• wiener-michl
    Dabei seit: 1113436800000
    Beiträge: 4446
    Verwarnt
    geschrieben 1180626508000

    @'gabriel' sagte:

    wiener-michl,

    genau dein "doofes Beispiel" habe ich schon erlebt.

    Es war in Kenia, wir machten eine Safari. Unser Hotel wurde als erstes angefahren, und somit konnten wir uns die Plätze noch aussuchen. Leider haben wir uns dann in die erste Reihe gesetzt, einfach so - ohne Nebengedanken. Dann gings zum nächsten Hotel, Leute abholen. Als der Busfahrer die Tür aufmachte ging das Geschrei von dem neuen, lieben Mitreisenden schon los. Er will nach vorne und bei seiner vorherigen Safari wurden die Plätze durchgetauscht und blabla. Wir sagten ihm, dass wir gerne durchtauschen können, jeder sitzt halt jeden Tag woanders, kein Problem. Wir hatten gar nichts getan, und der brüllt uns voll an. Da sind natürlich schöne Tage vorprogrammiert. Echt schade sowas.

    So sind sie halt, kannste nix machen,

    erst mal raunzen weil der Urlaub versaut ist wenn man nicht vorne sitzt.

    Und die ganz starrsinnigen geben vor das ihnen hinten schlecht wird, damit sie immer Reihe 1 bekommen.

    Ich denk mir dann halt "lass ihn den Blödmann - mir ists wurscht ob ich die Gegend durch die Frontscheibe oder das Seitenfenster sehe."

    Natürlich hat er dann abends beim Bierchen an der Hotelbar verschi..en bei mir . ;) Da drück ich die Igno-Taste

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
  • meinungsfreiheit
    Dabei seit: 1151971200000
    Beiträge: 3986
    geschrieben 1180627567000

    @gabriel

    Innerhalb einer Gruppe wird es nat. immer eine Hackordnung geben. Das ist bei Mensch und Tier so ;)

    Auch wird es innerhalb der Gruppe schnell einen Diskussionsführer geben, ob durch Ellbogentechnik, durch persönliche Autorität oder wie auch immer.

    Wer den Mut hat, seine Meinung zu vertreten, wer keine Meinung hat

    Wer kontaktfähig ist oder wer schnell isoliert wird

    Wenn es darum geht , Mimik und Gestik zu deuten, dann gehts m.E. oft ins Lächerliche. Z.B. Hände verschränken = Desinteresse usw.

    Bei einem Persoseminar geht es haupts. klar um das Leistungsverhalten, bei einer Reisegruppe ist das Sozialverhalten interessant, d.h. Einordnungsfähigkeit in eine Gruppe, Kontaktfähigkeit, Freundlichkeit, Anpassung, aktiv bei Ideen, dynamisch, selbtsicher, Einsicht, Zuhörfähigkeit, Toleranz.

    Wer dazu nicht fähig und bereit ist, der sollte immer auf eigene Faust losziehen.

    Innerhalb einer Gruppe wird es immer nochm. eine Grüppchenbildung geben und das ist auch gut so.

    Diese Grüppchen waren auf meinen Rundreisen immer ein gutes Team ;)

    Wenn wir keinen Bock auf Unterhaltung hatten, gab es immer die Möglichkeit, sich z.B. beim Essen an einen Zweiertisch zu setzen und ich bin auch so frei, meinem Gegenüber im Bus zu signalisieren, wenn es gut ist. (Zuerst freundlich, indem ich mir z.B. ein Buch schnappe oder meinen Reiseführer, wenn das nicht fruchtet, auch mal verbal direkt ins Gesicht) :D

    Also ich fühlte mich in einer Rundreise nie eingeschränkt durch die Gruppe. Vielleicht hatte ich bisher mit meinen Gruppen nur Glück, wer weiß!

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • Baikal
    Dabei seit: 1135209600000
    Beiträge: 209
    geschrieben 1180629056000

    Im Grunde ist es natürlich spannender auf eigene Faust unterwegs zu sein. In europäischen Gefilden ist das, für mich zumindest, auch problemlos möglich. Geht es jedoch in absolut unbekannte Gefilde (Russland/China/Mongolei) so ist zunächst eine Gruppenreise angebracht um das Terrain in etwa kennen zu lernen. Bei solchen Rundreisen habe ich schon so einiges erlebt. Als ich die ersten Reisen dieser Art gemacht habe konnte man noch 1/2 Doppelzimmer buchen, was bedeutet dass man seinen Mitbewohner erst am Flughafen kennen lernt und der Reiseleiter die letzten Zimmer verteilt. Was diese Sachen angeht hat es damals immer sehr gut geklappt.

