• AEVFranke
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    08.03.08: 15. Reisetag, Arequipa

    So, auf geht´s zu einer schönen Rundfahrt durch Arequipa, die weiße Stadt. Den Namen hat die Stadt von dem Baumaterial, einem weißen Vulkangestein.

    Als erstes fuhren wir quer durch die Stadt an vielen Kolonialbauten vorbei zu einem Aussichtspunkt, an dem man einen ersten Überblick über die Stadt gewinnen konnte. Hier war auch ein kleiner Garten angelegt, in welchem man verschiedene einheimische Pflanzen bewundern konnte, z.B. Chinoa oder einen Advocadobaum. Auch gab es einen kleinen Überblick über die heimischen Tiere, unter anderem auch mehrere Käfige mit Meerschweinchen. Hier herrschte reges Treiben, denn wie wir erfuhren ist das der Ausgangspunkt für viele Stadtrundfahrten. So beeilten wir uns etwas um als erste die Stadtrundfahrt anzutreten. Das gelang uns auch ganz gut, so das wir den anderen Touristen nicht mehr über den Weg liefen.

    Als nächstes stand der Besuch einer kleinen Kirche sowie des nahegelegenen Aussichtspunktes Yanahuara auf dem Plan. Die Kirche konnten wir nur von außen besichtigen, da gerade eine Hochzeit gefeiert wurde. Aber man konnte bereits hier erkennen, das der Stein mit einer extremen Sorgfalt bearbeitet wurde und kein Zentimeter ohne Verzierungen jeglicher Art war. Hier wurden hauptsächlich Engel, sowie Nahrungsmittel aller Art abgebildet. Nebenan konnten wir ein Kreuz bewundern, wie es hier in der Gegend sehr häufig vorkommt. Dadurch das die Priester der Spanier die Götter der Indianer verboten haben und nur das Christentum gelten lassen wollten, wurden vor alle Kirchen große Kreuze angebracht. Aber die Indianer sahen in diesen Symbolen keinen Sinn und ignorierten diese vollkommen. Die Priester kamen dann auf die Idee, die Kreuze doch etwas mit den Symbolen der indianischen Götter zu versehen und schon wurden diese auch anerkannt. So sieht man hier viele Kreuze, die Abbildungen von Chinoa oder Kartoffeln aufweisen, die eine Leiter in Hintergrund haben oder teilweise sogar das Bild eines Meerschweinchen aufweisen.

    Danach ging es weiter zum Plaza des Armas wo wir die große Kathedrale bewunderten. Schön hier ist auch, das es in den ganzen Seitenstrassen immer wieder kleine oder größere Hinterhöfe gibt, die voller Geschäfte sind. Diese Hinterhöfe sind teilweise noch Hinterlassenschaften von alten kirchlichen Gebäuden und beherbergen ín der heutigen Zeit zum Teil sogar Banken. In einem dieser Hinterhöfe besorgte ich mir dann auch einen Pulli aus echtem Babyalpaka. Die Wolle nennt man so, da das die Wolle ist, die beim erstenmal scheren des Alpakas anfällt und besonders weich und flauschig ist. Diese Qualität liefert das Tier nur beim ersten mal, danach ist die Wolle etwas kratziger und auch dicker. Ich blätterte für diesen Pulli umgerechnet 50 € hin, aber bei uns in Deutschland muss man dafür mindestens 200 € bezahlen. Also doch wieder ein Schnäppchen.

    Nach dem Einkauf hieß es weiter zum nächsten Höhepunkt, dem Kloster Santa Catalina. Von außen sieht es eher unscheinbar aus, aber innen offenbart es einem seine ganze Schönheit. In seiner Hochzeit vor knapp 500 Jahren waren hier bis zu 500 Nonnen und Bedienstete untergebracht. Das ganze Kloster vermittelt einen Eindruck wie eine kleine spanische Stadt. Die einzelnen Gassen haben eigene Straßennamen und die verschiedenen Komplexe unterscheiden sich auch in ihren Farben. Es wechselt sich grelles rot mit einem extremen blau ab etc. Es gibt sogar einen Stadtplan für das Kloster, denn wenn man ohne einen Führer unterwegs ist, kann man sich hier echt verlaufen. Wir sahen eingewachsene Innenhöfe, die mit Gemälden über verschiedene Heilige verziert waren, konnten alte Zimmer der Nonnen besichtigen und sahen alle möglichen Utensilien des täglichen Gebrauchs. Die alten Öfen rochen teilweise noch richtig nach Feuer und Rauch. Das Kloster ist auch heute noch in Betrieb, aber es leben nur noch knapp 40 Nonnen hier. Sie betrieben auch das Cafe, das sich in dem Komplex befindet. Hier genossen wir erst mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen, bevor wir uns auf eigene Faust nochmals in die Stadtmitte aufmachten. Wir kauften hier etwas Schokolade, die die beste des Landes sein soll. Die Gründer der Schokoladenfabrik kamen ursprünglich aus Spanien und betreiben bis heute in einem Familienunternehmen die Herstellung. Hier deckten wir uns gleich mit ein paar Geschenken für zu Hause ein. Auch besuchten wir noch die Kirche San Francisco und stöberten durch verschiedene Cafes um die hiesigen Torten zu begutachten. Die Kuchen hier sind genauso farbenfroh wie die Kleidung der Indianer.

