Hotel Ü16 - Diskriminierend oder ein Segen?
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Die teutonische Rechtsprechung ist noch uneins: Werden Eltern durch Erwachsenenhotels diskriminiert oder doch bereichert?
Die Nachfrage nach solchen Konzepten ist enorm, wie obligatorisch muss die Umsetzung sein aus eurer Sicht?
Denkt ihr, dass eine entsprechende Werbung konsequent umzusetzen ist - unbeachtlich gewisser Vorverurteilungen? -
Wer mit Ü16 oder Adult only wirbt muß auch erfüllen. Und dies konsequent. Der Verbraucher sollte sich auf die Angaben des Hotels verlassen können, wie bei anderen zugesicherten Eigenschaften ebenso.
Es gibt kein "bisschen" Adult only. Entweder oder.Eltern werden nicht durch Erwachsenenhotels diskriminiert. Sie dürfen dort ja auch urlauben, nur eben ohne Kinder.

Greift man die Thematik des anderen Threads auf, könnte man ja denken, es gibt nur noch das eine oder andere. Dem ist ja nicht so, es erfordert eben ein bisschen mehr Aufwand die Konzepte der einzelnen Hotels zu vergleichen und für sich das Optimale zu finden. Aber dazu sind heute viele Reisende nicht mehr bereit.Warum sich gerade die Deutschen damit so schwer tun, ist für mich unverständlich. Es gibt für die unterschiedlichsten Bedürfnisse Spezialhotels, warum kann man dies nicht einfach akzeptieren

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Und noch ein Thread, den die User_Welt nicht braucht.
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Offenbar gibt es seitens der Urlauber Interesse an maßgeschneiderten Konzepten, um die zu bedienen nehmen die Hoteliers gerne auch Kritik hin.
Während die einen meinen, die Mischung macht´s wollen die andern eine ruhige auf Erwachsene abgestimmte Urlaubsatmosphäre, aus meiner Sicht nachvollziehbar und kein Beleg für aufkeimende "Kinderfeindlichkeit".
Unterstützt wird der Zuschnitt auf die Zielgruppe mit dem Verzicht auf Partyprogramme und gerne auch mal gesalzenen Preisen, das soll von Anfang an erwachsene "Störenfriede" abschrecken. Langeweile ist kein Mangel sondern Philosophie.
Genau wie beispielsweise Halal: Wer es sucht sollte es finden dürfen. -
Ü18 - meiner Erfahrung nach geben 16 Jährige im Urlaub auch schon mal tüchtig Gas, dass man vermutlich besser beim Essen laufende Kinder als in der Nacht lärmende Jugendliche ertragen kann...
Komischerweise sind diverse Adults Only Hotels mit Kindern buchbar, wenn diese den vollen Reisepreis bezahlen, auch inkonsequent. -
Allein die Tatsache, dass in diesem Zusammenhang der Begriff "Diskriminierung" fällt, zeigt mir, dass es manchen Leuten (Eltern!) wohl zu gut geht... Ich nenne es "freie Marktwirtschaft", und interessante Alternativen dürfte es überall auf der Welt geben...
Ansonsten sollte m. E. ein Hotel selbstverständlich die selbst aufgestellten Regeln einhalten und darauf achten, dass das Mindestalter tatsächlich eingehalten wird.
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Warum sollte das diskriminierend sein ?
Und zu den maßgeschneiderten Konzepten: Es gibt neben Adults-only Angebote (Ü16 / Ü18) - Hotels für alle, Familienhotels und auch Paarhotels (in Katalogen zu lesen "für Paare").
