• shiva_cgn
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    geschrieben 1198073620000

    Liebe Ägyptenfans und -neulinge!

    Seit Monaten werden im Ägyptenthread immer mehr Threads eröffnet mit Fragen nach Hotelempfehlungen oder iwe das eine oder andere Hotel so ist.

    Ich vermisse Beiträge, die sich mit Land und Leuten beschäftigen, denn Ägypten ist nun mal kein riesengroßes AI-Hotel, sondern ein Land mit einer unendlich interessanten Kultur und vielen, vieln warmherzigen und liebenswürdigen Menschen, vor allem ausserhalb der Hotelmauern.

    Ich würde mich freuen, wenn ein paar von euch vielleicht ihre schönsten Ägyptenerlebnisse schildern könnten, um auch Neulingen auf den geschmack zu bringen, mal ins ägyptische Alltagsleben zu schnuppern.

    Und ich fange an mit meinem schönsten Erlebnis:

    Ich hatte mir einen Motorroller geliehen und fuhr von Sharm el Sheik aus ins Naturschutzgebiet Nabq Bay, ca. 25km von der Naáma Bay gelegen.

    Über die holprige Sandpiste fuhr ich, an der Moschee vorbei und den Mangrovenwäldern, in das Gebiet hinein. Nach fast einer Stunde Fahrt sah ich in einiger Entfernung eine Beduinenfrau stehen, die mir zuwinkte. Ich fuhr näher und die Frau wiederholte die Einladung mit einer Geste. Ich parkte meinen Roller und ging mit der Beduinin zu ihrer Hütte, ein einfacher gemauerter Kastern mit einem Wellblechdach, einer Feuerstelle davor und einigen Ziegen, die um die Hütte rumliefen.

    Die Frau bot mir Tee an und mit Händen und Füssen führten wir ein gespräch, das durch viel Gelächter unterbrochen wurde, wenn wir mal wieder die Geste der anderen missverstanden.

    Nach ca einer Stunde kam der Hausherr dazu, der mich freundlich begrüsste und mir Zigaretten anbot. Natürlich revanchierte ich mich und bot ihm meine an. Rauchend und gestikulierend sassen wir zu dritt im Sand, als ein Jeep vorfuhr. Ein alter Mann sass am Steuer und auf der Ladeflaeche kauerte ein halbes Dutzend Beduinenfrauen, die vom Holzsammeln kamen, alle eineghüllt in buntbestickten Gewänder.

    Alle stiegen aus und ab und in Windeseile wurde ein großer Fisch ausgenommen , gewürzt und gebraten. Nach kurzer Zeit sassen wir alle vor einer Schüssel mit Reis, auf dem der Fisch angerichtet war. Als Gast wurden mir natürlich die besten Stücke angeboten und bald war ich pappensatt!

    Nach dem Essen fing die Sonne an, unterzugehen und ich musste mich auf den heimweg machen. Der Abschied war herzlich, so als ob ich bei guten und langjährigen Freunden zu Besuch gewesen wäre und wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Die gastfreundschaft dieser Menschen, die ihr Essen mit mir, einer Fremden geteilt haben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, hat mich tief beeindruckt.

    Gruß

    Shiva

    ***Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne***
  • Ahotep
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    Administrator Zielexperte/in für: Nilkreuzfahrten Nil-Region
    geschrieben 1198079008000

    Hallo Shiva,

    wirklich mal eine schöne Idee, mal ein paar nette Geschichten von außerhalb der Hotelmauern zu erzählen. Die meisten Fragen beziehen sich wirklich nur auf die schönsten Zimmer, Strände, Büffetauswahl und AI Leistungen. Und wenn mal jemand etwas berichtet, dann nur über die nervigen Händler und die überteuerten Preise bei den Sehenswürdigkeiten. Das schreckt bestimmt viele Neulinge ab, mal etwas auf eigene Faust zu unternehmen und die künstlich angelegte Hotelstadt zu verlassen.

    Hier eine nette kleine Geschichte, die mal widerlegen soll, das es dort nur ****** und *************** gibt.

