@Melanie_Markus
Hier meine Beweggründe, von einer Prophylaxe abzusehen (ich vertrage die Malerone auch nicht):
- Malaria wird von Mensch zu Mensch übertragen, Mücken müssen also erst einen infizierten Menschen anfliegen um jemand anders infizieren zu können.
- Infizierte Mitmenschen sind in den Hotelanlagen und dem weniger dicht besiedelten Hinterland eher nicht vorhanden
- Aktiver Schutz vor Mückenstichen durch Autan, Moskitonetz, Klimaanlage, imprägnierte Kleidung schützt zu 90 % vor Mückenstichen.
- Malariaprophylaxe schützt nur zu 70% - 80%, hat aber erhebliche Nebenwirkungen
- In Deutschland werden jährlich ca. 1000 Malariafälle behandelt - Urlauber sind es davon keine 10% also weniger als 100, die sich auf einer Fernreise infiziert haben (Afrika, Asien und Südamerika zusammen)
Wann würde ich eine Prophylaxe machen:
- wenn ich mich regelmäßig in der Dämmerung und über Nacht in Siedlungen wie Ukunda, Mtwapa, Mombasa usw aufhalten würde und dort in einfachen Häusern ohne Klima, und Moskitoschutz übernachten würde. Hier laufen regelmäßig "Malaria-Wellen" durch.
Viel wichtiger aber ist: Die Malaria ist nahezu zu 100% heilbar, wenn diese frühzeitig behandelst wird.
Deshalb IMMER einen Malariatest machen lassen, wenn man Fieber im Reiseland bekommt oder nach einer Reise erst in Deutschland erkrankt. Und das sofort nach auftreten der ersten Symptome wie Fieber (binnen 24 Stunden oder schneller)


