Man spricht deutsch...
-
Hallo!
Kürzlich hatte ich auf einer Dienstreise (Teneriffa) ein Gespräch mit einem Ehepaar (Alter schätzungsweise Mitte 50). Die beiden regten sich fürchterlich darüber auf, daß angeblich NIEMAND im Hotel deutsch sprechen würden. (Was aber nicht der Fall war, ich selbst wurde 10 Minuten vorher bei meinem Eintreffen von der Rezeption in nicht ganz perfekten, aber durchaus verständlichem deutsch begrüßt, von einem Kellner auf deutsch gefragt, was ich trinken möchte, etc.). Das reichte diesem Ehepaar allerdings nicht aus. Die beiden bestanden darauf, daß jedes Zimmermädchen, jeder Koch, ja sogar jeder Gärtner über perfekte Deutschkenntnisse verfügen sollte. Mein Einwand, daß man ja schließlich in Spanien sei, und man sich notfalls doch auch mit ein paar Brocken Englisch oder, wenn gar nichts geht, mit Händen und Füßen oder auch mit kleinen Skizzen verständlich machen könne und daß ich auf Auslandsreisen generell immer wieder von der großen Präsenz der deutschen Sprache überrascht bin, wurde als blanke Provokation angesehen und rief eine entsprechend heftige Reaktion hervor. Details möchte ich allen hier ersparen...
Anmerken möchte ich, daß auch ich als Norddeutsche meine Mühe hatte, den sehr stark ausgeprägten sächsischen Dialekt vollkommen zu verstehen.Nun meine Frage:
Erwartet Ihr bei Auslandsreise wirklich, daß Ihr Euch überall auf Deutsch verständigen könnt?
Sprecht ihr im Ausland mit einer Selbstverständlichkeit jeden auf deutsch an oder fragt ihr zunächst, ob der andere deutsch kann?
Oder gehört Ihr eher zu der lobenswerten Gruppe von Urlaubern, die sich mit etwas Englisch und Händen und Füßen verständigen oder vielleicht sogar vor oder während der Reise bemüht sind ein paar der wichtigsten Vokabeln in der Landessprache (Bitte, danke, guten Tag, auf Wiedersehen, ein Bier/einen Kaffee/ein Wasser bitte, etc.) einzuprägen und auch anzuwenden? (Für mich persönlich gehört das zum Urlaub und auf Dienstreisen einfach mit dazu, wenn ich mit Englisch oder Spanisch nicht mehr weiterkomme - und macht mir auch einen Riesenspaß!) -
hab in der Dom Rep mal ein Pärchen kennengelernt, wo er den ganzen Tag im Liegestuhl am Strand schlief und wenn er mal wachgeworden war, ist er an die Bar und sagte: una serveza y una sprite schmunzel um sich selbst ein Radler (für die Norddeutschen: Alsterwasser) mischen zu können.
Rentner, die meinen, man müsste sie im perfekten Deutsch bedienen, denen würde ich einen Urlaub in Reit im Winkl oder in Mittenwald empfehlen
-
Hallo!
Also mein Freund und ich gehören unter Garatie nicht zu den Urlaubern, die darauf bestehen, dass jegliches Personal Deutsch sprechen muß!!!
Wenn man ins Ausland fährt, weiß man doch wohl vorher, dass dort nicht alle unsere deutsche Sprache beherrschen! Ist doch totaler Quatsch, dies anzunehmen! Natürlich ist es nett, sich in seiner Sprache zu unterhalten, doch wenn das halt nicht geht, dann muß man halt die letzten Fremdsprachenfetzen aus seinem Gehirn holen oder sich mit Händen und Füßen verständlich machen! Oder wie Du es schreibst, sich gängige Sätze beibringen lassen von den Einheimischen! Und in aller Not gibt es ja auch noch die bekannten Wörterbücher, die man sich ja nur zu kaufen braucht! 
Ich, als Erzieherin, bewundere in diesem Zusammenhang immer die Kinder, die ohne Probleme miteinander sprechen und spielen, egal welcher Sprache sie mächtig sind!