In Paarhotels kann ich mich als Alleinreisende nicht einquartieren, da keine EZ zur Alleinnutzung angeboten werden und es reine EZ natürlich auch nicht gibt. Fühle ich mich da als Alleinreisende diskriminiert ? Nö, überhaupt nicht. -
Ein Hotel bietet ebenso ein Produkt wie ein Autohersteller. Jedem Produktanbieter ist es freigestellt, wie sein Produkt aussieht, welche Eigenschaften es hat und was es kostet. Es ist definitiv keine Diskriminierung von Normalverdienern, dass Porsche nichts im unteren Preissegment anbietet. Ebenso ist es keine Diskriminierung von Eltern oder Kindern, wenn ihnen bestimmte Hotels verwehrt sind. (Da kann man sich eher streiten, ob auf Supermarktparkplätzen gehbehinderte Kunden durch Eltern/Kind-Parkplätze diskriminiert werden.)
Es muss aber gewährleistet und ggf. auch rechtssicher sein, dass ich als Bucher eines kinderfreien Erwachsenenhotels auch tatsächlich diese Eigenschaft vorfinde. Wenn ich einen Kombi bestelle, mir aber ein Coupe geliefert wird, verweigere ich die Annahme und Bezahlung. Nur übereinstimmend 4 Räder und ein Motor reicht nicht.
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Leider ein typisches Verhalten für viele Urlauber gleich die "beleidigte leberwurst" zu spielen und sich "diskriminiert" zu fühlen. Wie @Kourion schon andeutet würde ich mich als Alleinreisender niemals diskriminiert fühlen obwohl es so viele Hotels gibt die für Alleinreisende gar nicht buchbar sind. Andere Hotels sind es dafür umso mehr, das Angebot ist ja so reichlich daß jeder auf seine Kosten kommt. Ein bißchen nachdenken und sich mit den Beschreibungen der Hotels befassen ist sehr hilfreich, reise ich z.B. mit Kindern und möchte auch viele Kinder im Hotel vorfinden buche ich ein "Rutschenhotel".
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Tatsächlich hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Erwachsenenhotels 2016 als "diskriminierend" gerügt.
Die Meinungen sind kontrovers, die Rechtsprechung bislang ziemlich eindeutig: Es gibt ausreichend Familienhotels, es obliege dem Hausrecht des Hoteliers, welche Gästestruktur er beherbegen möchte.
Ja, Konsequenz sollte man erwarten dürfen - Chriwi hat neulich berichtet, ein Hotel habe seine entsprechende Reklamation unumwunden mit einer Erstattung quittiert. -
Pech nur, wenn das Nachbarhotel eines "addult-only-Hotel's" ein 3000 Bettenbunker mit Megafunpark ist.

Hiezu aber mal eine Frage an die Kenner:
Wie sieht eigentlich der Strandabschnitt von "addult-only-Hotel's" aus ? Ist der abgesperrt, oder wie muss man sich das vorstellen ?Mir persönlich ist es absolut egal und jeder soll das haben und anbieten können, was er/sie möchte.
Wenn Hotels allerdings Kinder ungeniert "aussperren" dürfen, sollte man auch ein Konzept "Russenfreie-Hotels" oder "Engländerfreie Hotels" anbieten dürfen, oder sehe ich das falsch ? Ab welchem Punkt reden wir von Diskriminierung ?
(Ich habe nichts gegen Russen oder Engländer ! Das ist nur ein Beispiel !) -
Es gibt Hotels die Gäste bestimmter Nationalitäten nicht akzeptieren, allerdings nicht in Deutschland. Zudem gibt es Hotels die exklusiv von einem Reiseveranstalter in einem bestimmten Markt angeboten werden, da kann man dann davon ausgehen, dass überwiegend Klientel von dort im Hotel anzutreffen ist.
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@Holly-man
Kann nur von einer Erfahrung berichten: Das Ü16 Hotel in Paphos / Zypern hatte bei meinem ersten Aufenthalt keine unmittelbaren Nachbarn, später kam rechtsseitig ein weiteres Adults-only hinzu.
