Trinkgeld
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Hallo Kuba-Experten!
Ich reise im Juli nach Kuba. Hotel Paradisus Varadero in Varadero. Hab einige Male gelesen, dass es ganz schön teuer werden könnte mit dem ganzen Trinkgeld und man vielleicht mit kleinen Geschenken besser fährt. Wie sieht es denn aus, was ist dort besonders beliebt?
Hab was von Duschgel und Kugelschreibern gelesen, aber auch davon, dass zu viel Duschgel im Koffer den Zoll verärgern könnte. Habt ihr da irgendwelche Tipps? Wie sieht es mit Parfümproben aus?Gruß Reticulata
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Warum willst du und wieviel Trinkgeld geben?
Noch hast du doch gar keine gute Leistung erhalten.
Warte doch erstmal ab.
Kugelschreibern

und Glasbucker
Kugelschreiber kosten in Kuba 0,25 EUR(umgerechnet)
Schönes Trinkgeld

was ist dort besonders beliebt?
Wie überall auf der Welt, das Tauschmittel Nr. 1
GELD -
"Bares ist wahres" – Kugelschreiber kann man nicht essen.
Dem Zoll ist es wohl egal, wie viel Duschgel man im Koffer hat – dann man ist eben eine reinliche Person.
Die Hotelangestellten können wahrscheinlich mit Kugelschreibern, Duschgels und Parfümproben ihren einen eigenen Kugelschreiber-, Duschgel- und Parfümshop betreiben.
Alle Artikel mit dem Aufdruck "Adidas" sind jedoch sehr beliebt – "Adidas" drückt einen gewissen Kult- und Wohlstandsstatus aus.
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Dylan wrote:
"Bares ist wahres" –Die Hotelangestellten können wahrscheinlich mit Kugelschreibern, Duschgels und Parfümproben ihren einen eigenen Kugelschreiber-, Duschgel- und Parfümshop betreiben.
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Das machen sie auch. Die da gelassenen halbleeren Duschmittelflaschen werden zusammen gekippt und verkauft.
Für Geld kann man in Kuba alles kaufen.
Jetzt sogar Handys und wichtig auch die Linie
( 110 CUC) und DVD´s und sie dürfen in den vorher verbotenen Hotels schlafen.
Geld ! vorausgesetzt. -
@Reticulata: wenn du nur einen Badeurlaub machst, nimm keine Geschenke mit. Auf einer Rundreise sieht es da schon anders aus. Im Hotel (iberostar playa alameda) haben wir am Abend - und ab und zu auch am Mittag - 1 CUC hinterlassen. Wohlgemerkt NACH dem Essen! Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, den Kellnern ist unser Trinkgeld zu gering. Man sollte sich auch immer mal wieder die Höhe der offiziellen Gehälter ins Gedächtnis rufen, da sind täglich 1 CUC gar nicht mal so wenig. Und wir waren ja auch nicht die einzigen
Dem Zimmermädchen haben wir am Anfang jeder Woche 5 CUC hinterlegt. Am Ende des Urlaubs haben wir alles, was wir nicht mit zurücknehmen wollten( Kosmetik, Pflaster, Batterien,usw.) in eine große Tüte gesteckt und unserer Lieblingskellnerin geschenkt. Für ihre kleine Tochter haben wir im Hotelshop noch ein paar Süßigkeiten gekauft. Für uns waren die "Nebenkosten" nicht zu hoch... lg,Kathrin -
5 CUC pro Woche x 20 Zimmer = 100 CUC x 4 Wochen
= 400 CUCEin "normaler" Arzt verdient etwa 20 CUC pro Monat!
Ein Chefarzt im Krankenhaus etwa bis 40 CUC.Ist es so openwater?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 250 Peso MN = ca. 11 CUC monatlich.
Davon müssen Millionen in Kuba leben.
( 1 CUC = 24 Pesos MN.)Nur mal so zum Nachdenken.
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Das muss allerdings jeder selbst entscheiden.
Wie nett war das Zimmermädchen und hätte sie auch einen Schwan auf das Bett gezaubert, wenn du keine 5 CUC zum ANFANG hingelegt hättest?
Und wenn ich lese: Wenn wir keinen Dollar in das Glas auf der Bar gesteckt hatten, bekamen wir keinen Mojito!??
Dann war keine Mente da?Da muss ich nur den Kopf ungläubig schütteln.
Ja, wo sind wir denn?Habe ich AI oder nicht?
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Nur die wenigsten Zimmermädchen haben 20 Zimmer