Auch hier wird mit Händen und Füßen kommuniziert und sich gegenseitig etwas von der anderen Sprache beigebracht! Ich finde, einige Erwachsene könnten sich an so einigen Kindern mal ein Beispiel nehmen!!! 
Grüßchen Alex
-
Wird wohl weniger am Alter gelegen haben, sondern daran, dass jahrzehntelang die Vermittlung der englischen Sprache in der genannten Region nicht gerade sehr verbreitet war.
Es wäre nicht fair, jetzt daran Kritik zu üben.
Das können augenblicklich andere besser.Unabhängig davon gilt bei uns, zunächst landestypische Begrüßung
und dann auf englisch umwechseln. In Paris hatten wir uns mit
lange zurückliegendem Schulwissen an der Hotelreception bemüht.
Nachdem wir ungestört üben konnten, war die Mitarbeiterin
aus Deutschland ...
-
**Natürlich nicht!**Also nütrlich erwarte ich nicht, dass in dem Land, welches ich bereise auch nur irgendjemand deutsch spricht. Auch nicht das Hotelpersonal. In einem großen, internationalen Hotel sollte man aber schon zumindest an der Rezeption mit englisch weiter kommen.
Und ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen
: Ja, ich versuche mir die wichtigsten Vokabeln der Landessprache anzueignen, ja, ich schlage mich mit englisch und Händen und Füßen durch, und ich frage auch in Ländern wie den Niederlanden, in denen man gemeinhin davon ausgeht, dass uns die Menschen dort schon verstehen, immer erstmal nach, ob sie denn auch deutsch sprächen. Welche Meinung ich zu Spiessern habe, die im Ausland erwarten, dass man (im Hotel) nahezu überall ihre Sprache versteht und spricht, und dass man am besten als Verpflegung Sauerkraut und Eisbein bekommt, dazu brauche ich ja wirklich nichts zu sagen. Das ist ja wie bei den Fußbroichs, als Fred sich aufregte, dass in Spanien ja alles in spanischer Hand sei, und Amelie dann entgegnete: "Aber das ist doch denen ihr Land Fred!" (Anm. "Die Fußbroichs" - die erste reale Familienserie auf WDR - für die, die´s nicht kennen) -
Ja, das mag wohl so sein!
Aber von dem mal abgesehen:- Freu ich mich immer wenn ich mal wieder meine Sprachen auspacken kann
- kann ich dann nicht verstehen, dass man sich dann wenigstens mit seinem Deutsch keine Mühe gibt, wenn einem schon so entgegen gekommen wird, dass jeder 2. Kellner oder Angestellte Deutsch kann.
Ich musste in meinem Punt Cana Urlaub auch des öfteren zutiefst schmunzeln, wenn wieder einmal einer sein Bier in Oktoberfest-Manier und demselben Dialekt bestellt hat.
Aber ich denke, so extrem ist das auch nicht mehr verbreitet, das hoffe ich zumindest! Und sonst findet man halt schneller Kontakt, denn einer der weiterhelfen kann/dolmetschen kann findet sich immer und sei es nur mit Sprachfetzen!

-
Hallo Sina,
ich schließe mich Deiner Meinung an.
Bin auch persönlich bin auf dem Standpunkt, daß man ein paar Grundbegriffe von der Landessprache im Urlalaubsland - zumindest innerhalb Europas - beherrschen sollte. Dazu gehören, wie schon erwähnt, die Worte bitte, danke, Guten Tag, Guten Morgen, Gute Nacht und die Bestellung von gängigen Getränken. Man muß ja nicht unbedingt so perfekt sein, daß man einen Smaltalk führen könnte.
Ich habe dabei festgestellt, daß das Personal dann viel freundlicher und zuvorkommender mit einem umgeht und auch mal eine Leistung kostenlos bzw. billiger erbringt, die man nicht unbedingt im Pauschalpaket mitgebucht hat.
