• rhizzi07
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    geschrieben 1315424798000

    Genussvolles Schnorcheln und hilfreiche Hinweise dazu

    Per Definition kann man auch in der Badewanne schnorcheln  ;) . Will das einer?

    Was gibt es alles zu beachten?! Außer dem Respekt vor und der Liebe zur UW-Welt spielt die Technik eine sehr große Rolle, angefangen mit der Ausrüstung. Kein Sportler gäbe sich mit billigem Zeug ab, selbst zum Joggen kauft man sich entsprechendes Schuhwerk. Darüber hinaus verzichten inzwischen die wenigsten auf Detailwissen! Ist das nicht toll? Warum nicht auch zum Thema SCHNORCHELN?

    Meine Vorbereitungen für einen Schnorchelgang sind inzwischen ein Ritual geworden, jeder Schnorchelgang - technisch gesehen - ein Erfolg. Aber das war nicht so von Anfang an. Hier nun meine persönlichen Erfahrungen:

    Was ist denn das Wichtigste? Das Sehen natürlich! Also muss die Maske eine gute Sicht bieten und ebenso gut sitzen. Masken kann manin einem Fachgeschäft so lange prüfen, bis man die richtige gefunden hat. Ob sie dicht ist, lässt sich beim Anpressen feststellen. Sie muss ohne sonstiges Nachhelfen haften, wenn ich durch Einatmen Unterdruck erzeuge. Haftet sie nicht, ist mein Gesicht zu fettig, sind Haare oder ein anderer Fremdkörper eingeschlossen.

    Die gute Silikonmaske muss ebenso gut gepflegt werden. Ich sehe oft die ABC-Ausrüstung unter Sonnenschirmen hängen, an Windschützen, - der prallen Sonne achtlos ausgesetzt. Gift pur! Die Maske ist nach jedem Schnorchelgang mit Süßwasser auszuspülen. Sie wird es durch Langlebigkeit danken, wenn sie abends, mit den Händen voll von restlichem Shampoo vom Haarwaschen ausgewaschen, abgespült und mit einem weichen Handtuch abgetrocknet wird. Am anderen Morgen genügt das konsequente Einspeicheln und kurze Ausspülen. Sie wird bestimmt nicht beschlagen!

    Um das Druckgefühl - wenn ich 2 - 3 Stunden unterwegs bin, stellt sich das schon ein - zu lindern, die Maske dann und wann ausblasen. Dafür drückt man sie an der Stirn fest an, bläst mit der Nase Luft ein und presst sie dann ringsum wieder an. So kann man sie auch nach oben oder unten verschieben, und die Abdrücke sind dann weniger tief. Die Maske braucht bei ordnungsgemäßer Vorbereitung und Handhabung beim Schnorchelgang nicht ein einziges Mal abgenommen zu werden!

    Der Schnorchel sollte unten gebogen sein, damit er im Mund nicht drückt oder zur Seite zieht. Er sollte ein gutes Auslassventil haben. Nicht die einfachen, schwarzen Notfallröhrchen der Taucher verwenden!

    Den Schnorchel kann immer im Mund verbleiben, denn kondensierter Speichel oder evtl. eingedrungenes Meerwasser (bei hochwertigen Schnorcheln sehr unwahrscheinlich) kann ebenfalls ausgeblasen werden. Dafür verschließt man mit einer Hand das obere Schnorchelende und bläst heftig hinein. Die Flüssigkeit wird mit großem Druck nach unten durch das Auslassventil gedrückt und man hat erst einmal wieder Ruhe vor dem störenden "Schlürf- oder Röchelgeräusch". Taucht man ab, hört man, wie der Schnorchel voll Wasser läuft. Taucht man auf, bläst man stark hinein und das Wasser spritzt in großem Bogen hinaus. Danach kann man ruhig weiter atmen. Evtl. kann man den Schnorchel nochmals ausblasen. Das war es dann auch schon. Auch der Schnorchel sollte wegen des Silikons mit Süßwasser gespült werden.

