• matheusmanaus
    Dabei seit: 1178409600000
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    Zielexperte/in für: Brasilien
    geschrieben 1229367795000

    Wie zufrieden seid Ihr mit den Guides am Urlaubsort?

    Wie gut ist ihre Qualifikation als Reisefuehrer?

    Habt Ihr das Gefuehl, alles gut erklaert zu bekommen, stimmt das Programm oder meint Ihr, eher nur zu den Orten des Touri-Nepps gefuehrt zu werden? Wie steht es um die Sprachkenntnisse der Guides, Reiseleiter und Fremdenfuehrer?

    Ich hatte bislang beiderlei Erfahrungen. In Tunesien waren wir mehr auf Teppich-Verkaufsbasaren als dass wir die Sehenswuerdigkeiten erklaert bekamen, auf einer Tour im Yosemite Nationalpark dagegen hatten wir Glueck - wir hatten einen wirklich erfahrenen und ortskundigen Guide, der viel Wissenswertes zu berichten hatte.

    Matheus, Manaus-AM Das schlimmste Weltbild haben noch immer die Menschen, welche die Welt noch nie gesehen haben. (Alexander v. Humboldt)
  • Riviera_tr
    Dabei seit: 1153612800000
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    geschrieben 1229429267000

    Vielleicht sollte man erst auf die 'Arbeitsweisen' der Reiseführer, Fremdenführer eingehen:

    In verschiedenen Laendern gibt es auch verschiedene Regelungen für Reiseführer, Fremdenführer;

    Laender,

    1- wo der Beruf als Fremdenführer anerkannt wird,

    2- wo man man eine spezielle Lizenz haben muss um als Fremdenführer zu arbeiten.

    3- wo man bei Agenturen fest angestellt ist und gegen einen bestimmten Lohn arbeitet.

    4- wo man bei einer Agentur angstellt ist und nur gegen Provision arbeitet.

    5- wo man als freiberuflicher Fremdenführer arbeitet und einen Tages- oder Studenlohn verlangen kann.

    6- wo es den Beruf überhaupt nicht gibt und nur weil man eine Fremdsprache kann als Fremdenführer arbeitet.

    7- usw....

  • carofeli
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    geschrieben 1229430304000

    Hallo,

    wir haben uns bislang nie "blind" einem einheimischen Reiseführer anvertraut. Entweder haben wir uns vorher ausgiebig hier bei HC schlau gemacht oder im Hotel wurde der Anbieter schon in den höchsten Tönen gelobt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat auch immer gestimmt und so waren unsere Ausflüge aboslut klasse.

    Speziell der Schnorchelausflug dieses Jahr in Hurghada war bestens organisiert und wir würden diese Tour jederzeit wieder machen. Auch um unseren am Anfang etwas ängstlichen Sohn wurde sich bestens gekümmert - was will man mehr.

    LG Birgit

    Wer reisen will, muss Liebe zu Land und Leute mitbringen, keine Voreingenommenheit.
  • matheusmanaus
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    Zielexperte/in für: Brasilien
    geschrieben 1229430752000

    @Riviera:

    Hattest Du dann auch den Eindruck, dass sich Lizenzen auch auf die Qualitaet ausgewirkt haben? Ich kann mir vorstellen, dass damit zumindest ein gewisser Standart erwartet werden kann.

    Matheus, Manaus-AM Das schlimmste Weltbild haben noch immer die Menschen, welche die Welt noch nie gesehen haben. (Alexander v. Humboldt)
  • Susanne xyz
    Dabei seit: 1125273600000
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    geschrieben 1229432543000

    Hallo Matheus,

    im Yosemitepark hattet Ihr sicherlich einen Parkranger als Guide?

    Gerade in den US-Nationalparks haben die dortigen Ranger ja einen ganz besonderen Status und sind mit anderen Touristenguides kaum vergleichbar. Sie sind ja Staatsangestellte und üben (zumindest ein Teil davon) auch polizeiliche Aufgaben aus. Ich habe dort eigentlich immer hochmotivierte Leute angetroffen, die immer ganz begeistert von "ihrem" Park waren, auch wenn es in der Hochsaison manchmal z.B. Lehrer sind, die dies nur als "Ferienjob" machen, um sich etwas dazu zu verdienen. Ein umfangreiches Wissen kann man bei diesen Rangern eigentlich immer voraussetzen, aber englisch muß man schon verstehen können.

    Ansonsten hängt wohl immer viel davon ab, wie man an einen Guide gerät, wenn man z.B. bei einem renommierten Studienreiseveranstalter bucht, kann man davon ausgehen, daß man ebenfalls einen sehr gut ausgebildeten Reiseleiter erhält. Wenn man aber vor Ort nur an einem Tagesausflug teilnimmt, kann das schon sehr viel schwieriger werden.

    Ich vermute mal ganz stark, daß es auch vom jeweiligen Reiseland abhängt, da in vielen ärmeren Ländern sich manchmal auch Leute als Fremdenführer anpreisen, die überhaupt keine Ahnung haben, geschweige denn eine diesbezügliche Ausbildung.

  • Riviera_tr
    Dabei seit: 1153612800000
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    geschrieben 1229433802000

    @matheusmanaus sagte:

    @Riviera:

    Hattest Du dann auch den Eindruck, dass sich Lizenzen auch auf die Qualitaet ausgewirkt haben? Ich kann mir vorstellen, dass damit zumindest ein gewisser Standart erwartet werden kann.

