Trinkgeld fürs Hotelpersonal
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Will mal ein "Tabu"-thema anwerfen

Mich interessiert an dieser Stelle mal wie ihr das so mit den kleinen finanziellen Aufmerksamkeiten dem Hotelpersonal gegenüber handhabt. Wie oft, wann, wieviel und wem drückt ihr die Nettigkeiten in die Hand oder legt sie im Zimmer aus (für das Servicepersonal)? Was haltet ihr für angemessen und was ist schon sowas von übertrieben, dass das Personal sich schon wieder arrogant behandelt fühlt?
Nun bin ich mal gespannt ob ich hier Antworten bekomme :-).
Gruß
Gordon -
Hallo,
also ich handhabe es folgendermaßen: für den Kofferträger, falls es einen gibt, 2 Euro, das Zimmermädchen bekommt pro Woche 10 Euro, am besten gleich am ersten Tag, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, da man dann bevorzugt behandelt wird, auch den Kellnern gebe ich ca 10 Euro die Woche. Es kommt aber auch darauf an, in welchem Land man Urlaub macht. In europäischen Mittelmeerländern erwarten die Leute mehr als z.B. in Südostasien, da sind sie schon mit einpaar Cent zufrieden.
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Also ich schließe mich der Meinung von Christine an und denke Pinguinfreak übetreibt maßlos. Solange es nur PFs Problem wäre, könnte es mir egal sein, aber er macht damit das Werteverständnis kaputt, wenn die Angestellten davon ausgehen diese Summen wären normal.
Dann bringt z.B. die Putzfrau doppelt so viel allein an Trinkgeld heim wie der Ehemann den ganzen Tag in der Landwirtschaft oder in der Fabrik verdient hat. Das zieht unweigerlich gesellschaftl. Folgen nach sich.
Ein Trinkgeld ist für mich immer noch eine Anerkennung, daß man zufrieden ist, und ich werde daher auch nie die ganze Summe im Voraus hinlegen, schon gar um mir einen Service zu erkaufen (geputzes Zimmer o.ä.), für den ich schon bezahlt habe. Ich gebe dafür umso lieber etwas, wenn jemand etwas mehr tut, als er unbedingt müßte.
Mir wäre lieber, viele Urlauber würden in ärmeren Ländern nicht so mit dem Geld um sich schmeissen ohne sich zu überlegen, was sie damit anrichten könnten. -
Hi Schrotti,
Also 20 Euro in 2 Wochen sind nun wirklich sehr angemessen, und Geld zum "Rumschmeissen" habe ich wirklich nicht übrig. Aber warum sollte man nicht guten Service, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft angemessen honorieren? Die Leute freuen sich darüber und man hat das Gefühl, etwas zum Lebensunterhalt beigetragen zu haben (die haben ja meist mehrere Kinder zu versorgen).
Also wer nicht wenigstens 20 Euro in 2 Wochen für Einheimische, die die ganze Drecksarbeit machen müssen, übrig hat, der sollte doch gleich zu Hause bleiben. Oder er ist ein Geizkragen. -
ja so ungefähr hab ich mir das gedacht. Es gibt die Fraktion die gleich zu Beginn des Urlaubs "klare" Verhältnisse schafft (bitte nicht falsch verstehen) und es gibt die, die nur nach "erbrachter Leistung" etwas bereit machen.
Der Kofferträger ist aber im Grunde genommen immer der, der wirklich auch sofort was für seinen Service bekommt. Immerhin buckelt er die schweren Dinge. Handhaben wir auch so. 2,- Euro sind nicht zu viel!
