• crystina
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    geschrieben 1383519504000

    Nachdem mein letzter Reisebericht wohl zu emotional ausgefallen ist (eine Userin nannte es “öffentlich Tagebuch führen” ) und worauf der Thread geschlossen wurde - bemühe ich mich diesmal sachlich zu bleiben ;) .

    Zum Hotel Dolmen in Bugibba/Qawra habe ich kürzlich eine Hotelbewertung eingestellt, ebenso einen Reisetipp zu einer ganz besonderen Busroute.

    Mit dem neuen Bussystem (seit 2011) konnte ich mich sofort anfreunden - Terminals und Knotenpunkte sind mit Riesentafeln ausgestattet - die inselweiten Busverbindungen grafisch übersichtlich dargestellt, dazu seitlich in Listenform welcher Bus wohin fährt.

    Hatte mich schon vorher entsprechend hier informiert, über Google maps kann man auch gut herausfinden welcher Bus einen bestimmten Ort anfährt.

    Die alten Busse hatten viel Charme doch 0 Komfort - hier live (aus dem Jahr 2009). 

    Meine Malta Urlaube haben durch einheimische Freunde einen besonderen Touch - hier werde ich jedoch eher persönliche Eindrücke wiedergeben bzw. über Unternehmungen berichten - in der Regel mit einem der öffentlichen Busse ab Bugibba.

    Mit der 7-Tageskarte für 12€ war ich gut beraten, eine Tageskarte kostet derzeit 2,60€, das 2-Stunden Ticket 1,60€. Man zahlt also nicht die Strecke sondern die Zeit.

    Ausgehend vom Urlaubsort Bugibba war Linie X3 diesmal die Hauptverbindung, halbstündlich zum Airport, damit kommt man u.a. auch nach Rabat (somit auch zur stillen Stadt Mdina), Ta Qali Crafts Village, Paola (Hypogäum).

    In die Inselhaupstadt Valletta fahren 2 Linien = 8 Busse pro Stunde, zu den touristischen Hochburgen Sliema und St.Julians 5 Verbindungen pro Stunde. Zur schönen Sandbucht Golden Bay jede halbe Stunde, nach Cirkewwa (Fähre nach Gozo) alle 20 Minuten ein Bus.

    Es durfte auch mal ein Taxi sein - hatte vorher eine Route zu verschiedenen Orten die mich im Inselnorden interessieren zusammengestellt - voraussichtliche Dauer und Preis mit dem Taxifahrer vereinbart und schon konnte es losgehen: Ghajn Tuffieha, Popey Village, Marfa Ridge mit Qammieh Point, Red Tower, Madonna Statue Dahlet ix-Xiled. Abschließend die Dörfer Mellieha und Wardija Hilltop Village.

    Die herrliche Steilküste im Nordwesten - von Fomm ir-Rih bis Migra L-Ferha durch das wirklich ländliche Malta durfte ich auch kennenlernen - hatte auch da eine Taxi-Route zusammengestellt, doch meine Freunde ließen es sich diesmal nicht nehmen.

    Gerne denke ich an einen Querfeldein-Spaziergang von Zurrieq nach Qrendi (typische Dörfer in der Nähe der Blue Grotto).

    Rabat habe ich erst diesmal besser kennengelernt - in den einsamsten Gässchen herumgestreift und dann eine Runde mit dem Minizug gefahren. 

    Im Hypogäum von Hal Saflieni (unterirdisches Tempellabyrinth) war ich zum 1.x - echt beeindruckend.

    Ohne Valletta geht es bei mir nicht - und selbst dort fand ich was Neues. Seit einigen Monaten gibt es von den Upper Barracca Gardens einen Lift hinunter zum Zollhaus bzw. Hafen. Von dort mit einem Boot zu den 3 Cities hinüber. Aufenthalt in Senglea - zurück mit dem Bus bis Paola und dort Richtung Bugibba umgestiegen. 

    Entsprechende Fotos gibt es in demnächst.

    Meine diesmaligen Unternehmungen sind keinesfalls ein repräsentativer Querschnitt der bekannten Sehenswürdigkeiten - die habe ich fast alle schon während früherer Aufenthalte besichtigt.

    Die kleine Insel Malta hat viel zu bieten - bekannt sind vor allem die zahlreichen Tempelanlagen (3800-2500v.Chr.) - Unesco Weltkulturerbe, die Stadt Valletta - ebenso Weltkulturerbe. Ein fast ganzjähriges Reiseziel - ausgenommen Juli bis Mitte September (da kann es unerträglich heiß werden). Für einen Badeurlaub am Meer würde ich die Insel ohnehin nicht empfehlen.

    Insel(Sehn)sucht .... die Wellen ähneln dem Atemrhythmus, schweift das Auge zum Horizont, fühle ich mich frei - einfach "Meer-glücklich".
  • xadoo
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    geschrieben 1383553453000

    Das ist eine interessante Inselbeschreibung. Nur schade, dass es die alten Busse nicht mehr gibt. Die neuen Busse passen irgendwie optisch so garnicht ins Bild und wenn sie mit Karacho durch die engen Gassen preschen wird einem Angst und Bange.

