Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
-
noki wrote:
Danke für die "Blumen",aber warum rüg* keiner die Fehler in "Feliz navidad"?Ach, ich schreibe doch nur etwas aus dem täglichen Leben, das ist doch schon alles! Was ist daran schon groß faszinierend?
..... weil doch Weihnachten ist.
Für Dich gehören diese Erlebnisse vielleicht mittlerweile zum Alltag. Wir " Foren - Leser " erfahren aber durch Deine Berichte wie sich das Leben abseits der " Tourimeilen " abspielt und das wiederum ist absolut faszinierend. Ich denke mal, dass sich die wenigsten Menschen überhaupt vorstellen können, heute noch so zu leben wie die " Ureinwohner " Teneriffas?
Auf viele weitere, spannende Episoden wartend,lG, Ute
-
@noki
Ganz ehrlich…als ich gestern zum ersten Mal einen Beitrag von dir in einem anderen Thread (Die Qual der Wahl) gelesen habe, dachte ich, „was für ein ignoranter Arxxx“.
Warum hilft er der Frau nicht? Warum macht er sich auch noch lustig darüber? Aber je mehr Beiträge ich von dir gelesen habe, desto mehr habe ich deine Argumentation verstanden.
Nachdem ich mir heute Morgen noch ca. 50% „Rätsel und Geheimnisse“ durchgelesen habe, (die anderen 50% folgen noch) muss ich meine Gedanken, s.o., revidieren und dir Respekt zollen.
Was für ein Engagement.
Bitte noch mehr von den Geschichten die das, respektive dein Leben schreibt.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch
Viele Grüße von einem der noch nie auf der Insel war, es sich jetzt aber mal vorgenommen hat.
Roger -
Hallo Dieter,
heute endlich mal möchte ich mich für deine sehr interessanten und aufschlussreichen Berichte ganz herzlich bedanken.
Wir fliegen am 31.12. nach Teneriffa, ich glaube es ist das 5.mal dass wir auf der Insel sind.
Mit deinen Aufzeichnungen im Hinterkopf werden wir diesmal Teneriffa sicher noch intensiver erleben.Feliz Navidad y prospero año nuevo
lg Lucie
-
Juchuuuu! 
Wir haben Nachwuchs, ein Eselfräulein wurde soeben (3:35 Uhr, 25. 12. 2009) geboren!
Da werden Delia und Manolo sich sehr freuen.
Mama und Kind sind wohlauf.
Das wird eine große Bescherung geben, denn um 10 Uhr werden Lucita mit den Eltern und Großeltern der beiden kleinen Gäste in einem ganz zivilen Hubschrauber erwartet, und alle Kinder aus der Nachbarschaft kommen zur Bescherug, wie alle Jahre zuvor. Die findet immer für alle, groß und klein, am 25. in der großen Eingangshalle statt, in der dazu 2 Tage vorher extra der große Kamin angefeuert wird. So lange dauert es bis der Eingangsbereich mollig warm ist; heute, wenn es regnet, holen wir die Familien mit Wagen ab. Sie bleiben dann einige Tage bei uns. Das ist immer ein ganz großes Ereignis für alle! Es sind dann gute 170 bis 200 Leute hier versammelt. Alle die irgendwie für dieses Haus und seine Besitzer tätig sind.
Gefeiert wird in einer neuen, beheizbaren Reithalle, die eigens dafür hergerichtet wird. Und so viele Gäste wollen ja auch gut versorgt werden! Gut beherbergt sein sollen sie auch alle. Nur an den Weihnachtsfeiertagen sind es so viele Gäste. Auch ich stelle für diese Zeit natürlich meine Räume zur Verfügung und schlafe urgemütlich ...... - in einer Kammer neben einem Stall! Das zentrale Gebäude besteht aus einer Anzahl in sich abgeschlossener Wohneinheiten, also 1 1/2 - 2 1/2 Zimmer-Wohnungen. Allerdings nur mit einer sehr kleinen Küche, mehr nur eine Kochgelegenheit, denn in diesem Haus essen alle gemeinsam in einem großen sehr stilvoll eingerichteten Raum neben der Küche, das ist hier Brauch, was ja auch sinnvoll ist. Das ganze Gebäude ist innen und außen nach altem iberischen Festlandstil eingerichtet und gebaut, - urgemütlich und wertvoll eingerichtet! Küche, Bäder, und alle anderen Wohnräume sind natürlich mit modernster Technolgie ausgestattet.
