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  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Liebe User,

    ich lese da wunderbare Beiträge und "daggy1" hat es toll zusammengefasst.
    Jeder hat eine eigene Vorstellung von dem was der richtige Weg ist um etwas zu verbessern oder zu verändern.
    Und in jeder Idee steckt schon mal der positive Aspekt, etwas zu tun, oder sich überhaupt erst mal mit dem Thema auseinander zu setzen.

    Ist man etwas belesener und informierter, geht man vielleicht selbst im AL-Hotel mit einer anderen Einstellung umher.

    Vielen Dank für die vielen Posts.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Danke für deinen wertvollen Beitrag.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    @daggy1:

    Es war nicht der Hauptwasserfall zum Wandern, es war ein kleinerer etwas weiter unten, ich bin mir bloß nicht sicher, wie die alle heißen, bzw ob die zusammengehören.
    Dass das Grüppchen aus Santo Domingo war, hätte gut sein können. 😄

    Das mit den Stränden ist schade.
    Gerade in Samana sind da herrliche Strände vorhanden.

    @papelbon:
    Ich habe bei Holidaycheck eine Ausflugsempfehlung geschrieben.
    Daher bitte ich dich nochmals, dich ordentlich zu informieren und recherchieren.
    Diese Touren haben mit dem Hotel rein gar nichts zu tun.

    da ich von dem Herren keinen Ausweis gesehen habe, kann ich nicht beurteilen wie alt er war.
    Sollte er aber Anfang der 90er in einem Hotel gearbeitet haben, könnte er mittlerweile ohne Probleme Mitte 50 sein.
    Mittlerweile sind seitdem ja auch 25 Jahre vergangen.

    Und für den Glauben bin ich hier ja auch nicht zuständig.
    Das ist ein Tatsachenbericht, was ich erlebt habe.
    Ich bekomme für das Verfassen meines Urlaubberichts weder Geld, noch Preise, noch irgendandere Vorteile.
    Allein aus der Überzeugung, etwas bewegen und zum Nachdenken anregen zu können, habe ich beschlossen durch ein Land zu trampen, dass den meisten Leuten nur unter den klassischen Klischees bekannt ist.

    Sollte dir mein Bericht nicht zusagen, tut es mir Leid.
    Ich würde mich freuen, wenn du in den kommenden Monaten bzw Jahren dort hin reisen könntest, und mir deinen Bericht schildern könntest.
    Vielleicht entdeckst du wieder ganz andere Sichtweisen für dich.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    https://www.facebook.com/buddy.reich.1/posts/816113038401582?notif_t=like

    Der selbe Beitrag, nur MIT Bildern.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Weißt du zufällig, wie es sich mit den an den Strand angrenzenden Grundstücken verhält, auf denen eben die Hotels gebaut haben ?

    Da kann ich mich an den Wasserfall El Limon erinnern, wo viele Einheimische gebadet haben.
    Ein sehr schöner Wasserfall.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    @doc 3366

    Vielen dank für deine Richtigstellungen.

    Stelle ich mir einen von Bäumen umgebenen Fluss oder einen Pausenhof vor, sind in meiner Vorstellung weder Plastiktüten, Plastikflaschen, Hausrat, Bauschrott oder Autoteile vorhanden.
    Insofern habe ich es als Müllberg definiert.

    Wie Du schon sagst, gibt es einige ältere schönere Häuser, teilweise in viktorianischem Baustil, oder auch "neuere" Häuschen, die einem schönen EFH gleichen, nur mit Gitterzäunen umgeben sind.
    Eine genaue Adresse kenne ich natürlich nicht, aber es liegt ziemlich in der Nähe des Rio de Yuma.

    Die Rückkehrerin ist die Ehefrau des Mannes, der auch das deutsche Bier in diese Gegend importiert.
    Sie ist im Übrigen sehr gut mit  dem Reiseveranstalter Günter befreundet, über den ich diese Privattour organisiert habe.

    Der ältere Mann konnte wie oben beschrieben, im Vergleich zu anderen Dominikanern tatsächlich gut deutsch.
    In der sechstletzten Zeile des Absatzes bestätigt sich dann auch deine Vermutung, dass er ehemaliger Angestellter war.

    Zu der Grundstückserschließung habe ich natürlich keine Fakten in der Hand.
    Sollte sich eben, wie Du erwähnt hast, jemand mit den Methoden der Geschäftsleute befassen, wirkt das in meinen Augen auch ziemlich realistisch.