    In der Regel bilden sich bei derartigen Reisen sehr schnell bestimmte Grüppchen von gleichgesinnten. Zumeist fällt da sehr schnell eine Gruppe oder auch nur ein Paar durch sein/ihr Verhalten den Anderen auf. allerdings entwickelt sich auch so eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl und in letzter Konsequenz sind sogar auch die "Exoten" hilfsbereit und werden auch nicht ausgeschlossen.

    Natürlich kann es sehr leicht zu Reibereien kommen wenn man mit wildfremden Menschen über einige Tage auf wirklich engstem Raum auskommen muss (z. B. Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn Moskau-Irkutsk über drei Tage und vier Nächte).

    Ich habe dabei immer die Reiseleiter bewundert mit welcher Engelsgeduld sie ihre "Schäfchen" zusammengesucht haben, obwohl immer wieder einige wohl Hörprobleme hatten und z. B. die jeweiligen Abfahrtszeiten nicht mitbekamen und die ganze Gruppe warten musste. Seltsamerweise waren das immer die gleichen Leute.

    Mal drei Beispiele aus dem tiefsten Sibirien:

    Ein schönes:

    Wenn die gesamte Reisegruppe, ohne vorheriges Üben in einen Kindergarten mitten in Sibirien "Hoch auf dem gelben Wagen" singt und sich das auch noch einigermaßen passabel anhört.

    Ein etwas lustiges:

    Wie es einer Vegetarierin ergehen kann. Natürlich kann der Dolmetscher dem Restaurantpersonal klar machen dass die Dame kein Fleisch isst. Jedoch ist man in derart abgelegenen Gegenden damit vollkommen überfordert, aber trotzdem guten Willens. Die Essensportionen welche die Dame dann bekam bestanden daher, egal wo es war, fast nur noch aus einigen Salatblättern und ein paar Möhren. Die Ganze Gruppe grinste schon bevor das Essen aufgetragen würde.

    Ein nicht so schönes:

    Wenn sich einer der Gruppenreisenden fernab der Heimat absolut zusäuft und dann anfängt das Personal und andere Gäste in übelster Form zu beschimpfen. Es hat uns einiges an Mühen und Dollars gekostet den Kerl aus dem Verkehr zu ziehen. Wir befanden uns da in einem anderen Hotel am anderen Ende der Stadt ohne Reiseleiter und Dolmetscher. Das war nicht so prickelnd.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wer auch versteht was er liest, ist ganz weit vorne.
  • gabriel
    Dabei seit: 1112400000000
    Beiträge: 56
    geschrieben 1180649385000

    @meinungsfreiheit

    jetzt weis ich also Bescheid über die Hackordnung. Entweder man wird gehackt, oder man hackt selbst. Das kennt man ja eigentlich vom Arbeitsplatz und vom alltäglichen Leben. Aber im Urlaub?

    Ich denke da versuchen es die Leute, die zu Hause nix zu melden haben, auch mal auf Ihre Kosten zu kommen und wollen ganz wichtig sein. Anders kann ich mir das nicht erklären.

  • Reiselady
    Dabei seit: 1105228800000
    Beiträge: 19415
    geschrieben 1180652077000

    Ich habe bisher noch keine schlechten Erfahrungen bei Rundreisen (Venezuela, Kuba, Mexiko) gemacht, im Gegenteil. Bei unseren Fernreisen war die Rundreise vor dem Hotelaufenthalt immer das Beste vom Urlaub. Wenn ich eine organisierte Rundreise buche, bin ich mir von vorherein darüber im Klaren, dass ICH nicht zu bestimmen habe, wo es lang geht, sondern dass ein vorgebuchtes Programm absolviert wird. Man sieht dabei wirklich viele Sehenswürdigkeiten, die man alleine gar nicht entdeckt hätte. Und wenn man einen guten Reiseleiter hat, erfährt man sehr viel aus erster Hand, viele Informationen werden anschaulich rübergebracht und man erfährt Dinge, die in keinem Reiseführer stehen. Bisher haben wir immer Glück gehabt, dass sich die Gruppe aus Gleichgesinnten zusammen gesetzt hat, die einfach mehr von Land und Leuten sehen wollten. Die Altersgruppe war immer gemischt, vom Teenie bis zum Rentner war alles vertreten. Es wird meist auch drauf geachtet, dass die Gruppen nicht zu groß sind. In Mexiko waren wir mit einem normalen Reisebus unterwegs, in Kuba waren die Gruppen deutlich kleiner. (1 x ca. 20, 1 x 15 Pers.) Bei unserer Venezuela-Rundreise war es so, dass unsere "Gruppe" nur aus vier Personen bestand, individueller kann man als Individualtourist kaum reisen. In Europa würde ich allerdings einen Urlaub auf eigene Faust vorziehen.

