• salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1096471751000

    Sohn vom Kleinen Prinz,

    also zunächst mal eine konkrete Antwort auf Deine eingangs gestellte konkrete Frage: Nein, ich möchte nun wirklich nicht, daß Südamerika von Touri-Horden zertrampelt wird!

    Wir genießen es bei unseren Brasilien-Aufenthalten immer wieder sehr, relativ "allein gelassen" zu werden. 

    Ansätze für einen vernünftigen, ökoorientierten Tourismus gibt es z.B. in Brasilien inzwischen mehr, als wir uns hier vorstellen. Und ich stimme Dir zu, es wäre wirklich wünschenswert, daß das weiter ausgebaut würde und im Rahmen dessen auch ein paar Urlauber mehr ins Land kämen, um die gerade in Brasilien herrschende Diskrepanz zwischen Hoch- und Nebensaison ein wenig auszutarieren. Denn während man in der Hochsaison, so Weihnachten bis Karneval, mancherorts kaum ein bezahlbares Zimmer findet, ist es in der übrigen Zeit meist gähnend leer. Voraussetzung wäre allerdings, daß die Segnungen des Tourismus auch wirklich direkt oder indirekt bei den Menschen ankämen. In diesem Sinne stehe ich auch der All-Inclusive-Geschichte sehr skeptisch gegenüber (verzeihung, Simone!), weil die ortsansässige Gastronomie, die das Geld dringend gebrauchen könnte, außen vor bleibt.

    Der Aspekt "Sicherheit" kommt in den Argumenten gegen Südamerika zwar selten vor, weil niemand gerne seine Ängste zugibt, ich weiß aber aus vielen Gesprächen, daß das eine große Rolle spielt. Fest steht, daß ein Urlaub z.B. in Brasilien gefahrenbehafteter ist als ein Urlaub in Deutschland, Spanien oder Griechenland. Die großen Ballungsräume wie Rio und Sao Paulo, weniger Salvador, sind wirklich mit ein wenig mehr Vorsicht zu genießen, weil dort die brutale Wirklichkeit der sozialen Gegensätze hart aufeinander prallt. Als Urlauber bekommt man das, ob man will oder nicht, natürlich mit, wenngleich man davon in den seltensten Fällen direkt tangiert wird. In kleineren Orten gibt es dafür eine wesentlich entspanntere Atmosphäre. Man muß das Thema Sicherheit in Brasilien sehr differenziert sehen. 

    Wir sind wirklich von Natur aus keine Helden, aber wegen Sicherheitsmängeln nicht nach Südamerika zu reisen, ist uns noch nicht in den Sinn gekommen! 

    gruß salvamor

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • Holginho
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1096472416000

    Hallo Salvamor!

    Ich hoffe sehr, Du hast das Augenzwinkern bei meiner Frage bemerkt. Du bist auf jeden Fall natürlich nicht mit "Touri-Horde" gemeint und ich denke Du weißt, das ich die Frage von Anfang an als in Deinem Fall direkt selbstredend beantwortet betrachtet habe.

    Viele Grüße, Holger

    “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!
  • ck
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    geschrieben 1096484843000

    Hallöchen,

    ich glaube ein Gutteil der Urlauber möchte ein schönes AI-Hotel. Das Reisebüro soll das beste zum billigsten Preis heraussuchen und wenn dann etwas nicht passt, wird gemeckert. Viele informieren sich ja noch nicht einmal über das Land, in welches sie fahren. Zumindest gewinnt man bei vielen Bewertungen diesen Eindruck.

    Wie schon einige angemerkt haben, nach Südamerika gehts halt nicht so einfach. Meine Kollegin bereitet gerade eine 5-wöchige Reise nach Peru im Jänner/Februar 2005 vor. Da hängt viel Arbeit dran und es kostet auch einiges mehr als der Urlaub "von der Stange".

    Ich fände es aber schade, wenn Südamerkia von der Touristen-Welle überrollt werden würde, die Individualität der einzelnen Länder würde sicherlich darunter leiden.

    Ich habe das selbst auf der Insel Santorin gesehen. Wir waren das erst Mal Ende der 80er dort, da war das eine verschlafene kleine Insel. Alles war sehr gemächlich. Es gab in Thiera einige Hotels ansonsten nur einfache Pensionen. Das Leben war super billig und alle waren freundlich. Santorin war damals so der Geheimtipp für Individualurlaub in Griechenland. Das zweite Mal waren wir 1998 da und die Insel war nicht wiederzuerkennen. In den Orten ein Hotel neben dem anderen. Alles dreht sich nur noch um die Touristen, von der griechischen Atmosphäre ist nicht mehr viel übrig geblieben. Trotzdem werde ich sicher wieder hinfahren, auch um zu sehen wie die touristischen Entwicklung weitergeht.