    Nochmals vielen Dank und ein schönes Pfingstfest.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Liebe/r papelbon,

    wäre es möglich, in diesem Forum Bilder hinzuzufügen, würde ich sie posten.
    Ich bitte das aber alles auf einer sachlichen Ebene zu kritisieren.

    Würdest Du etwas genauer recherchieren, würdest du unter meiner kürzlich geschriebenen Bewertung vielleicht herausfinden, unter welchen Umständen eine Dominikanerin "nichts besseres" zu tun hatte, als mir etwas von Ihrem Land zu zeigen.

    Ich werde dir gerne einige Bilder von den Plastikmüllbergen schicken.
    Solltest du für das Gesehene bessere Formulierungen haben, werde ich Sie eventuell bei holidaycheck.de einreichen um den Bericht zu verbessern.

    Der ältere Herr sprach im Vergleich zu anderen Dominikanern gut deutsch.
    Selbst Hotelpersonal konnte manchmal nur mit englisch weiterhelfen, was auch absolut legitim ist.

    Ich hab zu keiner Zeit gesagt, dass die Bauern vertrieben wurden.
    Bitte lies dir die Passage noch einmal durch.
    Die Hotels werden die Strandabschnitte wohl irgendwann erworben haben.
    Da es verschiedene Tatsachenberichte aus der RD gibt, die Ähnliches berichten, kamen mir die Aussagen der Dame authentisch vor.

    Und solltest du mich zitieren, dann bitte ich dich volle Passagen zu übernehmen.
    Ich bin teilweise der Ansicht, dass Du da vielleicht etwas verwechselt hast.
    Das ist nicht weiter schlimm.

    Viele Grüße,
    Buddy

    Dominikanische Republik

  • Suche ruhiges Resort mit schönem Strand
    buddyrB buddyr

    Hallo Anna,

    ich würde mich zwar nicht als Experte betiteln, aber vielleicht kann ich dir einen Tipp geben, der dir weiterhilft.

    Ich war dieses Jahr das zehnte mal in der Dominikanischen Republik und habe eigentlich die üblicherweise bereisten Ecken alle gesehen.
    Von der Entspannung her hat mir das "El Portillo" in Samana gefallen.
    Es liegt mitten im Grün, ist circa 5km von der Kleinstadt Las Terrrenas entfernt und bietet einen perfekten Erholungsurlaub.
    Der einzige Nachteil ist die Anreise vom Flughafen zum Hotel.
    Man fährt vier Stunden von Puerto Plata auf die Halbinsel Samana.

    Insgesamt habe ich es aber nicht bereut, dorthin zu reisen.
    Ruhe, kilometerlange Sandstrände, sauberes und schönes Hotel, leckeres Essen und einfach eine tolle Lage.

    Ich wünsche Euch viel Spaß beim Reisen.
    Viele Grüße, Buddy.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Liebe User,

    ich freue mich sehr, dass so viele diesen Beitrag lesen und annehmen.
    Allein die Diskussion hier zeigt doch, dass es Menschen gibt, denen die Situation nicht egal ist.
    Die Art und Weise, wie geholfen werden kann, legt jeder anders aus.
    Ein "Richtig" und "Falsch" würde ich da nicht bewerten wollen.

    Meiner persönliche Meinung nach wäre es ein Fortschritt, wenn jeder Tourist in der RD zumindest temporär seine "AL-Hotels" verlässt und Eindrücke aus dem Land mitnimmt.
    Damit wäre ein Anfang getan und den Menschen der RD wird nach und nach bewusst, dass der Tourist nicht nur auf die trivialen Urlaubsmotive aus ist, sondern durchaus auch ein oder zwei Tage etwas kulturelles mitnehmen möchte.

    Nochmals vielen Dank für Eure Kommentare und Argumente.
    Mir ist es einfach wichtig, mal einen Kontrast zu den Bildern aufzuweisen, die in Reisebüros, Katalogen oder auf Homepages vermittelt werden.

    Viele Grüße,
    Buddy.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    @uterd:

    Ursprünglich war mein Bericht für den trivialen Touristen gedacht.
    Um so mehr freue ich mich, dass sich auch einige Insider unter den Lesern finden.
    Bavaro ist leider zu sehr vom Tourismus geprägt, als dass man dort von der wahren RD sprechen könnte, aber in Higüey findet man schon einige Einschnitte in die Kultur.
    Vielen dank für dein feedback. 🙂

    @juanito:

    Danke für dein feedback. 🙂
    Mittlerweile war ich dort das zehnte Mal. 😉
    Wie schon oben erwähnt, war der Bericht dazu gedacht, den leser zum Nachdenken anzuregen.
    Ein paar basics spanisch sind gott sei Dank von der Schule hängen geblieben.
    Vielen Dank.

