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5265 Ergebnisse für Suchbegriff Rom

Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!

Ein kleines süßes Mädchen mit zweiundzwanzig „Elternpaaren“!?

Gibt es das? Ja, sie wird von allen nur „Nuestra Senorita Delia“ genannt!

 

Wer ist diese kleine Senorita und warum wird sie so verehrungsvoll genannt? Schauen wir uns doch die Geschichte einmal an, die dazu geführt hat. Mich selbst rührt diese Begebenheit heute noch!

Sie ist eine von zwei Töchtern ganz armer Landwirte, gewissermaßen ein Nachkömmling, denn ihre Schwester ist gute zehn Jahre älter. Mindestens fünfzehn Kilometer Luftlinie südlich von Icod de los Vinos liegen noch ganz verstreut ein paar kleine Haufendörfchen schon im Parque Natural rund um den Parque National del Teide. Es sind dies die Siedlungen: Hoya de Retondo und Los Marque. Sie, die Einwohner dort, haben Sondergenehmigungen und -Rechte und sie leben schon seit vielen Generationen in den Örtchen. Auf normalen Landkarten sind sie gar nicht verzeichnet, so klein und einsam sind sie gelegen. Es ist wirklich entweder ein guter Tagesmarsch oder eine halsbrecherische Fahrt mit einem Geländewagen von El Amparo, dem nächst „größeren“ Ort, dorthin! Alle Wege hin zu diesen Kleinbauern haben eigentlich bisher nur Eselkarren gesehen. Dementsprechend sind auch die Wege. Die umgebende Landschaft ist extrem: Dichter Pinien- oder Kiefernwald oder karge Savanne. Es ist ja schon die nordwestliche Flanke hoch zum Teidegebiet und immerhin bereits gute 900 bis 1100 Meter hoch. Entsprechend rau ist auch das Klima.

Diese beiden Siedlungen sind typisch im Stil von Haufendörfchen angelegt sehr weiträumig  umgeben von einzelnen versteuten Fincas, d. h. alle gruppieren sich dicht bei dicht um ein Zentrum. Das kann alles mögliche sein, ein Platz, ein uralter Baum, eine Quelle usw.. Mitunter sind die Häuschen sogar direkt miteinander verbunden und zusammengebaut.

Hier leben jeweils etwa 40 bis 50 Menschen fast jeden Alters. Alle sind sie Selbstversorger und haben täglich schwerste Arbeit zu verrichten um dem unfreundlichen Boden etwas abringen zu können. Hier wird die freie Marktwirtschaft untereinander noch praktiziert: Wer hat, der tauscht! Zu verkaufen gibt es nichts, Geld besitzt keiner, außer den paar Groschen staatlicher Unterstützung.

Und die Einwohner sind glücklich mit sich und der Welt, denn keiner besitzt mehr als der andere. Ein paarmal im Jahr kommen einige Mönche der Eremita de Bernabe südlich von El Amparo vorbei und wechseln die Ordensfrau aus, die dort bemüht ist die Kinder zu unterrichten. Das ist dann ein „Highlight“! ------ Aber seit 2006 nicht mehr das Einzigste im Jahr! ------

Und daran trägt die heute zehnjährige Delia alle Schuld! Wäre sie damals nicht gewesen, so gäbe es alle diese Menschen heute nicht mehr und auch das Dorf würde nicht mehr existieren!

Und das ist die Geschichte einer verhinderten Tragödie:

Im März 2006, es war ein heißer Tag gewesen, kehrten alle Einwohner von ihren Feldbestellungen heim. Das erste was dann folgt, wenn man sein Häuschen erreicht hat, man entfacht das Feuer in der offenen Feuerstelle, das den ganzen Tag über geglimmt  hat, denn die Abende und Nächte sind noch recht kühl, und mehr als ein paar selbst gestrickte Wolljacken hat man nicht um sich zu schützen. Das wird immer so gemacht seit dort Menschen leben. Wird es dunkel, dann zündet man vielleicht noch eine Talgkerze an, aber damit muß sparsam umgegangen werden, viele hat man nicht davon und die langen dunklen Abende kommen erst noch! Vielleicht treffen sich noch ein paar Nachbarn in einem Haus dessen Fensterläden geschlossen werden um niemanden zu stören, d. h. praktisch treffen sich alle zu einem Plausch und evtl. auch einem Gläschen Wein. Nur die Alten und kleinen Kinder bleiben daheim. Es ist grundsätzlich so, dass man abends alle Fenster und Türen schließt! Ich kenne das von allen ländlichen Gegenden auf Teneriffa, teils wegen des Ungeziefers und dann auch um gegen plötzliche nächtliche Wettereinbrüche geschützt zu sein.

Und genau in einer solchen Situation geschah die Katastrophe, die alles Leben hier ausgelöscht hätte, wäre nicht Delia gewesen!

Eines dieser Felshäuschen in dem Delia wohnte fing Feuer und brannte innen lichterloh. Die alte Oma war taubstumm und Delia erst fünf oder sechs Jahre alt! So etwas brennt wie Zunder und greift sofort auf alle Nachbarn über; die meisten schliefen schon bis auf die zahlreiche Männergesellschaft. Delia hat die uralte Großmutter aus dem brennenden Haus geschafft und ist dann schreiend durch das Örtchen gerannt, während die ersten Dächer der Häuser schon brennend einstürzten. Nur die Außenmauern sind aus Felsen geschichtet, alles andere ist ausschließlich Holz. Sie selbst wurde von einem brennenden und glühenden Balken getroffen und räumte diesen mit den bloßen Händen von ihrem Körper, um nun, mehr noch vor Schmerzen schreiend, auch den letzten aus seinem Haus zu holen. Es gab "nur" einige Rauch- und Brandverletzte. Nachdem alles in Schutt und Asche lag, suchte man nach Delia.