Der Strandabschnitt war damals / ist auch noch heute nicht abgesperrt, die Liegen, Schirme am Strand waren / sind allerdings nur für Hotelgäste.... womit es für diejenigen, die Liege + Schirm wünschen, dort eher uninteressant ist. -
Ich bin der Meinung, das an kinderfreien Hotels nichts diskriminierendes ist. Es sollte doch möglich sein einen Urlaub in Ruhe und Entspannung zu verbringen. Das sollte rechtlich auch mal geklärt werden. Es beschwert sich doch zum Beispiel in einem Thermalbad auch keiner das Kinder nicht in die Ruhezone dürfen. Wenn ich in einem Erwachsenenhotel einchecke dann habe ich das so gebucht und sollte dieses dann nicht zutreffen würde es natürlich entsprechende Reklamation geben.
In diesem Zusammenhang möchte ich mal feststellen das mit dem Begriff Diskriminierung gerade was das Thema Kinder angeht mittlerweile alles umschrieben wird was möglicherweise nicht in das Weltbild von Eltern usw past, die eben mal, meine Kinder sollten unbedingt zu jeder Zeit alles dürfen. Ich hatte selber Kinder und jetzt bald 4 Enkelkinder, habe sie gerne bei uns, aber in Urlaub fahre ich mit ihnen nicht.
Hotel Ü 18 wäre ein Segen, möglicherweise auch für gestresste Eltern die dann ihre Sprößlinge auch mal bei Oma und Opa lassen
Nichts für ungut

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Mit dem vermeintlichen Diskriminierungsvorwurf sind manche Leute und auch Organisationen ganz fix zur Stelle. Argumentationsprinzip: Alles muss für alle erreichbar/verfügbar sein, sonst ist das Ausgrenzung. Je nach Ausrichtung wird das für Eltern, Kinder, Erwerbslose, Behinderte, Drogensüchtige, Drogendealer, Eigentumskriminelle, Migranten etc. unterstellt.
Im Gastronomiebereich funktioniert es mit dem zielgruppenspezifischen Ausschließen bestimmter Gästegruppen recht gut und ohne Knirschen im Gebälk. Wenn das Sternelokal ein Süppchen zum Preis meines gestrigen Buffets beim Griechen anbietet, schielt man nicht auf Otto Normalverdiener. Eine Raucherkneipe schließt eingefleischte Nichtraucher aus. Ich sah auch schon mal das Foto eines Schildes vor einem Restaurant "Allergiker haben keinen Zutritt, wir kochen wie vor 40 Jahren".
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Mit dem vermeintlichen Diskriminierungsvorwurf sind manche Leute und auch Organisationen ganz fix zur Stelle. Argumentationsprinzip: Alles muss für alle erreichbar/verfügbar sein, sonst ist das Ausgrenzung. Je nach Ausrichtung wird das für Eltern, Kinder, Erwerbslose, Behinderte, Drogensüchtige, Drogendealer, Eigentumskriminelle, Migranten etc. unterstellt.
Im Gastronomiebereich funktioniert es mit dem zielgruppenspezifischen Ausschließen bestimmter Gästegruppen recht gut und ohne Knirschen im Gebälk. Wenn das Sternelokal ein Süppchen zum Preis meines gestrigen Buffets beim Griechen anbietet, schielt man nicht auf Otto Normalverdiener. Eine Raucherkneipe schließt eingefleischte Nichtraucher aus. Ich sah auch schon mal das Foto eines Schildes vor einem Restaurant "Allergiker haben keinen Zutritt, wir kochen wie vor 40 Jahren".
@Florian80w sagte:
Mit dem vermeintlichen Diskriminierungsvorwurf sind manche Leute und auch Organisationen ganz fix zur Stelle.
Wenn man das Wort "Diskriminierung" wortwörtlich nimmt, heißt es übersetzt "trennen", "absondern", "abgrenzen" ........
Demzufolge ist es schon diskriminierend
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Holly-man, es wurde auf den Vorseiten schon erwähnt, dass es auch Paarhotels gibt, die man als Alleinreisender nicht buchen kann. Auch diskriminierend ?
Ich empfinde es nicht so, und ich muss nun auch nicht unbedingt als Alleinreisende gerade in dieses eine Paarhotel am Ort, obwohl mir eine große Anzahl weiterer Hotels zur Verfügung steht.