• hayley
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    geschrieben 1367665092000

    Hallo!

    Ich weiß zu diesem Thema gibts schon etliche Beiträge in diversen Foren. Ich plane für August und September eine zweimonatige Reise nach hauptsächlich Peru, möchte aber einen Sprachkurs in Ecuador in Otavalo machen und wollte jetzt eigentlich nach Cali fliegen und dann noch sehr kurze Zeit in Popayan verbringen. Jetzt hab ich gestern den Fehler gemacht und mich über die Sicherheit dort informiert :D Ich hab noch nicht so viel Reiseerfahrung, war bis jetzt hauptsächlich in Europa unterwegs und war auch letztes Jahr ein Monat lang in Südafrika, Botswana + Victoriafalls, aber nie allein und große Teile davon mit einem Local. Zur näheren Erklärung, ich bin 26 Jahre alt, weiblich und ja ich möchte am liebsten alleine los. Hab bis jetzt noch nichts alleine gemacht (außer 3 Tage Helsinki, aber das erscheint mir hier recht irrelevant).

    Die Beiträge in den Foren widersprechen sich leider sehr, von "Wie kann man da nur alleine als Frau hinreisen, das ist viel zu gefährlich." bis zu "Überhaupt kein Problem" findet man da alles. Speziell über das Grenzgebiet Kolumbien/Ecuador, also genau den Start meiner Reise ohne Sprachkenntnisse (außer Italienisch), hab ich viel gelesen. Über Touristenentführungen und Drogenhandel und Guerillakämpfer usw... Ich könnte also auch nach Quito fliegen, hab dann aber auch über Ecuador und Peru viel gelesen. Diebstähle sind anscheinend sowieso alltäglich, Busse die in der Nacht angehalten werden, Busunfälle... Ich bin verwirrt :D Welche Gebiete sollte man in diesen Ländern denn wirklich meiden und welche sind einfach mit normaler Vorsicht zu bereisen? Stimmt es, dass in Ecuador die Kriminalität gerade sehr ansteigt?

    Danke schon mal für eure Hilfe!

    Schöne Grüße

  • Baer Eberhard
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    geschrieben 1367745582000

    Hallo Hayley,

    ich habe alle 3 Länder schon (mehrmals) individuell bereist, bin aber ein Mann und da ist es in Südamerika natürlich leichter. Generell würde ich sagen, wenn Du Dich auf ausgetretenen (Touristen-) Pfaden bewegst, ist das Risiko auch als alleinreisende Frau einigermaßen beherrschbar, allerdings solltest Du dann statt mit Local taxis/Bussen(Collectivos  evtl. organisiert reisen (fast alle Ausflüge sind in den genannten LÄndern vor Ort organisierbar). Spanisch ist, wenn man alleine reist, fast unabdingbar, mit Englisch kommt man, da wo viele Touris sind, einigermaßen durch. An Hotels würde ich auch nicht sparen, lieber 4 Sterne als ein Hostal mit 1 oder 2 estrellas.  Mit der Sicherheit ist das auch so eine Sache, es ist normal,  daß man sich als Frau nachts nicht auf der Straße  herumtreiben  sollte, Kriminalität ist vielfach  vorhanden (eher in den großen Städten als auf dem Dorf),  mir persönlich ist allerdings noch nie irgendetwas abhanden gekommen oderwirklich Ernsthaftes  passiert.  Deswegen meine Empfehlung, tu Dich evtl. mit einer zweiten Person zusammen (am besten einem Mann, sorry) oder mache das Ganze organisiert oder beschränke Dich erstmal auf ein Land und schau Dich mal um. Evtl. wäre auch eine Standortreise ganz vernünftig, von wo aus Du dann Tagestouren machst.  Auch in Deutschland gibt es Spezialisten, die so etwas organisieren können, z.B. evtl. Miller Reisen oder Enchanting South America (teuer!). Fazit: Die drei Länder, die Du dir ausgesucht hast, sind für absolute Anfänger schon eine große Herausforderung, ich persönlich würde unter den Umständen, die du schilderst, abraten. Machs erst mal ne Nummer kleiner.

