• Bernat
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1432199361000

    “Verzehren Sie keinen Alkohol in der Öffentlichkeit”, “Begünstigen Sie oder fördern Sie die Prostitution nicht”, “Ziehen Sie sich in der Öffentlichkeit nicht nackt aus”, “Haben Sie keinen Geschlechtsverkehr in der Öffentlichkeit”, “Missbrauchen Sie nicht die Nutzung der Balkone”, usw., usw. sind nur einige der Empfehlungen die in einer gerade von der Guardia Civil (spanische Polizeieinheit) veröffentlichten Broschüre zu lesen sind.

    Der Oberst der Guardia Civil der Balearen (Jaume Barceló ) und die Vertreterin der spanischen Zentralregierung auf den Balearen (Teresa Palmer) haben diese Tage das “Handbuch des guten Touristen” vorgestellt. Diese Broschüre soll unter den Touristen verteilt werden und sie darauf hinweisen dass die Tatsache sich im Urlaub zu befinden rechtswidriges, antisoziales und obszönes Verhalten nicht rechtfertigt. “Wenn Sie Besucher unserer Inseln sind tun Sie bitte Ihr Bestes um die Tatsache einer guten Sicherheit in Ihrem Urlaubzielgebiet nicht zu wiederlegen”, kann man weiterhin lesen. Jaume Barceló und Teresa Palmer betonen, dass man beabsichtigt nicht nur den Touristen einen guten und erholsamen Urlaub und ein gutes Zusammenleben mit den Einheimischen zu gewährleisten, sondern auch ein gutes Image der Balearen als touristisches Zielgebiet.

    In “10 goldenen Regeln”, einem Dekalog, weist man ausserdem auf verschiedene, rechtliche Situationen hin, wie zum Beispiel auf Betrug bei vermieten von Unterkünften, auf verkehrwidriges Verhalten, auf Sicherheitsmassnahmen bei Bergwanderungen oder auf Umweltschutzbestimmungen. “Wir wollen zu einem sicheren und qualitätsgerechten Tourismus beitragen”, ist zu hören. “Seien Sie trotz der Sicherheit vorsichtig um Kleindiebstähle zu vermeiden”. “Nehmen Sie keine Wertsachen mit und tragen Sie keinen Schmuck am Strand” sind weitere Empfehlungen.

    Ein anderes Kapitel ist dem Alkoholgenuss und dessen Gefahren gewidmet. Man weist darauf hin dass Angebote von Billigalkohol, “Happy Hours” und “kostenlose Getränke” oftmals ein Zeichen von illegalem Alkoholverkauf sind. Man warnt vor dem sogenannten “Balkoning” (die ‘Sportart’ wie manche von einem Balkon zum anderen bzw. vom Balkon ins Swimmingpool springen, bei der jährlich einige Touristen ums Leben kommen). Man erinnert daran dass die Forderung oder Annahme sexueller Dienstleistungen in öffentlichen Zonen in denen Minderjährige verkehren können ein Verstoss sein kann.

    Auf den ersten Blick scheint diese Innitiative ein possitiver Schritt zu sein. Was nur die Zukunft zeigen wird ist, ob man damit etwas erreicht. Ich persönlich habe da meine Zweifel. Wer verreist um am Ballermann (oder in Magaluf) “die Sau aus dem Sack zu lassen” wird sich wohl schwerlich durch diese Broschüre davon abhalten lassen. Und, “last but not least”, es sollen 2000 (ja, ZWEITAUSEND) dieser Broschüren verteilt werden!! Bei Ankünften – in der Hochsaison – von bis zu 150.000 Passagieren an einem einzigen Tag, sind 2000 Exemplare nicht einmal der bekannte Tropfen auf einem heissen Stein.

    Es ist besser zu schweigen und als Idiot verdächtigt zu werden, als zu reden und dadurch alle Zweifel zu beseitigen (Abraham Lincoln)
  • chona
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    geschrieben 1432201568000

    Eine Publicity für den Wahlkampf?

  • Waldschrat
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    geschrieben 1432212421000

    Wie viele Hotels gibt es eigentlich insgesamt auf der Insel? Würden da die geplanten 2000 Exemplare überhaupt ausreichen,um wenigstens an jedes Hotel eine (!) Ausgabe zu verteilen , die dann zum Lesen an der Rezeption liegen könnte ? Aber selbst 1 Exemplar pro Hotel wäre ein Witz.

    Und,gibt es die dann mehrsprachig,oder nur in spanisch?

