Mecker-Ecke / Speakers Corner
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Dieses "macht keinen Sinn" nennt man dann "Servicewüste Deutschland"...
...und Deinen Ausführungen (die im übrigen alle grundsätzlich richtig sind!) halte ich aber entgegen:
a) siehe oben...Servicewüste
und
b) kenne ich einige Supermärkte die sehr gerne day-around öffnen würden, eben weil sie entsprechende Kundenbewegungen dafür haben (z.B. direkt 200 m von einem Werkstor entfernt, bei dem bei einem Schichtwechsel mehrere Tausend Leute durchgehen, von denen einige (sehr viele) gerne einkaufen würden...und nicht später ihren Schlaf nach Schichtarbeit unterbrechen um einkaufen zu gehen, weil sie die Möglichkeit eben vorher nicht hatten. -
@holginho
ich halte dagegen:
servicewüste..... o.k.
die hättest du aber auch bei einer 24 stunden öffnung. niemand kann - bei demselben preisniveau - qualifizierte kräfte rund um die uhr beschäftigen.
dann kommen gegen 20 uhr eben nur noch die auf die fläche, die reine abverkäufer sind. (stichwort: "haben sie die schuhe auch in größe 39?- antwort der abverkäuferin: ne,nur noch so, wie es da steht").
ob das im sinne des servicegedanken ist?
oder wärst du bereit, für die waren mehr zu bezahlen?
die von dir genannten "werksangehörigen" (ich nenn sie mal so) sind bestimmt eine große gruppe. aber demgegenüber stehen dann auch die tausende, die am wochenende und mitten in der nacht arbeiten müssen, und sich nicht mehr um die familie kümmern können, bzw. für die familienleben ein fremdwort ist, weil sie für die nachtschichtler eine nachtschicht einlegen müssen. -
Wer mal in den USA wahr kennt die Schilder "24 Stunden offen".Nicht jeder Supermarkt in der Stadt ist offen.nur einige.Es muß wohl doch Geld zu verdienen geben,sonst würden die Amis das nicht machen.Und wenn eine Supermarktkette im Großraum Stuttgart ihre Filialen(nicht alle)bis 24 Uhr geöffnet lassen,werden die wohl kaum Nasse machen.
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@Lexilexi:
Es bleibt eine spannende Diskussion!
Ich sagte ja schon in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema, das dies ein sehr schwieriges ist...und zudem eigentlich jeder irgendwie recht hat.
Natürlich ist mit einer day-around-Öffnung (und nochmal, ich bin nicht für eine "Pflicht", sondern einzig und alleine für die grundsätzliche Möglichkeit für diejenigen, die meinen das es sich lohnt) noch kein 100%iger Service-Gedanke bedient...aber es wäre ein weiterer Schritt.
Das Thema "Preisniveau halten/steigern" machen uns andere Länder vor ... da geht es auch ohne!
Thema "Fachkräfte"...ich glaube, das das Verhältnis "Fachkräfte vs. "Lustlose ich stehe hier weil ich muß" würde sich nicht großartig ändern...de facto würden aber mehr Arbeitskräfte benötigt werden.
Zu Deinem letzten Absatz:
Einer dieser Werksangestellten (in diesem Falle ein Chemiker) ist ein guter Freund von mir, ein weiterer ist Arzt hier im Klinikum, eine gute Freundin ist Krankenschwester...frag' die mal zu dem Thema!
Tenor: "Wir reissen uns den Ar... auf für andere, bekommen aber wenn wir Service gebrauchen könnten den virtuellen Mittelfinger in Form blöder Sprüche!"
Ja richtig: Diese Leute wußten bei ihrer Berufswahl was sie erwartet und kannten auch ihre möglichen Arbeitszeiten...das bedeutet aber im Umkehrschluß nicht, das andere Berufsgruppen ein grundsätzliches Recht auf Privilegien in Form unantastbarer Arbeitszeiten haben müssen!
Und nein, es kommen nachts nicht nur Notfälle ins Krankenhaus...das dort arbeitende Personal schlägt sich dann auch schonmal für Leute mit offensichtlichen zerebralen Defekten die Nacht um die Ohren. Vor kurzem kam ein Handelsreisender nachts in die Klinik und bestand darauf, das seine Jahresuntersuchung "jetzt" durchgeführt wird...er sei ja schließlich privat versichert und der Service müsse ja schließlich drin sein!