Sie war weg und verschwunden und in dem Chaos auch nicht auffindbar. Die ganze Nacht über wurde nach ihr gesucht, - vergebens!

Am nächsten Morgen fand man sie durch Zufall im nahegelegenen Barranco de Castro; abgestürzt und sehr schwer verletzt aber 'noch ein bisschen' lebend. Sie wollte doch nur ihre Brandwunden in dem Bach kühlen, der dort nahe der Steilwand des Barrancos vorbeifließt.

Ein Hubschrauber, von den bomberos (Feuergarde) alarmiert, brachte sie in ein großes Hospital, wo sie einige Monate verblieb und mehrfach operiert wurde, sowohl an den Brandwunden als auch an den zahlreichen inneren Verletzungen.

Nun setzte ein wahrer run auf diese Klinik ein. Von Nah und Fern kamen sie um das kleine Mädchen zu sehen, das ein ganzes Dorf vor dem sicheren Tod gerettet hatte. Natürlich war das alles publik geworden. Die Spendenbereitschaft war so hoch, dass heute neue Häuschen aus massiven Stämmen mit sicheren, steinernen Wänden und Feuerstellen dort stehen, denn die Einwohner weichen nicht von der Stelle ihres Dörfchens, das nun neu aufgebaut wurde.

Seit dieser Zeit wird Delia wie eine Heilige verehrt, aber sie ist Gott sei Dank dennoch ein kindliches Wesen geblieben! Sie spricht nicht gerne über dieses Geschehen. Und ich habe den untrüglichen Eindruck gewonnen, dass sie dieses Trauma noch lange nicht verarbeitet hat! Manchmal, ganz spontan, unterbricht sie ihr Spielen und setzt sich still und alleine abseits. In sich versunken und den Kopf in die Hände gestützt. So sitzt sie mitunter stundenlang geistesabwesend da und niemand spricht sie an; bis sie dann urplötzlich wieder ganz munter am Treiben der anderen teilnimmt als wäre nichts gewesen. Das ist typisch für ein solches posttraumatisches Verhalten!

 

Was nicht einmal ein Erwachsener so einfach fertigbringt, dass zeigt uns ein Kind! Selbst wenn es auch nur rein instinktmäßig wäre, so könnte es manchen Erwachsenen doch schon fast beschämen!

Als ich sie fragte: "Darf ich diese Geschichte in Alemania schreiben?"

Antwortete sie ganz erstaunt und unbekümmert mit einer Gegenfrage : "Warum willst du darüber schreiben?"

"Weil ich es gut finde und es anderen Leuten in Alemania auch erzählen möchte!"

"Wieso? Habt ihr bei euch keine Omas, Opas, Papas und Mamas? Und gibt es bei euch kein Feuer?"

"Doch, das schon, aber viele Leute sollen es erfahren, dass es dich gibt!"

Sie daraufhin ganz kindlich naiv, eher erstaunt und kein bisschen arrogant: "Ach sooo, na gut, dann schreib es! ....... Ich geh' jetzt wieder spielen, kommst du mit? Ich zeig' dir auch mein kleines Hündchen?"

Dieser kurze Dialog hat mich einfach umgehauen!

Ich habe versprochen wiederzukommen; das soll eigentlich nun in drei oder vier Wochen geschehen. So ist es geplant und vorbereitet!

Bislang konnten alle die Reporter, Filmemacher und alle die dieses Dorf mit ihrer "Heiligen" vermarkten wollen, erfolgreich abgewehrt werden. Selbst die Kirche, die ja ihre Finger dort überall dazwischen hat, machte schon zwar noch zurückhaltende aber doch schon eindeutige und listige Versuche daraus Kapital zu schlagen, mit ihren typischen Floskeln: Göttliche Eingebung, Erleuchtung, Wunder, usw., was dererlei Dinge mehr sind. Die viel zitierte "Seele" ist dabei völlig unwichtig, solange es um Ansehen und Geld geht. Nötigenfalls auch durch indirekte Erpressung; jedes Mittel ist recht was dem egoistischen Zweck dient!

Wie war das doch noch gleich? "Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!" War das nicht der Leitspruch der Kreuzzüge im Mittelalter? Es hat sich nicht sehr viel geändert, nur die Methode ist raffinierter und verschleierter geworden. Die spanische Kirche ist unermeßlich reich, auch deshalb weil sie sich seit hunderten von Jahren von Rom abgewandt hat, also auch finanziell weitgehenst autark ist. Aber an finanzielle Hilfen ist überhaupt nicht zu denken bei diesen "Scheinheiligen" in ihren bunten Faschings- bzw. Theaterkostümen. - Man betet! - Das kostet ja auch nichts, jeder kann es und nur selbst essen hält gesund! Die einzig wahren Gläubigen dort sind die Einsiedler und Eremiten!