    Im Hotel angekommen mussten wir feststellen das unsere Betten wieder mit lauter kleinen Krümeln übersäht waren. Auf Nachfrage erfuhren wir dann, das die Region um Arequipa zu einer der erdbebenreichsten Regionen des Landes zählt. Täglich gibt es dort ca. 8 Erdbeben, wovon man aber nur einen Bruchteil spüren kann. Aber die Gemäuer merken diese kleinen Erdbeben und deshalb rieselt hier andauernd der Staub und kleine Steine von der Decke und von den Wänden. Während unseres Aufenthalts hier konnten wir aber kein größeres Erdbeben spüren, was aber auch nicht unbedingt sein muss.

    Morgen machen wir uns auf die lange Fahrt an die Küste und weiter nach Nazca um dort dann die berühmten Linien zu überfliegen.

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  • AEVFranke
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    09.03.08: 16. Reisetag, Arequipa - Nazca

    So, unseren heutigen Tag werden wir wohl zum größten Teil im Bus verbringen, da es doch eine recht weite Strecke vom Hochland zum Meer ist. Und dann werden wir über die Panamericana auch noch ein Stück an der Küste entlang fahren.

    Den Vormittag verbrachten wir damit, die wunderschöne Landschaft des Hochlandes zu genießen um mit der Zeit die klimatischen Veränderungen zu sehen. Je weiter wir Richtung Küste fuhren, um so karger wurde die Landschaft. Unvermittelt fand man sich in einer reinen Stein und Sandwüste wider, die nur vereinzelte Sträucher aufweisen konnte. Auch stiegen die Temperaturen merklich an und wir bewegten uns jetzt immer um den Bereich der 30 Grad oder sogar darüber. An der Küste wuchsen immer wieder Kakteen, aber sonst gab es keine grüne Flecken zu sehen. Diese karge Landschaft wurde nur durch verschiedene Flussmündungen durchbrochen, an denen ein kleiner grüner Gürtel angeschlossen war. Hier wurde dann aber auch alles erdenkliche Angebaut. Baumwolle, Wein, Reis, Chinoa ... Man muss das abgerungene Land schließlich auch nützen. Keine 200 Meter weiter fuhr man schon wieder durch graubraunes Land bis zum Horizont.

    Unseren Stop legten wir gegen Mittag in Puerto Inka ein, einem kleinen Fischerdorf am Meer, das auch ein Hotel in einer schön gelegenen Bucht hat. Den Namen hat der Ort von der Legende, das hier der erste Inka vom Meer kommend das Land betreten haben soll. An diesem Hotel rasteten wir für 2 Stunden und genossen frisch gefangenen Fisch und andere Meeresfrüchte für einen Spottpreis. Ei bisschen kletterten wir in den Dünen herum und konnten so auch ein paar Geier, die die Küste reichlich bevölkern in Ruhe beobachten. Ansonsten ist das hier für Badetouristen wahrscheinlich der Himmel auf Erden, ich allerdings war froh das wir doch recht bald wieder weiterfuhren.

    Weiter ging es auf der Küstenstrasse, die teilweise an den Hängen der riesigen Sanddünen gebaut wurden. Beim Erdbeben 2002 war diese dann auch für einige Zeit nicht befahrbar, da eine dieser Dünen abrutschte und einfach mal mehrere 100 Meter der Strasse mit sich in die Tiefe riss. Aber kein Problem, die Strasse wurde wieder auf dem gleichen Untergrund der selben Düne aufgebaut. Irgendwie schon eine unwirkliche Gegend, links von uns der Ozean mit seiner dunkelblauen Farbe bis zum Horizont und auf der anderen Seite graubrauner Sand bis zum anderen Ende des Horizonts. Nur durchbrochen von einzelnen Stein und Sanddünen. Unterwegs durchfuhren wir immer mal wieder kleine Dörfer und Städte, die sich hier an den Flussmündungen angesiedelt haben, aber größere Ansiedlungen findet man hier recht selten. Am Nachmittag kamen wir dann in einen kleinen Sandsturm, der tolle Verwehungen auf die Strasse zauberte, die man bei uns auch nur aus schneereichen Wintern kennt. Nur das es hier keine "Sandräumdienste" gibt :)