Aber an Helfern mangelt es an solchen Tagen wahrhaftig nicht, und an Essbarem schon gar nicht. Alle "******" sind randvoll! Für unsere Gäste ist es das Jahresereignis, und nicht nur für sie! Ich muß gestehen, dass ich so etwas in dem Ausmaß auch noch nirgendwo erlebt habe, auch nicht einmal auf Malloca!
Neujahr wird auch das kleine Eselfräulein getauft und die Geburts-, Tauf- und Besitzurkunden an usere beiden kleinen Gäste überreicht. Noch ahnen sie nichts von alledem! - Auch nicht vom Besuch und der Ankunft ihrer Eltern und Großeltern. -
Die Eselmama hat übermäßig viel Milch; so kann ein Teil abgezweigt und z.B. zu Extrakt oder Trockenmasse konserviert werden. Eselmilch ist sehr begehrt und teuer, und sie wird zu allem möglichen verwendet. Verdünnt auch als Ersatz für menschliche Muttermilch, und für Cleoatras Töchter als Kosmetik! Nur so zum trinken ist sie viel zu fett, etwa 4,2 bis 5,1 % Fettgehalt und zusätzlich eine Vitaminbombe und das beste Antibioticum! Die beste und teuerste Babynahrung kann diese Muttermilch nicht ersetzen. Während der "Stillzeit" sind die Werte noch viel höher. Da hat man sofort einen schlimmen Durchfall, nicht so sehr vom Fett, sondern vom Milchzucker und von der Lactulose. Sie sieht auch etwas mehr wie Lebertran aus, nicht sehr anregend zum trinken, weil ihr einige Zusatz- und Inhaltsstoffe der Kuhmilch fehlen! Muttermilch sieht ja auch nicht ganz schneeweis aus!
Der große Tag der Bescherung und die Ankunft des Hubschraubers mit Lucita und der Familie der Kinder erfordert einen gesonderten Bericht! Es wäre unmöglich den hier mit einzubinden.
Vielleicht werde ich darüber schreiben, falls hier im Forum Interesse besteht, denn es gibt einmalige Schlüssel-Erlebnisse und -Momente, durch die große Ereignisse erst zu solchen werden! Und dieses war fürwahr beides. Das wird ganz gewiss in die Chronik dieses Hauses eingehen!
Neujahr ist alles vorbei, - und alles schien wie in einem wundervollen Traum zu sein, und doch war es keiner!
Das sind die schönsten Augenblicke im Leben!Ich traue mich nicht mich noch vor den Kindern von hier zu verabschieden!
Ich bin feige und habe Angst vor der Szene und den Tränen. Leichter wäre alles, wenn unsere Freundschaft nicht ganz so tief sein würde!Tagelang haben wir uns schon das Schneechaos in Alemania im Fernsehen angeschaut, dann sind wir raus und haben zum Teide hochgeschaut um nur wieder festzustellen, dass der Vater Teide eine weiße Mütze auf hat, aber leider auch nicht mehr als diese! Vom Erzählen wissen die Kinder schon in etwa was Schnee ist, aber eben nur sehr märchenhaft. Darum habe ich schon jeden Tag darauf gewartet, dass sich der Teide einmal eine weiße Jacke anzieht damit wir mit den Kindern hochfahren und uns im Schnee tummeln können. Heute um 8 Uhr war es dann endlich soweit. So schnell hat die Bande noch nie gefrühstückt. Schon nach 30 Min. standen alle reisefertig an den Autos. In 1 Std. waren wir über Abkürzungen am Fuße des Teide, am Hotel bei den Los Roques.
Wie ich es mir schon dachte, der "Schnee" war eine herbe Enttäuschung; er war natürlich total verharscht! Unbrauchbar für einen Schneemann und eine Schneeballschlacht. Aber die Kinder hatten ihre Freude bis die Hände vor Kälte weiß wurden, dann nahmen wir nach einem heißen Kakau wieder reisaus in wärmere Regionen. Ist doch klar, die Sonne taut den frischen Schnee oben an und er vereist gleich wieder bis er gegen Mittag ganz weggetaut ist bis wieder nur der Hut bleibt.