    Ich habe es leider noch nicht bis Südamerkika geschafft, zuerst fehlte das Geld und die Zeit und jetzt sind die Kinder noch zu klein.

    Christin

  • gisel
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    geschrieben 1096486565000

    :wave: Salvamore, ich glaube noch einen wichtigen Aspekt zu kennen, der Brasilien als Urlaubsziel ausschliesst: Unkenntnis!!!!!

    Ich möchte das an einer kleinen Geschichte verdeutlichen. Als ich einer Kollegin erzählte, dass wir laaaange überlegt haben, ob wir zum dritten Mal nach Brasilien oder doch nach Asien fliegen sollen, guckt die mich ganz erstaunt an und sagt:" Also ich verstehe nicht was euch an Brasilien so gut gefällt!" Auf meine Nachfrage, warum dieses Reiseziel für sie so negativ besetzt ist, kommt folgende Antwort:" Also mich hauen die Bilder von der Copa Cabana nicht vom Hocker und was man so hört über die Überfälle dort....!" 

    Zuerst war ich nur sprachlos!!!!! (kommt nicht oft vor). Du siehst also, für viele = Brasilien = Copa= Kriminalität= kein Urlaubsziel!

    Wahrscheinlich müsste man einen Feldzug starten, um alle Vorurteile abzubauen.

    Meine Kollegin ist nun auf jeden Fall besser informiert!

    Schönen Feierabend .)  :)  :)  :)

  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1096545883000

    @ Sohn vom Kleinen Prinz

    Ja, Holger, ich hatte das schon so verstanden, wie Du es gemeint hattest.

    In diesem Sinne freundliche Grüße

    salvamor+wolfgang 

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • salvamor41
    Dabei seit: 1086652800000
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    geschrieben 1096547465000

    Hallo Christin,

    ja, die negativen Auswirkungen von Massentourismus sind schon manchmal kaum noch zu ertragen. Du hast die Entwicklung auf Santorini sehr plastisch beschrieben, unser Nachbar als ausgemachter Griechenlandfan sieht das genau so.

    Wir haben auf Teneriffa ähnliches erlebt. 1979 besuchten wir erstmals den Ort Puerto de Santiago im Westen der Insel, ein beschauliches Fischerdörfchen mit viel kanarischer Atmosphäre. Wir waren begeistert. In den Folgejahren brach dann der Bauboom über diese ganze Gegend herein, und das Dörfchen war im Nullkommanix nicht mehr wiederzuerkennen. Wir haben uns daraufhin mehr nach SO orientiert und was nettes anderes gefunden.

    In Brasilien deutet im Moment Gott-sei-Dank noch nicht viel darauf hin, daß dort der Massentourismus Einzug hält. Das liegt ein wenig an der als labil empfundenen Sicherheitslage dort, aber viel mehr an der fehlenden Infrastruktur. Solche Hotelklötze, wie man sie vom Mittelmeer, den Kanarischen Inseln oder der Türkei kennt, sind in Brasilien eigentlich nur in den touristisch interessanten Großstädten wie Rio, Salvador oder Fortaleza vorhanden. Mit Ausnahme von Costa do Sauipe, diesem "Strunzobjekt" der brasilianischen Regierung ca. 70 km nördlich von Salvador, ist die ca. 7.500 km lange Küste Brasiliens überwiegend mit kleinen Pensionen, den Pousadas, bestückt, die Massentourismus in dem Sinne, wie wir ihn verstehen, gar nicht zulassen. 

    Man kann nur hoffen, daß es so bleibt.

    Gruß salvamor     

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • salvamor41
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    geschrieben 1096550620000

    Gisela,

    wie recht Du hast! Es ist wirklich manchmal erschreckend, wie wenig sich Urlauber mit ihren Reisezielen vorher beschäftigen. Die sehen nur die Ausstattung des Hotels, die Beschaffenheit des Strandes und der unmittelbaren Umgebung, sie haben überhaupt kein Interesse an der Kultur des Landes und den Lebensbedingungen der Menschen. Das ist mit der Grund, warum dann solche Klischeevorstellungen entstehen, wie Du sie beschrieben hast.

    Brasilien ist hier bei uns weitestgehend mit den Klischees

    "Copacabana, Zuckerhut, halbnackte Bodies, Karneval, Amazonas mit Krokodil und Anaconda, Kriminalität" belegt. 

