• susann8493
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    geschrieben 1441552528000

    Hallo zusammen

    ein Reiseveranstalter in der Schweiz hat eine Rundreise & Baden Rundreise (15 Tage) in Venezuela ausgeschrieben. Die Reise erscheint uns sehr reizvoll. Flug nach Caracas, Stadtrundfahrt usw. inkl. Weiterflug nach Los Roques,  3 Tage segeln (Katamaran) und schorcheln, Weiterflug nach Puerto Ordaz, Erkundung des Orinoco-Deltas, Weiterflug nach Caima, BesuchTafelberg, Angel-Falls, Orchideeninsel usw. Weiterflug nach Porlamar, 4 Tage zur "Erholung" im Hotel auf der Isla Margarita. Es gibt eine örtliche, deutsch sprechende Reiseleitung. Wer hat Erfahrungen gesammelt bezüglich Sicherheit in letzter Zeit in Venezuela? Müssen Impungen vorgenommen werden? Malaria-Prophylaxe nötig? Wie sind aktuell die Getränke-Preise/Nebenkosten zu budgetieren? 

    Wir freuen uns auf deine Rückmeldung.

    Susann3

  • mkfpa
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    geschrieben 1441606184000

    In einem Land mit ca. 25.000 Morden innerhalb eines Jahres muss ich nicht unbedingt Urlaub machen. ;)

  • wiener-michl
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    Verwarnt
    geschrieben 1441609901000

    hallo Susann,

    ich war im Januar letzten Jahres 4 Wochen dort, deshalb sind meine Erfahrungen ziemlich aktuell.

    Das Land ist sehr sehr schön, hat wahnsinnig viel zu bieten.

    Das Sicherheitsproblem, was mein Vorschreiber hier anspricht, existiert wenn überhaupt nur in Caracas. Ich weiß nicht wo er diese Zahl her hat, ist aber wurscht da du bei einer geführten Rundreise sicher bist. Die Guides wissen schon wann und wohin sie die Leute bringen koennen. Caracas soll aber nichts zu bieten haben, wir haben es damals ganz ausgelassen.

    Impfungen brauchst du keine.

    Die Rundreise, die die Schweizer da zusammengestellt haben find ich nicht besonders gut, man sieht eigentlich sehr wenig vom Land, nur 2 Wochen und davon eine auf 2 Inseln, nur zum Baden ist die lange Anreise nicht wert. Kriegst du woanders viel bequemer.

    Die Nebenkosten sind sehr niedrig, falls du was bekommst.

    Das ist das Hauptproblem des Landes zur Zeit, die Versorgungslage ist durch die Misswirtschaft der Regierung total am Boden.

    Für Grundnahrungsmittel muessen die Leute stundenlang anstehen, falls es überhaupt was gibt.

    Nur Bier und Schnaps gibts immer und überall an jeder Ecke.

    Die Wochenenden sind immer ein kollektives Besäufnis im Land, ist der Hammer was sich da abspielt.

    Ich würde dir raten eine Rundreise mit Veranstaltern im Land zu machen.

    Gibt mehr als genug dort, die Branche ist fest in der Hand von deutschen Auswanderern.

    Du zahlst viel weniger und wirst viel besser beraten.

    lg

    Wenns Arscherl brummt ists Herzerl gsund
  • mkfpa
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    geschrieben 1441648305000

    Die Zahl habe ich von einem Kollegen der öfters beruflich in Venezuela ist und nachzulesen hier: https://www.osac.gov/pages/ContentReportDetails.aspx?cid=17137

  • Pesche
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    geschrieben 1441683541000

    Hallo Susann

    Lass dich durch die negativen Feedbacks nicht verunsichern. Diese Schnupper-Rundreise ist dazu angetan, dieses landschaftlich einmalige Land mit liebenswürdigen Einheimischen noch mehrmals bis in die hintersten Winkel zu bereisen. Wie schon erwähnt wurde, während der organisierten Rundreise mit versierten Guides habt nichts zu befürchten. Und gewisse Quartiere in Caracas, die man nach Einbruch der Dunkelheit nicht unbedingt besuchen sollte, stehen mit Sicherheit nicht auf dem Tourprogramm.

