Pilot flog sehr hoch - ich hatte das Gefühl zu platzen
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Hallo,
viele von euch werden jetzt sicher lachen, genauso wie all meine Freunde denen ich das erzählt habe.
Als ich vor 2 Monaten nach Mexiko flog, da flog der Pilot auf der Hälfte der Strecke wegen Unruhen über dem Atlantik sehr sehr hoch. Er warnte uns zwar vor, aber dass es so schlimm wird hätte ich nicht gedacht.So ein Mexiko Flug dauert ja 12 Stunden von Deutschland aber da ich oft Fernreisen mache bin ich sowas schon gewohnt. Aber da war es wie gesagt ganz ganz schlimm.
Er stieg auf 12000 - 13000 m Höhe und im Flieger bekamen alle Kopfweg und Druck auf den Ohren.
Dann begann sich alles in mir aufzublähen. Mein Bauch war steinhart und rund wie eine Kugel.
Ich hatte sowas wie eine Kolik, es rumorte laut und das war mir natürlich sehr peinlich.
Vor dem Klo wurde die Schlange immer länger und drinnen hörte man das was man halt so hört wenn man Luft ablässt.
Auch ich fand dann etwas Erleichterung aber ich blähte mich immer wieder neu auf. Es war furchtbar.
Sowas hab ich noch nie erlebt.
Stimmte was mit dem Druckausgleich nicht? Ging das euch auch mal so?
Jetzt wo es vorbei ist kann ich auch drüber lachen, ich sag sicher aus wie ein Kloß.
Einfach ne Nadel reinstechen hat mein Freund immer gesagt und ich geh ab wie ein Luftballon.Viele Grüße
Maria -
Hallo,
das hört sich ja nicht toll an!!
Ich habe mal gelesen, dass man während einem Flug (egal wie lang) keine Getränke
mit Kohlensäure trinken soll, da dies solche Blähungen verursachen kann. Hast Du vielleicht irgendsolche Getränke zu Dir genommen?
Gruß Irene
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Hallo Maria
Als ich vor einigen jahren mit meiner Mutter nach Florida geflogen bin, hatte ich ebenfalls eine sehr unangenehme Erfahrung.
Beim Landeanflug auf Miami konnte ich in meinem rechtem Ohr keinen Druckausgleich herstellen. (hat verdammt weh getan)
Es war so schlimm, daß ich auf der Fahrt zum Hotel 2x stehenbleiben mußte um mich zu übergeben.
damit war der 1.Urlaubstag natürlich im Eimer.
Zurück in Wien habe ich meinen Arzt gefragt, und der meinte wenn soetws passiert könne man nichts machen.
Gruß
Karl -
Hallo,
nein ich hatte nichts mit Kohlensäure getrunken. Aber vorher gab es Abendessen, damit könnte es vielleicht zusammenhängen. Gab aber nur Semmel mit Wurst und Käse, dazu stilles Wasser.
Vielleicht war es für den Körper zu lange? Oder der Druck in der Kabine wurde nicht ausgeglichen.
Das mit den Ohren habe ich auch oft, aber nur beim starten und landen.Bald habe ich den nächsten Mexiko Flug. Ich hoffe dann gehts mir besser.
Viele Grüße -
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Hallo,
Wie Peter schon sagt wird mit zunehmender Höhe der Kabinendruck immer geringer, trotz der guten Technik in den heutigen Fliegern. AAAAAber, ich fliege viel und hab spaßeshalber mit einem geeichten Instrument mal auf einigen Flügen den Kabinendruck gemessen. Nie waren weniger als 760mbar vorhaden, ein Druck der im freien auf ca. 2000m Höhe vorherrscht. Wenn man sich an die Empfehlungen hält, kann nichts passieren. Das heisst, ein bis zwei Tage vorher nichts blähendes wie z.B. Bohnen essen, am Tag der Reise keine kohlensäurehaltigen Getränke und vor allem beim Tauchen aufpassen. Für den Druckausgleich im Ohr nehm ich vor dem Flug immer Otriven Nasenspray....
Gruß
Michael -
Hallo,
... kann den letzten beiden Beiträgen nur beisteuern. Mit zunehmender Höhe wird der Kabinendruck gesenkt. Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Grenze, da sonst die Druckverhältnisse von außen nach innen zu unterschiedlich werden. Der Kabinendruck im inneren ist in etwa mit dem in einem Hochgebirge zu vergleichen und damit haben einige Leute dann Schwierigkeiten. Als Folge habe ich allerdings habe ich bisher überwiegend von Kreislaufproblemen wie Schwindelgefühle und Schweißausbrüchen, Schüttelfrost und eben den typischen Ohrenschmerzen gehört. Aber jeder Körper reagiert anders... warum nicht auch mit "aufblähen". Normalerweise verschwinden aber die Symptome schnell wieder, sobald das Flugzeug diese extremen Reisehöhen wieder verlässt. Ansonsten würde ich auch eher auf falsches Essen bzw. Getränke tippen.
Gruß
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Hallo, ich habe bei meinem letzten Flug, (Airbus 320) mal dem Versuch gestartet, eine leere Wasserflasche, aus Plastik, kurz vor dem Sinkflug aus FL 320 fest zuverschliessen, und abgewartet was passiert, siehe da, sie war zur Landung platt, was schließen wir daraus, nehme ich zum Flug eine leere Wasserflasche, drücke sie platt, steige in den Flieger, sollte sie im Steigflug auf FL 320 auseinander gehen,(es klappt, habe es mittlerweile ausprobiert), ohne das ich sie vorher geöffnet habe, hängt dann mit dem Luftdruck am Boden (1013 mb), sowie in der Höhe , der unwillkührlich abnimmt zusammen, da die Kabine sich auf einer Höhe von ca 6000 ft befindet, und der Luftdruck, dort geringer ist. Die Kabine kann aus Stabilitätsgründen nicht tiefer gehalten werden, und das gleiche passiert in unserem Körper, muß nicht umbedingt am Essen liegen,die Luft in unserem Darm dehnt sich, Getänke mit Köhlensäure kann die Sache negativ unterstützen. Mußte der Pilot höher fliegen, wegen Wetter, oder Turbulenzen,oder wegen der Flugsicherung, bzw. aus Kostengründen, weil Luft dünner, sowie weniger Treibstoffverbrauch, kann es durchaus sein, das die Höhe der Kabine dadurch auch höher gestiegen ist, was zu Deinen Gefühl des Platzens kam, mußte aber wahrscheinlich gemacht werden, weil der Differenzdruck von Außen , sowie der Kabine schon auf Maximum ( wegen Stabilität und Grenzwerte) war.
Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen. Ihr könnt auch im Internet bei einer Suchmaschine eingeben "Boyles Gasgesetz" da wir z.T. gut aufgezeigt, der Zusammenhang zwischen Volumen, Druckänderung, sowie Temperatur.
MfG Tom -
Hallo Tom! Nur eine kleine Anmerkung!Nehmen wir an, die Flasche hatte vor dem Zerknautschen und vor dem Start ein Volumen von 1000 ml = 1 Liter, und sei ideal elastisch, d. h. sie hat keine inneren Spannungen und Kräfte gegen eine Verformung. Nehmen wir weiterhin an, daß das verbleibende Luftvolumen nach Ihrer Zerknautschung noch 100 ml = 0,1 L war, bevor sie verschlossen wurde. Der Luftdruck in der Kabine in Reiseflughöhe wird konstant auf 700 bis 760 mbar => 0,7 bis 0,76 bar geregelt. Das entspricht im Normalfall einer Höhe von etwa 9000 Fuß = 2743 Metern! Der normale Luftdruck auf der Erde liegt bei 1,013 bar!Erinnern wir uns an die allgemeine Gasgleichung, daß:PxV = RxT ist, wobei R (die allgemeine Gaskonstante) und T (die Temperatur) als gleich und konstant angesehen werden können. Ich hoffe doch nicht, dass in Deinem Flieger die Außentemperatur von ca. - 60 ° Celsius geherrscht hat! Daraus folgt: PxV = const. Oder:P1 xV1**= P2xV**2Wenn nun der Index 1 den Zustand beim Start, also in NN, bei 1,013 bar beschreibt, und der Indize 2 den in Reiseflughöhe beschreibt, und das Volumen der Flasche nach wie vor 0,1 L war, dann hat sich das Volumen von 100 ml auf 144,7 ml expandiert. Nämlich um den Faktor : 1,013/ 0,7 ! Gruß DieterPS. V = Volumen P = herrschender Luftdruck
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Hüüüüülfeeeee....
...und ich dachte immer, ich hätte seit meiner "Mathe/Physik-Flaute" in der Schule ein besseres Verständnis dank meines Jobs für Zahlen und Fakten bekommen.... aber DAS kann einen ja echt ganz schön deprimieren, wenn man feststellt, dass man den Beitrag von Dieter mind. 2 mal lesen muß um "mitzukommen"

