Ostkanada Reiseroute im September
-
Liebe Reise-Experten,
mein Mann und ich fliegen im September nächsten Jahres für 2,5 Wochen nach Ostkanada. Flüge sind gebucht und nun habe ich bereits einige Tage mit recherchieren verbracht, um eine Reiseroute auszubaldowern, die nicht zu stressig wird, aber auch möglichst viele Eindrücke ermöglicht. Habe schon viel im Internet und hier gelesen und würde mich freuen, wenn der ein oder andere Kanada-Erfahrene die Route mal bewerten würde :-). Vielen lieben Dank schonmal.
10.9. Flug nach Halifax, Übernachtung
- Tag: Halifax - Lunenburg (Halifax erkunden, Fahrt über Peggies Cove nach Lunenburg) Übernachtung Lunenburg
- erkunden Lunenburg, Übernachtung Lunenburg
- Lunenburg - Badell, Übernachtung Badell
- Baddeck - Dingwell, Übernachtung Dingwell
- Cabot Trail, Übernachtung Dingwell
- Dingwell-Cheticamp, (Cabot Trail) Übernachtung Cheticamp
- Cheticamp - Morell, Übernachtung Morell
- Morell - Westpoint, (über Charlottetown) Übernachtung Westpoint
- Westpoint - Alma, (möglichst hopewell Rocks mit Gezeitenwechsel) Übernachtung Fundy NP
- Fundy NP - Kouchibouag National Park, Übernachtung Kouchibouag
- KB - Caraquet, Übernachtung Caraquet
- Caraquet - Percé, Übernachtung Percé
- Percé - Percé, (Ausflug Rocher Percé und Bonaventure) Übernachtung Percé
- Percé - Matane, Übernachtung Matane
- Matane - Tadoussac, Übernachtung Tadoussac
- Tadoussac - Quebec, Übernachtung Quebec
- Quebec - Montréal, (Quebec anschauen) Übernachtung Montréal
- erkunden Montréal, Abflug Montréal abends
Habe ein bisschen Sorge, dass wir mit dem Programm insbesondere in der zweiten Hälfte nur von A nach B hetzen und keine Zeit haben, auch mal eine Wamderung oder einen ungeplanten Ausflug zu machen. Würde z.B. gerne im Foundy Nationalpark oder in Tadoussac eine Whale Watching Tour buchen, aber dafür fehlt glaube ich die Zeit. Was meint ihr?
Liebe Grüße
Nicole -
Hallo Nicole,
schöne Route. Schön, dass auch mal jemand PEI mitnehmen möchte. ABER leider ca. 2 Wochen zu wenig Zeit.

Eventuell unterschätzt Du auch die Zeit, die ihr im Auto verbringen werdet. PEI z.B. ist zwar sehr schön (besonders die Strände) aber auf den Straßen verbraucht man viel Zeit. Man fährt nicht mit 100 km/h auf Highways sondern mit 60 km/h auf schmalen Straßen. Dazu wartet ihr bei eurer derzeitigen Planung noch auf Fähren oder vor Brücken. Alles das wird Zeit kosten.
Richtig ist, wenn ihr Wanderungen oder Whale Watching Touren machen wollt, solltet ihr an dem Ort 2 Nächte (minimum) machen.
Schon wenn man nur die Orte abfährt, wird man ca 3400 km fahren müssen. Vor Ort werdet ihr aber auch fahren müssen (z.B. zu Wanderungen, zum Einkaufen, zum Restaurant o.ä.) Ihr müsst also mit deutlich über 4000 km rechnen. Dafür habt ihr 18 Tage. Durchschnittlich also über 220 km/Tag. Fahrt ihr einen Tag nicht, sind es am nächsten 440 km.
Was kann man raten? Ich würde sagen Weniger ist mehr. Nun mag ich alle Stationen ganz gerne und es würde mir für meine Reise schon schwer fallen zu sagen: Percé weg lassen oder PEI weg lassen oder Cape Breton weg lassen. Noch schwerer fällt es mir für Andere.
Unsere letzte Reise in der Region hatte 25 Nächte und wir waren westlich nur bis zum Kouchi. Route war:
Halifax - Kejimkujik - Hunts Point - Yarmouth - Digby - Alma - Kouchi - Brackley Beach - Inverness - Ingonish - Chéticamp - Antigonish - Halifax. Mehr hätten wir nicht fahren wollen. Besonders am Cabot Trail und in PEI kam man wegen Baustellen oft nicht gut voran.Viel Spaß beim weiter planen,
Gruß,
karlkraus
-
Lieber karlkraus,
vielen Dank für das feedback. Da hast Du mir ja bestätigt, was ich mir auch schon gedacht habe
Zu wenig Tage für zu viele Stationen und Du hast sicherlich recht, dass ich für die Strecken zu wenig Zeit eingeplant habe. Google maps ist da manchmal auch etwas optimistisch...An PEI reizt mich auch insbesondere die Übernachtung im Leuchtturm und die Confederation Bridge, aber eventuell muss ich das weglassen.
Vielleicht verzichte ich auch den Kouchi NP und wir fahren direkt weiter zur Gaspesie Halbinsel. Ich liebe halt Tierbeobachtung aber das kann mit der Strecke wahrscheinlich nicht auch noch berücksichtigt werden.Ich puzzle mal weiter

