• Kowo
    Dabei seit: 1168992000000
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    geschrieben 1200495035000

    Hallo,

    hatten 2 Wochen Mallorca bei Neckermann bis 05.01.08 gebucht.

    Am Abend des 02.01.08 bin ich vor dem Hotel ausgerutscht, habe

    mir den Fuss verdreht, dabei eine offene Beinfraktur erlitten.

    Am 03.01.08 wurde ich in Manacor operiert.

    Mein Mann setzte sich noch in der Nacht mit dem ADAC in Ver-

    bindung, wo wir eine Auslandskrankenversicherung haben. Es

    wurde schnell alles geregelt.

    In der Zwischenzeit hatte das Hotel sich mit der Reiseleitung von

    Neckermann in Verbindung gesetzt. Darauf hin erhielten wir am

    Nachmittag im Krankenhaus einen Anruf von Thomas Cook aus

    Barcelona. Wir bräuchten uns um nichts zu kümmern, TC würde alles

    in die Wege leiten, damit ich am 05.01.08 regulär nach Hause fliegen

    könnte. Wir erklärten der Dame am Telefon, dass wir schon mit

    dem ADAC telefoniert hätten und die uns ausfliegen würden.

    Sie sagte uns dann, dass man beim ADAC 2- 3 Tage länger auf

    den Flug warten müsste.

    Nun gut, ich wollte so schnell wie möglich heim. Sie versprach uns am

    Flughafen einen Rollstuhl, im Flieger einen Rollstuhlplatz und in

    Stuttgart wieder einen Rollstuhl. Wir bräuchten uns nur am Serviceschalter

    von Neckermann melden, die wüssten dann Bescheid.

    Denkste.

    Keiner wusste Bescheid. Mein Mann musste sich um einen Rollstuhl

    kümmern. Dann der Hammer, wir bekamen die Bordkarten. Ich

    dachte, ich sehe nicht richtig, Reihe 16. Das durfte ja wohl nicht wahr

    sein. Ich, so leidlich an Krücken gehend, musste mich durch den halben

    Flieger zum Platz hangeln. Wie sollte ich sitzen, musste mein Bein hoch lagern. Hab dann Verrenkungen gemacht und mein Bein auf den Ober-

    schenkeln meines Mannes gelegt. Die sind ihm fast abgestorben. Und ich

    hatte tierische Schmerzen.

    Wir erfuhren dann, dass Air Berlin für den Flug keinen Rollstuhlplatz

    hat. Ich hätte die Dame aus Barcelona erwürgen können.

    Kurz vor der Landung fragten wir die Flugbegleiterin, ob denn

    wenigstens in Stuttgart ein Rollstuhl für mich bereit stehen würde.

    Sie sagte uns dann, das hätten wir eine 3/4 Stunde vorher fragen sollen,

    dann hätten sie in Stuttgart nachfragen können.

    Aber o Wunder, nach der Landung stand am Flieger ein Rollstuhl. Ob

    der nun vom Cockpit aus oder doch von TC geordert wurde kann ich

    nicht sagen.

    Fazit: falls euch so etwas mal passieren sollte, bleibt lieber länger und

    wartet auf den ADAC oder sonstigen KV, spart euch viele Nerven und

    schmerzen.

    So, das musste mal raus.

    Grüssle Konni

    Der beste Sinn für Humor ist der, der einem rechtzeitig sagt, worüber man besser nicht lachen sollte
  • holzwurm
    Dabei seit: 1087084800000
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    geschrieben 1200496485000

    Beim ADAC hätte das ausfliegen auch nicht länger gedauert. Jedoch wäre es professioneller abgewickelt worden.

    Von dem her kann ich auch nur zustimmen und alles die entsprechende Versicherung erledigen zu lassen. Diese kann sich ja wieder mit dem Veranstalter und/oder Airline absprechen.

    LG

    holzwurm

  • Kowo
    Dabei seit: 1168992000000
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    geschrieben 1200497652000

    @ holzwurm,

    das würden wir nie wieder so machen, es war ein Horrorflug.

