• Kourion
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    geschrieben 1273524090000

    Nach einem Streitgespräch im Freundeskreis würde ich gerne mal wissen, wie ihr das seht:

     

    Kann / soll / möchte man Urlaub in einem Land machen, von dessen Regierenden man weiß, dass sie keine korrekten Wahlen zulassen oder durch einen Putsch an die Macht gekommen sind, diktatorisch regieren und Menschenrechte verletzen, usw. usw.?

     

    Geht mich das als Urlauber nichts an ? Oder boykottiere ich ?

     

    Zur Erläuterung: Es ging bei diesem Streitgespräch um Griechenland unter der Militär-Junta in den späten 60ern und dem heutigen Nordkorea.

     

     

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • erik e.
    Dabei seit: 1148688000000
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    geschrieben 1273526301000

    Hauptsache die Sonne scheint u. das Meer ist blau. ( Spanien unter Franco )

    ... immer erstklassig – egal, in welcher Liga ...
  • shoppingfanny
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    geschrieben 1273533066000

    hallo

     

    ich bin hier ziemlich neu. hoffentlich mach ich nichts falsch wenn ich sage das ich die frage dxxx finde. ich will urlaub machen keine politik.

  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1273533683000

    :frowning:    :frowning:

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • Bifi44
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    geschrieben 1273559602000

    aua, der Gedanke ist schon richtig. Aber je nachdem wie weit ich den Begriff Diktatur fasse bleiben kaum noch Länder übrig in welchen ich Urlaub, mit demokratischer Grundhaltung, machen kann.

    MfG  Rainer

    Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)
  • curiosus
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    gesperrt
    geschrieben 1273561763000

    ...diese Fragestellung wurde schon hier bereits partiell aufgegriffen... ;)

  • Kourion
    Dabei seit: 1216684800000
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    geschrieben 1273568809000

    @ curiosus

    Danke. Hab mir ein paar Seiten davon gerade mal angeschaut.

     

    @ Rainer (und Erik)

    Ja, und gerade darum kam es ja zu einem Streitgespräch... Worüber kann ich mich hinwegsetzen, worüber nicht.

     

    Z.B.: Ich fliege in die USA trotz Guantanamo, Todesstrafe, usw. Spanien unter Franco boomte....

     

    Aber - immer vorausgesetzt, es wäre für Touristen ungefährlich -  würde ich (vor allem als Frau) z.B. in den Iran reisen ?

     

    Ist ja alles nur hypothetisch. Geht allein um die Frage: Wo fängt für mich das "NO GO" an.

     

    Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern mit den Augen die Tür zu finden. (Werner von Siemens)
  • Raeci
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    geschrieben 1273570131000

    Hallo Anne, ich finde es gut, dass du dich damit auseinandersetzt.

    Ich finde es wichtig, sich vorher über das Urlaubsziel zu informieren und dazu gehört nun mal auch etwas Politik.

    Gerade bei politisch instabilen Ländern, Diktaturen usw. ist es meiner Meinung nach wichtig sich vorher zu informieren, wie man reist, wo man sein Geld ausgibt usw. (private Transportmittel nutzen, in privaten Guesthouses übernachten...)

    Allerdings sollte man sich immer im Klaren darüber sein, dass man es als Tourist nicht ganz vermeiden kann, die Regierung zu unterstützen (das geht u. U. schon mit der Visagebühr los).

     

  • Alexa33
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    geschrieben 1273571703000

    @anne49 sagte:

    Aber - immer vorausgesetzt, es wäre für Touristen ungefährlich -  würde ich (vor allem als Frau) z.B. in den Iran reisen ?

     

    Iran ist ein wunderschönes, sehr sehr (gast)freundliches Reiseland, reich an schönen Landschaften, prächtigern Städten und wunderbaren Sehenswürdigkeiten. Die Kleidervorschriften sind lästig, haben aber zumindest den Vorteil, dass man quasi per Zwang mit den einheimischen Frauen solidarisiert wird und ganz schnell mit den Leuten ins Gespräch kommt.

     

    Zum Thema: Es ist typisch, dass natürlich gleich wieder nur an den "Schurkenstaat Iran" oder "Spanien unter Franco" gedacht wird.

     

    Aber dieselben Leute fahren fröhlich zum Badeurlaub ins sonnige Ägypten. Und Ägypten ist eine der verkrustetsten Diktaturen überhaupt, mit einem greisen Staatsoberhaupt, das sich seit nun bald 30 Jahren an die Macht klammert. Das Land ist seit 1983 im Ausnahmezustand, Folter und willkürlicher Verhaftung von Oppositionellen sind an der Tagesordnung, die Situation der Frauen wird durch den Islam-Backlash immer schlechter.

    Ähnlich ist es mit anderen beliebten Badezielen wie Kuba, Kenia oder Thailand.

     

    Ich sehe das so: Iraner sehen jeden Touristen als Chance, ein anderes Iranbild mitzugeben, als das Zerrbild in den westlichen Medien. Sie wollen diskutieren und sich austauschen, fragen nach unserer Meinung. Solcher Austausch und der Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten rechtfertigt das Reisen (damit sind nicht zwei Wochen Strandurlaub gemeint).

  • chriwi
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    geschrieben 1273573313000

    Ich sag bei dieser Frage immer: Ich mach Urlaub im Land und bei den Menschen und nicht beim Herrn Diktator. Helfe ich den Menschen in Kuba, China oder Myanmar dadurch, dass ich fern bleibe?! Kann ich mir nicht vorstellen.

    Zum Thema Nordkorea: Dort würde ich nicht Urlaub machen. Aber nur deshalb, weil mir da wichtige Dinge fehlen würden. In Nordkorea darf man sich als Tourist nicht frei bewegen, sein Hotel nicht frei wählen, der Kontakt zur Bevölkerung ist verboten, man bekommt einen "Reiseführer" (Aufpasser) zugewiesen,...

    Forenregeln... <--- Das war ich nicht, das war ein Admin!!! Vorher hatte ich da meine Homepage stehen und den Hinweis auf eine sehr coole Vietnam-Gruppe, die ich leite.
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