Hallo Shiva,
wirklich mal eine schöne Idee, mal ein paar nette Geschichten von außerhalb der Hotelmauern zu erzählen. Die meisten Fragen beziehen sich wirklich nur auf die schönsten Zimmer, Strände, Büffetauswahl und AI Leistungen. Und wenn mal jemand etwas berichtet, dann nur über die nervigen Händler und die überteuerten Preise bei den Sehenswürdigkeiten. Das schreckt bestimmt viele Neulinge ab, mal etwas auf eigene Faust zu unternehmen und die künstlich angelegte Hotelstadt zu verlassen.
Hier eine nette kleine Geschichte, die mal widerlegen soll, das es dort nur ****** und *************** gibt.
Im September diesen Jahres besuchte ich das Simeonskloster und die Felsengräber von Gharbi auf Elephantine. Für den "Spaßfaktor" mieteten wir uns an der Anlegestelle bei den Beduinen Kamele für den Ritt durch die Wüste. Mein Kamelführer war ca. 13 Jahre alt und trug ein Fußballtrikot von Italien und hörte auf den Namen Amori. Ich bekam die Leitkuh und war somit ganz vorne. Die machte ihrem Namen alle Ehre und legte sich mächtig ins Zeug. Normalerweise bleibt der Führer in der Nähe des Kamels. Da er merkte, das ich sehr gut reiten konnte und eine Menge Spaß auf dem schnellen Wüstenschiff habe, ließ er mich davonziehen und wartete auf die anderen..... war ja nur eine Strecke von 30 Minuten und das Kamel kannte den Weg. Bei den Felsengräbern stieg ich ab und wartete auf die anderen. Vor dem Kamelritt hatten die Beduinen ihr Geld schon erhalten, aber da es mir so einen Spaß machte, war es mir noch ein extra Bakschisch für Amori wert. Ich bemerkte, das ich wohl unterwegs meine Geldbörse verloren hatte. Waren ca.300 LE drin, sonst nichts, alles andere war im Safe auf dem Schiff. Mein Mann kam mit den anderen ans Ziel, ich berichtete ihm von meinem Mißgeschick und er musste lachen. Amori tauchte auf und rief schon von weitem: "Madame, Madame! your Money", und schwenkte meine Geldbörse durch die Luft. War mir bei meinem Wüstentripp aus der verschlossenen Hose gerutscht. Er übergab mir meine Geldbörse und zeigte auf die Wüste. Jetzt hatte er sich sein Bakschisch aber verdient
Er hätte es ja auch unterwegs einstecken und behalten können.
Nachmittags besuchten wir auch das Beduinendorf. Von weitem erkannte ich schon das Italientrikot. Er kam direkt auf uns zu, nahm uns bei der Hand und es ging zu den Eltern auf einen Tee!
Sind eben nicht alle Schlitzohren 
Sabine