    Diese "Hackordnung" haben wir noch nicht erlebt, eher war das Gegenteil der Fall. Wir haben uns immer sehr gut verstanden und nach dem Ende der Rundreise oft bedauert, dass man den Anschlussaufenthalt nicht im gleichen Hotel bzw. Ort gebucht hat.

  • Kinoelfe
    Dabei seit: 1126137600000
    Beiträge: 49
    geschrieben 1180656145000

    Hatten letztes Jahr das erste Mal eine RR in Venezuela gemacht. Unsere Reisegruppe bestand aus jung und alt. Hatten eine Menge Spass, und wir müssen sagen, dass wir Glück hatten, und uns eine schöne Zeit gemacht haben. Wir waren eine Gruppe von zehn Leuten, und erinnern uns gerne an diese Woche zurück.

  • KaGu
    Dabei seit: 1147046400000
    Beiträge: 6706
    geschrieben 1180658087000

    @'gabriel' sagte:

    wiener-michl,

    genau dein "doofes Beispiel" habe ich schon erlebt.

    Es war in Kenia, wir machten eine Safari. Unser Hotel wurde als erstes angefahren, und somit konnten wir uns die Plätze noch aussuchen. Leider haben wir uns dann in die erste Reihe gesetzt, einfach so - ohne Nebengedanken. Dann gings zum nächsten Hotel, Leute abholen. Als der Busfahrer die Tür aufmachte ging das Geschrei von dem neuen, lieben Mitreisenden schon los. Er will nach vorne und bei seiner vorherigen Safari wurden die Plätze durchgetauscht und blabla. Wir sagten ihm, dass wir gerne durchtauschen können, jeder sitzt halt jeden Tag woanders, kein Problem. Wir hatten gar nichts getan, und der brüllt uns voll an. Da sind natürlich schöne Tage vorprogrammiert. Echt schade sowas.

    Wer zuerst kommt mahlt zuerst, so ist das eben.

    Wenn Ich der erste bin der Einsteigt sitze Ich eben vorne.

    Wenn dann einer der später Einsteigt ein Problem damit hat ist das eben so.

    Ob er Brüllt oder Weint ist mir vollkommen egal.

    Desto mehr Lache Ich die Figur aus.

    Es gibt noch viel zu sehen, lasst uns Reisen....
  • meinungsfreiheit
    Dabei seit: 1151971200000
    Beiträge: 3986
    geschrieben 1180688487000

    @gabriel

    siehst nun an Kagus Statement, dass Berufsleben und Urlaubsverhalten nicht zu trennen ist.

    Diese Machtkämpfe, wie bei den Hennen auf der Stange :D, jeder möchte der Gockel sein ;)

    @kagu

    reist du gerne mit Figuren, ich ziehe Menschen vor ;) (kennst das Lied von Alanis Morissette, Ironic), wir sind nur die Figuren.

    Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!
  • puschellotte
    Dabei seit: 1108425600000
    Beiträge: 1313
    geschrieben 1180689391000

    wie ist eure meinung zu den trinkgeldern am ende der reise :question:

    dabei gibt es oft reibereien.

    ich bin der meinung, dass sich die gruppe entweder auf einen fixen betrag für jeden teilnehmer sowohl für den fahrer als auch für den reiseleiter einigt und das ganze dann in einem kuvert übergibt.

    wenn das nicht möglich ist - manche mitreisenden sind eben sehr knauserig und wollen nur beleidigend wenig trinkgeld geben -

    dann sollte jeder persönlich das geld übergeben.

    aber dass sich die echt geizigen (die zwar mit der leistung des reiseleiters durchaus zufrieden waren) auf kosten der gruppe das geld sparen finde ich nicht richtig.

    was meint ihr dazu :frage:

  • besiwi
    Dabei seit: 1174089600000
    Beiträge: 69
    geschrieben 1180689956000

    Grundsätzlich muss ich reiselady recht geben. Wenn ich eine Rundreise buche weiss ich was mich erwartet und Meckerfritzen - sofern vorhanden - kann man auch aus dem Weg gehen. Wir haben sie einfach nicht ernst genommen. Im übrigen haben wir die Erfahrung gemacht, dass sehr viel von der Kompetenz des Reiseleiters abhängt. Und ob ich nun eine Rundreise buche oder mich individuell auf die Socken mache ist reine Geschmacksache. Da wir die Abwechslung lieben haben wir beides schon mehrfach gemacht und finden es läßt sich nicht vergleichen. Beide Reiseformen haben Vor- und Nachteile.

Antworten
Thema gesperrt
Interner Fehler.

Ups! Scheint als wäre etwas schief gelaufen!