LG Nicole
-
Hallo Nicole,
da wir eine andere Route genommen haben, kann ich zu der euren nur ab der Gaspésie berichten.
Wir sind (von Süden kommend) auf der Halbinsel gemütlich "unten rum" gefahren, dann hoch nach Percé und Gaspé, wo uns dann das plötzlich miserable Wetter zum Umdisponieren bewogen hat. Es war - Mitte August - richtig kalt geworden, schüttete und auf den Campingplätzen versank alles im Matsch.
Wir sind also ab Gaspé "oben rum" nach Matane gefahren und dort mit der Fähre bei stürmischen Wind nach Baie-Comeau. Ließ sich beides in einem Rutsch machen.
In Baie Comeau haben wir übernachtet und sind am nächsten Tag nach Tadoussac weitergefahren. Das Wetter war auf dieser Seite des St. Lorenz perfekt. Ob wir dann am selbigen Tag noch die kleine Fähre von Tadoussac nach Quebec genommen habe, weiß ich leider nicht mehr. Wir haben uns auf jeden Fall immer Zeit genommen, hatten auch nirgendwo was reserviert, haben aber immer einen freien Platz auf den Campingplätzen gefunden.
Anschließend dann - klar - Québec und Montréal, wobei wir uns Montréal schon ein wenig bei unserer Ankunft angeschaut hatten. -
Hallo zusammen,
hier nochmal eine kleine Anpassung. Bin nicht sicher, ob es das wirklich besser macht :-)...

-
Hallo noch einmal,
richtig, nicht wirklich besser. Das Problem ist, dass die Google Zeiten auf den kleinen Straßen so in der Realität einfach unrealistisch sind. Beispiel: Dingwall - Chéticamp = 76 km und 77 Minuten. Das hieße, man fährt durchschnittlich 60 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit im NP liegt bei 60 km/h, es ist oft kurvig und man kann nicht überholen, wenn ein LKW oder Womo vor einem ist. 120 Minuten sind realistischer.
PEI Straßen ******* Zeit. Es ist zwar in der Regel nicht hügelig aber Du wirst schon sehen.Hopewell Rocks macht in meinen Augen nur wirklich Sinn, wenn man zu Ebbe und Flut, am Besten jeweils Höchst- und Niedrigswasser vor Ort ist. So sind auch die Eintrittsgebühren ausgelegt und dafür brauch man mehr Zeit, als ihr in der knappen An- und Abreise habt.
Whale Watching in Tadoussac braucht mehr Zeit, als ihr euch gebt. Das ist alles zu knapp auf Kante.
Gruß,
karlkraus
... natürlich in einiger Entfernung. Denke aber, dass das reine Glücksache war.