    Als wenn es dort nichts anderes gäbe! Massierte Überfälle auf Urlauber z.B. an der Copacabana gibt es, da sollte man nicht dran vorbei reden! Aber nun zu glauben, daß diese Verhältnisse überall in Brasilien herrschten, ist geradezu naiv.

    Wir waren beispielsweise vor ein paar Jahren in Imbassai, einem kleinen Ort an der Costa Verde nördl. von Salvador. Auf unsere Frage an die (deutsche) Pousadabesitzerin, wo der Safe sei, erhielten wir die Antwort: "Safes haben wir nicht. Legt Eure Wertsachen zwischen die Kleidung. Ich führe die Pousada seit 20 Jahren, hier ist in dieser Zeit noch nie etwas weggekommen. Wir schließen hier nicht einmal die Haus- und Autotüren ab. Das letzte Mal, daß hier im Ort Polizei aufgetaucht ist, war vor 4 Jahren, als sich ein paar Einheimische im Cachaca-Rausch an die Köppe kriegten".  

    Brasilien ist ein ungeheuer facettenreiches Land, das ergibt sich auch schon aus der Größe des Landes, Deutschland z.B. paßt ca. 23 mal in Brasilien rein. Es ist deshalb wirklich sehr schade, daß Brasilien ein solch negatives Image in Deutschland hat. Leider tut die brasilianische Regierung auch nichts, um dem zu begegnen, z.B. durch die Installation eines zentralen Touristen-Informationszentrums in Deutschland. 

    Gruß salvamor

     

    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><
  • flkehn3956z
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    geschrieben 1096708983000

    Hallo!

    Südamerika wäre sicher interessant. Das Einzige, was mich davon abhält, ist die Tatsache, dass wir mit unseren zwei Kinder verreisen (13 und 8 Jahre). Es ist einfach der horrente Preis für 4 Personen. An Kinderfestpreisen ist da sicher nicht zu denken und wenn, dann meist nur für ein Kind. Wir haben bisher mit unseren Kid´s 3 Fernreisen gemacht (Cuba, Dom. Rep. und Sri Lanka). Ich muss sagen, da ist uns jeder Urlaub auf 4000 Euro (incl. Nebenkosten) gekommen und das waren absolut gute Preise. Aber trotzdem viel Geld. In diesem Jahr waren wir zum dritten Mal in Ägypten und der Urlaub ist mit Nebenkosten auf 2600 Euro gekommen. In dem Preis sind sogar 5 Ausflüge (über ortsansässige Reisebüros) enthalten. Wir hatten ein 4 Sterne Hotel. Es war wirklich super. Ich finde es eigentich auch sehr schade, dass die Leute die ohne Kinder reisen, sich nicht trauen mal was anderes zu machen als Mittelmeer und Co.

    Viele Grüße

    Susanne

     

  • Pesche
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    geschrieben 1096725469000

    Die Frage habe ich mir auch schon gestellt? Südamerika ist leider für viele Touristen immer noch ein heisses Pflaster und Pauschalangebote eher selten. Südamerika ist für mich als ehemaliger weltweit tätiger Projektleiter zur zweiten Heimat geworden. Nebst weiteren Ländern in Süd- und Mittelamerika hat es mir vor allem Venezuela angetan. Zwei Jahre habe ich dort verbracht und war mitverantwortlich für den Aufbau eines landesweiten Kommunikationsnetzes. Landschaftlich ein herrliches Land mit hilfsbereiten und herzlichen Einheimischen. Spontane Einladungen zu irgend einem Familienfest sind an der Tagesordnung. Nur -- für ein bis zwei  Wochen Badeferien ist Venezuela zu schade. Mit einem Miet-PW (unbedingt 4-Rad) oder wesentlich günstiger mit dem Bus, kann man das ganze Land auf mehr oder weniger abenteuerliche Weise bereisen. Von der karibischen Küste hinauf in die Anden und dann weiter durch unendliche Steppengebiete bis an die Grenze des Urwaldes. Ein bis zweiwöchige Trips zu den verschiedenen Indiostämmen sind zwar anstrengend, aber mit einem guten Führer und entsprechend ausgerüstet ohne grosse Gefahren realisierbar.

    Abschliessend noch ein Tipp:

    Mit Englisch kommt man zwar durch, aber Spanischkenntnisse öffnen Türen, die sonst verschlossen bleiben.      

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • sol
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    geschrieben 1098225178000

    ich kann alle Argentinien bestens empfehlen. herbst und frühling sind die besten jahreszeiten zu hinreisen. am besten geht man ohne reiseveranstalter (da wie schon gesagt extrem teuer sind) und mit ein lonely planet . wer sich für tipps interessiert, der soll mich fragen

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