Hallo und Hallo Bernat,
Danke für den interessanten Beitrag. Ich verfolge diese Diskussion schon einige Jahre. Ich sehe das mal als Tourist obwohl ich natürlich die Beweggründe der Inselbewohner nachvollziehen kann.
1.) einen mallorquinisch Kurs ist wahrscheinlich schwerer zu belegen als ein spanisch Kurs unabhängig vom Inhalt. (weltweites Angebot und Nachfrage)
Das wird spanisch Interessierte abschrecken, zumal die erworbenen Fähigkeiten,
ortsgebunden sind. (Platja - Playa)
2.) Bei meinem letzten Urlaub in Santorin, sprach die gesamte Insel, einschließlich Hotelerie, Gastronomie und das Multi Kulti Publikum, sogar die älteren Einwohner welche ein Geschäft hatten, Englisch. Das fand ich toll.
Hier wurde die europäische Einheit endlich mal praktiziert.
Daher komme ich zu dem Schluß, daß Mallorca sich mit der Einstellung, eine eigene Sprache ausschließlich zu pflegen, sich nicht nur innerhalb Spaniens isoliert. Es ist meines Erachtens der falsche Weg in der europäischen Gemeinschaft und auch global. Die mallorquinische Sprache als alternative Zweitsprache zu pflegen, um die Kultur zu schützen, ähnlich unseren Dialekten, ist sicher kein Problem. In unserer komminukativen globalen Welt gilt es das babylonische Sprachwirrwarr abzuschaffen, anstatt neue Hürden aufzubauen.
Teilweise nimmt das schon alberne Zustände an, siehe die Vorgabe in den Flugzeugen, statt Spanisch, mallorquinisch zu sprechen.
Ich finde die Einstellung der Mallorquiner etwas engstirnig oder hier werden vielleicht ganz andere Ziele verfolgt und die Sprache ist nur mittel zum Zweck.
Ich werde auch nicht verstehen, warum beispielsweise in ganz Europa als zweite Fremsprache nicht einheitlich Englisch präsent ist. Das Ziel sollte doch sein, daß man sich mit jedem Europäer unterhalten kann.
Wenn also schon eine Fremdsprache auf Mallorca, dann bitte nicht Deutsch.
Bestrebungen aus der weltlichen Kugel wieder eine Scheibe zu machen, gibt es überall. Das dies ausgerechnet von einer vom Tourismus stark frequentierten Insel kommt, ist unverständlich und weltfremd. Es resultiert sicherlich daraus, daß nicht alle vom Tourismus profitieren und daher gegenüber dem Tourismus und auch den Zugewanderten eine etwas feindliche Stimmung einsetzt.
Viele Einwohner haben Ihre Heimat den Fremden verkauft und fühlen sich nun wegen der hohen Preispolitik der Immobilien, hintergangen. Sich jetzt wieder auf alte Werte zu besinnen, kommt etwas spät.
Ich jedenfalls finde nicht den richtigen Knopf.
Gruß Hans