Sie gehört in das Dorf, so wie das Dorf genau dort hingehört wo und wie es immer war! Und sie ist die Delia, eine ihrer Einwohnerinnen! Schüchtern, verlegen, bescheiden und sehr scheu, auch heute noch! Eben ein Kind! Und nichts sollte an diesem Zustand etwas ändern können. Zweiundzwanzig Ehepaare gibt es hier und alle lieben sie wie ihre leiblichen Eltern!

Trotzdem habe ich Angst um sie! Die Menschen sind so grausam und rücksichtslos! Man lässt sie nicht zur Ruhe kommen und wird alle legalen und illegalen Mittel einsetzen um sie zu vermarkten!

Wenn ich irgendwo schrieb sie sei ein ganz normales Mädchen wie alle ihres Alters, schüchtern, leicht verlegen und noch sehr verspielt, so trifft das für Delia nur sehr bedingt zu!

Im Gegensatz zu den anderen ist sie nämlich schon ganz hoffnungslos verliebt, mit all ihren großen kindlichen Gefühlen, Empfindungen und inneren Konflikten. Und das gleich in sechs Männer! Wenn sie von ihren „Liebsten“ spricht, und sie läßt keine Gelegenheit dazu aus, ja sie sucht sie gerade - schon ein richtiges Appetenzverhalten - dann strahlen ihre dunklen Augen und ein geheimnisvoller und glücklicher Ausdruck von innen heraus überzieht ihr Gesicht. Jede Achtzehnjährige mit „Hummeln und Schmetterlingen im Bauch“, also gleichermaßen „erkrankt“, kann davon noch lernen!

Gemeint sind der Herr Professor und sein Ärzteteam der Klinik! Die Chirurgen und Fachärzte, die ihre äußeren Entstellungen und inneren Verletzungen, zumindestens an den sichtbaren Partien, z. B. das Gesicht, Arme, usw. wieder ansehenswert gestaltet haben. Sie spricht nur ganz ehrfurchtsvoll und voller Liebe von ihnen.

-------- Ein sehr glückliches Mädchen! --------

Drei Tage habe ich gebraucht und mich bemüht, stumm ohne ein einziges Wort, um sie davon überzeugen zu können, dass ich keiner von diesen Geschäftemachern und Rattenfängern bin. Bis sie mich akzeptierte, Vertrauen bekam und merkte, dass von mir keine "Gefahr" im Sinne der üblichen "Sorte" ausgeht! Allerdings hat sie mich ständig aus den Augenwinkeln scharf  beobachtet, immer auf Distanz haltend! Wahrscheinlich hat man sie damit im Hospital oft genug gequält. Die Ärzte scheinen auch hier im psychischen Bereich sehr gute Arbeit geleistet zu haben! Alle Achtung!

Sie muß sehr gelitten haben!

Am 24. November ist ihr Namenstag, und ich habe mir ernsthaft vorgenommen dann einmal von meinem ständigen "Feriendomizil" dorthin zu wandern um sie an dem Tag zu besuchen.

Zweimal im Jahr muß sie für ca. zwei Wochen zurück in die Klinik zur Kontrolle und Überprüfung ihres Wachstumes, obwohl die ganzen stählernen Halterungen aus den Gelenken, Hüften, der Wirbelsäule und Teile der Schädelplatte längst entfernt wurden. Und auch die Vernarbungen der Brandwunden mit Hauttransplantationen und verschiedene Modellierungen sind einmalig gut gelungen. Das ist der Vorteil bei kleinen Kindern, die noch voll im Wachstum und der Entwicklung sind! Den Transport bis zu einer größeren Ortschaft innerhalb des Schutzgebietes des Teides haben die Teide-Ranger übernommen. Allerdings dürfen sie dabei nicht diese Gebiete verlassen, das ist Bedingung und Vorschrift!?! - Und wer will das überprüfen? Ab der Ortschaft wird sie weiter mit offiziellen Klinikwagen transportiert. Das ist insgesamt mehr als eine volle Tagesreise! Da möchte ich einmal mitfahren!

Gruß Dieter

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Thema: Fasching- oder seid ihr alle im Urlaub?

Wie ein Introitus zu närrischen Freuden wird in Köln und in anderen Fastnachtslanden das Lied „Kumm, loss mer fiere“ gesungen. Ihm entspricht als Schlusslied, in dem melodramatisch der Anfang vom Ende besungen wird, das Lied: „Am Aschermittwoch is' alles vorbei“. Das Wissen um die Begrenztheit und die Endlichkeit der Narretei ist zwar Altbestand karnevalistischen Wissens. Jede, vor allem jede kurze Session lässt jedoch die Narren aufstöhnen: Wenn die „Zick“ so kurz ist, dass man nicht einmal mehr eine Chance zu einem Besuch des Dreigestirns bekommt, warum kann man dann nicht einfach die Session verlängern? Eine närrische Frage? Klar! Und ernst gemeint dazu!

Die Karnevalszeit hat traditionell feste Bezugspunkte. Die Eröffnung der Session zum närrischen Termin am 11.11. um 11.11 Uhr ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Der Tag gibt einen ersten Ausblick: Prinzenpaar oder Dreigestirn sowie das Motto werden vorgestellt. Der Tag ist ein karnevalistischer Appetizer - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Wenn der 11.11. manchem Narren als „uralte“ Tradition erscheint, lässt das nicht unbedingt auf den Grad seiner Narrheit schließen: Die 11 ist seit dem Mittelalter eine Zahl, die symbolisch die Narretei anzeigt, denn sie überschreitet die vorgegebene Ordnung des Dezimalsystems. Wer das elfte Gebot hinter den von Gott gegebenen zehn erfindet, kann nur närrisch sein!

