• emdebo
    Dabei seit: 1093392000000
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    geschrieben 1162318586000

    "Ein 14-Jähriger soll durch einen Stromschlag auf einem Urlaubssschiff bei Bali ums Leben gekommen sein. Die Klage der Eltern gegen den Reiseveranstalter wurde vom Düsseldorfer Landgericht abgewiesen.

    Die Eltern des tödlich Verunglückten kündigten Revision

    beim Oberlandesgericht an."

    Details hier:

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,445674,00.html

    Im Juli 2006 hatte der Bundesgerichtshof in einem anderen Fall einen Reiseveranstalter nach dem Tod eines Kindes in die Haftung genommen und die Rechte von Urlaubern gestärkt.

    Hierbei war das Kind in das ungesicherte Ansaugrohr eines Swimmingpools geraten und ertrunken.

  • Ludwig
    Dabei seit: 1083456000000
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    geschrieben 1162319486000

    Das habe ich vorhin im Fernsehen auch gesehen .

    So tragisch die ganze Sache ist, es stellt sich die Frage , ob Meiers

    WR Veranstalter der Bootstour mit z.B. Rundreise usw. oder nur Vermittler in Form eines Tagesausfluges war.

  • Hope46
    Dabei seit: 1142208000000
    Beiträge: 252
    geschrieben 1162330679000

    :disappointed:Ja hab das auch alles verfolgt....

    habe schon solche Schicksalsschläge hinter mir :sad:

    Ja unsere Zeit ist leider begrenzt.

    Wer ist schuld..... ich - weil ich gebucht habe - Reisebüro -

    ja weil sie Buchung angenommen haben -

    nein - keiner - wenn unsere Zeit aus ist - ja dann ist sie aus !!

    Leider - dafür können wir keinen verantwortlich machen -

    so schmerzhaft es ist !

    LEIDER .... wir suchen immer einen Schuldigen ...gibt ihn nicht immer !!!! :shock1: :shock: :shock:

  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1162330881000

    Die Familie hat den Segeltörn über Meyers WR gebucht. Ein Mitarbeiter von Meyers hat das Boot noch kurze Zeit vorher inspiziert und keine Mängel festgestellt, wobei er aber aussagte, sich nicht um die elektrische Anlage gekümmert zu haben.

    Genauer nachlesen kann man unter

    http://www.philippstraeume.de

    dort Bastian klicken.

    Für mich steht dieses Urteil im krassen Gegensatz zum Urteil des BGH in dem Fall, den emdebo oben angeführt hat (da ging es um Philipp).

  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1162369826000

    @hope46

    dass irgendwann mal jedermanns zeit um ist, mag wohl wahr sein. aber in diesem fall finde ich es schon krass.

    habe vor längerer zeit schon mal eine reportage darüber im fernsehen gesehen. die eltern hatten die mängel per kamera fest gehalten.da hingen wirklich starkstromkabel in der gegend herum.

    passiert das in einem hotel, dass dort kabe aus der wand hängen, kannst du immer wieder deine kinder warnen und sagen, die sollen dort nicht anfassen. aber auf einem segelboot, wenn eine windböe kommt und du dich aus refles irgendwo festhalten mußt finde ich das schon grob fahrlässig.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1162408577000

    Glücklicherweise wurde hier nicht anders entschieden...

    ..und es konnte auch gar nicht anders entschieden werden!

    Im Konsumentensinne kann hier nur positiv entschieden werden, wenn weltweit(!) einheitliche(!!!) Sicherheitsstandards und -bestimmungen vorliegen und existieren - und(!) diese auch jederzeit kontrollierbar und -fähig sind.

    Die Alternative wäre ein vollständiger Verzicht aller RVs auf irgendwelche Ausflüge.

    Übrigens wurde vor kurzen auch gegen eine Urlaubergruppe entschieden, die in einem Bus (in einem nach unseren Maßstäben "abenteuerlichen" Zustand) verunglückt waren - "Motto" dieses Ausfluges war übrigens "Abenteuer(!) Land und Leute".

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1162466821000

    @holginho

    ich glaub, du hast da was falsch verstanden. das war kein ausfug, den die familie mit dem verunglückten sohn gemacht haben.

    das war ein 2 wöchiger segeltörn.

    die haben auf dem schiff zwei wochen verbracht, wie andere urlauber auf dem hotelzimmer.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
    Beiträge: 16122
    geschrieben 1162476483000

    Lexi, glaube mir, ich bin mit dem Fall besser vertraut als Du ahnst ;)

    Ein (-es von unzähligen) grundlegendes Problem besteht doch aber schon darin, das ein deutscher RV in einem ausländischen Hotel (wahlweise auch Boots-/Bus-/"Irgendwas"-Unternehmen) auftaucht und Sicherheitsstandards fordert (und durchsetzen will!), die nun mal überhaupt nicht den Landesnormen und -vorschriften entsprechen. Ganz "witzig" wird es übrigens, wenn das Unternehmen zu einer Kette aus einem dritten Land gehört.

