Gute Gründe für Fernreisen
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Wie definiert sich eigentlich eine "Fernreise"? Ich mein, wenn ich auf die äolischen Inseln fahre bin ich auch je nach Verkehrsmittel auch zwischen 14 und 32 Stunden unterwegs

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Nun ja ich würde sagen, dass eine FERNREISE wohl zunächst mal wenig mit der ZEIT zu tun hat die man unterwegs ist, sondern vielmehr mit der ENTFERNUNG die man zurücklegt...

Deshalb ja auch FERNREISE von ENTFERNUNG

Sonst könnte ich ja ständig behaupten, dass wenn ich mit meinem Fahrrad z.B. nach München fahre - eine Fernreise zu unternehmen.....

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@Michi
Also 2 Wochen mit Frauenpower sind ca. 6 gefühlte Rückflüge ...
@Marcel
Ich möchte ungern auf dem Ponte Vecchio in Florenz an die chinesische Geschichte denken ... es bleibt aber leider nicht aus!
Vor allem drängt sich die jüngste auf, die da heißt: "Chinesen fahren jetzt auch mal weg aus China" ...
Es ist ergreifend, auf der ganzen Welt Orte zu besuchen, die Geschichte atmen, ich meine nur, streng genommen könnte man lange in Europa bleiben, wenn es nur um die Geschichte ginge!
Ich wette, wenn das Wetter besser und Mariacchis verbreiteter wären, könnte Tosca auch in Stone Henge Steine erzählen lassen ...
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Ich denke, da ist keine Einigung nötig
Sina, so definiert das auch die gesamte Branche. -
@von schmeling
da hast du recht das möchte ich auch nicht - mich zieht es auch nicht unbedingt nach China - aber es ist geschichlich sicherlich ein sehr intreressantes Land - was heute daraus gemacht wir steht auf einem anderen Blatt...

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Warum in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah.

So ein Satz kann auch nur von jemandem kommen, dessen Aktionsradius in der Luft nicht unbedingt größer sein muß als 3000km ab MUC.
Marcello(Kruemel), sicher kann mann die chin. oder mex. Geschichte nicht mit der venezianischen Geschichte vergleichen. Die Frage ist nur wos einen hinzieht und ist daher sehr subjektiv. Natürlich soll und darf auch jeder machen wie er will, nur find ichs schade, dass die meisten nicht mal wissen in welchem Bundesland beispielsweise Dresden liegt und das Nymphenburg nicht nur ein prickelndes alkoholoisches Getränk ist sondern auch ein Stadtteil von München.
Ich hab beispielsweise vor kurzem eine zweisprachige Citytour mit Amis und Japanern im Touri-Bus durch meine Heimatstadt München gemacht
Meine liebe Güte und ich leb hier seit 40 Jahren.
Nach jeder denkwürdigen Stätte wurde ich kleiner ... echt peinlich.
Sicher, in jedem steckt die Sehnsucht nach fernen Ländern, nach Sonne, Stränden und fremden Kulturen. Nur letzteres haben wir doch auch direkt vor der Haustüre (und Europa)... zumindest wenn man Umfragen sieht und hört inwieweit sich die Deutschen im eignen Land auskennen.
Aber um wieder die Kurve zu kriegen. Gründe für eine Fernreise hab ich (noch) nicht. Ich les mal hier weiter, vielleicht inspiriert mich ja etwas.
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vonschmeling
Geschichte kann man nur vorort fühlen. In Stone Henge kann ich keine Mariachis gebrauchen.
Die höre ich mir lieber in Guadelajara an. Darum bin ich froh dass in meinem Lieblingsurlaubsort Puerto Vallarta hauptsächlich Mexicaner Urlaub machen. Wie ich schon sagte es kommt auf die Mischung an. Und jeder nach seinem Gusto.
Ein Argument ist auch andere Menschen kennen zu lernen. Europäer sind wir ja selber. -
da gebe ich Dir ja auch vollkommen Recht.... ich bin ja auch einer derjenigen, der sehr sehr gerne Land und Leute in der näheren Umgebeung kennenlernt. Deshalb bin ich ja auch "Experte" für Italien und nicht für - Indchinmexdomrep -

Aber es gibt halt auch gewisse Dinge die auch auch in der Ferne sehr schön sind und die man hier in Europa so nicht findet....
Nenn mir einen Ort in Europa wo es wie z.B. Costa Rica traumhafte Urwälder mit der entsprechenende Flora und Fauna gibt und ich fahre sofort hin

Ist Nymphenburg wirklich etwas anderes als Sekt

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Nicht zuletzt die EU mit ihren "Nebengeräuschen", wie dem Euro, hat in Europa zunehmend zu einer gewissen "Uniformierung" der Lebensabläufe geführt. Die speziellen Eigenarten der einzelnen Länder verwischen leider mehr und mehr. Das Reisen innerhalb Europas wird für den zunehmend reizloser, der unter Urlaub mehr versteht wie Sonne, Sand und Meer.
Wenn man wirklich in fremde Kulturen eintauchen, andere Lebensgewohnheiten kennen lernen will und damit Abstand von unserem Alltag gewinnen möchte, muß man zwingend Fernreisen unternehmen. Erst durch sie lernt man zu relativieren, über den Tellerrand hinaus zu schauen.
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maximax wrote:
Wenn man wirklich in fremde Kulturen eintauchen, andere Lebensgewohnheiten kennen lernen will und damit Abstand von unserem Alltag gewinnen möchte, muß man zwingend Fernreisen unternehmen. Erst durch sie lernt man zu relativieren, über den Tellerrand hinaus zu schauen.Jein. Auch innerhalb Europas kann man durchaus "touristenfreie Zonen" erleben und in fremde Kulturen/Lebensgewohnheiten eintauchen, z. B. auf Kreta in der Lassithi - Hochebene abseits der Touristenrennstrecken oder sogar im Inselinneren Mallorcas. Man muß diese wenigen, kleinen, besonderen Orte nur suchen und finden wollen - in Reiseführern werden sie nicht erwähnt. Und das ist auch gut so. Bitte keine Nachfragen per PN o. ä. - von mir erfahrt Ihr nicht, wo diese Orte liegen und wie man dort hinkommt