    Im September diesen Jahres besuchte ich das Simeonskloster und die Felsengräber von Gharbi auf Elephantine. Für den "Spaßfaktor" mieteten wir uns an der Anlegestelle bei den Beduinen Kamele für den Ritt durch die Wüste. Mein Kamelführer war ca. 13 Jahre alt und trug ein Fußballtrikot von Italien und hörte auf den Namen Amori. Ich bekam die Leitkuh und war somit ganz vorne. Die machte ihrem Namen alle Ehre und legte sich mächtig ins Zeug. Normalerweise bleibt der Führer in der Nähe des Kamels. Da er merkte, das ich sehr gut reiten konnte und eine Menge Spaß auf dem schnellen Wüstenschiff habe, ließ er mich davonziehen und wartete auf die anderen..... war ja nur eine Strecke von 30 Minuten und das Kamel kannte den Weg. Bei den Felsengräbern stieg ich ab und wartete auf die anderen. Vor dem Kamelritt hatten die Beduinen ihr Geld schon erhalten, aber da es mir so einen Spaß machte, war es mir noch ein extra Bakschisch für Amori wert. Ich bemerkte, das ich wohl unterwegs meine Geldbörse verloren hatte. Waren ca.300 LE drin, sonst nichts, alles andere war im Safe auf dem Schiff. Mein Mann kam mit den anderen ans Ziel, ich berichtete ihm von meinem Mißgeschick und er musste lachen. Amori tauchte auf und rief schon von weitem: "Madame, Madame! your Money", und schwenkte meine Geldbörse durch die Luft. War mir bei meinem Wüstentripp aus der verschlossenen Hose gerutscht. Er übergab mir meine Geldbörse und zeigte auf die Wüste. Jetzt hatte er sich sein Bakschisch aber verdient ;) Er hätte es ja auch unterwegs einstecken und behalten können.

    Nachmittags besuchten wir auch das Beduinendorf. Von weitem erkannte ich schon das Italientrikot. Er kam direkt auf uns zu, nahm uns bei der Hand und es ging zu den Eltern auf einen Tee!

    Sind eben nicht alle Schlitzohren ;)

    Sabine

  • torontomapleleafs
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    geschrieben 1198079288000

    Hallo

    Mein schönstes und gleich schlimmstes Erlebnis hatte ich 1995 oder war es doch schon 1996 in Hurghada.

    Ich war auf der Arbeit im Reisebüro in Dahar, als wir auf einmal bemerkten das Wasser in strömen aus den Deckenstrahlern lief, wir schauten uns alle nur verwundert an.

    Im gleichen Moment hörten wir Schreie von der Strasse, wir rannten zum Ausgang und sahen nur noch Wasser. Wasser auf den Strassen fast einen halben Meter hoch, Wasser das vom Himmel wie aus Eimern gegossen wurde und Menschen die versuchten sich in Sicherheit zu bringen.

    Die Autos schwammen wie in einem Fluß davon, wir waren so geschockt das wir wie versteinert einfach nur da standen und zuschauten.

    Als uns bewusst wurde was los war, wurde uns Klar das wir schnell weg mußten. Wir versuchten die Seitenstrasse hoch zu laufen, besser gesagt zu schwimmen, dort war ein Hügel der noch trocken zu sein schien.

    Nach einer Weile kam dort ein LKW vorbei der uns aufsammelte und uns nach Hause brachte. Zum Glück wohnte ich in Sakalla das nicht betroffen war, den die Wassermassen flossen alle Richtung Stadt.

    Eine Weile später rief mich meine Freundin an, sie schrie nur "Wir saufen ab, was soll ich machen ?"

    Ich machte mich also zu Fuß zurück Richtung Dahar, hätte ich damals ein Boot gehabt würde ich dieses heute als eine Nilkreuzfahrt bezeichnen.

    Das Wasser reichte mir bis zur Brust als ich in ihrer Strasse ankam, ich wusste nicht ob sie noch da war oder schon geflohen war aber dieses Fragezeichen konnte ich so nicht stehen lassen. Also ging ich weiter und sah als ich am Haus angekommen war, das Leute versuchten das Haus mit Brettern zu vernageln und wie sie veruchten das Wasser mit Eimern aus dem Haus zu bekommen. Es war als würde man einen Eimer raus schütten und ein anderer kommt und schüttet zwei wieder rein.

    Nach ca. 8 Stunden gaben wir und die anderen die ihre ganze Kraft verbraucht hatten das Haus auf.

    Alle Nachbarn fasten mit an, obwohl die eigenen Häuser auch voll mit Wasser standen, Ich habe noch nie so eine Hilfsbereitschaft gesehen.

    Nachdem der Regen endlich aufhörte erfuhren wir das die Versorgungsstrassen nach Kairo und Luxor zerstört sind und auch die Stromzufuhr war lahm gelegt.

    Wir hatten 16 Tage einen Strom kein Wasser und zu Essen gabs auch fast nichts mehr.

    Meine Verwanten und Freunde machten das Unmögliche war, sie schafften es irgendwie Lebensmittel von Qena nach Hurghada zu schaffen.

    Auch Kanisterweise brachten sie Trinkwasser, damit wir wenigstens mal eine Katzenwäsche vornehmen konnten.

    Mein Fazit ist das die Ägypter ein sehr hilfsbereites Völkchen sind und einem auch das letzte Hemd geben würden.