    Tschüß Eberhard

  • hayley
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    geschrieben 1367794662000

    hallo eberhard!

    danke für deine antwort! also das mit cali hab ich jetzt auf alle fälle gestrichen, aktueller plan: nach quito fliegen, sprachschule holt mich dort ab, 2 wochen sprachkurs in otavalo, und danach dann schaun was sich ergibt. werde ja dort wohl auch hoffentlich leute kennenlernen...

    warum würdest du ein 4 sterne hotel vorziehen, sind die hostels denn unsicher? organisiert will ich eigentlich nicht machen... weißt du denn welche gebiete man wirklich meiden sollte?

    lg hayley

  • Baer Eberhard
    Dabei seit: 1119139200000
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    geschrieben 1367824537000

    Hallo Hayley,

    das klingt schon besser, damit kann man sicher leben. 4-Sterne Hotels sind generell sicherer als einfache Hostales, Sicherheitstüren, Sicherheitsdienste, bessere Unterstützung bei Notfällen, gute hygienische Bedingungen  etc..  Aber Du kannst ja mal mit Deiner Sprachschule in Verbindung treten, die haben sicher ihnen bekannte Hostales, in denen auch andere Schüler wohnen bzw. gewohnt haben. Das sollte dann auch seriös sein.

    Welche Gebite man meiden sollte, ist so schwer zu sagen, da sich die Situation ja auch ständig ändern kann. Früher, d.h. vor 10, 15 Jahren war Quito mal eine recht sichere Stadt, mittlerweile ist die (Klein)kriminalität durch die schlechten Lebensbedingungen zwangsläufig viel größer. Nachts alleine auf der Straße wäre für mich als alleinreisende junge Frau ein NoGo, in einer Gruppe, und im Zentrum, vielleicht von der Sprachschule, sieht das schon wieder anders aus. Auf jeden Fall nachts keine  Busse etc. benützen, nur Taxis, wenn überhaupt, ud dann auch nur mindestens zu zweit, besser in der Gruppe.  Auch in Otavalo , wo sich ja bekanntlich viele Touristen und Sprachschüler aufhalten, ist Vorsicht angesagt (z.B. auf den Märkten). Also gesunde Vorsicht, keine Panik, selbstbewußtes Auftreten, Wertsachen gehören alle in einen Safe!!! Wenn man blond ist, ist man in SA abstrakt gefährdeter als dunkle Typen. Aber das gibt sich alles nach ein paar Tagen und ein gewisses Sicherheitsgefühl stellt sich dann von selbst ein.

    Ciao Eberhard

  • hayley
    Dabei seit: 1367625600000
    Beiträge: 16
    geschrieben 1367922372000

    hallo eberhard!

    nochmal danke für die infos! :) in otavalo wohn ich bei einer gastfamilie, ich brauch mir also am beginn noch keine gedanken machen ob hostel oder hotel. aber es werden wohl eher hostels werden, verlass mich da dann auf meinen lonely planet...

    ok das sind die dinge die ich sowieso meiden werde. ich bin nicht daran interessiert mich nachts in den städten rumzutreiben, und ich denke dass ich generell wenig zeit in den großen städten verbringen werde. das mit den bussen hab ich auch schon gelesen. werde also so gut es geht nur tagsüber bus fahren und auch die besseren busse nehmen.

    tja ich bin dunkelblond, aber wenigstens nicht groß :D hab heute den flug schon gebucht, jetzt gibts also so oder so kein zurück mehr... :)

    lg hayley

  • Baer Eberhard
    Dabei seit: 1119139200000
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    geschrieben 1367947814000

    Also viel Spaß dann, wenn Du noch was wissen möchtest, melde dich.