Auf der anderen Seite hat man auch in vielen Zielgebieten der Fernstrecke oftmals keine Probleme, Fastfoodrestaurants amerikanischer Ketten oder sogar deutsches Bier zu finden...
Welcome home 
Eine Reise ist immer das, was man selbst daraus macht - egal ob nah oder fern!
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Meine persönlichen Erfahrungen sagen ein deutliches "Nein!" zu Deinem "Jein!" Egal ob Bali, China od. Thailand. Es riecht anders, die Luft fühlt sich anders an, es klingt anders,... Das geht mmg. nach wirklich nur bei Fernreisen.
Um "besondere Orte", die mir seltsam erscheinen, zu finden, brauch ich mich in Wien nur ins Auto setzen und 1 Stunde in nordwestliche (Waldviertel) od. südöstliche Richtung (Burgenland) zu fahren. Aber wer will das schon.
Und das BigMacMenu gibt's in weiten Teilen Asiens wahlweise mit Pommes oder Reis!

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Hi und guten Abend,
da bin ich nicht unbedingt deiner Meinung. Geh mal nach Nord-Portugal aufs Land oder nach Island, auf die Farroer-Inseln bzw. auf die Orkney's, in die baltischen Länder, in die ungarische Puszta u.v.a.m. Auch da begegnest du anderen Kulturen als unsere gewohnten - vielleicht nicht so exotische, aber doch ganz anders.
Für mich bedeutet Urlaub mit Sicherheit nicht Sonne, Sand und Meer, aber es gibt noch soviele europäische Ziele, die niemals für mich ihren Reiz verlieren.
Um andere Lebensgewohnheiten kennen zu lernen, muß ich sicherlich keine Fernreise unternehmen - auch nicht, um über den Tellerrand hinaus zu schauen.
Das hat nichts damit zu tun, daß ich auch gerne außereuropäische Länder
bereise.Europasatt dürften wir eigentlich alle noch nicht sein, zumal sich die Grenzen mehr und mehr erweitern.
Gruß Reisemarie
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Sina hatte eigenlich nur auf " das eintauchen in fremde Kulturen " von Maximax reagiert - und das kann man tatsächlich auch sehr schön in Europa....
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Ja klar, Sina, auch in Europa gibt es noch weitgehend (pauschal-) tourifreie Zonen, in denen man sich in eine andere Welt versetzt fühlt. Du führst Kreta und Mallorca an, ich denke da besonders an einen Urlaub auf Sardinien zurück. Im Inselinneren schien seit seit Jahrhunderten die Zeit sill zu stehen. Wer kennt sie nicht, diese beglückenden Augenblicke.
Die Entwicklung, die ich andeutete, ist tendenziell leider nicht zu übersehen. Sie trifft aber zunächst mal in erster Linie auf die Städte zu. Wollen wir hoffen, daß die ländlichen Bezirke sich weiterhin ihre Identitäten bewahren.
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Kruemel, eine "fremde Kultur" allein ist mir eben nicht reizvoll genug. Kreta oder Mallorca könnte mir eine Asien-Reise nicht ersetzen. Da ist noch was, etwas das ich vielleicht gar nicht in Worte fassen kann, obwohl ich's schon auf der 1. Seite dieses Threads versucht hab.
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Danke Sina, ich gehöre zu den bedauernswerten Geschöpfen, die nach vielen vielen Besuchen immer noch mit einem Kribbeln im Bauch durch Florenz, Berlin oder Hamburg gehen ...!
Reizlos da ohne Grenzkontrollen oder zig verschiedene Währungen im Geldbeutel? Nicht für mich ... eigentlich haben die "Nebengeräusche" mich eher reiselustiger gemacht!

Damit mich ja keiner falsch versteht: Ich finde Fernreisen wunderbar und es genügt auch vollkommen, wenn eine Antwort schlicht "ich mach sie, weil´s mir taugt!" lautet und basta! Kein Mensch muss sich hierfür rechtfertigen, genauso wenig, wie wenn er Norderney endstoll findet!
Ich hab nur echt einige Bekannte, die sich unterprivilegiert fühlen, wenn ihre Anreise zum Urlaubsort nicht mindestens ein Drittel der gesamten Ferienzeit verschlingt, während sie die Pestsäule oder das Colosseum nur aus Wikipedia kennen ...
Und liebe Tosca:
Reisen wäre wahrscheinlich noch schöner, wenn alle geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten in einer Puerto Vallarta artigen Umgebung lägen - das würde mir (als Sonnenanbeter vor dem Herrn) auch gut gefallen!Natürlich sprechen die Dinger in Stone Henge eine andere Sprache, mir ging´s nur um die Erinnerung daran, dass in Europa schon auch so ein paar "beredte Brocken" rumliegen!