    Nur wegen der Aussage von TC, dass es beim ADAC länger dauern könnte,

    sind wir regulär geflogen. Ich wollte halt so schnell wie möglich

    zurück. Spanische Krankenhäuser sind etwas gewöhnungsbedürftig.

    LG Konni

    Der beste Sinn für Humor ist der, der einem rechtzeitig sagt, worüber man besser nicht lachen sollte
  • holzwurm
    Dabei seit: 1087084800000
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    geschrieben 1200498038000

    Viel wichtiger ist doch, daß die Spanischen Ärtze es so hin bekommen haben wie wenn es in Deutschland operiert worden wäre.

    Das andere ist Vergleich dazu eine Kleinigkeit, organisatorisch gesehen.

    Aber man kann leider erst andere davor warnen, wenn man selbst sowas erlebt hat.

    Daher danke für das Niederschreiben Deiner Erfahrungen.

    LG

    holzwurm

  • ThomasC
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    geschrieben 1200499021000

    Hallo,

    ich habe auch durch meine Nebentätigkeit bei einem Kooperationspartner des ADAC-AmbulanceService einen gewissen ;) Einblick in die Rückholdienste vom ADAC und kann nur seeeeehr positiv darüber berichten. Vermutlich läuft da zwar auch irgendwann mal was nicht ganz so perfekt, aber alles in allem ist man dort in sehr guten, professionellen Händen. Das läuft dort i.d.R. sehr unbürokratisch und auf menschlich hohem Niveau ab.

    Von reinen Auslands-Krankenversicherungen hab ich da schon Schlechteres gehört. Die beauftragen meistens erst irgendein Fremd-Unternehmen mit der Rückholung, und das dauert meistens noch länger, bzw. die "medizinische Notwendigkeit" des Transportes wird erst mal laaaaange ausdiskutiert...

    Vielleicht ein allgemeiner Hinweis, der alle Rückholungen betrifft, da viele Leute immer meinen, sie werden grundsätzlich ausgeflogen: Nicht immer erfolgen die Transporte mit einem Ambulanzflieger, oftmals sind das auch (speziell eingerichtete) Linienmaschinen oder der Transport erfolgt bodengebunden, also mit nem Krankenwagen. Dies nur, damit nicht falsche Erwartungen geweckt werden (wobei der ADAC da schon um einiges kulanter als andere Anbieter ist - meine Erfahrung zumindest).

    Gruß Tom

    PS: Damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin weder Mitglied noch Mitarbeiter in diesem Automobilclub.

  • Bifi44
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    geschrieben 1200502787000

    @thomasC

    ;) ;) Das waren auch meine persönlichen Erfahrungen als vor über 15 Jahren meine damalige Ehefrau mit Beinbruch ausgeflogen werden musste. Perfekt!

    Abholung mit Taxi und Transfer zum Flughafen dort wartete schon der Rollstuhl

    Ab in den Flieger, leider der falsche :D :D

    ab in den richtigen Flieger und Heimflug

    am Rollfeld wartete schon der Krankentransportwagen zur Heimfahrt

    alles ohne Sprachbarriere und Vorkasse

    MfG Rainer

    Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)
  • jaykayham
    Dabei seit: 1093478400000
    Beiträge: 2403
    geschrieben 1200504826000

    @Kowo sagte:

    ...Keiner wusste Bescheid. Mein Mann musste sich um einen Rollstuhl

    kümmern. Dann der Hammer, wir bekamen die Bordkarten. Ich

    dachte, ich sehe nicht richtig, Reihe 16. Das durfte ja wohl nicht wahr

    sein. Ich, so leidlich an Krücken gehend, musste mich durch den halben

    Flieger zum Platz hangeln. Wie sollte ich sitzen, musste mein Bein hoch lagern. Hab dann Verrenkungen gemacht und mein Bein auf den Ober-

    schenkeln meines Mannes gelegt. Die sind ihm fast abgestorben. Und ich

    hatte tierische Schmerzen.