    In einigen Laendern ist eine Lizenz voraussetzung als Fremdenführer arbeiten zu können. Hiermit ist ein gewisser Standart gewaerleistet. Somit hat man bei unzufriedener Leistung auch eine Reklamationsstelle. Denn 'schwarze Schafe' gibt es immer wieder aber wichtig ist es diese gering zu halten ;-)

  • tosca4711
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    geschrieben 1229505104000

    In Mexico hatte ich mal eine ganz schlechte Reiseleiterin bei einem 2 Tagesausflug. Sie war eine ältere Deutsche und machte sich ständig über Touristen lustig. Führte die Gruppe abend in ein ganz schlechtes Restaurant welches ganz leer war. Zudem war sie bei einer Buspanne komplett überfordert. Ich habe dann die Heimreise in den Urlaubsort alleine angetreten mittels eines Überlandbusses. Es hagelte nur so von Beschwerden bei dem Reiseleiter vom Veranstalter.

    23.11-27.11 Dublin
  • alessandro
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    geschrieben 1229510141000

    Auf Zanzibar habe ich fast alle Ausflüge mit den Beach Boys gemacht, die keine Lizenz haben aber wohnen dort, kennen sich auf der Insel aus, bringen Dich nicht unbedingt wo die ganzen Touristenbusse sind und mein Wünsch "Land und Leute näher zu kommen" wurde zu 100% erfüllt.

    Ein Italiener oder ein Deutscher der mir ganz brav erzählt wie Leute in Afrika wohnen brauche ich wirklich nicht, das kann man heutzutage überall lesen.

    Und ja, ich war sehr "Zufrieden mit den Guides vor Ort" ;)

    LG

    Ale

  • maximax
    Dabei seit: 1118188800000
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    geschrieben 1229517171000

    Einen Reiseleiter, der mir auf der Pelle hängt und sein schmales Festeinkommen dadurch erhöhen will, indem er mir schon beim billigen "Willkommenstrunk" seine überteuerten Ausflüge verklickert, haben wir schon seit 20 Jahren nicht mehr gehabt. Als Individualbucher fragen wir an der Rezeption nach, welcher Guide/Tourveranstalter zu empfehlen ist. Damit haben wir die besten Erfahrungen gemacht.

    Suaviter in modo, fortiter in re.
  • Pesche
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    geschrieben 1229524196000

    Grundsätzlich bereisen wir das jeweilige Gastland ohne Guides auf eigene Faust. Zugegeben, vorgehend informieren wir uns jeweils mittels Internet und entsprechender Literatur intensiv über Land, Leute, Kultur und Verhaltensweise im Gastland. In Ausnahmefällen suchen wir vor Ort einen Einheimischen, palavern mit ihm über Gott und die Welt, und wenn wir uns sympathisch sind, unternehmen wir gemeinsam einen oder mehrere Trips zu Orten, die von den Touristenmassen (noch) verschont wurden. Zugegeben, wieder zu Hause musste ich von Freunden und Bekannten die vorwurfsvolle Bemerkung hören: “Unglaublich, ihr habt dieses Land bereist und nicht einmal die ... und die ... und die ... Sehenswürdigkeiten besucht!! Warum bucht ihr nicht eine Pauschalreise bei XY & Co, mit professionell organisierten Rundreisen?“ Lediglich in Kenia haben wir vor Jahren einen zweiwöchigen Trip durch Nordkenia in einer Kleinstgruppe (5 Personen inkl. Guide), direkt bei einem Reiseanbieter gebucht und waren von der, zugegeben etwas beschwerlichen und abenteuerlichen Reise und unserem topmotivierten afrikanischen Guide begeistert.

    Gespräche die ich mit mehr oder weniger erfahrenen Reiseleiterinnen und Reiseleitern bekannter Reiseunternehmungen geführt habe, entlockten mir immer wieder ein Schmunzeln. Meine Fragen betreffend Miete eines geländegängigen Fahrzeuges, Routen, die ich auf etwas speziellen Straßenkarten rausgesucht habe sowie Besuche von Destinationen abseits der ausgetretenen Touristenpfade, wurden vielmals beantwortet mit: “Das kannst du vergessen -- viel zu gefährlich, viele Strassen verdienen den Namen Strasse nicht, der Straßenverkehr ist chaotisch, die Polizei ist korrupt wenn etwas passiert und wir sind hier nicht in der Schweiz!” Hackte ich dann nach, erfuhr ich, dass die lieben Angestellten mit wenigen Ausnahmen das Land auch nur durch die lukrative Brille der organisierten Touren kannten, mit den obligaten auf Touristen-******* spezialisierten Fabriken, Verkaufsstätten und mehr oder weniger guten Restaurants. Mit Sicherheit findet man in solchen Etablissements, ausgenommen dem Küchen- und Servierpersonal auch keine Einheimischen. Sei es, weil ihnen der “Touri-*****” nicht mundet oder schlicht und einfach, weil das Essen für sie nicht bezahlbar ist! Schade, nach meinen Erfahrungen gibt nichts schöneres und interessanteres, als in fremden Landen inmitten von aufgestellten und fröhlichen Einheimischen das Leben in vollen Zügen, soweit es die Gesundheit noch zulässt, zu genießen.

    Zugegeben, eine solche Reiseart bedingt eine gewisse Portion an Flexibilität, auch für nicht mehr ganz taufrische Zeitgenossen wie mich -- aber es lohnt sich. Gleichwohl habe ich großes Verständnis für Reisende, die sich einfach mal bei “dolce far niente” vom Alltagsstress erholen und zu Abwechslung eine geführte Tour mit einem guten Guide im Gastland unternehmen wollen.

    Und einmal mehr gilt das schöne Zitat von Wilhelm Busch:

    Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele; Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist´s! Reise, Reise!

    Gruß

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
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