Flugbegleiterinnen, die sich dem internationalen Jet Set zugehörig und zu fein für ihren Job fühlen, zu ärgern und daher den ideellen Wert einer Urlaubsreise herabsetzen. 

    Es ist mir sehr wohl bewußt, dass viele Companies und hier speziell auch Flugbegleiter von der Entwicklung auf dem Chartermarkt nicht eben profitiert haben. Die der Condor z.B. können sich aber wohl kaum beklagen, sind sie doch immer noch Nutznießer des Konzerntarifvertrags der LH.

    Abschliessend noch folgendes: Wenn mich nicht alles täuscht (die Admins werden es ja wissen), kommen Klagen über den Service selten (wenn überhaupt) aus den Reihen der Gäste des Herrn Hunold. Die Air Berlin ist aber die zweitgrößte Fluggesellschaft hierzulande. Es mag an der Führung liegen... 

    Beste Grüße

    von Lutz

  • Woody_
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    geschrieben 1117496904000

    Also,ich hatte keine Probleme mit dem Condor Flug vor kurzem.Die Stewardessen waren freundlich und auf dem Hinflug hat der Steward sogar mit den Einreisekarten ausfüllen geholfen,womit einige Passagiere Probleme hatten.Das einzige was mir aufgefallen war,das es unheimlich lange gedauert htte ,bis die Tablettes wieder abgeräumt wurden und man endlich den Tisch wieder zurückklappen konnte...

  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
    Beiträge: 9490
    geschrieben 1117497191000

    @Lutz

    Ein aufschlußreicher Bericht. Mein erster Gedanke: Service-Wüste Deutschland. In allen Bereichen klagen wir heute über die nachlassende Aufmerksamkeit des Personals. Nun hat es auch den Passagierflug "erwischt". Früher war ein Flug noch etwas besonderes, etwas exclusives. Heute ist Fliegen ein Massenprodukt wie 100.000 andere auch. Die Leute kaufen/fliegen/bausparen.... sowieso - warum sollte man da noch Service bieten? Und wir sind es ja gewöhnt, vom sog. Service-Personal abgebügelt zu werden. Ich gehe in der Regel den Weg des - zunächst sehr - verbindlichen Briefes an die jeweilige Geschäftsleitung. Den Entschuldigungsbrief kriege ich immer und auch die Zusage um Prüfung des Vorganges. Ich habe z.B. einen für mich äußerst unangenehmen Vorfall beim Sicherheits-Check am Airport FRA brieflich geschildert. Nur den Vorgang - völlig wertungsfrei. Ich bekam sofort Antwort. Und dann kamen noch zwei weitere Briefe. Ich hatte eine Nachfrage und auch die wurde sofort beantwortet. Das bringt mir an sich nichts. Aber es zeigt mir, daß die Geschäftsführer Stellen streichen, um Geld zu sparen, dann aber minderqualifiziertes Personal einstellen, das zeitweise überfordert ist. Die Briefe, die ich bekommen habe, waren noch individuell formuliert. Ich denke, man wird bald nur noch Satzbausteine zu lesen bekommen, wenn die Erfahrung im Umgang mit unzufriedenen Kunden steigt - wischiwaschi.

    Ich bin kein Mensch, der sich bei jeder kleinen Mißbefindlichkeit beschwert oder aufregt. Aber es sieht so aus, als wäre eine Beschwerde die einzige Möglichkeit, seinem Unmut Ausdruck zu geben und den Leuten "da oben" zu schildern, was wir "hier unten" sehen.

    Gruß Erika

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