• Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1223336004000

    Der Kunde bucht einen ganz bestimmten Flug nach Ausschreibung des Reisebüros/Vermittlers.

    Flugdaten sind angegeben, Fluggesellschaft, voraussichtliche Flugzeiten.

    Er bucht lt. konkretem Angebot. So wird es ihm vom Vermittler bestätigt.

    Der Kunde kennt die Fluggesellschaft, er hat sie oft genug direkt gebucht und weiß, wie eine Bestätigung aussieht. Dass Flugzeiten sich ändern können, ist ihm durchaus bekannt.

    Die Bestätigung des Vermittlers wiederholt die exakten Daten des Angebotes: Fluggesellschaft, Flugnummer.

    Es folgt die Bestätigung des Veranstalters:

    "Joker"

    Reisetag hin; Reisetag zurück.

    Weitere Hinweise: Kunde soll den Flug rückbestätigen (ohne Flugnummer auf der Veranstalter-Bestätigung!); er soll sich nach Ankunft am Flughafen am Counter der Veranstalter-Gesellschaft melden; der Flug sei ohne Verpflegung.

    Ende.

    Es folgen zahllose E-Mails zwischen Vermittler und Kunde.

    Der Kunde akzeptiert den "Joker" nicht. Er hat einen Flug gebucht und kein Glücksspiel. Abgesehen davon sieht er, dass die angegebene Rückbestätigungs-teure-Service-Nummer nicht zu seiner gebuchten Fluggesellschaft gehört. Er weiß auch, dass die Verpflegung standardmäßig inkludiert ist.

    Eine E-Mail an den Veranstalter bleibt unbeantwortet; eine zweite mit Hinweis auf die erste Mail ebenfalls.

    Der Vermittler ... versteht nicht??? Er bestätigt in mehreren Mails, dass der Kunde diesen bestimmten Flug gebucht habe. Aber er ist nur Vermittler und nicht Vertragspartner.

    Der Kunde vermutet Ungutes; er tritt aufgrund des eher undurchsichtigen Punktes "Abweichende Bestätigung von der Buchung - neues Angebot des Veranstalters (an das er sich 10 Tage gebunden hält)" zurück. Die Veranstalterbedingungen machen nicht dezidiert auf das Rücktrittsrecht aufmerksam.

    Der Vermittler teilt mit, dass Storno"gebühren" anfallen; der Kunde teilt mit, dass bei einem vertrags- und bedingungsgemäßen Rücktritt keine Stornokosten anfallen und er Lastschriften zurückggehen lassen würde.

    Der Kunde schreibt erneut an den Veranstalter, der nicht reagiert.

    Der Kunde storniert die Anzahlungs-Lastschrift des Veranstalters.

    Was ist von so etwas zu halten?

    Bei Baustein-oder nur Flugbuchungen dasselbe Geschiebe wie bei Pauschalreisen? Für wie blöde hält man Reisende?

  • CaptainJarek
    Dabei seit: 1178755200000
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    geschrieben 1223374627000

    Ross und Reiter bitte!?

    Viele Grüße.

    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele; Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist´s! Reise, Reise! ( Wilhelm Busch )
  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1223381702000

    HolidayCheck und Neckermann.

    Condor-Flug angeboten, gebucht und vom HC-Reisebüro bestätigt.

    Heute erhielt der Kunde Nachricht von Neckermann.

    Es ist genau so, wie der Kunde vermutet hat. Das Reisebüro hat einen Joker-Flug gebucht, bei dem nur die Reisetage verbindlich sind.

    Die mehrfachen vom Reisebüro gemachten schriftlichen Zusicherungen, dass es sich um exakt die gebuchten Condor-Flüge handelt, waren falsch.

  • ADEgi
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    geschrieben 1223382732000

    Hallo,

    also wenn ich bein Neckermann buche, dann habe ich doch eigentlich immer nur die Reisetage bestätigt und nicht die Flugzeiten und die Fluggesellschaft.

    Das Joker bezieht sich nach meinem Wissen übrigens nicht darauf, sondern daß Neckermann einfach die Flüge als Tip oder Joker verkauft, wobei letzterer für besondere Angebote steht.

    Wenn ich einen Flug über einen Veranstalter buche, dann habe ich halt nur vorläufige Flugzeiten, die ich in aller Regel nicht vorab bestätigt bekomme.

    Sehe also irgendwie nicht das Problem. Vor allem nciht worin der Unterschied leigt, wenn ich Flugzeiten bekomme, die sich noch ändern können, oder wenn ich Flugzeiten habe, die sich noch ändern können. Beides ist doch irgendwie gleich. ;)

    Bezüglich der Mahlzeiten denke ich, daß sich hier Neckermann einfach absichert, falls ersatzweise eine Germanwings zum Einsatz kommt.

    Gruß

    Berthold

  • Erika1
    Dabei seit: 1088985600000
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    geschrieben 1223383886000

    Es war eine Nur-Flug-Buchung.

    Angebot = Condor-Flug DExxx am xxx;

    voraussichtliche Flugzeiten, klar, die sind unverbindlich.