Aber natürlich haben die Leute, die in den Hotels arbeiten, mehr Geld. Ist doch aber schön und ich bins ihnen nicht neidig. Trotzdem können sie sich noch weit nicht den Lebensstil leisten den wir gewohnt sind.
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Hmm, ich fand die 5 cuc pro Woche völlig ok. Ich kann jetzt nur von unserem Hotel reden, aber wir haben dem Service nie vorher Trinkgeld gegeben
(auch nicht an der Bar) und sind immer sehr nett und zuvorkommend bedient wurden. Ich "durfte" aber auch das Auftreten mancher Gäste erleben - eine Kinderstube hat es da wohl nie gegeben... -
Danke für eure vielen Antworten. Nein, ich plane nicht im Vorraus Trinkgeld zu geben. Die Frage bezog sich eher auf die Art des Trinkgelds. Geld scheint da ja wohl am besten geeignet. Dass die Menschen dort sooo wenig verdienen wusste ich nicht. Das relativiert die ganze Sache und ja,ich mache vorher noch eine Rundreise durch Kuba.Hätten sie irgendetwas anderes dringender benötigt hätte ich ihnen das auch mitgebracht, aber wenn Geld am Besten ist. Na gut.
Liebe Grüße Reticulata
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juanito wrote:
5 CUC pro Woche x 20 Zimmer = 100 CUC x 4 Wochen
= 400 CUCEin "normaler" Arzt verdient etwa 20 CUC pro Monat!
Ein Chefarzt im Krankenhaus etwa bis 40 CUC.Ist es so openwater?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt 250 Peso MN = ca. 11 CUC monatlich.
Davon müssen Millionen in Kuba leben.
( 1 CUC = 24 Pesos MN.)Nur mal so zum Nachdenken.
So ist es ! Der Chefarzt der Kinderchirurgie in Holguin ( 3. grösstes Krankenhaus in Cuba) erhält 40 CUC . !!!!!!!!