Nun wissen alle was Schnee ist und wie es hier in Alemania nun augenblicklich aussieht!Ist es wirklich so schlimm mit dem Wetter bei euch, so wie es das deutsche Fernsehen zeigt?
Grüße Dieter
-
Wir sind in Adeje im Apparthotel, dort gibts ja kein schönen Strand. Wo gibts in der Nähe, oder überhaupt ohne viel Fahrzeit ein schönen Strand???
-
@ rf project,
wer nach Teneriffa reist weiß für gewöhnlich, dass Strände wie z. B. auf Mallorca nicht zu finden sind. Trotzdem finde ich persönlich die Strandabschnitte Playa Bobo oder Playa Troja völlig ausreichend, denn ich brauche keinen kilometerlangen Strandabschnitt. Schließlich geht es mir hauptsächlich um´s Wasser und das hat man auch an einem kleinen Strand.

Suchst Du weißen Sand, dann wirst Du 1 Stündchen Fahrtzeit auf Dich nehmen müssen um zum Playa de las Terisitas oberhalb von Santa Cruz zu kommen. Möchtest Du Wind und Wellen dann bist Du mit dem Playa el Medano gut bedient. Doch um beide Strände erreichen zu wollen, brauchst Du nunmal ein Auto.
-
Louboutin wrote:
@ rf project,Suchst Du weißen Sand, dann wirst Du 1 Stündchen Fahrtzeit auf Dich nehmen müssen um zum Playa de las Terisitas oberhalb von Santa Cruz zu kommen.
Es gibt auf Teneriffa keinen weißen Sandstrand. Die Playa de las Teresitas wurde mit Sand aus der Sahara aufgeschüttet und dieser ist bekanntlich nicht weiß sondern allerhöchstens als goldgelb zu bezeichnen. -
-
Danke. Auto haben wir und Wellen sind immer genial!

-
URLAUB! - - Ein Begriff ?!
Es gibt wohl kaum ein Wort das so viele Bedeutungen hat oder mit dem sich nicht so viele Bedeutungen verbinden lassen!
Typ I. Für den bedeutet es Horror und Stress: Koffer packen, weg vom heimischen Herd und Kühlschrank, Anreise zum Flughafen mit dem nervenzehrenden Einchecken, weil Mama ja den verdammten Personalausweis wieder mal in einer der fünfunddreißig Taschen und Beutel vergraben hat, Drängelei am Gate und Rennerei zum Flieger, damit ja keiner die letzten fünf Zeitschriften wegnimmt, vieeeeel zu enge Sitzreihen, die pappigen Sandwitch und keinen Hirschbraten nicht einmal eine angemessene Flugente, usw. usf…….. Und bei der Ankunft das Ganze nochmals rückwärts! Natürlich bleibt der Müll am Platz, damit die endlich mal merken, dass man das mit uns nicht machen kann, wer sind wir denn?!
Und dann das Hotel, man kann es nicht fassen! – Mama, hol schon mal die Beschwerdeliste raus! – Bei AI mit Sonderrabatt sollte das Personal wenigstens Deutsch sprechen, und das Zimmer, mein Gott viel zu klein, laut Katalog um ganze drei Zentimeter, unser Hund hat ein besseres Bett, das Essen zu sehr gewürzt oder gar nicht, ebenso zu kalt oder zu heiß, aber jedenfalls mit zu viel Öl und zerkocht oder noch roh, keinesfalls genießbar.
Am Pool und am Strand sind viel zu viele Leute und entschieden zu viel Sand, das ist lästig. Dazu noch diese gnadenlose „Hautkrebssonne“ warum überdacht man das nicht? Geld genug bezahlen wir schließlich ja! Usw. usf. …… Wären wir bloß zu Hause geblieben! (Wie wahr! Er/sie sind nicht anpassungsfähig! Anm. von mir)Typ II. Für den bedeutet es Freude und Erholung: Deswegen hat er von sich aus auch wenig zu sagen! Gewissermaßen nur dass es schade ist irgendwann wieder nach Hause zu müssen!