Eine Ausnahme? Leider (und peinlicherweise) nein! -
Das Verhalten des Handelsreisenden finde ich natürlich nicht gut. Das Personal vom Nachtdienst hat wahrhaftig besseres zu tun. Aber im Grunde nimmt der Handelsreisende das für sich in Anspruch, was du für die Schichtarbeiter einforderst. Service rund um die Uhr! Wo soll man da die Grenze ziehen?
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Genau auf diese "Grenze" und die damit verbundene Service-Disbalance will ich ja hinaus!
Nicht wenige Leute leisten rund um die Uhr etwas...meist bzw. oftmals etwas für die Allgemeinheit. Genau diesen Menschen wird aber eine adäquate Gegenleistung verweigert. -
@Holginho
mit Deiner aktuellen Signatur (
) solltest Du mal im Signaturenthread vorbeischauen, Du wirst überrachst sein, was die Kaffeesatzexperten da so alles rauslesen 🤪
und zum derzeitigen Meckerthema, ich gehöre zu der von Dir angesprochenen Gruppe, der rund um die Uhr arbeitenden Bevölkerung. Dafür habe ich aber auch jede Menge Freizeit, in der ich meinen Einkäufen nachgehen kann und finde die Ladenöffnungszeiten, so wie sie sind, ganz in Ordnung. Wenn ich doch mal was vergessen habe, geht es zur Tanke, zum Bahnhofskiosk, zum Nachbarn oder Mutti. Lebensqualität mache ich nicht unbedingt an den Ladenöffnungszeiten fest, in Norwegen z.B., nach einer Studie dem Land mit der höchsten Lebensqualität, sind die Ladenöfnungszeiten ähnlich wie bei uns, guck mal und die Leute sind es wohl zufrieden.
Etwas problematischer ist das Einkaufen vielleicht bei einem Job von 9-17Uhr, doch auch hier gibt es ja noch oftmals die Möglichkeit bis 20 oder auch 22Uhr zu shoppen. Und zum bummeln gibt es dann denn Sonnabend oder verkaufsoffene Sonntage, ich meine, das sollte reichen...
Gruß Peter -
Holginho wrote:
Dieses "macht keinen Sinn" nennt man dann "Servicewüste Deutschland"...
...und Deinen Ausführungen (die im übrigen alle grundsätzlich richtig sind!) halte ich aber entgegen:
a) siehe oben...Servicewüste
und
b) kenne ich einige Supermärkte die sehr gerne day-around öffnen würden, eben weil sie entsprechende Kundenbewegungen dafür haben (z.B. direkt 200 m von einem Werkstor entfernt, bei dem bei einem Schichtwechsel mehrere Tausend Leute durchgehen, von denen einige (sehr viele) gerne einkaufen würden...und nicht später ihren Schlaf nach Schichtarbeit unterbrechen um einkaufen zu gehen, weil sie die Möglichkeit eben vorher nicht hatten.Genau,das meinte ich in einem meiner vorigen Beiträge auch,das das ein Service für die Kunden ist,lange Öffnungszeiten.
Ich bin auch Schichtarbeiter und hätte öfters auch gerne z.B nach der Spätschicht noch was eingekauft,aber es ist ja nichts mehr geöffnet,also ist dem Supermarkt die mögliche Einnahme entgangen.Habe nämlich auch keine Lust am nächsten Tag extra früh aufzustehen wegen Einkauf,nach der Spätschicht bin ich lange wach und schlafe dementsprechend gerne lange aus. -
2 Meldungen von "Betroffenen" (Peter und Woody) und 2 Meinungen, denen ich trotz meiner eigenen dritten Meinung gar nicht widerspreche.
Peter, schön, das Du so sozial bist keine Verbesserungen zu fordern und Dich mit dem Gegebenen zufrieden gibst. Umgekehrt wäre es wohl seitens der Mitbevölkerung anders und mit deutlich weniger Verständnis verbunden, wenn Du und Deine Kollegen den Nachtdienst verweigern würden. Alle Menschen sind halt gleich...nur einige ein wenig gleicher!