    Da Nazca etwas im Landesinneren liegt, bogen wir von der Küstenstrasse ab und fuhren etwas in die Dünen hinein. Aus dem Nichts heraus fuhren wir dann auf einen kleinen Flughafen zu und schon waren wir an unserem Bestimmungsort: Dem Flughafen von Nazca. Leider lag der Ort selber knapp 5 Kilometer entfernt, so das wir nicht in aller Schnelle dort hinfahren konnten. Allerdings ist dort auch am Abend nichts mehr los außer man legt Wert auf zwielichtige Gestalten. Und die wollten wir ja nicht unbedingt kennen lernen. So ließen wir den Abend gemütlich ausklingen, auch wenn wir uns erst an die nächtlichen Temperaturen von knapp 25 Grad im Freien und üblen 35 Grad im Zimmer gewöhnen mussten. Aber die gespannte Vorfreude auf unseren morgigen Überflug der berühmten Linien lies uns auch das ertragen. Und Pisco hilft doch sowieso bei allem, oder? Zumindest vertraten wir diese Meinung und ließen dann auch Taten sprechen :)

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    10.03.08: 17. Reisetag Rundflug Nazca - Paracas

    Nach einer leicht durchschwitzten Nacht in der es nicht wirklich kühler wurde trafen wir uns zum Frühstück und freuten uns schon auf unseren Rundflug. Wann genau der starten soll wussten wir noch nicht, da es keine Flugreservierungen gibt. Es wird gestartet nach Kauf der Tickets, wer zuerst da ist, fliegt zuerst. Wir machten uns deshalb auch recht früh schon auf den Weg, d.h. wir überquerten die Straße und waren auch schon da :)

    Die Tickets hier sind nicht wirklich günstig, so ein Rundflug von knapp 45 Minuten kostet knapp an die 60 $. Zum Glück waren diese Gebühren aber wie alle anderen auch im Reisepreis enthalten. Von der Kasse aus konnte man schon auf das Rollfeld sehen und dort sahen wir dann auch die "riesigen" Flugzeuge, mit denen wir in Kürze abheben sollten. 4 und 6-sitzige Cessnas, die bei uns in dem Zustand definitiv nicht mehr fliegen dürften.

    Aber wir kamen nicht wirklich zum überlegen, da es auch schon losging. Unser Pilot selber wog wahrscheinlich mehr als das Flugzeug und war die Ruhe selbst. Unsere Gruppe wurde aufgeteilt und wir flogen in einer 6-sitzigen Cessna. Jeder bekam einen Kopfhörer auf, um den Piloten auch während des Flugs zu hören. Auch bekam jeder einen kleinen Prospekt auf dem die verschiedenen Figuren zu sehen waren, die wir während des Fluges sehen werden. Einer unserer Kopfhörer funktionierte nicht aber der Pilot outete sich als Allrounder und begann das Kabel zu flicken. Es kam das Startsignal und schon rollten wir Richtung Startbahn. Unser Pilot reparierte währenddessen den Anschluss des Kopfhörers weiter. Und los!! Gas geben und schon sind wir in der Luft. Und unser Pilot, dreht sich im Steigflug gemütlich um und versucht den Kopfhörer wieder anzuschließen. Spätestens jetzt schlug mir das Herz bis zum Hals. Als er das Steuer wieder in der Hand hielt war mir schon um einiges wohler. Wir stiegen auf knapp 2500 Meter und hatten die Geröllebene unter uns liegen. Man konnte die verschiedenen ausgetrockneten Flussläufe erkennen, aber noch keine Linien. Auf einen Schlag änderte sich das Bild und man sah verschiedene Linien, die schnurgerade Richtung Horizont verliefen. Schon konnten wir die erste Figur bewundern, zwei Pfeile von gigantischen Ausmaßen. Damit jeder die Möglichkeit hatte, die Figuren zu fotografieren drehten wir einige Runden, wobei die 180 Grad Kurven dem Magen einiges abverlangten. Als nächstes Stand der Astronaut auf dem Plan, der an einer Bergflanke zu sehen ist. Danach folgten weitere Figuren, unter anderem die Spinne, der ****, der Kolibri, ein Wal, 2 Hände, ein Baum und ein Kondor. Fasziniert schauten wir aus dem Fenstern und fotografierten was das Zeug hielt. Da alles aber so schnell ging und man doch etwas genauer schauen musste, um die Figuren zu erkennen, konnten wir nicht alle verewigen. Nach gefühlten 5 Minuten flogen wir auch schon wieder zurück und landeten wohlbehalten auf dem kleinen Flugplatz. Beim Blick auf die Uhr sahen wir aber, das wir knapp eine Stunde unterwegs waren. Mich persönlich haben diese Bilder sehr beeindruckt, da bis heute niemand sagen kann, zu welchem Zweck diese Figuren und Linien angelegt wurden.