    Leider werden die Flossen immer länger und sind vielfach mit zahlreichen "Jetdüsen" versehen.

    Ein Schnorchler benötigt keine riesigen Geräteflossen wie die Taucher, hinten offen und mit Riemenverschluss. Sinn der Geräteflosse ist, sie abnehmen zu können und zu Fuß weiter zu gehen. So können Taucher, wenn sie ausnahmsweise abgetrieben wurden, mit den mit Füßlingen geschützten Füßen auf Riffdächern zum Tauchcamp zurückkehren.

    Füßlinge sind leider ein Daueranblick geworden. Damit lässt sich fantastisch auf dem Riffdach und im Wasser alles platt treten, ohne ihren Inhalt zu beschädigen. Es ist eine Frage der Priorität:wer/was ist wichtiger? Ich/meine Unversehrheit oder die Natur? Diese Frage muss jeder für sich beantworten.

    Die Reiseveranstalter geben oftmals in ihren Katalogen den Hinweis auf Korallen in der Uferzone. Hier empfehlen sie, "Badeschuhe" zu tragen, anstatt um einen kleinen Umweg zum Meer zu bitten, um die Korallen zu schützen... :kuesse:

    Für Schnorchler genügt eine breite Kurzflosse, die erheblich leichter und praktischer zu handhaben ist und in jeden Koffer passt. Sogenannte "Jetdüsen" in der Flosse sind für die Optik. Sie lassen Wasser durchströmen und reduzieren damit den Widerstand, der benötigt wird, um sich abzustoßen zu können.

    Zur sicheren Fortbewegung im Wasser (dazu gehört auch das Wenden-Können auf der Stelle, z. B. in engen Passagen mit Feuerkorallen unerlässlich) und dem Überblick (wie oft sieht man Händchen-haltende Pärchen, die keinen Zentimeter zur Seite ausweichen, oder angestrengt den Meeresgrund Beobachtende, die einem geradewegs ins Gesicht schwimmen, manchmal wird von hinten in die Flossen hinein geschwommen... gehört vor allem die waagerechte Position. Ausschließlich im Tiefwasser stelle ich mich senkrecht, denn meine Flossen bekommen keine Bodenberührung und können somit keine Korallen beschädigen oder Sediment aufwirbeln, was auf die Korallenpolypen niedersinken kann :disappointed: .

    Möchte ich mich den Fischen nähern, um sie zu beobachten oder zu fotografieren, verhalte ich mich ruhig und bewege mich sanft. Selbst der Flossenschlag lässt sich so dosieren, dass er nicht einen Vorhang von -zigtausenden von Luftbläschen erzeugt, so dass der Überholte erst einmal 1 Minute lang nichts sieht.

    Rücksicht besteht auch darin, sich ruhig zu verhalten und auf Abstand zu bleiben, wenn ein anderer etwas beobachtet.

    So verlockend es auch ist, eine Schildkröte zu berühren, man sollte es sich verkneifen. Die Meeresbewohner haben alle eine mit einem Schutzfilm versehene Haut/Oberfläche. Durch Berührung wird dieser Film beschädigt und Parasiten können sich einnisten. Fische haben keine Ärzte, nur Putzstationen, wo ihnen geholfen wird, aber auch nur bis zu einem bestimmten Grad :sad: .

    Die Herstellernamen meiner hervorragenden ABC-Ausrüstung habe ich hier nicht veröffentlicht. Sollte der eine oder andere Details dazu wünschen, gebe ich sie selbstverständlich gern bekannt.

    Allen zukünftigen Schnorchlern wünsche ich viel Freude und viele, schöne Fischbegegnungen :p . Sicherlich habe ich einiges übersehen, aber Ihr könnt mich ansprechen, wenn Ihr noch etwas wissen möchtet.

    Den "alten Hasen" war das alles bestimmt nichts Unbekanntes. Wenn Ihr noch Tipps habt für mich, raus damit! Ich freue mich schon jetzt auf Neues.

    rhizzi07
  • curiosus
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    geschrieben 1315425331000

    ...Doppelposting = geschlossen... ;)

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