Woody, genau das meinte ich. Du forderst nichts, würdest Dich aber über Verbesserungen freuen.
Peter, ja die Studie aus Norwegen kenne ich - ich suche Dir mal das Gegenstück aus Irland raus...besagt genau das Gegenteil!
Die Diskussion bleibt spannend...und ist erfreulicherweise mal recht "entspannt" -
...es kann auch gerne recht entspannt bleiben, es wäre ja schlimm, wenn wir alle einer Meinung wären. Wie geagt, ich finde die Öffnungszeiten so in Ordnung, für mein Leben passt es, für jemand anderen kann es wieder ganz anders aussehen
Die Ladenöffnungszeiten einiger Länder (auch in Irland) kann man u.a. bei Wiki nachlesen, da steht auch ein bisschen was zur Bäderregelung, für Touristen sicher sehr interessant, ich habe bisher davon nur wenig Gebrauch gemacht. Mit der Bäderregelung wird dem Wunsch nach längeren Öffnungszeiten, auch mit Wochenendverkauf, bereits entsprochen, vielleicht lässt sich sowas bundesweit einführen,
Gruß Peter -
Interessante Diskussion

Mir persönlich reichen die derzeitigen Öffnungszeiten auch vollkommen aus, jedoch fände ich es auch besser, wenn jeder Unternehmer/Besitzer selbst entscheiden könnte, wie lange es sein Geschäft geöffnet haben möchte.
Mir sind es einfach zu viele Vorschriften hier in Deutschland - und warum darf denn bitte nicht der Besitzer selbst entscheiden, ob er nun sein Geschäft um 20.00 oder 22.00 abschließt, bzw. ob er es komplett und durchgehend geöffnet läßt ?
Ich habe mal einen sehr interessanten Bericht aus Amerika gesehen ( nein, nicht auf RTL oder auf einem sonstigen Sensationssender ... ), dort wurden auch die Angestellten der Supermärkte befragt, die 24 h offen haben - ihr glaubt ja gar nicht, wieviele Mütter froh waren, daß sie Nachts arbeiten konnten, während der Ehemann mit den Kindern zu Hause war.
Der Mann arbeitete bis Abend und die Kinder waren noch zu klein, um alleine zu Hause zu bleiben. Für diese Mütter war es optimal, daß sie Nachts arbeiten gehen konnten.
Und ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß das auch hier bei einigen Familien gut ankommen würde.
Und zum Thema es würde sich nicht lohnen, ich denke das merkt ein Unternehmer / Geschäft dann doch schon selbst recht schnell und kann dann ja dementsprechend auch frei entscheiden, ob er sein Geschäft weiterhin durchgehend / länger auflässt oder eben nicht. -
Die jetzigen verlängerten öffnungszeiten sind ja schon ein Fortschritt gegenüber früher.
aber wenn die das jetzt wieder rückgängig machen wollen und dann z.b Sa nur noch bis 14 Uhr geöffnet,in der Woche nur bis 18 Uhr oder 18:30 Uhr,dann verschwindet wieder ein Stück service gegenüber dem Kunden.Und Servicewüste Deutschland macht seinem Namen mal wieder alle Ehre.Selbst Einkaufstüten mit deren Werbung drauf muß man hier bezahlen,in vielen anderen Ländern gibts die gratis.
Ok ich benutz eh meistens nur meine eigenen stofftaschen.es kommt aber mal vor,das der Platz nicht ausreicht,oder das ich unterwegs bin und keine dabei hab-und muß dann 20 (oder mehr oder weniger,je nach Geschäft)Cent für ne Tüte Bezahlen.20 Cent sind zwar nicht viel,es geht aber ums Prinzip. -
Mehr Flexibilität und das eingehen auf örtliche Gegebenheiten würde sich wohl fast jeder wünschen. Auch ich bin dafür, dass Unternehmer mit allen Konsequenzen selbst entscheiden dürfen, wann die Türe auf ist.
ABER: Zum Beispiel bei den Discountern sind es Entscheidungen der Konzernleitung für ein Verkaufsgebiet. Spielraum hat der angestellte Marktleiter eines Ortsteils von Hintertupfing im Vergleich zu seinem Kollegen aus der Großstadt da schon nicht mehr.