    Die Linien entstanden im Zeitraum 200 v.Chr. bis 600 n.Chr. durch die Nazca Kultur. Die Figuren sind Scharrbilder, die in den Untergrund geritzt wurden. Die obere oxidierte Schicht der Geröllwüste wurde knapp 15 cm tief ausgehoben. Dadurch das hier eine der trockensten Stellen der Erde ist und fast kein Wind herrscht, konnten die Figuren bis heute überdauern. Entdeckt wurden Sie durch Zufall erst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ganz großen Anteil an der Erhaltung der Linien hatte die Deutsche Maria Reiche, die es zu ihrer Lebensaufgabe machte, die Bedeutung der Linien zu erforschen. Der genaue Zweck ist bisher nicht bekannt, die Vermutungen reichen aber von einem Kalender bis hin zu Landebahnen für Außerirdische. Ich denke, das die Bedeutung nie eindeutig geklärt werden kann, da es von der damaligen Kultur keinerlei Aufzeichnungen gibt.

    Wir geisterten nach unserem Flug noch etwas durch die verschiedenen Souvenirstände und stiegen dann in unseren Bus ein, um wieder Richtung Küste zu fahren. Die heutige Nacht sollten wir in der Nähe von Ica zubringen, da es morgen zu einem weiteren Höhepunkt, den Islas Ballestas bzw. Klein Galapagos gehen soll. Auf unserer Fahrt nach Ica konnten wir die immensen Auswirkungen des Erdbebens von 2007 noch sehen. Überall waren eingestürzte Häuser und Menschen in Zelten zu sehen. Viele Häuserwände wiesen große Risse auf. Es herrschte überall geschäftiges Treiben um die immer noch vorhandenen Schäden zu beseitigen. Nach 2 Stunden erreichten wir gegen Mittag dann Ica und kurz darauf unser Hotel. Es war ein kleines aber feines Schmuckstück am Rande der Stand. Hinter dem Hotel begann gleich eine riesige Sanddüne, von der wir ein kleines Andenken in eine Flasche abfüllten. Zur Begrüßung gab es einen Pisco Sour, den wir gerne entgegen nahmen :)

    Zum Mittagessen sollte es etwas besonderes sein und so setzen wir uns in den Bus und fuhren los ins Ungewisse. Wir kurvten durch ein paar Strassen und fuhren wieder aus Ica hinaus. Nach kurzer Zeit sahen wir um uns herum nur noch Sanddünen und dann tauchte vor uns ein kleiner Ort auf: die Oase Huacachina. man kam sich vor wie in 1001 Nacht. Eine kleine Oase mit Palmen, rundherum kleine Restaurants, man konnte Sand Boarden oder mit einem Buggy über die Dünen düsen. Wir zogen es vor zuerst einmal etwas zu Essen. Danach bestieg ich zu Fuß eine der Dünen, was eine recht anstrengende Sache war. Oben angekommen sah man weit und breit nur Sanddünen, ungefähr so muss es in der Sahara auch aussehen. Durch den starken Wind spürte man die Hitze, die hier herrschte, knapp 35 Grad, überhaupt nicht. Aber den feinkörnigen Sand merkte man recht schnell in Mund und Nase.

    Alles in allem vertrieben wir uns knapp 3 Stunden lang hier die Zeit bis wir wieder ins Hotel zurück fuhren. Da Ica zu einer der ärmeren Gegenden das Landes gehört, wurde uns davon abgeraten Abends die Stadt aufzusuchen und so ließen wir den Tag und Abend dann gemütlich am Hotelpool ausklingen.

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  • AEVFranke
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    11.03.08: 18. Reisetag, Isla Ballestas - Ayacucho

    Gegen 9 Uhr erreichten wir die Küste und den Abfahrtsort unserer Exkursion zu den Islas Ballestas. Schon am Hafen waren einige Pelikane und andere Vögel zu sehen. Dank des Humboldstroms herrscht an der kompletten Küste von Peru eine wahnsinnige Artenvielfalt.

    Wir durchstreiften ein paar kleine Souvenirshops und zogen es dann vor, noch schnell einen Kaffee zu genießen. Die Abfahrt war erst für 10 Uhr vorgesehen, so das wir noch genügend Zeit hatten. Die Fahrt zu den Islas Ballestas, die knapp 10 Kilometer vor der Küste liegen, wurde mit Motorbooten durchgeführt, die an die 30 Passagiere fassten. Mit dabei war auch ein Guide, der die Erklärungen auf Deutsch, Englisch und Spanisch hielt.

