Nun gut. Jetzt haben es sich die 'Freunde' gewagt einen Anschlag auf der Insel zu verüben.
Seit dem gescheiterten Attentatversuch gegen den König (in Palma vor einigen Jahren) hat man immer darauf gewartet ob so etwas passiert oder nicht. Seit Jahren haben die verschiedenen Polizeieinheiten (Guardia Civil und Policia Nacional) die sogenannte OPERACION JAULA (Operation Käfig) geplant und vorbereitet. Heute ist die 'Falle' zugeschnappt.... und alle sind gespannt ob das totale Sperren aller Verkehrsmöglichkeiten (inklusive Yachthäfen) den gewünschten Erfolg bringt.
ETA scheint verzweifelt zu versuchen unter Beweis zu stellen dass sie noch Handelskapazität/Schglagkraft hat. Von der Logistik scheint das teilweise zu stimmen (der Lieferwagen des Bombenanschlags auf das Wohngebäude der Guardia Civil in Burgos gestern früh um 04.00 Uhr hatte ein falsches Nummernschild, identisch mit dem eines Fahrzeugs des selben Typs dessen Eigner in der Nachbarschaft wohnt und wurde somit in der Routinekontrolle als 'OK' eingestuft). In der praktischen Durchführung scheinen die 'Jungs' aber gewaltige Fehler zu machen, denn: hätte man den Lieferwagen (mit ca. 300 Kg Sprengstoff) auf geteerter Strasse bzw. festem Untergrung - statt auf Erde - abgestellt und - wie ETA das normalerweise macht - den Stahlmantel um den Sprengstoff trichterförmig in Richtung Gebäude ausgerichtet (was nicht der Fall war), wäre jetzt das grosse Gebäude dem Erdboden gleich und man müsste bis zu ca. 120 Toten beklagen (darunter 41 Kinder). Durch diese Stümperei sind es jetzt "NUR" knapp 40 überwiegend leicht Verletzte.
In den letzten 18 Monaten wurden die 3 letzten, höchsten Chefs der ETA festgenommen (in Südfrankreich). Die jeweiligen, neuen Chefs sind immer jünger und unerfahrener. Die Nachfolgerschaft nimmt ständig ab. Die überwiegende Anzahl der in Haft sitzenden ETA Mitglieder unterstützt die Führung (und deren politische Ideen und Ziele) nicht mehr. Vormalige Führer der Terroristengruppe raten von Gewaltaktionen ab. Die Zusammenarbeit mit der französischen Polizei ist total, effizient und erfolgreich.
Ich glaube nicht dass man den Flughafen (und die Häfen) hier länger als einige Stunden komplett sperren kann. Ich glaube man wird den Verkehr sehr bald wieder freigeben, jedoch ein enges Sicherheitsnetz aufbauen.
Man könnte jetzt wohl sagen, dass es so ähnlich wie bei einem Flugzeugunglück ist: wenn eine Maschine auf der Strecke Frankfurt - Palma verunglückt ist die Wahrscheinlichkeit dass eine der nächsten Maschinen auf der selben Strecke verunglückt gleich null.
Also, den geplanten Urlaub trotz Attentat und Schweinegrippe geniessen, sich nicht verrückt machen lassen. Ich gehe davon aus dass man - relativ schnell - zumindest wissen wird wer (mit Namen) dieses Attentat durchgeführt hat. ... und übermorgen wird die gesamte Königsfamilie problemlos in Palma landen und ebenfalls ihren Sommerurlaub auf der Insel verbringen.