• Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1443432841000

    Sorry, die genannten Vorgehensweisen sind nun einmal -wie Du selbst sagst- die korrekten und rechtlich relevanten.. Das es darüber hinaus andere Optionen (Du hast eine wahrgenommen) gibt, bestreitet hier niemand. "Wir" haben uns einzigst erlaubt auf deren Risiken hinzuweisen - genauso, wie Du die Risiken aus Deiner Sicht benennst.

    Selbstverständlich kann man hier auch Frust ablessen...für Angriffe ohne jegliche Substanz und sinnfreies "Nie wieder"-Geschwätz war hier allerdings noch nie eine Ebene. Begriffe wie "Verar..." und "Betrug" solllten ebenso überdacht werden. Zudem sind sie in den allerseltensten Fällen mit auch nur dem geringsten Wahrheitsgehalt belastet und zu einem hohen Anteil widerlegbar.

    Als was anderes würdest Du denn die "Wasserstandsmeldungen" (was ist so schlimm an diesem Begriff?) in besagtem Forum bezeichnen. Ok, nennen wir sie "Erlebnisberichte" - ändert das aber was auf der Informationsebene?

    Und ja, natürlich ist das Ganze ärgerlich, aber weder die GF noch die MA des RV haben sich das alles so "ausgesucht" und sind mit Spaß an der Sache in die Insolvenz gegangen. So bitter und ärgerlich das alles für die betroffenen Urlauber auch ist, es sind nun einmal die rechtlichen Regularien einer Insolvenz einzuhalten und Entscheidungen trifft schon einige Tage nicht mehr der RV, sondern der Insolvenzverwalter.

    Edit:

    Du hast für Dich einen Weg gefunden...würdest Du den gleichen Weg wirklich ernsthaft denjenigen vorschlagen, deren Reise kurz bevor steht?

    Kleines Edit:

    Im Zuge der GTI-Insolvenz vor gar nicht so langer Zeit gehörte WTA übrigens noch zu den "Helden" der vielen Urlaubern in einer "Notlage" geholfen hat. So ändern sich die Zeiten!

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • xonnel
    Dabei seit: 1150156800000
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    geschrieben 1443433292000

    Die Frage an mich war, warum wir nicht gewartet haben sondern so früh storniert haben. Gründe hab ich jetzt dargelegt. Mir tuen alle unendlich leid, die die Reise schon vollständig bezahlt haben. Ich fühle definitiv mit ihnen.

    Wir persönlich wären nicht gereist, wenn alles ungewiss wäre. Mein Mann hat 3 Herzinfarkte hinter sich und kann sowas nicht gebrauchen.

    Zum Reiserecht: Mich ärgert einfach fürchterlich, das der Insolvenzverwalter bzw. der Reiseveranstalter alle Rechte hat, der Verbraucher aber in diesem Falle kaum. Es wird mit seinem Geld gespielt. Da kann HC und auch sonstwer nichts dafür. Aber mich regt es eben auf, das ich keine Chance habe mich gegen irgendwas zu wehren.

    Ausserdem kommt durch die Tatik, vielleicht könnt ihr ja doch Reisen oder auch nicht ne Menge Geld in die Insolvenzmasse. Soll jetzt keine Unterstellung sein, ist meine pers. Meinung.

  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1443434670000

    @xonnel

    also ehrlich gesagt waren das ernst gemente fragen von mir.

    deine vorgehensweise könnte vielleicht als beispiel für andere urlauber dienen, die in einer ähnlichen situation stecken, insofern finde ich deine ausführeliche erklärung sehr hilfreich.

    deswegen musst du mich nicht behandeln, als sei ich des denkens nicht mächtig.

    der reiseveranstalter hat mit der anmeldung der insolvenz im ürbigen gar keine rechte mehr. die hat dann nur noch der insovenzverwalter.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Mam62
    Dabei seit: 1378598400000
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    geschrieben 1443434828000

    Wenn die Reisen abgesagt werden, sind die Zahlungen ja durch den Reisepreissicherungsschein abgedeckt. Man muss also nicht mit der Quote der anderen Insolvenzgläubiger Vorlieb nehmen.