    Kurz nach 10 ging es dann auch endlich los. Schnell ins Boot und die Schwimmweste an, damit wir auch gleich losdüsen konnten. Als erstes sahen wir uns vom Boot aus den berühmten Kandelaber an, ein Scharrbild auf einer Bergflanke, das nur vom Meer aus zu sehen ist. Am Ufer vor diesem Bild konnten wir auch die erste Kolonie Pelikane, an die 200 Tiere, sehen. Während der knapp 25 Minuten Fahrt zu den Inseln wurden wir immer wieder von Pelikanen und Möwen begleitet. Schon von weitem konnte man dann die Felsen der Inseln sehen. Schwarz ragten sie in den Himmel, doch beim näherkommen konnte man dann erkennen, das die schwarze Färbung nicht von den Felsen, sondern von den Vögeln kam!!! Soweit man die Insel überblicken konnte sah man nur noch Vögel. Die Luft über der Insel und auch das Meer davor war über und über mit den verschiedensten Vögel bevölkert. Die am meisten vertretenen Arten waren: Pelikane, Buntscharben und Blaufuß-Tölpel. Mehrere Humboldt Pinguine tummelten sich auch auf den Felsen. Das Geschrei das hier herrscht kann man sich vorstellen. Auf diesen Inseln leben zwischen geschätzten 40 und 50 Tausend Tiere. Der Geruch hier war auch gewöhnungsbedürftig, da die Insel natürlich über und über mit Guano bedeckt sind. Dieses Guano wird sogar einmal im Jahr von den Peruanern geerntet und in alle Welt als Dünger verkauft. Bis auf diese Ernteaktionen ist das Betreten der Inseln verboten, weshalb die Tiere auch keine große Scheu an den Tag legten. Wir dümpelten ein bisschen vor den Felsen herum und fuhren dann eine Ecke weiter und sahen dann in einem Durchbruch an die 50 Seelöwen liegen. Hier staunten wir schon ganz schön, aber keine 100 Meter weiter trafen wir auf einen kleinen Strand, an dem sich an die 400 erwachsene und junge Tiere in der Sonne räkelten. Der Lärm durch das Gebrüll war nicht von schlechten Eltern :) . Um uns herum schwammen verschiedene Seelöwen, teilweise mit ihren Jungtieren und leisen sich von uns überhaupt nicht stören. Insgesamt fuhren wir knapp eine Stunde um die Inseln herum und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. An allen erdenklichen Stellen entdeckten wir Vögel und Seelöwen. Ich konnte mich einfach nicht satt sehen und machte alleine hier an die 300 Fotos :). Viel zu schnell verging die Zeit und wir machten uns dann auch schon wieder auf die Rückfahrt. Wie durch ein Wunder hatte keiner von uns Bekanntschaft mit irgendwelchen Vogelexkrementen gemacht. Auch auf dem Rückweg wurden wir wieder von verschiedenen Pelikanschwärmen begleitet.

    Wieder zurück im Hafen trafen wir uns dann wieder beim Bus und machten uns nochmals auf den Weg Richtung Hochland, denn es ging weiter nach Ayacucho. Bei ca. 35 Grad ging es los und heute sollten wir das gesamte Spektrum des peruanischen Wetters kennen lernen. Unterwegs ging die Vegetation vom graubraun der Küste langsam wieder in ein sattes grün über die ersten Regenschauer zogen übers land. Wir schraubten uns gemächlich von 0 Metern über dem Meer auf knapp 4500 Meter hoch und kamen dann doch wirklich noch in ein Schneetreiben. Innerhalb von 3 Stunden kamen wir vom Hochsommer in den Winter. Nur dank der mitgenommenen Pullis und Jacken froren wir uns hier dann nichts ab. Der Schneefall dauerte nur ca. 15 Minuten an und dann ging es auch schon wieder tiefer und es wurde auch wieder wärmer. Leider konnte ich die Fahrt nicht so wirklich genießen, da ich mir einen Parasiten eingefangen hatte und ich mich mit Bauchschmerzen und anderen unangenehmen Dingen rumschlagen musste. Aber ich war auf dieser Reise nicht der Einzige, bis auf eine Person musste da jeder mal durch. Als wir dann im Hotel ankamen legte ich mich auch zuerst mal aufs Ohr. Am Abend gingen wir dann zum Essen, aber über eine leichte Hühnerbrühe ging heute nichts mehr hinaus und auch diese musste eher ohne Appetit eingetrichtert werden. Na ja, mal schauen wie es Morgen aussieht, notfalls mal einen Arzt konsultieren.

    Morgen steht ein Stadtrundgang auf dem Programm sowie die Besichtigung einer Alabasterschnitzerei und einer Teppichweberei.