    @daggy1:

    Danke für deinen Kommentar.
    Ich bin der gleichen Meinung wie du.
    Die RD ist ein vielseitiges Land mit Ecken und Kanten, wenn man so will.
    Ein paar spanische Brocken kann ich ja, aber der Dialekt ist schon sehr dreckig. 😉
    Vielen Dank und Liebe Grüße.

    Dominikanische Republik

  • Licht und Schatte in der Karibik
    buddyrB buddyr

    Die dominikanische Republik im Licht und Schatten

    Mit der Karibik verbindet der europäische Tourist die dominikanische Republik wie kaum ein anderes Land: Weiße Strände, Palmenhaine, türkisblaues Meer und paradiesische Harmonie.
    Dieses Bild versuchen die Hotels und Behörden auch aufrecht zu erhalten.
    Leider oft auf Kosten der Einheimischen.

    Anfang Mai 2014 war ich selbst in Punta Cana.
    Ich buchte ein Mittelklassehotel „All Inclusive“ mit unmittelbarer Strandlage circa  zwei Kilometer nördlich von der Kleinstadt Bavaro.
    Doch anders als der größte Teil der Hotelgäste, wollte ich nicht nur die paradiesische Scheinwelt genießen, sondern auch wissen, wie es den Leuten im Land selbst geht, was sie bewegt, was sie am Leben hält und wie sie zum wachsenden Massentourismus stehen.

    Bevor die Erkundungstouren begannen, legte mir meine Reiseleitung nahe, nicht mit dem Rucksack im Landesinneren zu trampen und mich unter die Dominikaner zu mischen.
    Davon nicht beeindruckt, begann ich meinen ersten Trip zu Fuß vom Hotel in Richtung Bavaro.
    Nicht einmal 100 Meter von der Hoteleinfahrt türmen sich Plastikmüllberge hinter Hecken und Sträuchern, die den vorbeifahrenden Touristen täuschen sollen.
    Auf dem Weg nach Bavaro finden sich verlassene Appartements und Müllberge, mal kleiner, mal größer. In Bavaro selbst wird man alle fünf Meter von Prostituierten, Taxifahrern und Händlern aufgehalten und bequatscht.
    Viele versuchen sich mit solchen Jobs über Wasser zu halten, und leben am Rande des Existenzminimums.
    So mancher westlicher Tourist nimmt es dankend an.

    Als ich am anderen Ende von Bavaro über eine verlassene Hotelanlage zurück zum Strand gelangte, fiel mir ein kleiner Tisch mit selbstgeflochtenen Körben auf.
    Auf den ersten Blick war weit und breit kein Mensch zu sehen.
    Dann bemerkte ich einen älteren Mann unter einer Palme an der ehemaligen Hotelmauer sitzen.
    Neben ihm lagen ein altes kaputtes Kajak und ein paar Dosen Cola.
    Ich ging auf Ihn zu und fragte Ihn, was er hier tue.
    Überraschenderweise erklärte er mir in gutem Deutsch, dass er hier Körbe für Touristen anfertigt und einen kleinen Obstgarten bewirtschaftet.
    Im Laufe des Gesprächs erfuhr ich, dass „Fausto“ einst in dem verlassenen Hotel gearbeitet hatte, bis es pleite ging. Er fand keinen Job mehr, und musste seine Wohnung aufgeben.
    Nun lebt er unter der Palme, das Kajak als Dach bei Regen, und der mickrige Obstgarten als Nahrungsquelle und 10USD pro Woche für etwas „Luxus“.
    Seine Klamotten waren verschlissen und mit Löchern übersäht, er sah müde aus.

    In der darauffolgenden Woche traf ich mich mit einer Dominikanerin, die 14 Jahre in Deutschland gelebt hatte, und die Kontraste kannte, wie kaum eine andere.
    Sie war für diesen ereignisreichen Tag meine Führerin.
    Wir fuhren nach Higüey, einer Großstadt mit 150.000 Einwohnern, um dort die positiven und negativen Seiten zu durchleuchten.