So ging es mir jedenfalls auf Fuerteventura an der Poolbar im Hotel. Erst meinten die Kellner ich sei Spanier. Löste erst einmal diesen Trugschluß auf. Dies merkte ich als am nächsten Tag als ich vor dem Abendessen noch ein kleines Bier bestellte. Nachdem ich das Bier bezahlen wollte, erhielt ich die Antwort dieses Getränk sei kostenlos, da ich einer der wenigen Gäste sei, der sich mit der Mentalität und Sprache des Landes auseinandersetzen würde..Damit hatte ich jeden Abend ein Freigetränk, obwohl ich dies eigentlich nicht wollte. Auf Mallorca ging es mir ähnlich.
Bei solchen Leuten, die meinen sie seien die Kings im Hotel und das Personal hätte zu spuren wie ein Sklave und dann noch perfekt deutsch sprechen müsste, braucht man sich nicht wundern, wenn das ausländische Personal mit diesen Gästen unfreundlich umgeht. Dies ist wahrscheinlich mit ein Grund, warum viele Bewertungen im Bereich Service so negativ ausfallen.
Ich hab hierzu noch einen Spruch auf Lager:
"So wie man in den Wald hineinschreit so kommt es auch zurück"
Dieser Spruch trifft auf alle Urlauber zu, die meinen das Hotelpersonal sei ihr Eigentum.
Gruß
Karl-Heinz -
Da kann ich nur zustimmen. Über solche Leute hab ich mich in unseren Urlauben auch schon mehrfach aufregen müssen.
Wie gesagt, die sollen dann halt in Deutschland beleiben oder in Österreich Urlaub machen.
Ich finde es immer schön, auch mal andere Sprachen zu hören. Wir konnten uns in allen Urlauben mit Englisch, Händen und Füßen und Taschenwörterbuch gut verständigen.
Habe kürzlich auch einen Spanischkurs belegt, da ich es immer schön finde, dass wenn man in einem fremden Land Urlaub macht ein bisschen mehr in der Landessprache sagen kann als nur "Ja", "nein" oder "hallo"
Viele Grüße,
Mira -
Ich war in Spanien, Italien, Bulgarien und Griechenland, habe jedesmal die wichtigsten Vokabeln gepaukt um mich in kurzen, aber höflichen Sätzen mich äußern zu können.
Wenn meine Bestellung dann aber auf Deutsch wiederholt wird oder mir auf Deutsch geantwortet wird oder mein Gegenüber mich dann auf seiner Sprache "volllabert", weil er denkt ich beherrsche diese fließend, frage ich mich immer ob ich das Richtige getan habe.Also so herum kanns auch passieren, auch hier gilt nicht alle über einen Kamm scheren, auch sollte man überlegen, das nicht jeder englisch kann oder es auch Leute gibt, die erstmalig mit 50 verreisen...
-
mmmh, also ich versuche im Urlaub ( zumindest mit den Einheimischen des Landes ) kein Deutsch zu sprechen. Ich würde es auch eigentlich bei niemandem erwarten oder gar voraussetzen.
Meine 'erste' Sprache ist immer Englisch und da ich damit keine Probleme habe, habe ich selten Verständigungsprobleme - wird halt doch meistens immer verstanden und auch gesprochen. Französisch geht eigentlich auch noch gerade so und das gleiche gilt für Italienisch - mit der spanischen Sprache wird es dann allerdings leider schon kritisch - ich verstehe zwar meistens was gemeint ist ( durch das Italienisch ) mit dem Sprechen hapert es dann allerdings. Das 'Kneipenspanisch' zur Bestellung geht gerade noch so
aber dann hört's auch schon auf. Falls ich nicht weiterkomme, geht es über auf 'Hand-und-Fuß-Dialekt'
!!
Es gibt natürlich auch immer mal wieder Leute, die froh sind, wenn sie ihre eigenen Deutschkenntnisse auffrischen und anwenden können - in diesem Fall wird dann ausnahmsweise natürlich Deutsch gesprochen.Sonnige Grüße

-
hab ich auch erhlich gesagt noch nie gehört....
kenne eine menge sachen, über die sich leute im urlaub aufregen, aber darüber, dass kein deutsch gesprochen wurde,
noch nicht wirklich.
außer 1 mal in mexiko. bei eine u-boot ausflug. dort hat man den deutschen gästen gesagt, dass sie eine deutsche führung bekommen. zuvor wurden aber ca. 10 minuten lang sicherheitshinweise gegeben, was in einem notfall in 30 metern tiefe zu tun ist. dieses instruktionen gab es nur auf englisch. da haben sich gäste aus den neuen bundesländern drüber aufgeregt, weil die ja bekanntlich kein engl. gelernt haben.
und ich finde, die haben sich zu recht aufgeregt. es ging auch um deren sicherheit. -
@ Profi!
