@jlechtenboehmer sagte:
Gewiss nicht - solange man sich dabei an geltendes Recht hält. Jedoch : einen Vertrag zu kündigen und sich darüber zu mokieren dass sich die andere Seite an die Vertragsbedingungen hält (zu einer Zeit wo das Ausmaß der Krise nicht annähernd ersichtlich war !!! Und an Reisewarnungen nicht mal gedacht wurde !!!) ist an Egoismus nur schwer zu überbieten.
zumindest sind es auch Menschen die sich eine Reise überhaupt leisten konnten - und sie haben sie in Kenntnis der Vertragsbedingungen gebucht und auch wieder storniert . Was wäre denn geschehen unter der Annahme, die Reise hätte nach erfolgtem Storno stattfinden können ?
Silas hat angefragt, ob er die Buchung aufgrund der sich andeutenden Corona-Krise stornieren kann. Rechtlich hat er darauf keinen Anspruch. Kulant wäre es gewesen, wenn er die Buchung kostenlos stornieren gekonnt hätte. Das akzeptiert der Anbieter nicht und Silas sollte sich das für die Zukunft merken. Da du immer auf die rechtliche Seite eingehst: Wo bleiben den die Rückzahlungen der Reiseveranstalter, für die von ihnen stornierten, weil nicht durchführbaren, Reisen? Dazu sind sie laut Recht nach 14 Tagen verpflichtet.
Wenn man sich in Zeiten dieser Krise stur auf die gesetzliche Lage beruft, dann bitte in allen Fällen und nicht nur dort, wo es einen selber betrifft.
Nein, Ich reiße mir dafür für andere den A.... auf !
Also ich merke davon nix. Ich sehe hier Menschen arbeiten, die dabei ein erheblich gesundheitliches Risiko eingehen, in dem sie Dienstleistungen für andere Menschen anbieten. Und ich sehe, dass ich jetzt seit vier Wochen auf die Rückerstattung meines Geldes für eine stornierte Reise warte. Das ist ein Verstoß gegen geltendes Recht. Mich ärgert dabei am meisten die Arroganz, mit der hier der Kunde ohne Information im Regen stehen gelassen wird. Ein Serienbrief oder -mail an alle Betroffenen kosten 2 Stunden Arbeit. Das hält man nicht für nötig.
Ich nicht - denn man kann in einer Zeiteinheit nur soviel Arbeit bewältigen wie die Zeit her gibt .
Sorry, ist aber ein Einzelschicksal. Betrifft anscheinend die meisten Reiseveranstalter nicht. Und für deine knappe Zeit, bist du ganz schön oft hier im Forum.
Diese Frage musst du wohl dem Veranstalter stellen.
Und mit welchem Recht erwartet der Verbraucher das ?
Nein, muss ich nicht. Du hast nur die unflexible Reaktion von Silas Anbieter damit gerechtfertigt, dass eventuell Vorleistungen geflossen sind, weil ich ein anderes Verhalten meines Anbieters aufgezeigt habe.
Und mit welchem Recht der Verbraucher eine Leistung erwartet, bevor er bezahlt? Weil dass in allen anderen Bereichen so üblich ist.
Autopreis fließt gegen Fahrzeugpapiere und Schlüssel, im Bau werden Leistungen nach Fortschritt bezahlt und die Banane im Supermarkt halte ich beim Bezahlen in der Hand. Nur bei Reisen zahle ich deutlich im Voraus.
Und du meinst, es zeugt von gutem Charakter, andere für sein eigenes Verhalten verantwortlich zu machen ? Ist ja immer ein Leichtes, andere als die Bösen hinzustellen wenn man „die Krise“ als VorwAnd in den Vordergrund stellen kann.
Da denk nochmal drüber nach, was du hier schreibst. Wer macht hier wen verantwortlich? Silas ist sauer, weil sein Anbieter sich nicht kulant verhält. Und die Krise stellt keiner in den Vordergrund. Die steht da und alle reagieren darauf. Ich habe meinen Anbieter als Beispiel genannt. Bis eine Woche vor Termin kann ich kostenlos stornieren. Er hat seine vertraglichen Stornobedingungen für Buchungen rückwirkend und bis September der Krise angepasst. Da zeigt sich Charakter in der Krise. Und von diesem Anbieter werde ich auch einen nicht vom Staat garantierten Gutschein akzeptieren.