Noch ärmer dran sind "selbstständige" Franchisenehmer irgendwelcher Ketten.
Entscheidungsfreiheit vor Ort geht gegen Null. Also insgesamt eine schon vertrackte Situation. -
...jetzt stelle ich doch mal etwas provokantes in den Raum:
es sind ja nicht nur die Ladenöffnungszeiten, die so manchem zu schaffen machen, wenn man einen Job von morgens bis abends hat. Das geht ja mit allen anderen möglichen Dienstleistern weiter, ich nenne mal an ein paar Beispiele und lasse das Internet dabei außen vor.
So ist es ja auch nicht möglich, sich nachts um halb 3Uhr einen neuen Reisepass im Einwohnermeldeamt ausstellen zu lassen oder morgens um 4Uhr einen Bausparvertrag bei der Sparkasse abzuschließen oder auch die KFZ-Haftpflicht (bald ist wieder 30.Nov.) in der Filiale zu kündigen.
Knurrt mir um 2Uhr der Magen, kann ich nicht in mein Lieblingsrestaurant gehen, der Waschsalon hat auch geschlossen, der Pizzaservice spricht vom Band, dass ich morgens ab um 10Uhr wieder anrufen soll und last but not least ist die Hotline von HC auch nur Mo - Sa 08:30 - 21:30 Uhr und So + Feiertage 14:00 - 21:30 Uhr besetzt.
Die Aufzählung läßt sich noch fast unendlich fortführen, warum muss es denn nun ausgerechnet der Einzelhandel sein, der für jeden und alle 24h erreichbar sein muss? Alle anderen Institutionen kann man doch auch während der "normalen" Öffnungszeiten aufsuchen und jeder empfindet das als ziemlich normal, warum also sollen längere Öffnungszeiten nur das Personal im Verkauf treffen?
Und wenn ich wirklich doch noch mal kurz vor 20Uhr schnell etwas einkaufen muss, liegt auf dem Band vor bzw. hinter mir meist nur Cola, Zigaretten, Pizza oder ein Sechserpack Bier und das gibt es im Notfall auch an der Tanke, doch wie gesagt, es ist meine Meinung dazu, sie muss sich nicht mit den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen, uuppps falscher Thread...
Gruß Peter -
Es sind doch manchmal gerade etwas "provokante", aber deswegen noch lange nicht böse gemeinte Äußerung, die einer Diskussion neue, wichtige und durchaus interessante Impulse geben.
Ich denke, der Unterschied der von Dir benannten Institutionen und Situationen zum Einzelhandel ist ganz einfach der, das letzterer Bestandteil des wirklich unmittelbaren täglichen Alltags ist!
In einigen der von Dir benannten Beispielen tut sich dahingehend etwas, das z.B. das Online-Angebot ständig erweitert wird, es immer mehr Gastronomie gibt, die deutlich länger/früher geöffnet hat, es immer mehr Bring-Dienste auch mitten in der Nacht gibt...und...und...und...
Übrigens, ich hatte es schon einmal erwähnt: Tankstellen fallen rein rechtlich eigentlich aus der nächtlichen Versorgungsschiene heraus, denn diese dürfen nach Geschäftsschluß der entsprechenden örtlichen Läden eigentlich keine Getränke/Lebensmittel u.ä. an Nicht-Reisende verkaufen. Da wird eine kleine Grau-Zone genutzt, der aber auch schon häufiger widersprochen wurde und die auch schon mehrfach zu Strafen führte! -
Naja,aber man braucht doch nicht jeden zweiten,dritten Tag nen neuen reisepaß
,da geht man 1-2 Mal hin und hat 10 Jahre Ruhe,.einkäufe macht man doch alle ca 2-3 Tage,je nachdem.
Waschsalon,also ich hab ne Waschmaschine,und falls die mal klaputt ist,dann bräuchte ich auch nicht jeden Tag dorthin,evl mal 1 Mal die Woche.
