@Malini
Natürlich kann mal bei einer Blutabnahme etwas passieren, dass man danach einen Bluerguß hat. Aber Du glaubst doch nicht, dass eine deutsche Klinik einen extra Bericht verfasst, wenn das ganze so harmlos gewesen wäre. Er hatte beiede Ellbeugen komplett tief unterlaufen mit mehreren Einstichen. Selbiges an beiden Händen, Füßen, in den Kniekehlen und lediglich als sie am Kopf auch noch stechen wollten, dagegen haben wir dann letzten Endes gesagt, dass wir das nicht mehr wollen. Nachdem x Versuche an anderen Körperstellen nicht geklappt haben, da lasse ich garantiert nicht mehr am Kopf jemanden mit einer Nadel rumstochern.
Es war auch nicht so, dass da jeweils nur einmal gestochen worden ist und wenn es nicht geklappt hat, direkt wieder die Nadel rausgezogen wurde. Nee, erst ist dann noch rumgepult worden, ob man noch irgendwas irgendwie findet und dann hat man eben mal einen Zentimeter daneben nochmal versucht. Es sah wirklich gruselig aus. In der Klinik hier wurden dazu auch Bilder gemacht. Da ist ein Junkie harmlos gegen. Und wir sprechen hier über ein 20 Monate altes Kind. Übrigens ein Kind, das aufgrund einer anderen Sache schon öfter Blut abgenommen bekam und für den das zu Beginn gar nichts Fremdes war, aber er ist es gewohnt, dass es dann auch klappt, denn hier gab es noch nie Probleme, eine Vene bei ihm zu finden. Er ließ also erstmal ein Stück weit das über sich ergehen, aber wer will einem Kind es übel nehmen, wenn so eine Tortour mal eine Stunde geht, wild aufgeschreckte Schwestern um ihn herumbrüllen und was weiß ich was.
Und irgendwann ist der Punkt dann eben gekommen, wo Du als Eltern eingreifen musst.
@tina1312
Ich gebe Dir Recht, normalerweise muss ich da nicht zum Arzt. Problem war aber, wir saßen beim Galaabend und er erbrach voll über den ganzen Tisch. Und ein gut geführtes 5 Sterne Haus, na ja, da kannste Dir vorstellen, wie da geschaut wurde. Und man hat uns dann seitens des Hotels nett geholfen, ihn sauber zu machen und alles, aber sie meinten dann, wir sollten doch mal schnell zum Hotelarzt, nicht dass er einen Sonnenstich habe. Dass der ihn dann gar nicht anschauen wollte, das war denen vom Hotel in dem Moment sicherlich gar nicht bewusst. Die dachten sicher, wie wir auch, der guckt mal grob, gibt ihm vielleicht was gegen Übelkeit für den Notfall und dann ist gut. Aber der kam ja von dieser Klinik und verdient natürlich auch an jeder Überweisung mit. Also sagte er, dass er halt kein Kinderarzt ist und ihn sich deshalb nicht anschauen kann. Klassischer Fall von dumm gelaufen. Wenn wir geahnt hätten, wo wir da landen und dass er sich da erst so richtig was einfängt... Wir hatten dann beim zweiten Aufenthalt in der Notaufnahme neben uns ein Pärchen, beide Animateure des Schwesternhotels zu unserem. Er Türke, sie Deutsch. Die haben uns dann auch erstmal richtig übersetzt, wenn dieser Kinderarzt kam. Da kam zwar von der Klinik aus sonst auch immer jemand zum Dolmetschen mit, aber die Dame hat eigentlich immer nur das übersetzt, was der Arzt uns zu sagen hatte, aber wenn wir eine Frage hatten oder eine Erklärung für irgendwas, dann sagte sie entweder gar nix, oder wie uns dieser Animateur dann aufklärte, dass sie was ganz anderes übersetzt hatte.
Da die Animateurin auch längere Zeit mit uns da lag, war uns das eine echte Hilfe. Von da an haben wir die Klinikdolmetscherin abgelehnt und ihn dann dabei gehabt. Das ist beispielsweise auch so ein Umstand, der mir schlecht aufgestoßen ist. Entweder man übersetzt beide Seiten gescheit oder man lässt es. Alles andere ist für mich Verarsche.
Ich will gar nicht behaupten, dass in der Klinik generell schlecht gearbeitet wird. Ich kann ja nun nur von unserem Fall berichten. Wir stehen heute noch in Kontakt mit dem Hotelmanagement, die haben uns zu Weihnachten eine Karte geschrieben usw., weil das für die auch ein ganz schlimmer Fall war. Wir sind quasi durch ihren Arzt da gelandet, dann wollte man uns nicht gehen lassen, schließlich haben wir uns auf eigene Verantwortung entlassen und die sagen auch noch, das Kind ist gesund. Als ich mit dem Jungen auf dem Arm in den Wagen des Hotelmanagers gestiegen bin - die haben uns dann direkt zum Flughafen gebracht und dafür gesorgt, dass wir da auch wirklich fliegen konnten usw. - dem fiel das Gesicht in Scheiben, als er unseren Sohn gesehen hat. Ich sage ja, wir haben das in Bildern dokumentiert, freiwillig schauen wir uns die auch nicht an. Und wenn man dann im Flugzeug sitzt, da ist man einerseits heilfroh, dass es endlich heimgeht, aber ich habe mehr als einmal an meinem Sohn gehorcht, ob er noch atmet. Bewegt hat er sich nämlich nicht mehr. Und wenn Augen so abgedreht sind, da wird einem ganz anders.
Das war unser erster Urlaub mit unserem Sohn und den werden wir nie vergessen, sondern haben diese Erfahrung leider im Hinterkopf, wenn wir nun überlegen, ob und wo wir mit ihm hinfahren. Er hat das natürlich, und das ist das Gute am Kindsein, längst vergessen und ist quietschlebendig.
Wie gesagt, für Kinder halte ich diese Klinik nicht für gut. Und ich habe schon den Eindruck gewonnen, dass man an den Deutschen da gut verdienen will. Da war auch so manche Diagnose bei, da musste man echt schmunzeln. Vor allem, wenn es den Leuten ja gar nicht mal schlecht geht und die auch schmunzeln. Neben uns lag einen Abend eine Frau mittleren Alters und klagte über einen Blähbauch. Die wollte eigentlich, so sagte sie uns, was Abführendes haben. Sie wurde dann auch stationär aufgenommen und bekam auch eben wieder Natrium/Glucose - Infusion und sollte "pupsen". Das war die Anweisung. WIe gesagt, wir mussten dann alle schmunzeln. Aber man bekam das auch alles mit, weil da in der Notaufnahme 8 Betten in einem Raum stehen. Durch nichts getrennt. Also hörst Du auch, was da gesprochen wird. Als unser Sohn malträtiert worden ist, sind andere Patienten raus. Denen ist beim Zuschauen und Zuhören übel geworden.
Wie gesagt, andere Länder, andere Sitten, aber das da brauche ich nicht nochmal.