Ja, Harzer, daß in Köln fast nur noch Ausländer im Kader sind, zeugt doch nur von der Toleranz der Kölner gegenüber allem Fremden. 
Im Ernst: Du stellst die berechtigte Frage "Gibt es keine guten Rheinländer oder spielen die woanders?"
Diese Frage stellen sich auch viele Clubmitglieder, zu denen ich gehöre, Mitglieder von Fanclubs und andere Symphatisanten. Es hat Zeiten gegeben, da konnte man die Ausländer im Kader mit der Lupe suchen, die Szenerie wurde von Rheinländern beherrscht. An den Rheinländern Hans Schäfer, Röhrig, Wilden, Schnellinger, Hansi Sturm, Strack, Klaus Allofs, Overath, Flohe, Wolfgang Weber, Cullmann, "Toni" Schumacher, Illgner, Hein, Konopka, Glowacz (sicher habe ich einige vergessen), gab es kein Vorbeikommen, sie haben den Club entscheidend geprägt. Interessant ist, daß mit der schleichenden "Entrheinlandisierung" des Kaders die Mißerfolge zunahmen. Massen von Fußballlegionären, die mit dem Begriff "Identifizierung mit dem Club und dem Umfeld" nichts anfangen konnten, wurden regelrecht durchgeschleust. Auch wenn wir heute im Zeitalter der Globalisierung leben, ist es auch für mich nicht nachvollziehbar, daß es im Rheinland keine bundesligatauglichen Fußballer geben soll.
Heute morgen las ich, daß Daum den Chihi (allerdings auch Rheinländer) und den Radu zu Hause lassen will, statt dessen den Topstürmer der II. Mannschaft des FC (Regionalliga West), Hartmann, mit nach Hannover nehmen will. Vielleicht geschehen doch noch Zeichen und Wunder und man beginnt, umzudenken.
P.S. Ein paar gute Rheinländer wurden zum Auswandern gezwungen. Beispiele:
Frings und Wiese müssen ihr Geld an der Weser verdienen. Ich habe mehrfach gelesen, daß sie nie in Kontakt mit dem FC standen. Man hat sie einfach übersehen.