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Ach Britta, nimms leicht! Auch Physiker kochen ihren Kaffee nur mit Wasser!
Für nicht dehnbare Behälter im Gepäckraum gilt diese Überlegung allerdings nicht, die allgemeine Gleichung aber schon, denn da kommt die Temperatur noch mit ins Spiel. Das ist dann immer ärgerlich, wenn das "Riechwässerchen" dann teilweise ausgelaufen ist, und die Wäsche versaut hat, weil der Druck sich in der Flasche so stark geändert hat! Bei Spraydosen könnte das schon mal Ärger geben.
Gruß Dieter -
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ich hatte bei einem 10 Stunden Flug schon mal nonstop Kopfschmerzen, nicht mal 3 Aspirin haben geholfen. Lt. Arzt war das Flugmigräne (hatte sie noch 3 Tage danach), was ich aber bei keinem anderen Flug mehr hatte. Muss wohl am Druck gelegen haben. Außerdem sollen Schmerzmittel ab einer gewissen Höhe / bestimmten Druck nicht oder anders wirken (meinte mein Arzt)...wie wahr! Das mit den Blähungen kommt anscheinend tatsächlich beim Fliegen mehr, denn jedesmal, wenn ich fliege, müffelt es ab und an um mich herum, dass ich mich jedesmal frage, was die Leute gegessen haben / bzw. wo sie ihre Manieren beim Fliegen gelassen haben. Ich selber hatte da aber bisher keine Probleme mit....sollte evtl. mal nach Mexico fliegen