    Und man mag erstaunt aufhorchen, es gibt tatsächlich (so was dreistes aber auch ;) ) Länder/Institutionen, die Deutschland, deutsches Recht und deutsche Sicherheitsbestimmungen nicht für den Nabel der Welt halten und sich einen Dreck darum scheren...manchmal nicht ganz zu unrecht übrigens!

    Die (konsequente!) Alternative wäre doch, man nimmt alles aus dem Programm, was sich nicht "deutscher Gründlichkeit" "unterwirft.

    Folge:

    Die Reisekataloge würden deutlich "übersichtlicher" ;)

    Nur mal so als Info:

    Nach deutschen Bauvorschriften müßte jedes 3. Hotel alleine in den Tourismusgebieten des Mittelmeeres geschlossen bzw. aus dem Programm genommen werden (wenn hier anders entschieden worden wäre und man das Recht konsequent durchsetzt)!

    Verbraucher-/Konsumentenrecht ist ein interessantes und wichtiges Feld - nicht wenige (v.a. selbsternannte) Verbraucherschützer schießen aber nicht selten extremst über das Ziel hinaus und wissen teils anscheinend gar nicht, welch schwachsinnige Konsequenten ihr Tun haben kann.

    Ein kleiner Bestandteil meiner beruflichen Tätigkeit in den letzten Jahren...

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • emdebo
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    geschrieben 1162477495000

    @holginho

    Alles richtig, dennoch - und da beißt die Maus keinen Faden ab -

    unterliegen die deutschen Reiseveranstalter dem deutschen

    bzw. europäischen Recht. Und das ist auch gut so.

    Nur das ist bindend, unabhängig davon, wie das Gericht in diesem Einzelfall geurteilt hat - oder in der Revision noch urteilen wird.

  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1162478674000

    Jürgen,

    ich kann Dir versprechen, das die Richter sich mit bestimmten Urteilen sehr, sehr zurückhalten werden - da gibt es noch eine Menge Grauzonen...und die Folgen wären unabsehbar.

    Sollte es in diesen Richtungen zu weiteren Urteilen oder Urteilsbestätigungen kommen, hätte das Folgen, die die wenigsten erahnen oder gar überschauen können...und auch gar nicht haben wollen.

    Tourismus im Ausland wird dann für Deutsche nur noch stark eingeschränkt machbar sein bzw. werden alternativ bestimmte Versicherungen erhoben, die kein Touri bezahlen kann oder will.

    Eine Konsequenz wäre z.B., das sämtliche ausländischen (Non-EU) Hotelketten aus dem Programm verschwinden müßten - ebenso wie sämtliche Ausflüge - letztere wären dann nur noch auf eigene Faust und ohne jeden Versicherungsschutz und Rechtsanspruch möglich.

    O.g. Hotels wären ebenso nur noch individuell buchbar - mit den gleichen vorgenannten "Begleiterscheinungen".

    Selbst Transferfahrten z.B. vom Airport zu den Hotels sind dann nicht mehr durchführbar.

    So verweigern z.B. Spanien, Italien, Griechenland, die Türkei, Tunesien, Ägypten jeden Einfluß deutscher Sicherheitsstandards und -bestimmungen. Spanien und Italien verweisen zurecht auf (erfülltes) EU-Recht - nur ist dieses bei weitem nicht so "streng" wie deutsches Recht. Ein Veranstalter müßte also von vorneherein auf solche Dienste verzichten, da zuerst nach deutschem Recht entschieden wird.

    Wenn nicht einmal die EU deutsches Recht übernimmt, als wie realistisch erachtest Du dann, das es teils 3.Weltländer tun - die teilweise nicht einmal die finanziellen Mittel haben, dies durchzusetzen, geschweige denn durchzuführen.

    Kleine Studie:

    Würde man alle (nur diese!) 5***** Landeskategorie Hotels in der Türkei mit rutschhemmenden Böden ausstatten, würden die Reisepreise in dieses Land um ca. 4% steigen...bezieht man dann auch noch die übrigen Hotelkategorien ein, ist man bei ca. 11%!

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