Doch , das dürfen alle Menschen, nur sollten, auch wenn diese Menschen nicht wirklich sprachbegabt sind, nicht im Urlaubsland von den Angestellten was ja meist Einheimische sind, genau das verlangen was ihnen selbst nicht gegeben ist.
Ist allerdings nur meine Meinung!Ich halte es stets so, daß ich, sobald ich in ein Urlaubsland komme, mir von Einheimischen die wichtigsten Wörter lernen laße. Nicht nur aus Höflichkeit, sondern auch aus purer Wissbegierde.
Mir ist es jedoch nirgendwo noch passiert, daß man mit Englischkenntnissen nicht weitergekommen ist. Selbst wenn man nicht perfekt englisch spricht, doch zur Verständigung hat's immer noch gereicht. Und wenn mein Englisch nicht mehr ausgereicht hat, dann hab ich mich eben mit Handdeutungen versucht auszudrücken, und wenn dies auch nicht reichte, dann wird ein Zettel und Stift genommen, und gezeichnet. Was schon mal sehr lustig sein kann.
Doch meine Erfahrung hat gezeigt, daß man in vielen Ländern dem Rezeptionspersonal Deutschkenntnisse lehrt.
Natürlich sollte kein Gast verlangen, das man auch den jeweiligen Dialekt versteht.
Und wenn ich nur in meiner Muttersprache verstanden werden will, dann wäre es besser entweder zu Hause zu bleiben, oder Urlaubsziele wählen, wo ich mich ausschließlich in Deutsch überall unterhalten kann.Wenn ich dann in div. Hotelbewertungen lesen muß, daß die Putzbrigade, der Gärtner
usw. kein deutsch sprechen, da kann und muß ich nur den Kopf schütteln.Grüße
Mary -
@ profi:
Ich denke, Mitreisende hätten in diesem Fall bestimmt übersetzen können. Außerdem werden doch meist leicht und auch ohne Worte verständliche Filme gezeigt bzw. liegen entsprechende Infoblätter mit Zeichnungen aus.Gegenfrage:
Was ist, wenn z. B. ein Spanier mit einer deutschen Airline von Spanien nach Deutschland fliegt? Sicherheitshinweise auf deutsch und englisch, nix spanisch... -
@sina
Auch bei Lufthansa und deren Star-Allicance Partner Spanair werden die Ansagen
sowohl in Deutsch / Spanisch und Englisch (teilweise vom Band) gemacht.
Aber ich denke, dass was der Einzelne nicht unbedingt können muß,
sollte man bei professionellen "Veranstaltern" schon verlangen können. -
Solche Leute gibt es immer wieder - am besten ist - wenn es im Urlaubsort etwas heimisch zugeht. Wozu fahren manche in den Urlaub? Deutsch sprechen, ein Wiener Schnitzel mit Pommes, ein König Pilsner!!! Das ist ja schon wie Desinteresse an dem jeweiligen Urlaubsort und solchen Menschen rate ich auch lieber in Deutschland + Österreich zu urlauben.
Das ist doch genauso - wenn bpsw. ein Japaner der hierzulande Urlaub macht von uns Deutschen verlangt - perfekt japanisch zu sprechen.
Ja wo bin ich denn??? Entweder ich passe mich an oder lasse es bleiben - tz tz tz.
-
wenn ich ins ausland fahre (und das jedes jahr) verfalle ich automatisch bei der ankunft ins englische, welches zwar anfangs etwas holprig ist, aber nach ein, zwei tagen kann ich mich gut verständigen. ich finde es nahezu unverschämt, im ausland auf die deutsche sprache zu pochen. aber die meisten deutschen urlauber sind wahrscheinlich zu "dumm", um das zu kapieren.
ich wünsch mir jedesmal, die mögen doch zuhause bleiben