Der eigentliche Karneval im Rheinland, und zwar hier zuerst der Sitzungskarneval und anderswo die Maskenbälle beginnen mit dem Dreikönigstag, dem 6. Januar. Dieser Termin knüpft an das alte Bohnenfest an, das durch den Königskuchen am Dreikönigsabend (5. Januar) ausgelöst wurde. Wer die Bohne im Kuchen fand, wurde Bohnenkönig und musste ein Maskenfest ausrichten. Übrigens war dies – wie fast alle christlichen Feste - ein „soziales“ Fest, weil die feiernden Herrschaften auch der Dienerschaft ein Bohnefest ausrichteten; dieses Fest hieß „schwarzer Bohnenkönig“. Das Bohnenfest war im Jahreslauf die erste karnevalistische Feier, der seit der Wiederbelebung des Karnevals in der Romantik des 19. Jahrhunderts nun die weiteren Feste folgten.

Fastnacht, Fasching oder Karneval sind seit dem 12. Jahrhundert auf die Zeit zwischen Dreikönige und Aschermittwoch eingegrenzt. Warum? Weil Fastnacht - also die Nacht vor dem Fastenbeginn - ein Schwellenfest ist und am Vorabend des Fastenaufktakts am Aschermittwoch entstand und sich dann ausweitete: Die „drei tollen Tage“, die wir noch in alten Fastnachtsliedern besingen, sind ursprünglich der Donnerstag vor dem Karnevalsonntag, der Sonntag und der Dienstag, denn an einem Freitag, dem Todestag Jesu Fastnacht zu feiern, ziemte sich nicht. Als sich nach 1823 der „Rosenmontag“ mit dem Straßenkarneval und dem Rosenmontagszug durchsetzten, lief dieser Tag dem „Veilchendienstag“ den Rang ab.

Der Termin des Aschermittwochs ist kein fester Tag, sondern ein „beweglicher“, variabler Termin. Er errechnet sich von Ostern her. Nach jüdischer Tradition wird am 14. Nisan (die quarta decima) Passah gefeiert, weshalb für die Urchristen dies der Tag des Osterfestes war, ohne Rücksicht darauf, ob der Tag auf einen Sonntag fiel. Im Westen dagegen bildete sich der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond als Ostertermin heraus, der schließlich durch das Konzil von Niccäa 325 festgeschrieben wurde. Das Osterfest kann demnach auf einen Termin zwischen dem 22. März und 25. April (Ostergrenze) fallen.

Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit (Quadragesima) dem Osterfest voran. Ostern ist deshalb auch ein beweglicher Festtermin. In Folge ist die Fastenzeit auch „beweglich“. In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4, 2) legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf vierzig Tage und Nächte fest. Die in vierzig Einheiten zu teilende Zeitspanne bezeichnet die erdzugewandte Vielfalt und kommt in der Bibel mehrfach vor: vierzig Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35), vierzig Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai (Ex 24,18), vierzig Tage wandert Elias zum Berg Horeb (1 Kön 19,8), vierzig Tage fastet Jesus in der Wüste (Mt 4,2; Lk 4,2) und vierzig Tage nach der Auferstehung (= Ostern) feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apg 1,3).

Der Beginn der Fastenzeit liegt auf einem Mittwoch und das Ende der Fastnachtszeit auf dem Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocabit). Als die Synode von Benevent 1091 die Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte der Beginn der Fastenzeit um 6 (Wochen-) Tage vor. Die Fastnacht endet seitdem am Dienstag nach dem 7. Sonntag vor Ostern (Estomihi) und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch. Jene, die ihre Fastnacht nach der alten Fastenordnung vor der Regelung in Benevent (1091) feiern, begehen die Alte Fastnacht (auch: Bauernfastnacht), die immer in die geltende Fastenzeit fällt. Zum Unterschied dazu wurde die neue Fastenordnung Herrenfastnacht genannt.

Seit den Zeiten des Papstes Gregor des Großen (590-604) bis zur Liturgiereform in Deutschland (1970) nach dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) gab es für den Karnevalssonntag, Quinquagesima, eine gleich bleibende Perikopenordnung: Die Lesung trug das Hohelied der Liebe vor (1 Kor 13, 1-13), in der das Fehlen von Gottes- und Nächstenliebe als närrisch gedeutet wurde, und das Evangelium den Weg Jesu über Jericho nach Jerusalem (Luk 18, 31-43). Der Text der Epistel stand in einem großen Zusammenhang: Im biblischen Sinn ist der ein Narr, der Gott leugnet und dem darum der Mensch das Maß aller Dinge ist (Ps 53, 2; Mt 5, 22), der alles auf das Hier und das Jetzt setzt (Lk 12, 12), der seine einzige Hoffnung auf irdische Güter richtet (Ps 49, 11), der sich Dinge rühmt, die er nicht oder zu Unrecht erworben hat und dann damit prahlt (Jer 17, 11; 2 Kor 11, 17, 21 u. 12, 16). Was gemeint ist, „übersetzt“ der Epheserbrief (4, 17b-24) in das Bild vom alten und dem neuen Menschen: „Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken! Ihr Sinn ist verfinstert. Sie sind dem Leben, das Gott schenkt, entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie befangen sind, und durch die Verhärtung ihres Herzens. Haltlos wie sie sind, geben sie sich der Ausschweifung hin, um voll Gier jede Art von Gemeinheit zu begehen. Das aber entspricht nicht dem, was ihr von Christus gelernt habt. Ihr habt doch von ihm gehört und seid unterrichtet worden in der Wahrheit, die Jesus ist. Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben, und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, er nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Der „alte Mensch“ ist ein Narr, der in der Sünde verharrt, der „neue Mensch“ ist der Christ, der Jesus Christus und seinen Regeln nachfolgt.