Und dazwischen liegen alle die Mitläufer, die gar keine Meinung haben oder sie wegen des häuslichen Friedens nicht äußern dürfen!So verschieden sind die Menschen! Wobei Typ I für mich zu bedauern ist.
Ich gehöre der zweiten „Blutgruppe“ an, und sage was ich denke! Egal, ob es jemandem nun passt oder nicht. Auf jeden Fall bin ich leider wieder zu Hause! Wenn man mehrere „Zuhause“ hat, bleibt es nicht aus alle einmal zu besuchen! Selbst wenn ich auf Teneriffa und auch Mallorca schon recht viele Grashalme persönlich kenne, so zieht es mich immer wieder dort hin, mit dem Bewusstsein noch viel zu wenig zu kennen um gegen unpassende Sprüche wie „wie kann man bloß immer wieder dorthin fahren“ argumentieren zu können. Glaubt mir, ich kann das nun ohne zu googlen! Hartnäckig und beständig, wie es sich für einen richtigen Steinbock gehört.
Nun bin ich also wieder hier nach vielen teils aufregenden und erholsamen Wochen. Ganz gewiss aber ein „Urlaub“ ganz anderer Art. Ihr alle seid ja eigentlich mehr oder weniger gut über meine Aktivitäten unterrichtet worden. Das habe ich dann immer gemacht, wenn ich abends absolut keine Meinung mehr hatte irgendeinen Papierkram aufzuarbeiten oder mich an Geselligkeiten zu beteiligen, denn gesellige Abende fanden immer statt. Und sobald Delia im Bett war, fielen mir oftmals auch die Augen zu; sogar draußen ganz abseits. Und man ließ mich dort schlafen, mitten zwischen dem ganzen Touristen-Ungeziefer, den Kakerlaken, Ameisen und was die Leute sonst noch in den Hotellzimmern haben. Sehr zum Neid von Lucita, denn für eine Frau schickt sich das doch nicht, sagen die Moralapostel!
Dieses Kapitel ist also, bis auf eine Ergänzung, abgeschlossen!
Diese Ergänzung hat es aber auch in sich. Wir machten ja alles ehrenamtlich, bis auf das Material. Es gab also keinen Auftraggeber, nur eine Beschaffungsstelle beim Ministerium in St. Cruz.Und laut Vereinbarung hatten wir auch keine Abrechnungen oder Nachweise zu erbringen. Insgeheim taten wir das für uns selbst aber doch wöchentlich. Lucita als Juristin hatte dazu geraten, und das war im Nachhinein gut so. Denn auf Grund dessen verloren noch später einige Beamte ihre Ämter und Würden, - ganz wie bei uns! Und das kam so: Nach vollendeter Arbeit, schon wieder zurück in Erjos, schickte man uns einen Packen Zusammenstellungen und Abrechnungen zur Durchsicht zu, eine interne Endabrechnung der Behörde mit dem aufgestempelten Vermerk „für den internen Dienstgebrauch“. Das war wohl so nicht geplant gewesen, denn bei der Durchsicht fielen Lucita, die das machte, sofort ganz erhebliche Beträge ins Auge, die abgerufen worden waren, aber nicht von uns und auch nie an uns gezahlt worden waren. Hier in der Abrechnung aufgeführt mit der Bezeichnung „Bereitstellung und Entgelt von Manpower“ und „Dienstreisen zur Baustelle und zur Materialbeschaffung“ bis auf’s Festland! Das war dann doch der Gipfel. Da hatten doch einige Beamte unrechtmäßig Arbeitslöhne abgerechnet und sich in die Tasche gesteckt! Und ich dachte sowas gibt es nur bei uns. Den Rest und die Folgen könnt ihr euch selbst ausmalen! Deswegen hatten sich auch einige da oben vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft beinahe die Beine ausgerissen!