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  • AEVFranke
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    12.03.08: 19. Reisetag, Ayacucho

    Nach einer sehr unruhigen Nacht, die ich mit weiteren Magenproblemen zubrachte entschloss ich mich, an der heutigen Exkursion nicht teilzunehmen und dafür einen hiesigen Arzt aufzusuchen. Nach Rücksprache mit unserem Reiseleiter fuhren wir dann zum Krankenhaus um uns die Künste der Ärzte hier zu Gemüte zu führen. Die Krankenhäuser hier entsprechen der Einrichtung nach in etwa den Standards der 60er und 70er Jahre. Ich durfte hier dann auch den ganzen Tag mit Tropf etc. abhängen. Interessant ist, das man in der hauseigenen Apotheke wirklich jede Kleinigkeit vor der Verarztung selbst besorgen muss. Der Arzt schreibt einem ein Rezept aus und mit diesem geht man dann zur Apotheke. Dort bekommt man dann den Tropf, die Schläuche, Klammern Medikamente etc. und begibt sich wieder zum Doc. Alles in allem haben diese Utensilien knapp 10 € gekostet. Der Aufenthalt mit Behandlung und Medikamenten belief sich auf knapp 70 €. Ich schäkerte hier auch mit 2 peruanischen Krankenschwestern, wobei ich kein Spanisch und sie kein Deutsch konnten. Aber irgendwie versteht man sich auch so und wir hatten trotzdem einiges zu lachen.

    Meine Freundin verschwand nach den notwendigen Besorgungen und besuchte zusammen mit der restlichen Reisegruppe dann die verschiedenen Sehenswürdigkeiten Ayacuchos. Es wurden mehrere der über 30 Kirchen in Augenschein genommen. Es stand auch ein Besuch bei einem einheimischen Alabasterschnitzer sowie einem Teppichknüpfer auf der Tagesordnung. Laut den Erzählungen hatte ich mir den besten Tag der Reise für meinen Krankenhausaufenthalt ausgesucht, da der Tag von allen als eher langweilig beschrieben wurde. Liegt vielleicht am örtlichen Guide, der ein ehemaliger Oberschullehrer ist, der in einer etwas monotonen Art und Weise einem die Dinge hier näher bringt. Gegen Nachmittag kehrte ich ins Hotel zurück und begab mich noch etwas in die Stadt und auf den Markt. So ganz wollte ich den Tag dann doch nicht im Hotel versauern. 2 oder 3 Kirchen sah ich mir dann auch noch von außen an, hatte aber keine große Lust auf deren Innenleben. Am Abend gab es dann zur Magenberuhigung nochmals eine "Dieta de Pollo" eine seichte Hühnerbrühe mit Nudeln, die nach nichts schmeckt, aber den Magen beruhigen soll. So was isst man auch nur, wenn´s einem schlecht geht.

    Als wir dann so gegen 10 ins Hotel zurück kamen traf uns der Schlag. Wir wurden mit lautstarker Musik empfangen und fragten uns, wie wir bei diesem Lärm hier schlafen sollen. Es wurde eine peruanische Hochzeit gefeiert, die meist bis spät in die Nacht dauern. Unser Zimmer war knapp 20 Meter von dem Saal entfernt, so das wir alles hautnah mitbekamen. Das war genau das, was ich nach dem heutigen Tag und der letzten Nacht brauchen konnte. Dank Oropax konnten wir dann auch so gegen 3 einschlafen und bis 6 Uhr durchschlafen :)

    Morgen gehe ich auf jeden Fall wieder mit um mir die anderen Teile der Stadt anzusehen.

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  • AEVFranke
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    13.03.08: 20. Reisetag, Ayacucho

    Nach einer gefühlten langen Nacht mit wenig Schlaf genoss ich noch etwas vorsichtig mein Frühstück. Dank den verabreichten Antibiotika ging es mir aber schon wieder wesentlich besser.

    Gegen 9 Uhr fuhren wir dann los und machten uns auf den Weg nach Wari und dem Schlachtfeld Pampas de la Quinua, wo die Entscheidungsschlacht des Unabhängigkeitskriegs 1824 stattgefunden hat.

    Zuerst ging es nach Wari. Unterwegs bewiesen wir nochmals unseren Mut und überquerten bei einem kleinen Stopp einzeln eine der hiesigen Inkabrücken, die keinen wirklich vertrauenserweckenden Eindruck hinterließen. Aber jeder Mutige überstand dieses Abenteuer ohne Schaden. Keine 30 Minuten später trafen wir dann in Wari ein. Zuerst besichtigten wir das kleine Museum dieser Ausgrabungsstätte und informierten uns über die Wari-Kultur. Der Volksstamm der Wari bevölkerte das hiesige Hochland zwischen 600 und 1100 n.Chr. Der Name leitet sich von der Hauptstadt Huari ab. Danach machten wir uns auf, die Ruinen zu erkunden. Dabei besichtigten wir unter anderem einen gefunden Altar, der zur Opferung von Tieren gedacht war. Man konnte auch einen Blick in die Gräber dieser Kultur werfen, welche durch richtige Tunnelsysteme miteinander verbunden waren. An den Kakteen, die hier überall wachsen konnten wir immer wieder die hiesigen Schildläuse erkennen, aus denen der rote Farbstoff Cochenille gewonnen wird. Wenn man die Tiere zerdrückt sondern sie diesen dunkelroten Farbstoff ab. Dieser Farbstoff wird unter anderem bei der Herstellung von Lippenstiften oder auch zur Färbung vonLebensmitteln benutzt.