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Ich habe mich nochmal schlau gemacht, bzw in einem Buch über Flugmedizin nachgelesen, dort ist geschrieben, das Gase in Körperhöhlen sich in einer Höhe von 18000 ft um mehr als das Doppelte ausdehnen, bei einer Kabinendruckhöhe von ca. 8000 ft bis zum 1,3 fachen, was sich natürlich nicht umbedingt possitiv auf das Wohlbefinden auswirkt.
Dazu ist zu lesen unter dem Kapitel des Magen-Darm-Traktes:
Durch die Volumenszunahme der angesammelten Luft im Bauchraum wird beim Aufstieg das Zwerchfell nach oben verlagert und drückt besonders bei sitzender Haltung auf das Herz und verkleinert den Lungenraum. Beklemmungsgefühle und Atembeschwerden sind die Folge. Wird den Gasen duch natürlichen Öffnungen freien Lauf gelassen, so geben die Beschwerden sofort deutlich nach. Was schließen wir daraus, nicht böse schauen, wenn der Nachbar mal etwas komisch Richt, dient ja nur zu seiner Gesundheit, sowie seinem Wohlbefinden, könnten ja bleibende Schäden zurückbleiben, wenn mann (Frau ) es nicht macht.:-)
Gruß Tom -
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Wird den Gasen duch natürlichen Öffnungen freien Lauf gelassen, so geben die Beschwerden sofort deutlich nach. Was schließen wir daraus, nicht böse schauen, wenn der Nachbar mal etwas komisch Richt, dient ja nur zu seiner Gesundheit, sowie seinem Wohlbefinden, könnten ja bleibende Schäden zurückbleiben, wenn mann (Frau ) es nicht macht
[quote]

sag ich ja immer: ich leide nie unter Blähungen

ob man beim Fliegen mal Kopfschmerzen hat oder andere Beschwerden hängt denk´ ich mal mehr von der Tagesverfassung ab als von der Druckkabine...
Wenn der Druck mal so stark nachläßt daß die Masken rauspoltern, dann ist auch Kopfweh wieder o.k.

Andy
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Ja ja,das sagt mein Mann auch ständig,dass es ungesund wäre,wenn man den Pups verdrückt.Er pupst aber 10 mal am Tag,was meine Laune dann immer auf Null sinken lässt.
Kein normaler Mensch hat angeblich soviel Luft im Bauch :?.
Klar,im Flieger ists was anderes.Da bekomme ich auch ständig einen Blähbauch und ich denk,ich platze gleich.
Nichtmal auf der Toilette dem Druck nachgeben bringt bei mir was.
Dass ich jetzt aber wirklich meinem Nachbar seine Nase beleidigen würde,schließe ich mal eher aus.Dann verdrück ich mirs lieber und geh aufs Klo dazu.Eigentlich sollte ich deshalb den ganzen Flug über im Klo verbringen,was aber leider nicht möglich ist.
Logisch ist mir aus versehen auch schon der eine oder andere entfleucht,was mir aber immer sehr peinlich war.Aber wie sagt man so schön" was man nicht in Händen hat,kann man nicht halten
LG Silke
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wäre der Mensch ein Flieger geworden, wäre er Vogel
wäre der Mensch ein Wassermensch geworden, wär er Fisch
er ist aber nun einmal ein Erdenmenschund alles was davon abweicht, kann zu mehr oder weniger anormalen Verhaltensweisen führen...
Gruß
Peter -
Ein alter Witz meines schon verblichenen Vaters:
Bei der englischen Königin waren die Botschafter Amerikas, Frankreichs und des Deutschen Reiches eingeladen.
Da geschah der Queen ein Mißgeschick.
Der Franz. Botschafter: Majestät, excuse moi, ein altes Kriegsleiden!Beim nächsten Pup, wollte der Amerikanische Botschafter gerade ansetzen, da kam ihm der Deutsche zuvor:
Hacken zusammen schlagend:Ihre Majestät- gestatten Sie, daß die Deutsche Reichsregierung die nächsten zwei auf sich nimmt?

Übrigens, es ist ein kleiner Fehler drin, aber erklärbar.
Wer findet ihn, bzw. hat die logische Erklärung?