    Seit dem ich die Menschen kenne,liebe ich die Tiere
  • Günter/HolidayCheck
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    Administrator Zielexperte/in für: Fuerteventura
    geschrieben 1432216423000

    Es reicht doch die Urlauberzahl aus Deutschland:

    2014 waren es 3,7 Mio --nur Quellmarkt Deutschland ;)

    (Die anderen über 6 Mio Urlauber aus anderen Ländern lassen wir mal unbeachtet.)

    2015 werden es, wenn es so weitergeht vielleicht 3,9 Mio aus D  sein..

    Und dann die gigantische Auflage der Broschüre...naja-- man kann ja nachdrucken ;)

    Ich finde auch diese kleinen "Inside Geschichten" von unserem Bernat einfach schön!

  • Bernat
    Dabei seit: 1214956800000
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1432240868000

    Ich glaube nicht dass das etwas mit dem Wahlkampf zu tun hat, denn 99% der Einheimischen haben andere, für sie realistischere Probleme (Arbeitslosigeit, finanzielle Lage des Landes, Gesundheitswesen, Erziehung, etc., etc.).

    Ich glaube dass diese Broschüren in mehrerren Sprachen verfasst sind (werde versuchen eine in die Hand zu bekommen). Auch eine Broschüre pro Hotel/Apartmentanlage wäre schlichthin ein "Witz". Um echte Wirkung zu erziehlen müsste jedem ankommenden Gast ein Exemplar in die Hand gedrückt werden, die Reiseleiter im Bus müssten dann auf dem  Transfer ins Hotel, oder im Hotel selbst noch einmal auf den Inhalt und dessen Sinn/Bedeutung hinweisen. 

    Die Behörden haben zwar (im Verhältnis zur Bedeutung des Tourismus für die Insel) ein viel zu kleines Budget für Verkaufsförderung, aber einen Bruchteil davon könnte/sollte man schon in eine Kampagne wie die dieser Broschüre investieren um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

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  • chona
    Dabei seit: 1429833600000
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    geschrieben 1432243958000

    Es heisst eigentlich wörtlich übersetzt : Dekalog von Empfehlungen für eine sichere Umgebung

     ultimahora.es/sucesos/ultimas/2015/05/11/151614/editada-guia-consejos-seguridad-para-turistas.html

    und sieht eigentlich mehr danach aus, als würde man den Touristen darauf hinweisen wollen, dass er darauch achtet sich nicht in Gefahr zu begeben.

    Die 2.000 Exemplare sollen an wichtigen Standorten verteilt werden und werden ausserdem in der Webseite der  Regierung in verschiedenen Sprachen im intelligenten Tourist Projekt-Showcase verfügbar sein.

  • Bernat
    Dabei seit: 1214956800000
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    Zielexperte/in für: Mallorca
    geschrieben 1432248446000

    ULTIMA HORA (die meistgelesene, mallorquinische Tageszeitung), hat eine gedruckte Ausgabe und eine digitale (online) Ausgabe. Jede Ausgabe nutzt ihr eigenes Redaktionsteam (die digitale Ausgabe wird also von der gedruckten Ausgabe nicht übernommen, und umgekehrt auch nicht).

    Die digitale Ausgabe nennt die angesprochene Broschüre "guía con consejos de seguridad para los turistas" ("Sicherheitsleitfaden mit Tipps für Touristen" ) bzw. "Decálogo de recomendaciones para un entorno seguro" ("Dekalog von Empfehlungen für eine sichere Umgebung", von GOOGLE etwas schlecht übersetzt), während die gedruckte Ausgabe die selbe Broschüre "Manual del buen turista" ("Handbuch des guten Touristen" ) nennt. Die Bezeichnung bzw. der Titel der angesprochen Broschüre stammt also von ULTIMA HORA (deshalb in Anführungszeichen im Titel meines Beitrags).

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  • chona
    Dabei seit: 1429833600000
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    geschrieben 1439307597000

    Keine Ahnung wo ich das sonst schreiben kann, habe gerade in den Nachrichten die Bobbys in Magaluf gesehen

  • Aib32w
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    geschrieben 1440003827000

    Ich kapier nicht warum man ein Handbuch für Manieren braucht!!!

    Sollte jeder von Haus aus schon von den Eltern und der Erziehung mitbekommen haben und ich verhalte mich zuhause doch auch nicht so.....

    Ich finde es beschämend, dass wir ein Handbuch brauchen wie man sich im Gastland zu verhalten hat.....

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