Die ganzen Festtage sind vorbei, danach ist auch dort der Alltag wieder eingekehrt. Ergreifend war es noch als Delias Eltern und Großeltern zu Besuch kamen. Da war Delia nicht mehr zu halten, ganz im Gegenteil zu ihrem Bruder, der das alles mit Gelassenheit hinnahm! Die letzte Zeit lebten wir so in den Tag hinein. Trotzdem war immer was zu tun mit Ver- und Ausbesserungsarbeiten an den Häusern, obgleich doch alles noch sehr neu und gepflegt ist. Auf alle Fälle wurde das Leben regelmäßiger und geordneter. Die quirligen Fress- und Festtage verlangten auch nach einem ruhigeren Ausgleich, und der äußert sich wohl, wie bei allen Spaniern, als Faulheit! Ich genoss das Leben in vollen Zügen!
Eines schönenTages berichtete mir jemand, dass ihr erzählt worden sei, Delia wäre schon mehrfach dabei gesehen worden, wie sieund zwei andere Mädchen ihres Alters heimlich mit großer Ausdauer und sehr lange sich vor einem Spiegel betrachtet hätten, insbesondere schienen sie ihre Gesichter intensiv gegeneinander begutachtet zu haben. Wie es zu dieser Beobachtung gekommen war, wollte ich gar nicht wissen, wenn diese nicht auf Neugier beruhte, aber das was ich da hörte gefiel mir gar nicht, zumal wenn man mir das noch so verlegen und schuldbewusst berichtet. Dem hatte ich vor sehr vorsichtig und behutsam nachzugehen. Nur allzu leicht kann durch solcherlei Gerede etwas geschehen was schlimme Folgen haben könnte und bei Delia große Wunden wieder öffnet, die doch gerade noch dabei sind zu heilen; ich meine die seelisches Wunden, mit denen sie zweifellos noch kämpft. Dass Mädchen vor demSpiegel stehen, ist normal und es wäre unnatürlich, wenn sie es nicht täten. „Große Mädchen“ tun das ja mit der größten Begeisterung bei jeder sich bietenden Gelegenheit! Das ärgert uns zwar mitunter, ist aber auch normal, so jedenfallsdie Meinung aller Frauen!
Nur bei Delia ist das eben nicht, oder noch nicht wieder so, dass sie sich ganz unbefangen in einem Spiegel betrachten kann. – Ganz deutlich und kurzgesagt: Sie sieht noch nicht ganz so wie eine kleine mädchenhafte Prinzessin wieder aus; man sieht bei näherer Betrachtung noch die Narben der Eingriffe und Operationen der plastischen Chirurgie an vielen Stellen. Zwar sind sie möglichst kaschiert und durch die langen Haare verdeckt, aber wenn jemand weiß wo sie sind, dann schaut er auch genauer hin. Und das fällt dann anderen auf und sie glotzen alle! Außerdem sind ihre Bewegungen noch nicht ganz so flüssig, weil ihre Feinmotorik durch die Kopfverletzungen schweren Schaden genommen hatte. Das ist aber kaum noch zu bemerken, selbst wenn man genauer hinsieht.
Also beriefen wir eines Abends einen kleinen internen Familienrat ein, in dem wir das abhandelten. Die beiden anderen „Spiegelprinzessinnen“ waren ermittelt worden, und nach einem lustigen Gespräch unter „Frauen“ haben diese zusammen so ganz nebenbei und unauffällig auch nach diesem Wie und Warum gesprochen. Dabei kam heraus, dass Delia von sich aus die beiden Freundinnen befragt hatte: Sehe ich anders aus als die anderen und bin ich anders? Alle weichen mir bei diesen Fragen aus, außer den Doctores, Lucita und Dieter! Und so kam das Ganze zustande durch eine wohl zufällige Beobachtung. Die Aufmerksamkeit der Übermittlerin war demnach auch gut gemeint, und verbarg keine unbedachten Hintergründe! Wir waren alle sehr erleichtert und froh über diesen Ausgang. Denn hier, wie in allen ähnlichen Fällen gilt immer: Spielt nicht mit dem Feuer es richtet schweren und dauerhaften Schaden an bei denen die es betrifft, dass über sie geredet wird! Ihr Leid hat sie sehr empfindsam gemacht oder werden lassen.
Bis ich mich endlich durchgerungen hatte nun doch Abschied zu nehmen war es ein harter Kampf. Deswegen kam mir das Wetter auch etwas als Entscheidungshilfe entgegen, es wurde unbeständiger, was zu dieser Zeit längst völlig nornal ist.