    Die Nachbarinsel Gozo lohnt ebenfalls für einen längeren Aufenthalt.

    Ein Leben ohne Urlaub ist möglich, aber sinnlos
  • crystina
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    geschrieben 1383557827000

    Danke für dein Feedback, xadoo :D  

    Habe die alten Busse auch geliebt - bei meinem vorletzten Inselbesuch war ja das Ende nahe und dementsprechend gebührend habe ich mich verabschiedet. Zur Erinnerung ...

    Insel(Sehn)sucht .... die Wellen ähneln dem Atemrhythmus, schweift das Auge zum Horizont, fühle ich mich frei - einfach "Meer-glücklich".
  • xadoo
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    geschrieben 1383558543000

    Nettes Video *schluchz* genau so war es ... laut, krachend und charmant!

    Ein Leben ohne Urlaub ist möglich, aber sinnlos
  • ginus
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    geschrieben 1384045090000

    Was, das empfindet ihr als "alte Busse"?

    Ich werde die Busse vermissen mit ihren kleinen Privataltärchen auf blutroter Samtunterlage?

    Wo ist denn der Weinsmiley, nichts klappt hier mehr.

    Danke für den Tipp mit dem Lift ab Hafen. Brauche ich also nächstens wenigstens nicht mehr hochschnaufen in der Gluthitze.

    Ginus

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  • Maighdeann
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    geschrieben 1386536486000

    Wer den alten Bussen nachtrauert, kann ua. über maltasightseeing.com eine Tour mit einem Vintage Bus Bj 1950 buchen. Dieser fasst etwa 20 Fahrgäste. 

    Die Tour startet in Sliema und führt am Hafen vorbei nach Valletta. Dann nach Cospicua, Senglea und Vittoriosa. (Three Cities)

    Es gibt mehrere Fotostops auf der Tour. Ich war letztes Jahr im Frühsommer mit Freunden einmal dabei und wir hatten eine Menge Spaß. 

    15 Euro/Person und dauert etwa 2 Stunden. Ist aber nur in Englisch und nicht wie die HoHo Busse in mehreren Sprachen.

    Alba gu bràth!
  • Maighdeann
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    geschrieben 1391443692000

    In Sachen Busverkehr kommt Malta nicht so ganz zur Ruhe.

    Nachdem ein paar der Gelenkbusse (Mercedes) aus dem Verkehr gezogen wurden, weil sie ausgebrannt sind, fahren die Modelle "Made in China" weiterhin so unzuverlässig wie immer.

    Seit Jahresbeginn hat nun die Regierung das ganze Bussystem übernommen. Arriva ade!

    Die Ausschreibungen für einen neuen Betreiber laufen. Somit wird es auch wieder neue Routen, Fahrpläne und Linien geben. Was man so hört, soll Valletta auch wieder mehr eingebunden werden. Sozusagen "back to the roots".

    Merke: vor Antritt der Maltareise informieren, denn der Wandel kann schnell passieren .... oder auch nicht.  ;)

    Ein Quell der Freude - und das anscheinend ohne Ende!

    Alba gu bràth!
  • rumsstein
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    gesperrt
    geschrieben 1391497034000

    Die deutschen Unternehmen arbeiten also weiterhin erfolgreich daran, ihren bislang hervorragenden Ruf zu ruinieren. Nur gur, dass das Scheitern auf Malta nicht so spektakulär ist wie das beim Flughafen Berlin-Brandenburg. Und wer weiß auch schon, dass Arriva eine Tochter der Deutschen Bahn AG ist, es klingt ja so schön italienisch :laughing: Nur Mercedes hat es versäumt, sich rechtzeitig hinter einem wohlklingenden Phantasienamen zu verstecken. Wie wäre es mit Fueco-Busse- das Transportmittel für die Brandeiligen :D

    Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben. (Alexander Freiherr von Humboldt)
  • Maighdeann
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    geschrieben 1391510283000

    Als Touri kann man leicht reden. Da ist es nur (!) ärgerlich, aber wenn man zur Arbeit muss oder wieder nachhause ist es noch viel ärgerlicher. Im Prinzip ist es egal, welche Nationalität das Bussystem betreibt. Hauptsache es klappt einmal und das über einen längeren Zeitraum. 

    Wie sagt der Malteser so schön? Mañana!  :laughing:

    Ja so mancher der die alten Busse verflucht hat rudert schon zurück - aber zu spät. Diese sog "Neuerungen" sind eben nicht immer positiv. 

    Bleibt zu hoffen, dass sich in Richtung Bus bald etwas Positives abzeichnet. Die Inselwelt ist zu schön als das man sich mit Bussen die fahren und dann doch wieder nicht herumärgern sollte. 

    Reichen schon die Stürme, bei denen kürzlich der Fährverkehr gänzlich zum Erliegen kam. Ja, man hats auf der Insel nicht leicht. :? ;)

    Alba gu bràth!
  • Kourion
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    geschrieben 1391514123000

    Oooh... danke für die Info. Und da hoff' ich doch einfach mal, dass sich bis Anfang April das eine oder andere geklärt hat. ;)

    Meine Basis: Valletta.

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
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