• herward1
    Dabei seit: 1268524800000
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    geschrieben 1292921843000

    Folgende Situation: ich erscheine sehr rechtzeitig am Flughafen, checke frühzeitig ein. Dann kommt die Sicherheitskontrolle, wo sich etwa 20 Minuten nichts bewegt; danach nur sehr schleppend. Nachdem das etwa 40- 45 Minuten dauert, hat sich die Schlange zur Passkontrolle verschoben; hier werden zeitweilig ganze Reihen "dichtgemacht". Das gleiche Spiel !Mittlerweile ist mein Flug bereits zweimal aufgerufen; der entsprechende Hinweis darauf interessiert den Mann von Flughafen , der die Reihen "ordnet" , überhaupt nicht.

    Ich habe meinen Flug bekommen- um haaresbreite; was wäre, wenn ich wegen der beschriebenen Abläufe den Flug verpasst hätte? Wohlgemerkt: ich war nicht zur Meldeschlusszeit da, sondern frühzeitig !

  • Modiho
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    Beiträge: 510
    geschrieben 1292925740000

    :shock1:  Wenn ich das richtig rechne warst Du ca 1 Stunde vor Abflug am Schalter ? Das erscheint mir recht kurz. Ansich sollte man schon ca 3 Stunden vorher am Flughafen sein.

    Ich denke da hätte es im deinem Falle nichts gegeben :shock:

     

    Grüße Horst

    It´s nice to be a Preiss, but it´s higher to be a Bayer and the highest of all rank is to be an mittelfrank
  • mosaik
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    geschrieben 1292928284000

    Zur Frage - was wäre, wenn der Flug versäumt worden wäre? Man wäre selbst daran "Schuld" gewesen und hätte keinen Anspruch auf Ersatz.

    Das eine ist der "Meldeschluss" beim Check-In-Schalter, den die Fluglinie vorschreibt, damit sie den Flug logistisch zeitgerecht abfertigen kann (Load-Sheet, Gepäcktransport, Catering usw.).

    Das andere ist das zeitgerechte Erscheinen am Einstieg, für das jeder Reisende selbst verantwortlich ist.

    Meines Erachtens ist es mittlerweile allgemein bekannt, dass es auf internationalen Flughäfen aufgrund der vorgeschriebenen Sicherheitsabfertigungen zu Staus kommen kann und man "rechtzeitig" durch diese Kontrolle sollte.

    Nun gebe ich natürlich schon zu, dass es schwierig ist, zu erahnen, ob und wie lange man wann wo stehen wird. Ich persönlich halte es immer so, dass ich mindestens 90 Minuten vor Abflug am Check-In bin. Und gehe dann auf jeden Fall gleich zur Sicherheitskontrolle - im Zweifelsfall auch gleich durch. Muss zwar auch keine Garantie für das rechtige Erscheinen am Abflugssteig sein, aber ich meine, es ist zumindest so ausreichend, dass ich im Extremfall die Flughafenbetreibergesellschaft zur Verantwortung zöge. Schließlich darf es auch nicht sein, dass z. B. von 10 Sicherheitstoren in München nur dann nur eines offen wäre und das zur Stoßzeit!

    Grundsätzlich denke ich, dass es immer wieder auf eins hinausgeht: Zeit, Zeit, die niemand mehr "vergeuden" will mit Warten. Dabei sehe ich gerade in solchen "Wartezeiten" eine Art der Entspannung von der Alltagshektik. Ich habe keinen Laptop, ich habe kein Internet auf meinem Mobiltelefon. Ich habe meist meinen Notizblock dabei, beobachte die Menschen, mache mir davon Notizen und schreibe später "Flughafengeschichten" ;)

  • Sunshine997
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    geschrieben 1292930333000

    @ Mosaik

     

    Klasse Antwort!

    Der letzte Abschnitt gefällt mir besonders gut! So mache ich das auch immer! Und es ist wunderbar entspannend, anderen zuzusehen, wie sie völlig genervt sind durch meist selbst verursachten Stress. Fast jeder erwartet ja heute immer, dass alles sofort und auf der Stelle klappt.

     

    P.S. Natürlich kann im Extremfall auch einmal die Flughafenbetreibergesellschaft schuld sein. Hier wäre interessant zu wissen, ob es Richtlinien gibt, wieviel Zeit man "normalerweise" für Sicherheitskontrollen einplanen sollte und wann man  (natürlich nur bei verpasstem Flug) Ansprüche hätte.

    "Recht haben" bedeutet nicht unbedingt "Recht bekommen", jeder Fall ist anders und selbst gleiche Sachverhalte führen nicht unbedingt zu identischen Urteilen
  • herward1
    Dabei seit: 1268524800000
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    geschrieben 1292934551000

    Um es klar zu machen: auch ich bin der vorsichtige Reisende, der lieber früher als zu spät kommt. NEIN, ich war nicht eine Stunde vor Abflug am airport und fliege auch recht häufig, sondern hatte online eingecheckt und war etwa zwei Stunden vor Abflug da. Auch habe ich dann nicht an irgendeiner Bar rumgesessen. Bei den Sicherheitskontrollen wurden einige Stücke total zerpflückt und der Inhalt lange, lange angesehen. Es ging zeitweise nichts, auch wenn nicht erkennbar war, warum.Wirkte auf mich, wie "Dienst nach Vorschrift".

    Die Frage ist die: wenn einfach zugemacht wird und es einfach nicht weitergeht, wo soll man dann noch Vorgaben erfüllen und wie ?