Während die Fastenzeit eine Übung und ein Weg zum neuen Menschen ist, in dieser Zeit am Erstarken des „Reiches Gottes“ gearbeitet wird, bietet die Fastnacht Gelegenheit, spielerisch, auf Zeit und - natürlich nur zum Abgewöhnen - den „alten Menschen“, den Narren, nachzuspielen. Die pädagogische Spielregel lautet: Erfahre an dir selbst, wie falsch närrisches Verhalten ist, kehre um, alter Mensch, und werde zu einem neuen Menschen, einem Christusnachfolger! Während der Narr in und für diese Welt lebt, soll der Christ zwar in der Welt, aber nicht für diese Welt leben.

Auch die Fastnacht empfing ein Schlüsselelement aus der Liturgie. Nach dem Episteltext (1 Kor 13, 1): „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke“ galt der Narr als einer ohne (Gottes- und Nächsten-) Liebe, dem kein Sein und kein Haben über dieses Defizit hinweghelfen kann. Wer ohne Nächstenliebe ist, der ist und bleibt ein Narr. Folgenreicher war das mit dieser Narrendefinition verbundene Bild vom „dröhnendes Erz“ und der „lärmenden Pauke“. Seit dem Mittelalter definiert sich der Narr und Gottesleugner in seiner Erscheinung mit Schelle und Pauke: viel Lärm um nichts. Die Schelle wurde zum Erkennungszeichen des Narren. Abraham a Santa Clara (1644-1709), der bildhaft-wortgewaltige Barockprediger, definierte die Narren als Kinder dieser Welt, die „vorn und hinten mit Schellen“ geziert sind. Ihnen ist die Gottesliebe verloren gegangen und deshalb machen sie mit Schellengeläut das Böse wichtig. Es gehört geradezu zum Wesen des Bösen, dass es laut auftritt und auf sich aufmerksam macht; der „Heidenspektakel“ ist noch immer sprichwörtlich. Das Gute dagegen lässt sich eher im Verborgenen finden und muss deshalb gesucht werden (vgl. das Bild vom Reich Gottes als verborgener „Schatz im Acker“, Mt 13, 44).

Weder die Franzosen noch die Preußen konnten im Rheinland die Fastnacht erfolgreich unterdrücken. Im Gegenteil: sie wurden einfach einbezogen. Wenn der „preußische“ Schutzmann den rheinischen Karnevalszügen die Schelle schwingend voran zieht, mag das den Preußen wie die Akzeptanz der Ordnungsmacht erschienen sein. Der närrischen Ikonographie nach machte sich der Schutzmann durch die Schelle zum Narren!

Anhand des Epistel- und des Evangelientextes des Karnevalssonntags stellten die Prediger über Jahrhunderte hinweg zwei Modelle gegenüber: Die Cupido-Gemeinschaft der Ungläubigen, symbolisiert durch die Schellenträger (nach der Epistel des Karnevalsonntags ist die klingende Schelle das Zeichen der Lüsternheit = lat. cupido), die die societas mala, die böse Gesellschaft, darstellen, und die Caritas-Gemeinschaft der Gläubigen, Unmaskierte, symbolisiert durch das Fehlen von Masken, die die societas bona sind. Während sich die societas mala auf dem Weg des Abstiegs nach Babylon, dem Reich des Bösen, befindet, steigt die societas bona auf in das himmlische Jerusalem. Das babylonisch Reich der Schellenträger in der societas mala realisierte sich aktuell natürlich in der Fastnacht, die Herrschaft des himmlischen Jerusalems, in der die Unmaskierten die societas bona bildeten, in der Fastenzeit.

In diese Ausdeutung eingeflossen war unverkennbar die Zweistaatenlehre des heiligen Augustinus (354-430), bei der dualistisch die civitas diaboli, das Reich des Teufels, der civitas dei, dem Reich Gottes, erfüllt im himmlischen Jerusalem (Hierusalem caeleste), gegenüberstehen. Charakterisiert wird der Herrschaftsbereich des Teufels durch Lärm, Narrheit, Streit und Diesseitsorientierung, das Reich Gottes dagegen durch Ruhe, Frieden, Gottesliebe und Jenseitsorientierung. Zumindest für das Reich des Bösen gab es historisch reale Beispiele: das (alte) Babylon und das (neue) Babylon, das heidnische Rom.