    Das Angebot war nicht als Joker gekennzeichnet.

    Reservierungsbestätigung des Reisebüros = gleichlautend Condor-Flüge

    Ein Joker war nicht zu erkennen.

    Reservierungsbestätigung des Veranstalters = Jokerflug am xxx

    Dazu die spätere Erklärung von Neckermann:

    Jokerflüge, die bei Neckermann-Reisen buchbar sind, können nicht mit einer

    bestimmten Fluggesellschaft gebucht werden, Vertragsbestandteil ist

    lediglich Flugtag und - strecke. Auch wenn der Flug laut aktuellem Stand

    mit Condor durchgeführt werden soll, sind Änderungen jederzeit möglich.

    Daher wird auch auf einer Reisebestätigung keine Fluggesellschaft bzw.

    Flugnumer oder -zeit dokumentiert.

    und

    Ihr Reisevermittler Holiday Check hat für Sie einen Jokerflug und nicht den Flug direkt bei Condor eingebucht.

    HolidayCheck bestätigte auf Rückfragen mehrfach, dass es sich exakt und mit Sicherheit um die gebuchten Flüge handelt.

    Und das entspricht nicht den Tatsachen.

  • CaptainJarek
    Dabei seit: 1178755200000
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    geschrieben 1223384617000

    Ich bin ja bekannt dafür ein großer "Freund" von Neckermann zu sein. ( Meine persönliche Abneigung wird ja leider Gottes regelmäßig hier im Forum durch die Erfahrungsberichte vieler User gestärkt )

    Aber vielleicht solltest Du Dir hier primär das Ganze doch mal von den Jungs und Mädels bei Holidaycheck ( bzw. in Holidaycheck Reisebüro ) erklären lassen, was da unter Umständen schiefgelaufen sein könnte.

    Viele Grüße.

    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele; Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist´s! Reise, Reise! ( Wilhelm Busch )
  • hema2812
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    geschrieben 1223393920000

    Wenn obiger Fall gängige Praxis wird, dann vergeht einem ja jegliche Lust , mit einem Reiseveranstalter zu verreisen.

    Früher holte sich Familie Reiselustig rechtzeitig die Reisekataloge und wählte aufgrund von verschiedenen Informationen ihr Hotel.

    Dieses Hotel konnten sie dann im RB zum angegebenen Preis, zu den genannten Flugzeiten, mit dem genannten Reiseveranstalter und der genannten Fluggesellschaft buchen.

    Heute nun kommt Familie Reiselustig zum RB und muss feststellen, dass der Preis aus dem Katalog nicht mehr stimmt. Der Tagespreis zählt halt und ist durch irgendwelche Dinge natürlich höher.

    Da Urlaub sein muss, unterschreibt die Familie dann doch , leicht genervt und verärgert , den Vertrag , ohne sich die Fallstricke genauer anzuschauen.

    Und die Kontendaten müssen dann auch her, am besten Kreditkarte mit zusätzlicher Gebühr, sonst wird ja der Vertrag nicht fällig.

    Dann bekommt Familie Reiselustig die Reiseunterlagen. Außer Hotel - das kann ja noch vor Ort kommen- und Flugtag ist auf einmal nichts mehr verbindlich.

    Das findet die Familie aber gar nicht mehr lustig und ruft wütend beim RB an. "Kein Anspruch" wird ihr dort beschieden. "Das steht doch im Vertrag. Und außerdem ist man nicht Vertragspartner".

    Mit Hinweis auf die hohen Stornogebühren tritt Familie R. dann doch die Reise an , fliegt dann vielleicht zu einer Zeit, die überhaupt nicht passt, mit einer Fluggesellschaft, mit der man nicht fliegen wollte, und landet dann mit Pech zur frühen Morgenstunde zwar auf dem richtigen Flughafen, aber in einem anderen Hotel.

    Kein Anspruch!? Einige Leute vom Fach finden das alles okay, ich nicht.

    Wenn dies so weiter geht, ich überzeichne ein wenig, dann hat der Reisende laut Vertragsbedingungen vielleicht nur noch Anspruch auf Beförderung innerhalb einer Zeitspanne von 48 oder 72 Stunden, mit einem Flugzeug No Name, und einem Hotel der Region.

    Und dafür soll man teuer bezahlen.?

    Die Reisebranche soll sich nicht so sicher sein, dass alle Reisenden auf Dauer dies mitmacht.

    Ich buche , wenn überhaupt, nur noch ganz kurzfristig Pauschalreisen.

    Die kann auch ein kreativer Veranstalter nicht so völlig anders gestalten und wenn doch, dann trete ich von der Reise zurück.

    Flexibel sein wird ja überall vom Kunden verlangt.

    Sicher kann man frühere Zeiten nicht mehr zurückholen, aber Sicherheit, Verlässlichkeit und Vertrauen.

    Dann käme Familie Reiselustig auch viel früher ins Reisebüro, um ihr Traumhotel zu buchen. Jetzt ist sie als Frühbucher gänzlich der Willkür der Veranstalter ausgeliefert.