    Der Verbraucher hat also doch noch einen großen Vorzug.

  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1443434953000

    @xonnel

    Soweit ich unterrichtet bin, werden die Gelder vom Insolvenzverwalter (?) erst einmal "eingefroren", dann wird der Schuldenberg gesichtet und anschließend werden die Gläubiger abgearbeitet = die Versicherung zahlt aus.

    Bitte berichtigen, falls falsch oder unvollständig.

    Und natürlich wird versucht, Reisen zu "retten"... und wenn das möglich ist, kommt es doch allen Beteiligten entgegen.

    Dass im Anfangsstadium mal was schief geht, Agenturen / Hotels vor Ort noch nicht auf dem Laufenden sind, etc., kommt vor und ist - wenn ich mich recht erinnere - auch bei früheren Insolvenzen der Fall gewesen. Ist für den betroffenen Urlauber natürlich äußerst unangenehm. Das streitet gewiss hier niemand ab.

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • xonnel
    Dabei seit: 1150156800000
    Beiträge: 67
    geschrieben 1443439167000

    Wer was wie auszahlt ist für mich erstmal zweitrangig.Fakt ist, das der versicherer mir die auskunft gab, ich dürfe die restzahlung gar nicht tätigen, weil es gesetzlich verboten ist versicherungsschäden in die höhe zu treiben. Der insolvenzverwalter sagt man muss zahlen.fakt ist mein geld wäre evtl. auf monate erstmal weg ohne das ich eine wahl hätte.

    das ist ein unhaltbarer zustand für alle die jetzt in der luft hängen. Darüber darf man doch erbost sein.man ist einfach gezwungen das so hinzunehmen.mehr wollte ich damit nicht sagen.damit ist das thema für mich jetzt auch durch

  • Hapalo
    Dabei seit: 1443398400000
    Beiträge: 2
    geschrieben 1443481306000

    Hallo zusammen,

    ich bin ebenfalls durch die Insolvenz betroffen, meine Reise beginnt allerdings erst im April 2016 (muss berufsbedingt Urlaube mind. 6 Monate im Voraus planen). Nun ist es so, dass ich bereits 600 Euro angezahlt habe, Restzahlung wäre erst im März 2016 fällig. Gleichzeitig habe ich eine E-Mail von WTA erhalten, in der Folgendes zu entnehmen ist:

    Sollten Sie noch einen Reisebetrag, entweder An ,- oder Restzahlungsbetrag begleichen müssen, sind diese offenen Zahlungen Verbindlichkeiten gegenüber uns, die Ihrerseits entrichtet werden müssen. Die Zahlungen sind durch den Sicherungsschein abgesichert. Wenn Sie der Zahlung nicht nach kommen, verlieren Sie Ihren Insolvenzanspruch.

    Hier auf holidaycheck wird dringend davon abgeraten, weitere Zahlungen an den insolventen Reiseveranstalter zu richten und darauf hingewiesen, dass durch den Versicherer alle bereits geleisteten Zahlungen abgesichert seien.

    Vor diesem Hintergrund, bitte ich euch mich einmal aufzuklären, wie ich die E-Mail seitens WTA zu verstehen habe? -Verliere ich meine Anzahlung, wenn ich jetzt nicht den kompletten Reisepreis überweise? Zahlt der Versicherer dann doch nicht?

    Ich jedenfalls gehe davon aus, dass WTA in 6 Monaten keine Reise mehr durchführen wird und halte es für unsinnig nun den gesamten Reisepreis zu überweisen, damit ich mir den dann vom Versicherer wieder erstatten lassen kann.

    Ich würde nun so vorgehen wollen: WTA habe ich angeschrieben, man möge mir mitteilen, ob meine Reise noch stattfindet oder nicht. Die Antwort warte ich nun entsprechend ab. Sobald ich die Stornierung seitens WTA erhalte, würde ich alsdann meine Erstattungsansprüche dem Versicherer anzeigen.