    Wir erfuhren dann, dass Air Berlin für den Flug keinen Rollstuhlplatz

    hat. Ich hätte die Dame aus Barcelona erwürgen können....

    Hi, leider ist in deinem Beitrag sehr viel unwissendheit... :disappointed:

    Es gibt insgesamt 4 verschiedene Hilfestellung am Flughafen, man spricht von MAAS/WCHR/WCHS und WCHC; also insgesamt 3 verschiedene Rollstühle und ein Betreuungsservice. Ich hatte in Palma noch keine Probleme, obwohl Spanien nicht mit anderen Standards vergleichbar ist. Wer hier ein Fehler gemacht hat, vermag ich nicht zu sagen. In deinem Fall wurde sicher ein WCHS beantragt, du hättest dir aber ein WCHC gewünscht...

    Behindertensitzplätze gibt es selbstverständlich bei AirBerlin! Allerdings bieten diese niemals mehr Beinfreihet als "normale" Sitze, das ist immer so! Der Unterschied sind die Armlehnen, die beweglich sind, damit man einen WCHC besser in den Sitz heben kann. Mehr Beinfreiheit haben nur XL-Sitze, aber diese dürfen nicht vergeben werden an:

    XL-Seats sind aufgrund von Sicherheitsvorschriften der Behörden für folgende Personenkreise nicht reservierbar:

    Babys und Kinder unter 12 Jahren;

    Personen, die mit Kindern unter 12 Jahren, Babys oder Tieren in der Kabine reisen;

    werdende Mütter;

    körperlich und/oder geistig behinderte Personen;

    Personen, die durch ihre Körpermaße, Krankheit oder aus Altersgründen eingeschränkt beweglich sind

    Von daher hat AirBerlin und Thomas Cook vorbildlich und richtig gehandelt.

    Es tut mir leid für deine schmerzvolle Erfahrung, gute Besserung! :D

    LEBEN IST, WAS EINEM BEGEGNET, WÄHREND MAN AUF SEINE TRÄUME WARTET!
  • Kowo
    Dabei seit: 1168992000000
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    geschrieben 1200506808000

    Ähem, Unwissenheit?

    Stimmt, da ich nicht jedes Mal aus dem Urlaub mit einem

    offenen Beinbruch zurück komme, habe ich einige Wissenslücken.

    Noch einmal, hätte TC sich nicht so aufgespult, wären wir mit dem

    ADAC geflogen. TC wären absolut keine Kosten entstanden. Das hätte

    alles der ADAC übernommen. Aber nein, sie mussten sich ja

    unbedingt einmischen.

    LG

    Der beste Sinn für Humor ist der, der einem rechtzeitig sagt, worüber man besser nicht lachen sollte
  • ADEgi
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    geschrieben 1200507378000

    @ThomasC sagte:

    Von reinen Auslands-Krankenversicherungen hab ich da schon Schlechteres gehört. Die beauftragen meistens erst irgendein Fremd-Unternehmen mit der Rückholung, und das dauert meistens noch länger, bzw. die "medizinische Notwendigkeit" des Transportes wird erst mal laaaaange ausdiskutiert...

    Hallo Thomas,

    hier gibt es aber bei den Versicherungen einen gravierenden Unterschied. Die einen schreiben "medizinisch notwendig" die anderen "medizinisch sinnvoll". Hört sich ja fast gleich an, in der Praxis aber zwei völlig unterschiedliche Dinge.

    Gruß

    Berthold

  • holzwurm
    Dabei seit: 1087084800000
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    geschrieben 1200507953000

    Ich bin der Meinung, daß sich die Reiseveranstalter nur einmischen sollten wenn es entsprechende Probleme gibt.

    Unter Umständen holt sich die Auslandkrankenversicherung das Geld wieder irgendwie entweder beim Reiseveranstalter oder beim hotel zurück wenn ein Verschulden dererseits nachweisbar ist aufgrund von der Schadensmeldung.

    Vielleicht wollte sich deshalb der Veranstalter einmischen um die Kosten zu drücken, weil er Angst vor Regressansprüchen hatte.

    LG

    holzwurm

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