Herr der civitas diaboli war natürlich der ******. In seinen Herrschaftsbereich begab sich der Mensch als Narr, der immer zugleich auch Gottesleugner war. Als Narrheit begriff das Mittelalter beim vernünftigen Mensch die Unfähigkeit, seine natürlichen Triebe zu beherrschen. Als Folge der Erbsünde galt die besondere Anfälligkeit des Menschen für Reize, die den Hochmut und das Verlangen nach Sinnenlust ansprechen. Seit Gregor dem Großen (1572-1585) unterschied man sieben Ausformungen des erbsündlichen Hochmutes: Hoffart, Neid, Zorn, Geiz, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und religiös-sittliche Trägheit.

Manchmal kann es sich so darstellen, als würde heutzutage die Fastnacht vom ökonomischen Bedarf der Fastnachtvermarkter bestimmt. Fastnacht ist aber keine beliebige Verfügungsmasse - das fühlen viele Narren tief in ihrem Herzen. Denn der Sinn der Fastnacht erschließt sich nur von der Fastenzeit her. Und deshalb dürfte eigentlich nur der Fastnacht feiern, der auch anschließend fastet. Ein seltsamer närrischer Narr, der in der Fastenzeit noch närrisch sein will!

Hier im Forum sind ein paar Leute das ganze Jahr närrisch :D Wenn ich beim Thema Feiern hier im Thread so Bemerkungen lese, wie, armes Deutschland, dann frage ich mich schon:

Seid ihr nur zum Sticheln und hetzen auf der Welt. Wo ist Eure Lebensfreude?

Feste soll man feiern, wie sie fallen!

In diesem Sinne:

Helau, Alaaf und eine schöne 5.Jahreszeit! :banane: :banane: :banane:

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Ostkanada 19 Tage

Kurze Reisezusammenfassung! :)

27.06.2013

Ankunft Toronto - Flug verlief problemlos.

Sind mit dem Airport-Shuttle zum Hotel gefahren.

Erster "Tag" (Im Hotel gegen 17.00 Uhr) - kurzer Spaziergang Richtung Dundas Square, Essen und bummeln.

Zweiter Tag: Zu Fuß geht's bei der University verbei zum ROM (Royal Ontario Museum), danach - wieder zu Fuß - weiter ins Casa Loma. Ankunft im Casa Loma und es schüttet!! Wir warten dort also ab, bis der Regen nachlässt und beeilen uns zur nächsten U-Bahn Station. Am Abend geht's dann mit echten Kanadiern ;) auf ein paar gute Cocktails und Biere (Erdbeerbier *mhm*) ins "The Loose Moose" und zum Footballspiel ins Rogers Centre (Hamiltion:Toronto).

Dritter Tag: Ab zum CN Tower - in der Früh ist noch ziemlich wenig los! Super! Sicht nicht ganz so weit, da es am Vortag viel regnete, aber trotzdem toller Ausblick. Danach ein kurzer Stopp im Eaton Centre. Wow, unendlich viele Fastfood-"Restaurants" im Food Corner!!!! Anschließend holen wir unser Mietauto ab und fahren direkt in den Toronto Zoo.

Alle angeführten Attraktionen (außer Rogers Centre) haben wir mittels Toronto City Pass besucht (war bei der Hotelbuchung inkludiert).

Leider waren die Tage viel zu kurz, um neben den Attraktionen Toronto selbst besser kennen zu lernen... es gäbe noch mehr zu sehen...

30.06.2013

Algonquin Provincial Park

Mit dem Mietauto fuhren wir am nächsten Morgen weiter in den Algonquin Provincial Park. Am Parkeingang holt man sich ein Ticket für das Fahrzeug. $ 14,16+Tax.

Mit dem Auto fährt man die Straße entlang und bleibt überall stehen, wo es einem gefällt. Es gibt genügend Parkplätze und kurze Wanderrouten mit Informationsheften. Dieser Park ist wirklich sehr naturbelassen und unberührt, sodass man leider die versprochenen drei Seen nicht sehen kann, da die Bäume schon zu hoch gewachsen sind. Im Park haben wir weiters einen Elch gesehen, der in Ruhe gefressen hat, während die Touristen fleißig fotografierten! ;)

Übernachtet haben wir dann in Whitney, somit sind wir von Huntsville kommend durch den Park gefahren und am anderen Ende haben wir genächtigt. Das kleine Dorf ist sehr nett. Gegessen haben wir im "The Mad Musher".

01.07.2013

Ottawa

Auf anraten meiner Großcousine - sie ist Kanadierin - verbrachten wir den "Canada Day" in Ottawa. Wow, so viele Menschen auf einmal - das war wie bei unserem Donauinselfest in Wien... Es waren wirklich sehr viele Menschen unterwegs und auch alle Nationen. Ottawa ist durch den Rideau River praktisch zweigeteilt, in einen englisch- und einen französischsprachigen Teil. Hierbei konnten wir beobachten, dass der englischsprachige Teile den "Canada Day" ausgiebiger feierte als der französischsprachige Teil, welcher sich kaum mit Kanada identifiziert.

Am nächsten Tag besuchten wir vor dem Parlament "Changing the guards" - ähnlich dem in London, nur dass man eine bessere Sicht darauf hat, da dies auf einem Platz stattfindet. Leider begann es währenddessen zu schütten und wir "retteten" uns in das Touristenzentrum. Dort holten wir uns die Gratiskarten für die Parlamentsführung. Da es draußen leider nur regnete, besuchten wir das Rideau Centre, welches dem Eaton Centre sehr ähnlich war, wenn auch kleiner.

