über das Verhalten meiner Enkelsöhne (6+7):
meine Tochter ist jetzt Alleinerzieherin. Es gab früher mächtig Zorres und Streit mit dem Kindsvater. Das familäre Klima war äußert angespannt.
Die Jungs waren den ganzen Tag aufgekratzt, tobten unkontrolliert durch die Wohnung, rauften, stritten sich, sie konnten sich nicht sinnvoll beschäftigen.
Keiner blieb zu den Mahlzeiten bei Tisch sitzen. Sie liefen den ganzen Tag mit irgendwelchen Kekse und Solettischrott herum.
Meine Tochter war nur am Schreien. Sie wollte ihre Ruhe haben, die Kinder sollten sich selber beschäftigen oder fernsehen.
Wenn die Jungs bei uns sind, ist der Opa ganz für sie da. Es gibt so viel zu tun rund ums Haus, und die Jungs fühlen sich mächtig stolz, dass sie schon richtig arbeiten können.
Sie hocken auf Opas Schoß und quatschen ihm stundenland die Ohren voll, und Opa hört zu....(zumindest hält er sehr lange still dabei)
Da wir Sportler sind, essen wir sehr viel Obst, und kaum mal Süßigkeiten oder Knabbereien.
Die Kinder haben kein Problem damit. Sie verdrücken Obst in großen Mengen, weil sie so werden wollen wie Opa (Bodybuilder) und auch mal mit ihm trainieren wollen. Da kommt auch keiner auf den Gedanken, nach Süßigkeiten zu fragen. Das vermissen sie bei uns überhaupt nicht.
Was ich damit sagen will:
Sie sind noch immer keine super funktionierenden Engel. Aber es ist doch komisch, wie verändert ihr Verhalten unter veränderten Umständen sein kann. Die Jungs himmeln ihren Opa an, obwohl er manchmal extrem hart durchgreift. Da wird auch mit Strafe und manchmal einem Klaps nicht gespart.
Ich bin eigentlich froh, dass ich meine Kinder groß hab, und keine direkte Erziehungsarbeit mehr leisten muss.
Ich muss nämlich auch zugeben, dass es in unserer oberflächlichen egoistischen Gesellschaft immer schwerer wird, einem Kind die richtigen moralischen Wertevorstellungen zu vermitteln.
Es ist heutzutage sehr schwer, ein Kind von "Schlechtem" fernzuhalten, wenn doch alle anderen Kinder und auch Erwachsenen "Schlechtes" tun.