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Hallo Reticulata,
bei eurer Rundreise könnt ihr doch Kleidung tragen, welche eh bald in den Altkleidersack kommt. Wenn ihr diese nach Gebrauch mit den kleinen Seifen aus den Hotels verschenkt, habt ihr mehr Luft im Koffer.
Den Kubanern in Varadero geht es sowieso meist besser als den anderen.Wir sind im Iberostar Playa Alameda auch immer gut bedient worden, obwohl das Trinkgeld nicht so floss: Zimmermädchen 5 CUC für 10 Tage. Bar oder Kellner nur ab und zu 1 CUC.
Bei uns war Katamaran inclusive. Es wurden aber nur Fahrten mit Personal gemacht. Für die knappe halbe Stunde wollten wir großzügig sein und haben 3 CUC gegeben (hatten nichts anderes im Geldbeutel). Ich traute meinen Augen nicht, als der mitfahrende Kanadier 10 CUC gegeben hat.
So ist es auch kein Wunder, dass das mit dem Trinkgeld langsam ausartet und auch schon einige unverschämt werden:
Für die Aqua-Ray-Tour hatten wir zwei auf einem Jetski 78 CUC bezahlt. Noch bevor die Fahrt losging, wurde uns erklärt, dass sie vom Trinkgeld leben und pro Person 5 CUC angemessen sind, -wenn es einem gefallen hat.
Uns hat dieser Ausflug gefallen, aber das haben wir nicht mitgemacht und nichts gegeben. -
Molli-1 wrote:
Hallo Reticulata,
.Das ist doch das was Juanito und ich sagen !
Beispiel:
Mein Lieblingshotel: Playa Costa Verde - Provinz Holguin
480 Zimmer x 2 Personen
davon sind 50 % am Strand =
240 PaareDort ist ein *Liegenschlepper * der die Liegen an die gewünschte Stelle birngt.
der erhält von 50 % Paare - 1 CUC - täglich
macht 120 CUC pro Tag ( Chefarzt 40 pro Monat )
Aber -solche Auswüchse ( Forderungen )- wie von Dir beschreiben - habe ich dort nicht kennengelernt
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In drei Wochen Kuba ist es uns nicht ein einziges Mal passiert, das Trinkgeld gefordert wird. (da hätten wir auch nicht mitgemacht)
@openwater: Deine aufgemachte Rechnung ist natürlich erschreckend, aber als Tourist komme ich nun mal - im besten Fall - mit keinem Mediziner in Berührung.
Für eine Dienstleistung ( Reiseleiter, Busfahrer, Servicepersonal) gibt doch sicher jeder gern einen Obolus. Natürlich muss die Höhe im Rahmen bleiben. Wenn ich von solchen "Scheinwerfern" höre wie oben von Molli beschrieben, da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln...@Reticulata: Auf unserer Rundreise haben wir - nach Hinweis unseres Reiseleiters - die Hotelseifen mitgenommen und verschenkt. Für die Kinder haben wir ein paar Süßigkeiten gekauft.
lg,kathrin -
@ Reticulata
Hallo!
Wir hatten außerdem eine Tüte voll mit Proben aus der Apotheke (einfach mal nachfragen) , kleinen Tuben und Tiegeln mit Cremes etc. und kleine Gummibärchentütchen.
Die strahlenden Kinderaugen und das herzliche Danke von jungen Frauen
hat uns schon im letzten Jahr so angerührt.
Auch die Werbekugelschreiber wurden so begeistert genommen.
Ich weiß, dass man dort auch welche kaufen kann, aber diese waren halt etwas besonderes.
Als Vergleich:
Damals in der DDR gab es auch die Dinge für den täglichen Bedarf, und doch freuten sich unsere Verwandten und gerade die Kinder über diese 'so anderen' Produkte.Also, ich finde:
Bares ist nicht immer Wahres!
Gruß
Moody -
Ich musste feststellen, dass die winkenden "Scheinwerfer" nicht vorzüglicher behandelt wurden als andere Urlauber. Die Menschlichkeit der "Scheinwerfer" war so penetrant und so großkotzig – das haben auch die Kubaner erkannt. Sie steckten das Geld mit einem etwas leicht angewidert Lächeln ein und servierten mir meinen Mojito mit extra viel Ron. Die angenehmeren Urlauber distanzierten sich meistens von diesen "Scheinwerfer". Die "Scheinwerfer" schaffen es auch nicht, eine zwischenmenschliche Beziehung mit dem Personal aufzubauen.
Normalerweise sollte der "Scheinwerfer" es so langsam mal mitbekommen, dass er nur verarscht wird und sich total zu Schwachmaten abstempelt.

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Es gibt aber auch Unterschiede zwischen den "Scheinwerfern"!
Es gibt eben jene, die zeigen wollen daß sie Geld haben, oder im Urlaub so tun als.
Und dann gibts die anderen die übereifrig Trinkgeld verteilen weil sie den Leuten eben "helfen" möchten.
Ich hab bisher aber noch nie erlebt, daß ich von einem Kubaner aufgefordert wurde Trinkgeld zu geben.Aber es ist sicher richtig, Hotelangestellte sind sicher jene die am besten nebenbei verdienen (erkennt man an den Handys!
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ein normaler mensch gibt trinkgeld, wenn a) der service gut war oder b) der service besser werden muss, da man an die kneipe gebunden ist oder einem das ambiente gefaellt.
jemandem "helfen" oder "zwischenmenschliche beziehungen" in zusammenhang mit irgendwelchem personal ist ja wohl der brueller ;-).