  • HansiM23
    Dabei seit: 1391472000000
    Beiträge: 33
    geschrieben 1443487793000

    Bei mir sieht die Sache so aus:

    Im März habe ich 8 Tage Malta gebucht, Flug, Transfers und 4*-Sterne-Hotel mit Frühstück für 522 €, eigentlich ganz günstig und der Clou war, ich hatte noch einen Holidaycheck-Gutschein über 200 €, der nach Durchführung der Reise gutgeschrieben werden sollte (Sofortabzug ging nicht), so dass "netto" der Urlaub nur 322 € gekostet hätte.

    Ich musste dann 183 € vorauszahlen, etwa 35 %, was branchenüblich eher viel ist. Am 21. September 2015 war dann die Restzahlung fällig. Ich hatte gerade überwiesen, da informierte mich Holidaycheck über den Insolvenzantrag von WTA-X travel.

    Meine Reise soll am 20. Oktober starten.

    Ich sage es ganz ehrlich: Wenn ich die Restzahlung noch nicht geleistet hätte, ich würde sie nicht mehr leisten und die 183 € abschreiben.

    Wenn man mich jetzt aber wirklich nach Malta fliegen lässt, um mir vor Ort mitzuteilen, dass ich kein Hotel habe, dann wüsste ich wirklich nicht, was ich dazu sagen soll. Auch traue ich mich natürlich nicht, irgendwelche Ausflüge vorab zu buchen, weil das Geld dafür dann auch weg ist, wenn die Reise nicht stattfindet.

    Für die Zukunft kann man nur das Fazit ziehen, nicht bei irgendwelchen Briefkastenfirmen im Ausland Reisen zu buchen, da da die Insolvenz offensichtlich zum Geschäftsmodell gehört. Traurig nur, dass Holidaycheck so etwas noch unterstützt. Danke, Euer 200 €-Danke-Gutschein ist damit auch noch weg, das Geld von Euch sehe ich natürlich auch niemals.

  • xonnel
    Dabei seit: 1150156800000
    Beiträge: 67
    geschrieben 1443503780000

    auch wir haben ja unsere Reise storniert. Anzahlung weg, das war uns ja klar. wAs folge natürlich auf unsere Stornierung: Eine Stornierung Seiten WTA X da sie jetzt plötzlich wissen, das die Reise am 25.10. nicht stattfinden kann. wir sind nicht die einzigen, wo es so gelaufen ist. Ich will hier niemanden zu Nahe treten, aber einen fairen Ablauf der Insolvenzabwicklung kann ich hier nicht erkennen

  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1443511104000

    In den letzten Beiträgen liest man eine Menge (persönlich) durchaus verständlicher Gedankengänge...

    ...die aber an der Realität teils reichlich vorbei streichen.

    @xonnel:

    Wie würdest Du Dir denn einen "fairen Ablauf einer Insolvenzabwicklung" vorstellen? Wie anders als "der Reihe nach" innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Regularien sollte dies denn Deiner Meinung nach geschehen?

    @HansiM23:

    Wie kommst Du auf den reichlich schmalen Grat, daß "die Insolvenz (bei diesem RV) offensichtlich zum Geschäftsmodell gehört"? Hier sei nochmal daran erinnert, daß dieses Unternehmen sicher nicht zu den ganz Großen der Branche gehört, aber durchaus ein gewisses ranking und standing im Markt hat. Es sei auch nochmal daran erinnert, daß WTA bei der Abwicklung der GTI-Insolvenz vielen Urlaubern teils äußerst hilfreich zu Seite stand. Die "Helden von damals", die "Betrüger von heute"? Nicht wirklich ernsthaft, oder? 

    @Hapalo u. @HansiM23:

    Tipps zur Vorgehensweise und entsprechende Infos findet ihr z.B. auch hier:

    http://www.holidaycheck.de/thema-Insolvenz+AMA+Reisen-id_518010.html#paginateAnchor

    Sehr interessant dürfte auch dieser thread hier sein:

    http://www.holidaycheck.de/thema-GTI+Insolvenz-id_232122.html

    Wenn ihr dann noch Fragen habt, meldet euch ruhig.

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
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