Ostseeresort Olpenitz
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Ich kenne und liebe die Schlei seit Jahrzehnten. Orte wie Kappeln, Arnis, Sieseby, Maasholm, Missunde und Lindaunis geben mir gleich das Gefühl von Freiheit aber auch Beschaulichkeit wie ich es mir kaum schöner vorstellen kann. Mindestens einmal jährlich sind wir dort und genießen die Natur.
Jetzt waren wir erstmalig, aufgrund verschiedener Widrigkeiten, im Ostseeresort Olpenitz und selbst eine Woche nach unserer Rückkehr bin ich schockiert darüber was Investment und Bauwut in einer so wundervollen Region wie der Schlei anrichten kann.
Und ich frage mich, wie es so viele Touristen in einen für uns so komplett charmebefreiten Ort zieht? Bei den Häusern reiht sich Bausünde an Bausünde, die meisten Grundstücke sind mit Drahtzäunen abgeriegelt. Die ersten Häuser schon nach wenigen Jahren offensichtlich baufällig, der Bauträger hat schon sein erstes Insolvenzverfahren hinter sich gebracht.
Es gibt zwischen den Gebäuden keinerlei Bepflanzung, nur einen zentralen Bereich im Einfahrtbereich mit Gastronomie und Supermarkt. Der, je nach Lage des Ferienhauses, auch schnell mal über 1 Kilometer entfernt sein kann.
Das die in 2022 noch boomenden Touristenzahlen an der Schlei inzwischen rückläufig sind, kann, zumindest bezogen auf das schlecht gemachte Retortendorf, das dann die benachbarten Orte auch noch flutet, kaum verwundern. Wer beschauliche Wohlfühltage in der Schleiregion verbringen möchte, sollte nach unserem Empfinden einen großen Bogen um den ehemaligen Marinestützpunkt Olpenitz machen. In den anderen Orten gibt es ganz bezaubernde Wohlfühloasen in tollen Hotels und Ferienhäusern, echtem Ostseecharme, guter bis sehr guter Gastronomie und manchmal durchaus etwas spröden aber sehr liebenswerten Menschen.