Immer mehr ausländische Marken in der Türkei?
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Servus,
Ich hab meine Gedanken bissl schweifen lassen über die letzten Urlaube und ich erinnerte mich an einige momente die echt merkwürdig waren.
Ich habe in Izmir eine spezielle Uhr gesucht und wurde prompt von einem Juwelier in der Innenstadt zu einem Einkaufspark geschickt (Bornova). Alles schien normal und dann erblickte ich immer mehr Geschäfte die ich aus Deutschland kenne.
Tschibo, Deichmann, Nordsee, Zara, Douglas und ein riesengroßer Ikea Markt ... Das hab ich vorher nie so bewusst wahr genommen.
Wie sieht es in anderen Städten aus, sind die ausländische Marken dort auch auf den Vormarsch?
Nordsee ist in Istanbul sehr erfolgreich habe ich gehört, die haben bewusst dort Geschäfte aufgemacht da Nordsee eine Marke ist die fast jeder Türke der mal in Deutschland gelebt hat kennt und schätzt.
Die Mundpropaganda soll das übrige tun.Denkt ihr das wird mehr?
Finde es irgendwie schade immer mehr aus der Heimat bekannte Marken / Geschäfte in der Türkei anzutreffen, ich hoffe das wird nicht schlimmer in den nächsten Jahren.
Gibt genug türkische Geschäfte, klar aber man macht sich Gedanken um die Zukunft
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Buenas Dias
Buon Giorno
Guten Morgen
Günaydin,
Die Drogerie Kette Rossmann hat auch beschlossen in der Türkei Filiallen aufzumachen,
ich finde es OK.
Adios
Ciao
Mehmet -
Zara ist türkischer als du vielleicht denkst
Produzieren sehr sehr viel in der Türkei und haben auch dort Firmensitze! -
Dolce Cabana
Ja, und die 4 Streifen Adidas
1954 gründete die Migros das Tochterunternehmen Migros Türk.
Im alten Istanbul nähe Basar gab es einen schwarz gebauten Supermarkt.
Als das Militär einen Putsch machte wurde er abgerissen
So wie viele türkische Schwarzbauten in Istanbul
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C&A kauft lieber in China, die Türken sind schon zu teuer geworden.
Und Adidas?
Guck mal rein was da steht.
Indien, Pakistan, Vietnam usw. -
Man sollte vielleicht mal bedenken das es in der Türkei nicht nur Touris gibt die Einkaufen gehen, sondern sehr viel mehr Einheimische die es tun und denen wird es ja wohl erlaubt sein, Marken auch aus anderen Laendern zu kaufen. Ikea ist weltweit bekannt. Genauso wie viele andere Marken. H&M und C&A gibt es in Istanbul schon seit einigen Jahren. Carrefour gibt es seit vielen Jahren. Bauhaus genauso.....Mediamarkt findet man in Istanbul und Real sogar in Antalya seit einigen Jahren.
Ich finde es gut so......in Deutschland gibt es ja auch nicht nur deutsche Ware und wir geniessen diesen Service...warum sollte es in der Türkei dann anders sein? -
Das bedenke ich, ich weiß dass es nicht nur Touris dort gibt, komme von dort