Beim Zimmerpersonal haben wir es bisher so gemacht, dass wir von Zeit zu Zeit (so aller 3-4 Tage) ein wenig Kleingeld aufs Kopfkissen "drapieren", mal ein bisschen mehr, mal weniger. Aber mehr wie 15 Euro für 2 Wochen hatten wir noch nicht gegeben. Meist verknüpfen wir die Gabe mit einem "Ereignis". Ich mein man will ja im Urlaub auch mal ein Mittagsnickerchen machen oder man möchte eben mal morgens länger schlafen, da man am Vortag erst sehr spät zu Bett ...
und wenn dann just die Servicekraft reinigen will ... kommt sie eben später nochmal wieder. So gesehen haben wir also den Arbeitsablauf "gestört" und für die "Unannehmlichkeit" ... jaja wir wissen auch, dass es die Zimmerschilder mit dem "bitte nicht stören" ...
Die Kellner kommen bei uns eigentlich auch je nach Lust und Laune in den "Genuss" eines kleinen Trinkgeldes. Aber nur der "Stammkellner". Wenn man mal beobachtet welche Arbeitszeiten die haben .. die sind morgens am Frühstücksbuffet zu gange und sie sind abends beim Abendbrot immer noch auf den Beinen und rennen. Und fast immer lächelnd ...
Summasumarum handhaben wir es eben scheinbar auch nicht anders als ihr "da oben" :-).
Was ich nur paradox finde, und so schreibt auch ihr es ja, man möchte mit dem Trinkgeld ein wenig Aufmerksamkeit und ein wenig "bessere" Zuwendung durch das Personal erfahren. Da aber doch fast alle etwas geben, so vermute ich es jedenfalls, läuft es am Ende auf einen Wettbewerb raus. Je mehr ich gebe um so aufmerksamer werde ich "bedacht". Und ich habe so das Gefühl ... das Trinkgeld wird mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit und verliert somit eigentlich seine "Wertigkeit". Sprich etwas zu geben für einen besonderen Service oder eine Aufmerksamkeit seitens des Gastes für eine Leistung die er so vom Personal nicht erwartet hätte, ist somit nicht mehr gegeben. Leute ich weiß auch, dass die Angestellten eines Hotels irgendwo auch auf dieses Zubrot "angewiesen" sind. -
In der Türkei handhaben wir das so:
Kofferträger: 1 €
Putzfrau: 10 € und zum Schluss lassen wir dennen immer die Kosmetika da ( da freuen die sich besonders drüber, weil die in der Türkei nicht günstig sind. z.b Nivea usw. )
Tip Box: Schmeißen wir nie was rein, weil wir schon oft gehört haben das sich das Management des Hotels den Betrag unter den Nagel reist.
Wir geben "unseren" Kellner (wenn wir ihn mögen) 10 Euro
Mit dieser Weise sind wir in der Türkei immer noch am besten gefahren. -
Kofferträger 1 €
Zimmermädchen ca. 5 € die Woche und dann nach Absprache was sie möchte an Kosmetik ect. freuen die sich sehr drüber
Kellner auch immer direkt in die Hand nicht in die Tip Box, nur bei den Köchen geht das nicht anders meist -
Mehrere haben geschrieben, dass sie Kosmetikartikel für die Zimmermädchen da lassen, wenn sie abreisen. Was für Kosmetikartikel sind damit gemeint? Duschgel, Shampoo und solche Sachen. Oder eher dekorative Kosmetika?
Und wie macht ihr das mit dem Trinkgeld für´s Zimmermädchen? Im Zimmer bzw. auf dem Bett liegen lassen oder direkt geben?
Noch eine Frage.... wi kriegen jeden Tag die Minibar im AI aufgefüllt, trinken aber erfahrungsgemäss einen Teil der Getränke (Fanta, Sprite etc.) nicht und hätten lieber dafür mehr Mineralwasser. Hat jemand einen Tipp, ob man das irgendwie bewerkstelligen kann?
Viele Grüße
Sandra -
Hi,
also wir haben das Trinkgeld für die Putzfrauen immer auf das Kopfkissen gelegt.
Kosmetika (Shampoo, Duschbad, After Sun, Deo, Bodymilk, Parfüm usw. haben wir vorm abreisen auch auf dem Kopfkissen gelegt.
Oder wenn wir die Putzfrauen noch gesehen haben, ihr das direkt gegeben.