    Zu Beginn der Tour besuchten wir den hiesigen Marktplatz.
    Die Formulierung „sich selbst ordnendes Chaos“ traf dort voll und ganz zu.
    Bananen auf dem Boden, Motorräder fuhren zwischen den Verkaufsständen auf und ab, Fleisch und Fisch lag bei tropischen Temperaturen in der prallen Sonne, laute Musik dröhnte aus allen Ecken, und eine nicht zu beschreibende Masse Menschen schlängelte sich durch die Marktgänge.
    Jeder Lebensmittelkontrolleur, der EU-Maßstäbe gewohnt ist, wäre hier wohl dem Herzinfarkt nahe.
    Dieser Markt ist nicht nur ein Verkaufspunkt, sondern auch ein Treffpunkt.
    Man tauscht sich aus, man verabredet sich, man spielt mitten auf der Straße Brettspiele.
    Dieses Treiben ist significant für das Leben in einer lateinamerikanischen Innenstadt.

    Anschließend fuhren wir zur Basilika, dem Wahrzeichen von Higüey.
    Eine gewaltige Kathedrale erstreckte sich mir ihrer Spitze in den karibischen Himmel.
    Schnell wurde uns bewusst, was die Leute hier zusammenhält: Ihr Glaube.
    Meine Führerin erklärte mir, dass der Glaube in der dominikanischen Republik eine entscheidende Rolle spielt und viele Menschen daraus ihre Hoffung schöpfen, dass alles besser wird.

    Wir fuhren raus aus der Stadt, in die angrenzenden Zuckerrohrfelder, wo die sogenannten „Haitianerviertel“ aufgebaut waren.
    Mitten im nirgendwo sahen wir ein paar notdürftig zusammengemauerte Häuser, nicht größer als eine Gartenlaube.
    In solchen Häusern leben zehnkköpfige Familien unter schlimmsten Bedingungen.
    Überall lag Dreck und Müll.
    Die Erwachsenen saßen fast lethargisch auf dem Boden und starrten uns an.
    Kinder, mit nichts als ein paar Fetzen bekleidet, spielten „Schiffchen“ mit Plastikdeckeln von Flaschen in einem Graben, wo sich Urin mit Regenwasser ansammelte.
    Sanitäranlagen gibt es nicht, so können Keime und Dreck nicht abgewaschen werden und Krankheiten breiten sich aus.
    Der negative Höhepunkt war eine Familie, die Fisch auf einem Aluminiumgefäß grillte.
    Als kulinarisches Schmankerl lag eine Plastikfolie auf dem Fisch.
    Wir erfuhren, dass aufgrund mangelnder Bildung derartiges der Normalfall ist.
    Man benutzt das Plastik um das Essen knuspriger zu machen.

    In der Stadt zurück, fuhren wir in ein Villenviertel, ein krasser Kontrast.
    Aus Angst vor Diebstählen und Randalen bauten die Reichen um ihr Haus Gitter auf.
    Es wirkte fast wie ein goldener Käfig.
    Uns wurde jetzt erst deutlich wie extrem die Schere Arm und Reich hier trennt.

    Als nächstes stand eine Besichtigung des Ökosystems der Stadt an.
    Wir sahen einen vermüllten Fluss, den Rio Yuma.
    An sämtlichen Uferstellen lagen Berge von Plastikmüll.
    Tierisches Leben hat hier keine Chance.
    Das Ökosystem steht kurz vor dem Kollaps.
    Unsere Führerin erklärte uns, dass es im Landesinneren eine Giftmülldeponie gab.
    Nachdem flussabwärts die Wasserwerte  immer schlechter wurden, und Leute erkrankten, gingen amerikanische Wissenschaftler dem Mysterium nach.
    Man hatte den Müll unmittelbar in Nähe einer Quelle platziert.
    Gifte gelangten so problemlos in den Fluss und so auch ins Meer.

    Anschließend fuhren wir in eine Schule.
    Ich wollte unbedingt erfahren, wie die Kinder hier unterrichtet werden.
    Die Kinder lächelten und freuten sich, westlichen Besuch zu bekommen.
    In einer Klasse saßen 30-50 Kinder pro Lehrer.
    Alle Kinder trugen eine Schuluniform.
    Die momentane Regierung besteht darauf, dass jedes Kind lesen, schreiben und rechnen lernt.
    Allerdings fehlt das Geld an allen Ecken und Enden, vom Lehrermangel ganz zu schweigen.
    Die meisten Kinder landen nach der Schule wieder auf der Straße und werden zu Hungerlöhnern oder Prostituierten.
    Die Klassenzimmer selbst erinnerten an eine Scheune.
    Ziemlich eng war es dort, und Ordnung war aufgrund des Platzmangels kaum möglich.
    Als wir den Pausenhof sahen, waren wir alle schockiert.
    Müllberge türmten sich darauf und Scherben lagen überall verteilt.
    Die Kinder spielten davon unbeindruckt barfuß Baseball auf dem Areal.