Zum Führungstreffpunkt erschienen wir pünktlich, alle die zu spät kamen hatten Pech, denn dort wurde nicht gewartet mit "Warten wir noch fünf Minuten, vielleicht kommt jemand." Treffpunkt - Abmarsch! ;)

Wir wurden aufs genaueste untersucht, bevor wir das Parlament betreten durften. Die Führung war sehr interessant und man konnte gut folgen - obwohl alles in Englisch erklärt wurde.

Wir fuhren auch auf den Turm hinauf, um einen Überblick über Ottawa zu erhalten. Sehr interessant! Interessant war außerdem, dass es sehr viele Bürgerkriege in Kanada gab - besonders zwischen Engländern und Franzosen.

Anschließend wollten wir uns die Rideau Fälle ansehen, aber die Touristeninformation riet uns davon ab und schickte uns zu den Hog's Back Falls. Sie waren zwar nett anzusehen, vielleicht wäre auch der Park nett gewesen, hätte es nicht geregnet. So verbrachten wir den restlichen Abend im Zimmer.

03.07.2013

Montreal

Wir starten hinunter Richtung Hafen und sehen eine wunderschöne Altstadt, wie in Europa. Dem Wasser folgend spazieren wir bis zum Ende entlang und besteigen einen Turm mit 192 Stufen und einer netten Aussicht Richtung Biosphere.

Bei einem guten Cocktail genießen wir den Abend und die nette Atmosphere. Auf dem Weg zum Hotel bleiben wir ein bisschen beim Jazz Festival (welches kostenlos zu besuchen war) hängen, hören und schauen uns ein bisschen um. In einer netten Bäckerei holen wir uns noch ein gutes Baguette, das einmal wirklich nach etwas schmeckt! ;)

Am nächsten Tag starten wir auf die Formel 1 Insel und fahren auch selbst einmal auf der Formel 1 Strecke! ;) Wir parken auch dort und sehen uns die Insel genauer an. Sie ist sehr schön angelegt und gepflegt! Dort gibt es Schwimmbäder und Bänke, ein schöner Ort, um dem Alltag in der Stadt zu entfliehen.

Am späteren Nachmittag sind wir wieder in der Stadt. Es war sehr heiß und so flüchten wir uns in die "Unterstadt" Ville-Marie.

Park National de la Mauricie

Wir nächtigen in Shawinigan, einem schönen Ort, an welchem viele Pensionisten zu Hause sind. Die Menschen dort sind sehr freundlich und das Mittagsmenü im "La Pinata" war sehr günstig, für kanadische Verhältnisse.

Der Park war ca. 20 Minuten entfernt und war wirklich traumhaft schön! Wir hatten das herrlichste Wetter dafür - 30 Grad! :) Das Wasser war erstaunlicherweise auch sehr warm. Wir verbrachten dort zwei herrliche Tage.

Eintritt Park: $ 15,60 inkl. Steuer für 2 Personen

Wir borgten uns ein Kanu (4 Stunden $ 27,00) aus und fuhren damit am Vormittag den See entlang, "leider" waren noch nicht viele Menschen dort und somit waren wir in wilder Natur unterwegs! ;) Mein Freund wollte zu einem Plätzchen paddeln, als wir plötzlich einen Wolf hörten und ein Stück weiter antwortete ein Wolf - also dort haben wir dann nicht angelegt, obwohl es wahrscheinlich nicht gefährlich gewesen wäre, denn später waren auch Menschen dort! ;) Wir paddelten dann zu einer anderen Bucht. Dort jausneten wir uns schwammen ein bisschen im Wasser. Es war toll!

Am Abend waren wir im Park und hörten uns ein gratis Konzert an! :)

07.07.2013

Tadoussac

Das Dorf Tadoussac ist ein reines Touristendorf. Dennoch ist es einen Besuch wert. Mit der kostenlosen Fähre übersetzt man mit dem Auto nach Tadoussac.

Die englischsprachigen Kanadier fahren zum Wale beobachten nicht nach Tadoussac, sondern sie reisen in die USA ein. (Näher und wahrscheinlich günstiger)

Als wir vom Park wegfuhren, war es sehr heiß, als wir uns dann in Tadoussac wiederfanden, hatte es auf 13 Grad abgekühlt. Der Wind machte die Luft noch kälter! Unbedingt warme Kleidung einpacken! Daher wagten wir nur ein Abendessen und einen kurzen Spaziergang, bis wir uns wieder im Hotelzimmer befanden.

Der nächste Morgen war wärmer und schöner. Wir frühstückten gemütlich auf der Terrasse und zu Mittag gings mit dem Shuttle zum Schiff, um Wale zu beobachten. Wir sahen sogar einige. Es war wirklich toll! :) Aber - logischerweise (Atlantischer Ozean) auch sehr kalt (was manchen mit kurzen Hosen und Tops wohl nicht logisch erschien).

Die Fahrt nach Tadoussac war sehr interessant, man sah ganz andere Häuser und eine andere Landschaft... all das in einem kleinen Teil eines großen Landes.

09.07.2013

Quebec City

Es geht wieder zurück und wir statten den Wasserfällen vor Quebec City einen Besuch ab. Wir parken - aufgrund einer Baustelle - auf der oberen Seite der Wasserfälle und genießen einen guten Ausblick auf die Fälle.