Alles mußte aber schnell und ohne große Abschiedsszenen geschehen, und so wußten auch nur Lucita und deren Eltern wann ich aufbreche, - kurz und schmerzlos, traurig sein können wir später. Aber alle die lieben Menschen dort haben es verdient, dass ich mich mit großer Freude ihrer erinnere. Einen Aufenthalt dort ohne sie könnte ich mir nicht vorstellen!
Wir alle dort haben einen Fehler, wenn man das so nennen will. wir schenken gerne und mit viel Freude und Liebe. Es geht dabei nicht um Kostbarkeiten, eher um geheime Wünsche, die irgendwann einmal beiläufig geäußert worden sind. Das schlug sich natürlich Weihnachten nieder. Da nun ja beizeiten abzusehen war, dass ich noch bis über den Jahreswechsel dort sein werde, mußte mir natürlich diesbezüglich was einfallen. Und es fiel ein, mit großem Erfolg und allseitiger Begeisterung.
Es gibt ja in Schleswig-Holstein viele Bernsteinmanufakturen, Museen, Schleifereien und viele Bernsteingeschäfte, die auf dieses Mineral spezialisiert sind. Und ich erinnere mich, dass wir uns lange vorher schon manchen Abend über Mineralien unterhalten hatten, nicht nur im Zusammenhang mit der Lava, sonder u. a. auch über das "Gold der Ostsee". Was lag also näher als per Telefon ein paar gute Freunde in Deutschland zu bitten eine kleine geschmackvolle und ausgefallene Auswahl zu schicken. Es gibt wunderschöne Sachen aus Bernstein, auch als naturbelassener Stein, nicht großartig bearbeitet sondern nur geglättet und poliert mit herrlichen Einschlüssen. Das ist die Seele des Steins. Der Bernstein ist so unsagbar vielfältig in seiner Verwendung.
Das war eine schöne Sache und hat allen sehr gut gefallen!
Und so bin ich wieder hier, sichte und sortiere meine Mitbringsel, die mengenweise Notizen und Aufzeinungen und träume von der schönen Zeit. Zum Abschied bekam ich von allen Familienmitgliedern einen kostbaren Goteo geschenkt. Das ist ein tiefschwarzer, glänzender Natur-Lavatropfen, etwa 2 cm groß, in der Tropfenform so wie er im Fall erstarrt, ähnlich einer Kaulquappe, nicht kugelrund. Gefunden wurde er in einer Lavadruse, die noch halb mit Wasser gefüllt war. Bisher sah ich nur einmal einen in einem Museum, so selten sind sie.
Wie oben schon gesagt, ich gehöre zum Typ II, also genieße ich meine Urlaube. Das kann mir keiner nehmen. Diejenigen, die des Types II sind wollen doch nur bedauert und bemitleidet werden, dabei ist alles was ihnen widerfährt selbst verschuldet!
Und sollte wiederr einmal irgendwann und irgendwo auf Teneriffa ein Trafo in einem kleinen Dörfchen dort einsam vor der Türe stehen, ich wüßte was zu tun ist! Und wir würden es wieder tun! Man braucht nur die glücklichen Gesichter vor Augen haben, dann fällt es leicht sich zu entscheiden.
Was Mallorca jetzt wohl macht? Ich glaube ich muß dort auch mal wieder nach dem Rechten sehen!
Aber die Sitzabstände im Flieger sind immer so eng. ------------ Wobei wir wieder am Anfang wären! Alles dreht sich im Kreis, wie so häufig in einigen Threads hier. :?Gruß Dieter
-
Hallo, ein super grosses Dankeschön an alle diese Berichte !!!!!!!!
Ich würde mir sowas in einem Reiseführer wünschen , ich habe das alles mit grossen Interesse gelesen .
Gruß Michael
-
Ich reaktiviere mal diese Rubrik mit einem Hinweis für Mietwagenurlauber: Unbedingt in den kleinen Ort El Sauzal nördlich Puerto de la Cruz fahren, die Lavaderos begucken und die Aussicht genießen.
-
Hallo, ein super grosses Dankeschön an alle diese Berichte !!!!!!!!
Ich würde mir sowas in einem Reiseführer wünschen , ich habe das alles mit grossen Interesse gelesen .
Gruß Michael