    Das auch fremde Menschen versuchen einem zu helfen das finde ich toll, ich weiß nicht ob das hier in Deutschland auch so gewesen wäre.

    Ich hatte mehrere solcher Erfahrungen erleben dürfen, ich denke gerne an diese Zeit zurück ( nicht an Hurghada :laughing: )

    Allerdings muß man die Ägypter von zwei Seiten sehen, in dem Moment wo sie mit Touristen in Kontakt kommen, sind sie oft nur auf das eine oder andere aus. Die andere Seite ist ganz anderst, wenn man sie Privat kennenlernt.

    Liebe Grüße

    Yvette

  • vanni_22
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    Beiträge: 543
    geschrieben 1198083814000

    ich finde die idee auch super und da möchte ich gleich mal eine geschichte über die lebensfreude und immer gute laune der ägypter zusteuern

    es war glaub ich 1996 ich war ein 11jähriges blondes mädchen und meine 8 jährige schwester und unser dady waren auch dabei,als wir mal wieder vom giftun ins white house (gibts nicht mehr war in sekalla) mit dem bus vom strand zurück fuhren. meine schwester und ich bester laune haben wir gesungen.als dann arbeiter einstiegen meinte unser vater wir sollen doch bitte leise sein da die arbeiter müde sind ihre ruhe wollen und nicht genervt werden wollen (so wie mans hier aus deutschland eben kennt (wer zug fährt weiß was ich meine)).aber weit gefehlt sie fingen an zu klatschen. das sahen meine schwester und ich als aufforderung um weiter zu machen.also haben wir gesungen,sie geklatscht und ich glaube wir waren der lustigste bus.

    es ist egal wie müde sie sind es ist immer gute laune da und selbst wenn die luft mal was hitzig wird hält dies nicht lange und dann beim nächsten treffen bist du "hey my best friend, how r u?"

    lg vanni

    Was nützen die schönsten Ohren - wenn nichts dazwischen ist !!
  • Conny2109
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    geschrieben 1198087973000

    Hallo,

    ich finde die Idee auch sehr toll und freue mich schon auf die Geschichten.

    Ich bin ein sehr großer Ägypten-Fan und war auch schon zweimal dort. Leider ist uns bis jetzt noch nicht so etwas passiert. Aber ich freue mich auf die Geschichten und werde meine, sobald ich etwas tolles erlebt habe auch hier veröffentlichen.

    Auch wenn es nur eine ganz kleine/kurze Geschichte ist. :laughing: :rofl:

    LG Conny

  • wiener-michl
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    Verwarnt
    geschrieben 1198100258000

    Mein schönstes Ägyptenerlebnis war der Heimflug, nix wie weg von Hurghada !

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
  • DidiSilvi
    Dabei seit: 1091750400000
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    geschrieben 1198100835000

    Hallo,

    meine schönsten Erlebnisse in Ägypten hatte ich bisher im Wasser beim Schnorcheln. Sobald ich mich auf der Wasseroberfläche treiben lasse, vergesse ich alles um mich herum und bin einfach nur faziniert von der Unterwasserwelt. Was vom Land aus so unscheibar ausschaut, entpuppt sich beim hineintauchen als so fantastisch, das ist echt der Wahnsinn! Leider finde ich es sehr erschreckend, daß in den letzten Jahren die Riffe sehr gelitten haben und das Meer, durch achtlos weggeworfenen Müll, immer stärker verschmutzt wird!

    Gruß, Silvi!

  • DidiSilvi
    Dabei seit: 1091750400000
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    geschrieben 1198100928000

    Mein Gott, wiener-michl, was ist Dir so schlimmes in Ägypten widerfahren?

  • Niknak
    Dabei seit: 1121472000000
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    geschrieben 1198102576000

    September 2007 schwimmen mit Delfinen Shaab Samadai

    " " schwimmen mit Riesenschildkröten und dem legendären Dugong

    Ägypten ist immer super

    Urlaub ist das was man draus macht! und das ist nicht unbedingt ein 5 Sternebunker im verbauten Hurghada ;)

  • wiener-michl
    Dabei seit: 1113436800000
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    Verwarnt
    geschrieben 1198140828000

    @DidiSilvi sagte:

    Mein Gott, wiener-michl, was ist Dir so schlimmes in Ägypten widerfahren?

    Hurghada ist mir widerfahren ;)

    Die Gegend außerhalb der Hotels, die Stadt, das Publikum was dort verkehrt, usw usw....

    All das hat meine eigentlich positiven Eindrücke von den Pyramiden , den Tempeln und der Nilkreuzfahrt verwischt.

    Es scheint einzig der attraktive Preis zu sein was die Leute da immer wieder hinzieht.

    Eine andere Erklärung finde ich nicht wie man seinen Urlaub dort verbringen kann.

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
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