  • chriwi
    Dabei seit: 1125446400000
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    geschrieben 1292937484000

    Mal abgesehen von der rechtlichen Situation, die Mosaik bereits erläutert hat:

     

    Normaler Weise hat das Personal bei der Sicherheitskontrolle ein offenes Ohr für Leute, deren Abflug bereits aufgerufen wurde. Man wird dann in der Schlange vorgereiht. Wenn man bestimmt genug auftritt, dann muss man sicher nicht in die Schlange zurück.

    The adventures of an ordinary man at war with the everyday world.
  • georg.steiner155
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    Beiträge: 2
    geschrieben 1292939860000

    Ich finde es ja schon richtig beängstigend, wie viel Verständnis hier der kontrollierten Entrechtung zahlender Reisender entgegengebracht wird.

    Gegen eine ordentliche Sicherheitskontrolle hat ja niemand etwas einzuwenden, da es ja der eigenen Sicherheit zugute kommt.

    Aber das was derzeit an unseren Flughäfen abgeht ist geradezu paranoid.

     

    Als Endverbraucher ist es mir egal, wer für was zuständig ist, ich erwarte mir, dass die einzelnen Teile des Einsteigevorgangs aufeinander abgestimmt sind.

     

    Im speziellen ist es dann ganz toll, wenn man 90 Minuten vorher am Gate ist, 45 Minuten durch die Kontrolle braucht und dann am Gate erfährt, dass das Gate kurzfristig geändert wurde und es dann dem Personal an der erneuten Sicherheitskontrolle völlig egal ist, wann der Flug geht.

     

    Auch wenn der Zubringerflug Verspätung hat, ist es ganz toll, wenn man dann den Anschlussflug verpasst, weil man an der Sicherheitskontrolle hängt.

  • mosaik
    Dabei seit: 1082419200000
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    geschrieben 1292941448000

    @georg.steiner:

     Es geht nicht um Verständnis für, sondern um die Sache. Will heißen: Es sind drei Teile am Flughafen mit deinem Abflug beschäftigt: die Fluglinie, der Sicherheitsdienst und die Flughafenbetreibergesellschaft. Es wird hier niemand entrechtet. Aber der Sicherheitsdienst hat anderen Aufgaben als die beiden anderen genannten. Und beim Recht ist es mal so, dass nicht immer und überall für alles auch wer haftet. Verantwortlich ist schon wer, aber dieser haftet möglicherweise nicht für sein Vorgehen.

    Dass ich als Reisender erwarten darf, dass alles zusammenspielt, dem pflichte ich bei.  Wenn aber eine der beteiligten Räder sich auf sein Recht ;) (Dienst nach Vorschrift) bezieht, kann man ihm wohl keinen Strick daraus drehen.

  • mkfpa
    Dabei seit: 1228089600000
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    geschrieben 1292942395000

    Hmm, die Lufthansa hat in Frankfurt und München für die Eco Check-in Annahmeschluzeiten von 40 Minuten. Warum ich da 3 Stunden vorher dort sein soll verstehe ich nicht. :frowning:

     

    @harward1

    Falls du Gepäck aufgegeben hast kannst du bis zum Gate auch etwas länger brauchen. Bevor die deinen Koffer suchen und ausladen rufen die dich vorher lieber auch 4 mal aus. ;)

    Ich kann Chinesisch, Japanisch und Koreanisch --------> Sprechen? ------------> Nein, essen.
  • georg.steiner155
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    geschrieben 1292944632000

    @ Mosaik

     

    Ok, mein posting ist möglicherweise etwas falsch rübergekommen, sorry ;).

    Mir persönlich geht es in erster Linie weniger um die Haftung an sich.

     

    Als Konsument der (bei Flugreisen nicht wenig) für eine Dienstleistung bezahlt, erwarte ich mir, dass diese Dienstleistung zu meiner Zufriedenheit erbracht wird.

    Dass es in Ausnahmesituationen durchaus zu Verzögerungen kommen kann, ist mir klar. Generell sollte man eher danach trachten, den Gesamtaublauf zu verbessern, als im Schadensfall zu Haften.

     

    Kleiner Vergleich zu der Gesamtsituation aus meiner Branche.

    Ein Kunde kauft zu seiner Sicherheit eine Alarmanlage, die direkt mit einer Alarmzentrale verbunden ist. Bei einem Einbruch wird kein Notruf ausgelöst, da die Telefonleitung zu der Zentrale von einem Bagger abgegraben wird.

    Wen wird der Kunde zurecht verantwortlich machen???

    Aus diesem Grunde werden derartige Leitungen immer durch alternative Wege abgesichert.

     

    Beim Fliegen (sollte) es das gleiche sein. Es ist kein Geheimnis, wann eine Machine fliegt, wieviele Personen mit der Maschine fliegen und wieviele Maschinen von einem Sicherheitskontrollpunkt aus abgefertigt werden müssen. Entsprechend dieser Informationen müssen dann eben mehr Schleusen und Personal zur Verfügung stehen.

     

    Auf den meisten Boarding Karten steht die Uhrzeit, wann man am Gate sein soll. 80 Prozent aller Reisenden sind ca. 15 - 20 Minuten vor dieser Zeit am Gate.

    Warum schreibt man hier nicht die Zeit auf die Boarding Karten, zu der man an der Sicherheitskontrolle sein soll, um noch garantiert durchzukommen?

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