Da ich aber seit einiger Zeit eher in Izmir verkehre wollte ich halt mal nachfragen wie es in den anderen Städten aussieht.Wenn ich das mit den vorjahren betrachte wird das mit den Ausländischen Marken mehr, das ist natürlich nichts schlechtes. Aber schade ist es dennoch denn dass erkunden der Städte ist doch spannender wenn man nicht in der jede ecke Geschäfte sieht die man aus der Heimat schon kennt.
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Die Zukunft der Türkei liegt irgendwo zwischen "Juanito und Hexenkind"
, denke ich, liebe User.
Dieses Land hat in den letzten 20 Jahren eine exorbitante Entwicklung vom "Dritte Welt Staat" zu einem Schwellenland mit enormen Potenzialen absolviert - Respekt!
Zwangsläufig wird da die Produktion zu teuer, ausgelagert und die Dienstleistung gerät in den Fokus.
Die Finanzen haben sie jedenfalls halbwegs im Griff und sind von einer Inflationsquote um die 40-50% (2000-2002) im einstelligen Bereich gelandet.
Die Metro Group (Real, Media Markt, Saturn usw.) u.v.a. internationale Gesellschaften investieren in Zukunftsmärkte, emerging markets, und das lässt hoffen.
Das Zünglein an der Waage ist und bleibt die Politik in der Türkei.
Geld ist ein scheues Reh und ein deutlicher Schwenk in Richtung Iran &. Co. könnte vergleichbar fatale Folgen haben, wie die politisch gewollte Einführung des Euro in Griechenland.
Man muss die AKP und den Herrn Erdogan wahrlich nicht mögen, aber wirtschaftlich ist sie auf dem richtigen Weg.
Die Crux hat die Türkei allerdings noch vor sich.
Schönes WE @all und LG Bert -
Danke für den Interessanten Beitrag Bert.
Ich denke aufjedenfall dass es der Wirtschaft in der Türkei gut tun würde wenn man abstand nehmen würde von den Plan in die EU einzutreten.
Die Kosten wären viel zu hoch in relation zu den Nutzen finde ich.Erdogan mag mit seinen Ansichten und seinen Handeln manchmal über die strenge schlagen aber er ist kein schlechter Politiker.
Nur sollte er mehr im Sinne von Atatürk handeln.Was mich ungemein beruhigt ist dass das Militär im Notfall eingreifen kann wenn der Staatsoberhaupt mal durchdrehen sollte.
Wenn mehr ausländische Firmen in der Türkei aktiv werden fördert das natürlich die Wirtschaft ungemein, allerdings finde ich (für mich) dass es einerseits auch schade ist dass ich in der Türkei die Sachen sehe die ich in Deutschland schon zu genüge zu Gesicht bekomme.
grüße
YouRise
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Grundsätzlich sehe ich das wie Du, mein Lieber,
und der Mustafa Kemal war schon ein sehr kluger Mann, was viele Deiner Landsleute leider heute noch nicht checken.
Er hatte übrigens einen Meister aus good old Germany, was meines Wissens in euren Geschichtsbüchern - sagen wir etwas vergessen wird.
Weißt Du wer das war?
Die Streitkräfte der Türkei sind eine feste Größe der NATO und in meinen Augen DER Garant für die Demokratie in Deinem Land.
Ob es dann wirklich immer die F-16 oder der Leo 2, das Feinste vom Teuersten, sein muss, mag der türkische Steuerzahler entscheiden.
Der angestrebte EU-Beitritt führt jetzt und in einem Reiseforum zu weit, aber er sollte erfolgen, wenn die Menschen in Deinem Land das wollen und Dein wunderschönes Land diesen wirtschaftlich verkraften kann.
In spätestens 10 oder 20 Jahren ist die wirtschaftliche Power da, wenn die Politik nicht abdreht, prophezeie ich mal nach einem Blick in meine Glaskugel.
LG Bert -
Zitat entfernt !
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Hallo Bert,du hast die türkische Politik und die wirtschaft sehr gut da gestellt,in der Tat die Türkei hat das Potenzial wirtschaftlich gross raus zukommen,leider wurde bis jetzt Politisch das nicht richtig ausgenutzt,sei es wegen der Amerikana(die haben ja überall Ihre finger drin) oder auch wegen andere interessen wurde die Türkei in seine Entwicklung um Jahre immer zurück versetzt,jetzt aber ist die Chance da wenn Erdogan Politik für alle Menschen in der Türkei machen würde und nicht nur für seine Anhänger,er muss mit seinem Politik die Türkei vereinigen,dann wäre er auf dem besten weg der 2 Atatürk in der Türkei zu werden und wirtschaftlich gesehen brauchte dann die Türkei die EU nicht . Liebe Grüsse Mehmet -
Überflüssiges Zitat lt. Forenregeln entfernt ! Ein @ + Name reicht vollkommen aus, wenn man auf einen Beitrag auf der gleichen Seite antwortet !
wenn dich die Türkei so wenig interessiert, frage ich mich warum du dich hier im Türkei-
Forum äußerst .

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dann schildere uns hier im Türkei-Forum die neuen Entwicklungen und Tendenzen über die Türkei
die du kennst oder gelesen hast .

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Würdest Du mal bitte das überflüssige zitieren lassen ? Schau mal in die Forenregeln rein, was dort zu diesem Thema steht. Danke !
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Ob nun die Türkei die EU braucht oder nicht (oder ob es genau anders herum zu betrachten ist) sind wieder ganz isoliert zu betrachtende Fragen...
...und ob es "nett" und "sinnvoll" ist, in einem bisher friedlich verlaufenden thread einen anderen user "anzumachen" wieder eine andere und grundsätzliche!
Aber zurück zum Thema:
Die METRO-Guppe (wurde schon genannt) etabliert sich schon seit Jahren erfolgreich in der Türkei...bei ALDI (und als Contrapunkt LIDL) gibt es seit einigen Jahren ebenfalls entsprechende Überlegungen und auch bei DM gibt es gewisse Tendenzen.
...und wieviele (gerade deutsche!) Touris könnten sich ihren Türkei-Urlaub ohne einen McDoof gar nicht mehr vorstellen? -
Wirtschaftlich gesehen, lieber Mehmet,
wird langfristig vermutlich jeder jeden zum Überleben brauchen.
Nationalstaaten, die relativ autark für sich wirtschaften, haben keine Zukunft.
Ob uns das nun gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.
Wir können davon ausgehen, dass es in 10+x Jahren nur noch drei große Wirtschaftsräume geben wird.
Asien, unter Führung von China, Indien und Japan, weiter das viel und häufig zu Unrecht gescholtene Amerika, hier jetzt die USA, und eben die EU bzw. Europa.
Russland und Südamerika sehe ich als Wackelkandidaten und die Verlierer stehen mit Afrika und Arabien/Iran auch schon fest – leider.Hier kommt jetzt die Türkei ins Spiel.
Sie verhält sich momentan, durchaus charmant, wie eine umworbene Schöne.
Amerika ist nicht ihr Traummann, Asien schenkt sie ein Lächeln, Russland ein Küsschen und Europa darf dann schon mal etwas tiefer ins Dekolleté schauen.
Irgendwann wird sie sich entscheiden müssen.
Das muss aber nicht übers Knie gebrochen werden, da bin ich vollkommen bei Dir, und jetzt ist vorerst die eigene Familie an der Reihe.„Die Türkei (ver)einen“ ist akute Aufgabe der AKP/der Türkei, will man nicht den Osten des Landes als Mezzogiorno bzw. fast noch im Mittelalter belassen.
Ist das geschafft, klappt’s auch mit dem Bräutigam, den ihr dann selbst auswählt.
Ich denke, wünsche und hoffe es wird Europa sein – in 10-20 Jahren, wie bereits geschrieben!LG Bert