    LG

    Eberhard

  • martinsoeren
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    geschrieben 1368445107000

    Wenn du dort in einer Sprachschule bist, wirst du ja sicherlich auch andere Leute kennenlernen, die noch herumreisen wollen. So habe ich das eigentlich kennengerlent, als ich vor 5 Jahren in Peru war. Auf meiner Rundreise habe ich auch Gruppen mit zwei Mädels kennengelernt, die keinesfalls nur Angst hatten. Also vor allem die Touri-Routen sind ja recht sicher, weil man da auch meistens in einer Gruppe unterwegs ist.

    Eine Freundin von mir macht auch gerade Backpacking durch Südamerika und ist halt immer mit verschiedenen jungen Leuten unterwegs. Dann ist alles recht sicher. Sobald man

    Ich hatte in der ganzen Zeit, die ich in Peru war (6 Monate Arbeit + Reise) keinerlei gefährliche Situationen. Aber ich bin halt natürlich auch ein Mann, da passiert vielleicht eher seltener was, wenn man sich an ein paar Regeln hält.

  • Martina-gaucha
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    geschrieben 1420824721000

    Als Frau in Südamerika allein herumzureisen ist nicht jederfraus Sache. Ich wohne seit 12 Jahren dort und kann nach einiger Erfahrung sagen, dass Uruguay mit Abstand das ungefährlichste Land auf dem Kontinent ist. Heisst auch nicht umsonst die Schweiz Südamerikas. Frauenreise Uruguay Anbieter, für diejenigen, die sich wegen der Sprache nicht getrauen,, gibt es wenige, aber es gibt sie. Gauchos ,Strand und Ruhe (oder Action) ganz wie man will. Chile ist übrigens auch noch ganz empfehlenswert.

  • chris77tb
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    geschrieben 1430970156000

    Ich war bis jetzt in folgenden lateinamerikanischen Ländern:

    Chile/Uruguay/Peru/Argentinien/Nicaragua/Paraguay/Brasilien/Bolivien.

    Ein wirklich mulmiges Gefühl hatte ich bis jetzt nur (Tagsüber!) in Porto Alegre.

    Nach Einbruch der Dunkelheit soll man sich ja zumindest in den Städten in Südamerika nicht mehr rumtreiben. Obwohl ich dies in Lima (Miraflores), Granada/Nicaragua, Buenos Aires und Villarrica/Paraguay auch gemacht habe ohne Probleme.

  • CocoLoco22
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    geschrieben 1445453600000

    Hallo zusammen!

    Also ich habe mittlerweile drei Monate in Quito verbracht und muss sagen, Quito ist wie jede andere Großstadt. Man muss mit offenen Augen durch die Gegend laufen, ich habe mich allerdings als Frau hier noch zu keinem Zeitpunkt irgendwie bedroht gefühlt. So lange man bewusst die Umgebung wahrnimmt und keine unnötigen Wertsachen mitnimmt, ist man eigentlich auf der sicheren Seite.

    Im Bus muss man ein bisschen aufpassen, gerade wenn großes Gedränge herrscht. Da wird schon schnell mal die Tasche aufgeschnitten. Also Tasche immer vor den Körper. Genau das Gleiche gilt in den Reisebussen. Am besten die Taschen auf dem Schoß behalten und nicht unter den Sitz zwischen die Beine stellen oder oben in die Ablage legen, da Verkäufer die den Bus betreten sich oft als Taschendiebe herausstellen. Ansonsten ist mir aber beim Reisen durch Ecuador noch nie etwas passiert. In den Reisebussen habe ich mich auch immer sicher gefühlt.

    Zu Quito ist noch zu sagen, dass man nachts halt auf jeden Fall ein registriertes Taxi nehmen sollte (die mit der grünen Plakette). In den Touri-Areas kann man sich nachts ohne Bedenken aufhalten, aber wenn man diese verlässt ist man im Taxi schon auf der sicheren Seite. Man kann ja nie wissen ;-)

    So viel von mir zum Thema Sicherheit.

    Saludos!

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