    Am Ende unseres Rundganges konnten wir gleich noch für einen Spottpreis die Kaktusfrüchte probieren, die hier überall wachsen. Diese Früchte dürfen von der Bevölkerung geerntet und verkauft werden, ohne irgendwelche Auflagen des Staates.

    Nach diesem kulinarischen Ausflug ging es weiter zum Schlachtfeld Pampas de la Quinua. Schon von weitem konnte man das Monument das hier aufgestellt wurde sehen. Hier besiegte der General Sucre zusammen mit Simón Bolivar die zahlenmäßig überlegen Truppen der Spanier und erkämpfte somit die Unabhängigkeit Perus. Außer dem Monument gibt es hier nicht wirklich viel zu sehen was auch die anwesende Zahl der Händler bestätigte. Ein kleiner Stand, das war´s.

    Auf der Rückfahrt machten wir dann Halt im Töpferdorf Quinua, wo wir verschiedene kleine Töpfereien besichtigten. Es wurden verschiedenste Töpferwaren angeboten, von den Stieren und Kirchen für die Hausdächer über kleine Krippen bis hin zu 1 Meter großen Figuren. Ich nahm mir nichts mit, außer einem interessanten Chirimoya Schnaps. Weiter ging es dann zum kleinen Markt hier, wo man nochmals das frittierte Cuy essen konnte, das letzte mal auf unserer Reise. Danach fuhren wir wieder zurück und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Langsam machte sich auch Wehmut breit, denn unhaltbar geht unser Urlaub jetzt zu Ende.

    Morgen steht die lange Rückfahrt nach Lima bzw. Nuevo Lurin auf dem Programm. Ein letztes mal die herrliche Landschaft des Hochlands genießen, bevor wir endgültig in die Wüstenlandschaft zurückkehren.

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    14.03.08: 21. Reisetag, Nuevo Lurin

    Heute ist es nun so weit, wir machen uns auf den langen Rückweg nach Nuevo Lurin. Wir quälen uns über einen letzten Pass und fahren dann langsam aber sicher der Wüste entgegen. Unterwegs machen wir noch kurz Halt in einem kleinen Dörfchen, gerade als es Zeit für die Kirche wird. Im ganzen Dorf herrscht mehr oder weniger Totenstille, nur in der Kirche war die „Hölle“ los. Nach allen Seiten offen wurde hier ein Gottesdienst gehalten, den man weithin hören konnte. Drum herum war ein buntes Treiben aber trotz allem mit dem gebührenden Respekt der Kirche gegenüber. Wir gönnten uns hier einen Kaffee und besuchten noch einen kleinen Markt, der aber nur ein paar Klamotten und andere Accessoires zu bieten hatte. Kein Vergleich zu den schönen und bunten Märkten in den anderen Städten.

    Nach diesem kurzen Halt ging es weiter und nach kurzer Zeit befanden wir uns wieder auf der Panamericana Richtung Lima, vorbei an vielen Hühnerfarmen und mehreren kleinen Ansiedlungen. Diese bestehen aus kleinen Hütten, die einige Auswanderer der Andenregion hier einfach hingestellt haben.

    Das Land gehört hier der Regierung und jeder Bürger darf sich seinen Teil davon nehmen. Wenn er nicht verjagt wird, dann geht nach einer bestimmten Zeit (Soweit ich mich erinnern kann 10 Jahre) der Besitz an Ihn über. Deshalb wird als aller erstes mal eine Hütte aus Strohmatten hingestellt. Wenn dann das Geld reicht, wird diese zur Bretterbude und später dann zur gemauerten Hütte verbessert. Dadurch kommen dann mehr Leute zusammen die sich ansiedeln. So entstehen dann Ansiedlungen, die sich immer weiter vergrößern. Sind genügend Leute zusammen, werden erste Strassen etc mit weißen Steinen markiert. Auch wird festgelegt, wo Krankenhäuser etc stehen sollen. Ist eine gewisse Zeit ins Land gegangen und genügend Leute an einem Platz versammelt, wird die Regierung darauf aufmerksam gemacht und Strom, Wasser und Infrastruktur gefordert. Bis dies dann umgesetzt wird, können schon so 20 bis 30 Jahre vergehen. Aber innerhalb dieser Zeit ist eine kleine Stadt gegründet worden. Mitten im Nichts, nur auf Sand.

    Auf unserem Weg nach Lima kamen wir an mindestens 4 solcher Siedlungen vorbei, teilweise schon mit markierten Wegen, teilweise nur 50 Strohhütten und sonst nichts.

    Gegen Nachmittag treffen wir in Nuevo Lurin ein und genießen ein letztes Mal den Strand und die untergehende Sonne. Als Abendessen gab es frischen Fisch und dann liesen wir den Abend noch bei einem gemütlichen Bier ausklingen. Morgen ist es also soweit, der Weg nach Hause wird angetreten und 3 Wochen Urlaub in Peru sind zu Ende.