Parkplatz ist gebührenpflichtig! $ 11,00 inkl. Steuer

Quebec City ist die schönste Stadt, welche wir gesehen haben. Außerhalb der Innenstadt gibt es herrliche Häuser, die Innenstadt gleicht der europäischen. Aber die Stadt ist auch dementsprechend teuer! Dennoch lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt!

Auch hier gab es wieder Konzerte, teilweise kostenlos.

Am nächsten Tag sahen wir uns das Aquarium du Quebec an. Der Eintritt war sehr teuer. (Für zwei Personen $ 39,09 inkl. Steuer) Es war nett anzusehen, aber nichts Besonderes.

11.07.2013

Cornwall

Auf dem Weg zurück Richtung Kingston legten wir einen Zwischenstopp in Cornwall ein. Außerhalb der Stadt, neben dem Fluss, sehr schön, aber bitte nicht die Stadt selbst ansehen. Die Menschen sind alle sehr ungepflegt, die Stadt selbst sieht heruntergekommen aus und dort sahen wir unsere erste Verhaftung!! Für eine Nacht - okay, aber dennoch unsicher...

12.07.2013

Upper Canada Village

Von Cornwall war es nur ein Katzensprung dorthin (im Gegensatz zu allen übrigen Fahrten!). Wir fanden es dort sehr informativ, wir verbrachten den ganzen Vormittag bis hin zum Nachmittag dort. Wir hörten, wie gefährlich es damals in Kanada eigentlich war und dass nur die ersten Siedler aus England das große Los dort gezogen hatten. Die Deutschen und Österreicher, welche sich dort ihr Glück erhofft hatten, waren eigentlich auf das Geld von zu Hause angewiesen. Der Staat kontrollierte bzw. kontrolliert jetzt auch noch alles. (Siehe Alkohol!)

Leider zeigten sie nur die großen Häuser reicher Männer, nicht wie in Mönchhof (Burgenland) auch die ärmeren Bauern, wie es eben wirklich war.

Toll fand ich die "Schauspieler", die einem das Leben von damals vermittelten!

Auf dem Weg nach Kingston blieben wir des Öfteren stehen. Auf einem Bauernmarkt kauften wir echtes! Brot und Ahornsirup. Die Menschen dort sind wirklich sehr freundlich! Eigentlich in ganz Kanada! :)

Als wir in Kingston ankamen, regnete es leider, daher holten wir uns eine Jause aus einem Supermarkt und verbrachten den Abend mit unserem frischen Brot im Zimmer.

12.07.2013

Kingston => Niagara Fälle

Nach einem kurzen Spaziergang in Kingston machen wir uns auf dem Weg zu den Niagara Fällen. In Toronto waren sehr viele Autos unterwegs, was uns sehr viel Zeit kostete!

Auch die Niagara Fälle sind rein auf Tourismus aufgebaut und alles ist dort sehr viel teurer. Wir sehen uns die Stadt an und spazieren auf der Rainbow Bridge. Über die Grenze wagen wir uns nicht - haben wir doch kein Visum, etc.

Am nächsten Morgen starten wir gleich in der Früh los, um bei die ersten auf der "Maid of the Mist" zu sein. (Für zwei Personen $ 39,50 inkl. Steuer) Wir haben Glück, es ist noch nicht soviel los (obwohl Samstag ist). Die Fahrt war toll, man fährt echt nahe an die Fälle ran!

Den Nachmittag verbringen wir im Outlet, da es wirklich sehr heiß ist und es dort kaum Möglichkeiten gibt, im Park einfach zu rasten.

Die letzten zwei Tage verbringen wir mit den Verwandten und dann geht's schon wieder ab nach Hause.

Allgemeine Anmerkungen:

- Tim Horton's: In Kanada wird davon ausgegangen, dass man alles sehr süß mag, daher - Hinweis meiner Großcousine - immer sagen "Half sweet".

- Toronto Footballspiel: Vor dem Rogers Centre werden noch Karten "schwarz" verkauft, nachdem das Spiel begonnen hat, haben unsere um $ 15,00/Stück bekommen, anstelle von $40,00!

- Wäsche waschen (Montreal): Wir waren im Buanderie Net Net 310, av Duluth E, Montréal, QC H2W 1H9. Dort findet sich auch eine tolle Restaurantgasse. Wir haben gut und günstig im Restaurant Flammee (3638 St-Denis) gegessen. Zweimal Hühnchen mit Steuer $ 33,92 (exkl. Trinkgeld).

- Pizza Pizza: Ich glaube, dass die meisten Pizza Pizza kennen, aber für diejenigen, die es nicht kennen: Die Pizzen sind sehr groß!!!

- Harvey's: kanadisches Burger-Fast-Food, man kann sich den Burger selbst zusammenstellen! ;)

- Parken: ACHTUNG - anders als in Österreich, darf man keine drei Meter neben einem Hydranten parken! Wir bekamen ein Ticket, welches wir aber in Ottawa "löschen" konnten! Wir gingen ins Rathaus und erklärten, dass wir das in Österreich nicht haben. No problem! Aber ACHTUNG, meine Großcousine sagte mir, dass wir in Ottawa (als Hauptstadt will sie das Touristenimage verbessern) Glück hatten, denn in Toronto hätten sie das nicht gemacht.

- Sollte mal jemand in Barrie unterwegs sein: Empfehlenswertes Essen - Mandarin Restaurant 28 Fairview Rd, Barrie, ON L4N 4P3 - sehr gut und preiswert! *mhm*

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