     

    Noch etwas zu Puerto Ordaz: Ciudad Guayana wurde im Jahr 1961 als ein Projekt der Corporación Venezolana de Guayana gegründet, in dem die beiden Städte zu beiden Seiten des Caroní, nämlich San Félix und Puerto Ordaz vereinigt wurden. Die Stadt Ciudad Guyana ist das wirtschaftliche Zentrum des Bundesstaats Bolivar und das Zentrum der Stahlindustrie Venezuelas.

     

    Bedeutend und gleichzeitig eine der touristischen Attraktionen der Stadt ist das Guri-Wasserkaftwerk, das einen massgeblichen Teil des venezolanischen Bedarfs an elektrischer Energie produziert und zu den grössten Wasserkraftwerken der Erde zählt. Sollte dieses imposante Kraftwerk in einer einmaligen Gegend auf dem Programm stehen, lasse ich das Kraftwerk, das ich als Projektingenieur im Auftrag meiner Ch-Arbeitgeberfirma mit den drei grossen Buchstaben während Jahren mehrmals besuchte -- herzlich grüssen!

     

    Pesche

    Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
  • Lexilexi
    Dabei seit: 1091059200000
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    geschrieben 1441698301000

    Warum warnt denn das auswärtige Amt schon seit Jahren , und seit dem Tod von Chávez immer vermehrter, vor einer Reise nach Venezuela ? 

    Sorry, aber so ganz blauäugig sollte man das tatsächlich nicht in Angriff nehmen.

    Das "F" in Montag steht für Freude.
  • Pesche
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    geschrieben 1441725985000

    Ob man blauäugig ist, wenn man heute Venezuela bereist, sei mal dahingestellt. Auch das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) schreibt: „Bei Reisen nach Venezuela ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die politische Lage ist gespannt und Gewaltkriminalität weitverbreitet“.

    Vielmals sind Touristen die als wandelnde Video- und Schmucksäulen in der Gegend rumwatscheln und mit Geld um sich werfen selber schuld, wenn sie von Ganoven überfallen oder in gewissen Bars bis aufs Hemd ausgenommen werden. Man sollte sich strikte an die Anweisungen der Tour Operators halten, die mit den Gegebenheiten vor Ort bestens bekannt sind. Für Individualreisende sieht es etwas anders aus. Grosse Flexibilität und gute Spanischkenntnisse sind ein absolutes „MUSS“, wenn man das Land auf eigene Faust und ohne Guide mit Bus, Sammeltaxi, Flieger und Miet-Pkw bereisen will. Aber es lohnt sich in jeder Beziehung. Für mich ist Venezuela, verglichen mit anderen Lateinamerikanischen Staaten, die ich auch geschäftlich bereist habe, immer noch das abwechslungsreichste Land Südamerikas. Schneebedeckte „Hügelchen“ in den Anden, geheimnisvolle Urwälder, Savannen und nicht zuletzt die trotz Massentourismus immer noch einmaligen Karibikstrände. Und nicht zuletzt, eine Fiesta mit Musik und Tanz bis in die frühen Morgenstunden, inmitten aufgestellten Einheimischen irgendwo im Innern des Landes oder an der Küste muss man erlebt haben. Südamerikanisches Flair in Reinkultur – trotz wirtschaftlicher Misere!

     

    Ich geniesse das Privileg, voraussichtlich nächstes Jahr ehemalige einheimische Geschäftsfreunde in Venezuela zu besuchen und mit ihnen das Land einmal mehr bis in die hintersten Winkel kreuz und quer zu bereisen. Und mit Sicherheit etwas wehmütig an alte Zeiten zurückdenken, als ich mit der Fähre inmitten „Eingeborenen“ die Bucht von Maracaibo oder den Orinoco bei Ciudad Bolivar überquerte, weil damals noch weit und breit keine Brücke vorhanden oder an Robinsonaden auf menschenleeren vorgelagerten „Inselchen“. Leider muss ich, sowie es aussieht, auf einen geplanten abenteuerlichen Landwegtrip von Venezuela nach Kolumbien verzichten. In ein Scharmützel zwischen Drogendealern und Polizisten zu geraten ist nicht so mein Ding.

     

    So oder so -- JederMann/Frau muss selber entscheiden, ob eine Reise nach Venezuela unter der heutigen politischen Lage verantwortbar ist. Auch in unseren Breitengraden gibt es vermehrt „böse Buben“ und spontane Demos, von denen man sich tunlichst fernhalten sollte!

     

    Pesche

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