    15.03.09: 22 Reisetag, Lima

    Noch ein gemütliches Frühstück und dann die letzten Sachen zusammen packen. Gegen Mittag geht es dann los nach Lima und zum Flughafen. Hinein in den Trubel dieser Millionenstadt und die Geschäftigkeit des Flughafens. 3 Stunden vor Abflug sind wir nun da und es dauert noch eine ganze Weile, bis wir alle im Flieger sitzen. Unser Flug kommt erst später los und ein paar unserer Mitreisenden müssen noch auf andere Flieger umgebucht werden da die Anschlussflüge nicht geschafft werden.

    16.03.09: 23. Reisetag, München

    Geschafft aber glücklich kommen wir um 16.00 in München an und haben nur noch den Weg nach Hause zu schaffen.

    Fazit:

    Der Urlaub war ein super Erlebnis, der einem auch ein bisschen Einblick in das Leben der einheimischen Bevölkerung geben konnte. Wir haben sehr interessante Eindrücke sammeln dürfen und werden uns auch noch lange daran erinnern. Wir begegneten überall freundlichen und unaufdringlichen Menschen, wenn man mal von den touristischen Metropolen absieht. Aber selbst dort wurde ein Nein meistens anerkannt. Die Reisezeit in der Regenzeit kann man jedem nur ans Herz legen, denn dadurch ist das Hochland saftig grün und es sind wesentlich weniger Touristen unterwegs als zur Hauptreisezeit. Und den Regen den wir mitbekommen haben war nicht der Rede wert.

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  • Diana84
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    geschrieben 1242207964000

    *RESPEKT* für diesen tollen Bericht und vielen Dank dafür, dass du dir die Mühe gemacht hast, ihn hier ins Forum zu stellen!

    Da du die Reise so ausführlich beschrieben hast, war man als Leser quasi "mittendrin" und konnte sich vieles auch gut bildlich vorstellen. Einfach klasse! Ich habe mich wirklich jeden Morgen auf die Fortsetzung deines Reiseberichtes gefreut. Auch deine Bilder sind super schön und machen den Bericht noch lebendiger.

    ... Und jetzt habe ich noch größeres Fernweh ;)

    Seychelles ... There is no place I'd rather be :)
  • Pesche
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    geschrieben 1242233231000

    Hallo Stefan

    Ich kann mich dem Statement von Diana nur anschließen. Gratulation zu deinem Super Ergebnisbericht, der mich immer wieder an vergangene Zeiten erinnerte. Ich war damals in deinem Alter und habe dieses Land und seine Bewohner, in dem ich erlebnisreiche Monate verbracht habe, lieben und schätzen gelernt.

    Ich nehme mal an, jetzt geht es auf zu neuen Ufern. Deine weiteren Lieblingsreiseziele: Mexiko und Vietnam und deine Traumziele: Malaysia, Madagaskar und Venezuela sind immer wieder eine Reise wert. Aber Südamerika mit seinen herzlichen Menschen mit der Musik im Blut ist schon etwas besonderes. Vielleicht liegt es auch daran, dass man sich mit den Einheimischen, ausgenommen den letzten, leider in Reservate abgeschobenen Indios, in der Landessprache unterhalten kann.

    Im Gegensatz zu den schwierigen Landessprachen mit den unzähligen kuriosen Dialekten im asiatischen Raum, ist Spanisch relativ einfach zu erlernen. Obwohl man heute mit Englisch rund um die Kugel gut durchkommt -- es geht nichts über die jeweilige Landessprache wenn man den Kontakt zur Bevölkerung sucht.

    Und Venezuela, ich habe mich schon geoutet, ist fast zu meiner zweiten Heimat geworden. Deshalb abschließend mein Tipp: Bereise dieses abwechslungsreichste Land Südamerikas abseits der Massentouristen Destinationen Isla Margarita & Co und du wirst mit Sicherheit ein Fan wie ich werden.

    Gruß

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • AEVFranke
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    geschrieben 1242313425000

    Hallo und danke für euer Feedback.

    Freut mich, das ich bei euch etwas das Fernweh sowie schöne Erinnerungen wecken konnte.

    Leider wird die Reise nach Venezuela noch etwas warten müssen, da dieses Jahr erstmal Vietnam ansteht und nächstes Jahr wahrscheinlich Kuba in Angriff genommen wird. Aber wenn es nach Venezuela gehen wird, dann bestimmt wieder mit einer Rundreise, die einem das ganze Land näher bringt und sich auch etwas abseits der normalen touristischen Ströme begiebt.

    Wer hinter dem Mond lebt, hat´s wenigstens schön schattig. / Reisebericht Vietnam - Kambodscha 2009 im Asienforum / Reisebericht Peru 2008 im Südamerika Forum :) / Reisebericht Mexiko 2006 im Mittelamerika Forum :)
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