    Zum Abschluss des Tages besuchten wir eine kleine Kakaoplantage.
    Ein älteres Ehepaar und Ihr Sohn bewirtschafteten die gesamte Fläche alleine.
    Neben dem Tourismus ist die Agrarwirtschaft eine entscheidende Einnahmequelle der Dominikaner.

    Auf dem Heimweg erfuhren wir Schreckliches über den Bau der Hotelanlagen.
    Bevor der Tourismus um Punta Cana florierte, lebten überwiegend Bauern mit Ihren Kokosplantagen am Strand.
    Sie wurden aufgefordert ihr Land zu verkaufen.
    Ein guter Freund der Mutter unserer Führerin wollte dies nicht.
    Einige Wochen nach der Aufforderung wurde er zerstückelt in einem Sack vor dem Haus der Familie vorgefunden.
    Aus Angst verkaufte die Familie Ihr Hab und Gut.
    Solche Ereignisse sind hundertfach vorgefallen.

    Zuletzt interessierte mich, was die Hotels mit all dem Essen anstellen, die bei der Versorgungsart „all inclusive“ übrig bleiben.
    Uns wurde erklärt, dass das Essen an Bauern nochmals als Tierfutter verkauft wird.
    Das heißt, dass das Essen, das ich als Tourist bereits bezahlt habe, nochmals an Tiere verkauft wird, während Menschen z.B. in den Haitianervierteln verhungern.

    Man trifft also in der Karibik nicht nur auf die heile Welt, sondern auch auf große Armut, ökologisches Desaster, Arbeitslosigkeit, Hunger und Korruption.
    Wieso sollte man da noch hin ?

    Ganz einfach: Solche Ungerechtigkeiten und Zustände gibt es fast in sämtlichen Ländern
    der Dritten Welt, mit dem Unterschied, dass der westliche Tourist dieses Land besonders häufig aufsucht.
    Neben diesen negativen Aufzählungen gibt es viel Schönes, wie zum Beispiel die Lebensfreude der Dominikaner oder die wunderschöne Natur im Norden des Landes und an den Küsten.
    Die Leute freuen sich trotz widriger Umstände auf jeden Tag und beziehen ihre Kraft aus dem Christentum.

    Obwohl die Zustände erschreckend sind, wird mittlerweile nachgedacht und gehandelt.
    Zum Beispiel hat Donald Trump mit einigen anderen Investoren einen Teil der Küste gekauft und dort einen Nationalpark ins Leben gerufen.
    Süßwasserlagunen, Dschungel und Strände werden hier gepflegt.
    Korallen werden im Meer nachgezüchtet, wie sonst nirgends auf der Welt.
    Kleine Gruppen können dies besichtigen.
    Mit den Eintrittsgeldern wird das Projekt unterstützt.

    Jeder einzelne Tourist kann etwas für die Umwelt und die Menschen dort tun.
    Nicht durch Spenden oder materielle Beiträge, sondern einfach durch eine Reise in das Land.
    Viele Leute dort leben von Uns, den Touristen, aber bisher eben nur an der Küste.
    Wird nämlich der Regierung der Dominikanischen Republik, sowie den Reiseagenturen bewusst, dass nicht nur zwei Wochen reiner Strandurlaub gefragt sind, sondern auch Ausflüge ins Landesinnere zu Flüssen, Wasserfällen, Städten, Plantagen und Dörfern, wird das Geld vielleicht nicht nur in Hotelburgen und Luxusressorts gesteckt.

    Ich finde es wichtig, als Tourist etwas vom Land, das man bereist, mitzunehmen.
    Denn wird man gefragt, wie man sich die Dominikanische Republik vorstellen kann, wäre die Antwort „Strand und Palmen, schönes Meer“ nur die halbe Wahrheit.
    So entstehen auch diese ganzen Klischees.

    Die Dominikanische Republik ist ein vielseitiges Land, mit interessanten Menschen und wunderschönen Orten.
    Ich werde auf jeden Fall wieder hingehen.

    Dominikanische Republik
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