Es muß ja auch nicht unbedingt 24 Stunden durchgehend geöffnet sein,bis 0 Uhr reicht auch,aber das die jetzt planen das 22Uhr/24 Uhr wieder rückgängig zu machen,ärgert mich schon. -
@Woody
natürlich habe ich selber eine Waschmaschine, doch die läuft auch nicht mitten in der Nacht. Ich hätte auch noch Münz-Mallorca aufführen können, da ist aber zu, wenn ich morgens um halb 5Uhr ein paar Pigmente brauche. Auch da (wie in den Waschsalon) gehe ich nicht hin, sondern fliege lieber selber in ein paar Tagen an den Originalschauplatz, es sollten nur ein paar Beispiele sein, doch dass weißt Du ja
@Holger
Deinen Beitrag mit den Tankstellen habe ich schon vorher gelesen, auch hier möchte ich ein gutes Beispiel für Verkaufskultur verlinken klick und zugegeben, da war ich auch schon shoppen nach Mamma Mia (und es war kein Eisbergsalat)...
Gruß Peter -
die öffnungszeiten so, wie sie derzeit sind, sind doch eigentlich o.k. und decken einen großteil des tages ab.
ich verstehe nicht, wie manche nun das argument der schichtarbeit anbringen.
wie muß ich mir das vorstellen? wenn man beispielsweise mittagschicht oder spätschicht hat. dann hat man vormittags doch zeit, seine einkäufe zu tätigen.
oder ist das bei manchen nicht drin?
wenn man nachtschicht hat, kann man das doch auch irgendwie regeln.
zudem arbeiten die leute dann ja in unterschiedlichen schichten, so dass dann auch mal wieder eine "normale" frühschicht woche kommt, in der man seine einkäufe tätigen kann.
ich finde es allerdings auch nicht gut, dass die unternehmer eben nicht selbst bestimmen können, wann sie öffnen und wann sie schließen. (aber es gibt so viele dinge, die wir als "normaler" bürger (mehr)nicht entscheiden dürfen).
was mich allerdings auch ein bißchen nervt ist, dass viele supermärkte und geschäfte mit den öffnungszeiten experimentieren.
der lidl hat bis 10 auf, der penny bis 9, im sommer hat der rewe bis 11 auf, im winter aber "nur" bis 10, usw. usw.
da wünsche ich mir manchmal die gute alte zeit zurück, in der man eben wußte:
um halb sieben machen alle läden zu und gut ist es.
wer hat denn heute noch einen überblick, bis wann er wo einkaufen kann.
und jetzt bald zur weihnachtszeit kommen dann noch die verkaufsoffenen sonntage, goldener herbst, vollmond-shopping-nächte, und wie sie alle heißen. -
Ich bin auch noch nach wie vor der Meinung, dass die Öffnungszeiten ausreichen. Nicht alles, was in Amerika praktiziert wird, muss man hier nachmachen. Das Verkaufspersonal wird dort schlecht bezahlt, ist oft nicht krankenversichert. Auch hat man dort lange nicht so einen hohen Urlaubsanspruch wie bei uns. Anders lassen sich die 24-Std.-Öffnungszeiten wahrscheinlich nicht finanzieren.Denn es wird ja nicht mehr verkauft, nein, der Umsatz verteilt sich nur auf einen längeren Zeitraum. Man kann das nicht mit Schichtarbeit in einer Fabrik vergleichen, wo ja auch mehr produziert wird.
Zu dem Argument "Für Mütter mit kleinen Kindern ist Nachtarbeit ideal" möchte ich bemerken, dass ich dies gar nicht so ideal finde. Wenn das Geld dringend benötigt wird zum Familienunterhalt, ok, ist es immer noch eine Notlösung. Da würde ich es allerdings viel besser finden, wenn es für die Kurzen Betreungsmöglichkeiten über Tage geben würde, so dass Mutter ihrem Beruf nachgehen kann. Wenn der Vater tagsüber arbeitet und die Mutter nachts, wo bleibt dann das gemeinsame Familienleben? Kleine Kinder sind lieb, aber auch anstrengend. Wenn ICH nachts meinen Schlaf nicht bekomme, hätte ich am Tage wahrscheinlicfh nicht die Nerven, mich ruhig und ausgeglichen mit dem Nachwuchs zu beschäftigen. Ich könnte mich dann ja nicht hinlegen und schlafen, da dann ja der Vater bei der Arbeit ist.