  • ADEgi
    Dabei seit: 1180828800000
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    geschrieben 1223395392000

    Hallo hema,

    leider hast Du bei Deinem Posting den eigentlichen Schuldigen vergessen. Den Kunden!

    Denn sicher waren die Flugzeiten vor 15 Jahren genau so unverbindlich, wie sie es heute immer noch so sind und wirklich viel hat sich am Reiserecht auch nicht geändert. Geändert haben sich sicher einige Dinge bei der Verlässlichkeit.

    Doch betrachte es einmal so. Derzeit sind schon Angebote für Oktober 2009 buchbar. Damals undenkbar! Logischerweise können auch noch gar keine wirklich verlässlichen Flugzeiten vorliegen, da diese erst noch von den verschiedensten Stellen genehmigt werden müssen. Der Kunde will aber Flugzeiten haben, also bekommt er auch welche.

    Die Preise haben sich im genannten Zeitraum nicht, oder nur unwesentlich erhöht. Woran soll also gespart werden. Am Transport und der Auslastung bzw. dem Einsatz der Flugzeuge. Hättest Du einmal vor dem Boom deer Low-Coster ernsthaft versucht einen Mallorca Flug für unter 100,- DM zu bekommen, dann wüsstest Du, warum sich vieles verändert hat.

    Oder buchst Du Reisen teurer, weil Du die Flugzeiten garantiert bekommst. Sicher nicht, denn ansonsten wärst Du ja immer mit Linienfliegern unterwegs.

    Es geht einfach nicht, daß alle immer den billigsten Preis mit dem besten Service haben wollen. Das wird fast nie klappen. Nicht die Veranstalter sind die Bösen, sondern die Kunden, denn diese fordern im Wettbewerb immer eine möglichst preiswerte Leistung, ohne daß sie bereit sind an anderer Stelle Zugeständnisse zu machen.

    Hatte ein Flugzeug früher 4 Flüge am Tag, so sind es heute 6 bis 8 bei den gleichen Zielen. Da gibt es halt nicht immer die schönen Flugzeiten, sondern halt auch die schlechten. Schuld sind aber immer die Anderen. Denn auch ich garantiere Dir aus meiner Praxis, daß bisher noch jeder der sich über die möglichen, oder zu früheren Zeiten auch tatsächlich erfolgten Flugzeitenänderungen beklagt hat, immer noch Pauschal bucht, weil ihm die Alternative zu teuer ist.

    Diese wird nur dann vielleicht genommen, wenn die dann tatsächlich einmal preiswerter sein sollte. Die Regel ist aber anders.

    Gruß

    Berthold

  • privacy
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    Beiträge: 2837
    geschrieben 1223396386000

    Immer wieder bemängeln Urlauber die im Regelfall fehlende

    Verbindlichkeit hinsichtlich Fluggesellschaft und der Flugzeiten

    am An- und Abreisetag. Nur, weil dies seit einem halben Jahr-

    hundert so ist, muß das ja nicht für die Ewigkeit festgeschrieben

    werden.

    Es gibt noch viel zu tun, um die Pauschalreise dauerhaft konkurrenzfähig zu machen. Da Stillstand bekanntlich Rückschritt bedeutet, kann nur neuer Schwung, das Abschneiden alter Zöpfe und vor allem die Serviceausrichtung auf den Reisegast und Kunden das Gebot der Stunde sein. Das wird letztlich dazu beitragen, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen die Zukunft der Pauschalreise durch innovative Schritte zu sichern und sie weiterhin zu einer echten Alternative am Markt zu machen.

    Bis dahin ist die einzige Lösung gegen dieses Chaos:

    Dann buche ich eben meinen Linienflug mit airberlin, Condor, TUIFly - aber eben direkt bei der Airline. Alles andere ist nicht zuverlässig - und auf diese Weise bekommt man so gut wie verlässlich die gewünschten Flugzeiten.

    Bei Änderungen gibt es einen dann passenden Alternativflug - zu den

    mir genehmen Zeiten und nach meiner endgültigen Zustimmung.

    Alles - bloß nicht unverbindlich. Geht doch. Zumindest bei gängigen

    Zielen, die häufig angeflogen werden.

    Gruß privacy

    Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten. Bertrand Russell (1872-1970)
  • ADEgi
    Dabei seit: 1180828800000
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    geschrieben 1223396821000

    Hallo,

    klar geht das privacy. Nur im Moment kannst Du halt keinen Linienflug mit der Air Berlin nach Mallorca für den Oktober 2009 buchen. Bei einer Pauschalreise geht das halt. Und hier ist der Knackpunkt.

    Würde das jetzt keiner buchen, und die Veranstalter erfüllen hier sicher vor allem die Wünsche der Kunden, wäre das sicher realisierbar. So lange es aber halt Leute gibt die eine andere Version bevorzugen wird das halt so bleiben.

    Nur gesetzlich regeln muß man das nciht, denn die Alternative gibt es ja. Fragt sich aber, warum diese dann nicht ausschließlich gebucht wird, wenn es allen so wichtig ist?

    Gruß

    Berthold

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