Man spricht deutsch...
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hossa nette unterhaltung. ehrlich gesagt seh ich es auch als übertrieben an, wenn jemand verlangt dass auch die Putzfrauen und Gärtner deutsch wirklich sprechen sollten, klar in nem Hotel, dass zB vor allem von Tui angeboten wird, wird es gut sein, wenn die meisten angestellten Deutsch sprechen, zB auch einfach gut fürs trinkgeld, aber grade Gärtner haben da nicht wirklich was von und für die Putzfrauen mag es nützlich sein, ein paar worte zu lernen, decke, handtuch und ähnliches, um zu wissen, wo probleme bestehen, und was die gäste denn wollen. War letztes Jahr zum erstenmal im Türkeiurlaub und bin der Sprache leider überhaupt nicht mächtig- war auch ne sehr kurzfristige Reise- und wir wollten gern eine zusätzliche Decke, da wir zwar zu zweit im doppelbett geschlafen haben, aber nicht als paar, sondern meine Oma und ich halt, und oma klaut decken und platz, wir haben also die putzfrau um noch eine decke gebeten, erst in Deutsch, weil das hotel zu etwa 80% mit deutschen belegt war, dann auf englisch und auf holprigem Französisch, am Ende haben wir ihr gezeit was wir wollten, sie hat uns mit zu ihrem wägelchen gebracht und wir haben auf das gezeigt was wir wollten, ging auch, war zwar sprachmäßig etwas schwierig aber auch kein problem.
auch die 'ältere Generation' gibt sich teilweise sehr Mühe, meine Oma spricht fliessend englisch, zwar mit etwas akzent aber who cares, den haben die engländer oft auch, sie lernt regionale begriffe, schlägt auch schonmal was nach und hat in ihren Mallorca Urlauben schnell einige spanische phrasen und wörter aufgeschnappt, einfach aus Interesse. Mein Nenn-Opa hingegen, kann auf englisch so ungefähr nach nem Bier fragen und sich beim Angeln unterhalten, kommt in der Karibik, wenn er zB mit einheimischen fischen fährt auch ohne 'richtige' Englischkenntnisse zurecht und das war noch nie nen Problem,Zum thema in landessprache ansprechen, normalerweise und meistens, wenn ich ne richtige vorplanungszeit für nen Urlaub habe, versuche ich auch die wichtigsten begriffe für den notfall zu lernen, und für leichte bestellungen, nachm wegfragen, danke bitte etc- traue mir meist aber nicht zu nicht nur doof rüberzukommen weil ich alles falsch ausspreche, wenn ich nicht wen der die sprache spricht zum üben kenne. Dann verlasse ich mich lieber auf meine recht guten Englischkenntnisse oder auf mein sehr sehr rudementäres französisch, mit meinem auch nur schlechten Latein kann ich eh keinen beeindrucken.
Ich habe eine gute Freundin, die Mazedonierin ist, zu schulzeiten, wo ich auch oft bei ihr zuhause war, hab ich mir dann ein paar sätze und wichtige wörter beibringen lassen, da ihre eltern und die häufigen besucher oft nur wenig deutsch können. Auch wenn ich inzwischen nur noch richtungen angeben kann, oder sagen kann das mir kalt oder langweilig ist, naja ich kann auch noch nach der uhrzeit fragen oder jemanden zum beeilen anhalten.
es ist fast unmöglich- wenn man nicht grad im deutschsprachigen Hotel ist und es dank Badeurlaub nie verlässt- nicht wenigstens einige wenige wörter aufzuschnappen, vielleicht nicht viel, aber kleinigkeiten wie danke bitte, ne getränkebestellung, und einzelne begriffe bleiben immer -
Ich muss mich noch einmal zu Wort melden. Wenn ein Hotel von einem deutschen Reiseveranstalter in Myanmar, Lhaos, Vietnam oder in den USA angeboten wird, kann ich doch nicht erwarten, dass dort Deutsch gesprochen wird. Die Reiseleitung vor Ort muss deutsch sprechen, aber doch nicht die Hotelangestellten.
Das in der Türkei viel deutsch gesprochen wird, liegt doch daran, dass die meisten Türken in Deutschland gearbeitet, deutsch gelernt haben und dann wieder zurück sind. Ich erwarte auch nicht in Spanien, Frankreich, Italien, England, Griechenland, Skandinavien usw. dass dort jemand deutsch versteht. Im tiefsten Bayern spricht auch keiner deutsch.
Ich finde es sehr überheblich, dass die meisten Deutschen erwarten oder verlangen, dass im Ausland deutsch gesprochen wird.Jutta
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Natürlich hat man "Angst", sich beim Sprechen einer fremden Sprache falsch auszudrücken, Worte falsch auszusprechen. Aber diese Angst ist unbegründet - einzig der Wille zählt! Und wenn man wirklich mal ins Fettnäpfchen tritt, hat man die Lacher auf jeden Fall auf seiner Seite - ohne daß einem irgend jemand böse ist. Ich habe bei meine ersten Spanisch - Versuchen auch keinen Fettnapf ausgelassen - der Größte war gerade gut genug
Habe z. B. bei meinem ersten Restaurant - Besuch in Spanien fröhlich ein "Solomillo de la puta" bestellt (übersetzt: Prostituiertenschnitzel, wollte allerdings Putenschnitzel
..). Aber das gehört enfach dazu! Niemand kann gleich am Anfang alles perfekt. Man muß sich einfach trauen - damit geht niemand ein Risiko ein... -
Hallo Sina!
Danke für diesen tollen Beitrag. Was manche Menschen im Ausland erwarten erstaunt mich immer wieder. Hier meine Ansichten:
Ich gehe vor keiner Reise davon aus, dass das Personal vor Ort Deutsch spricht. Ich sorge vor Reiseantritt selbst dafür, dass ich mich verständigen kann. So habe ich immer einen kleinen Universal-Sprachführer dabei in dem der notwendige Reisewortschatz in der typischen Landessprache abgedruckt ist. Wenn ich also mal nicht verstanden wäre, hole ich den Sprachführer raus und versuche mein Glück erneut. Wenn ich etwas nicht aussprechen kann (kann ja trotz Lautschrift mal passieren), brauche ich nur noch den Finger auf die entsprechende Stelle halten und schwupps: Ich werde verstanden! Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass das im Ausland sehr geschätzt wird und die Menschen vor Ort erstaunt reagieren, da es anscheinend nicht üblich ist. Wenn ich (wie das von dir beschriebene, intolerante Paar) also keine Lust habe, mir bei der Verständigung Mühe zu geben muss ich halt an die Ostsee fahren! Und auch dort kann es zu Verständigungsproblemen kommen!
Hier noch eine kleine Story von unserem diesjährigen Mallorcaurlaub: Wir waren mal wieder darüber erstaunt, wie gut die deutsche Sprache vor Ort angewendet wurde. Selbst unser Zimmermädchen war in der Lage deutschen Smalltalk zu halten. Wir gewöhnten uns also ziemlich schnell an, unseren Univesal-Sprachführer im Hotelzimmer liegen zu lassen. An unserem letzten Abend beschlossen wir um die Ecke eine Pizza essen zu gehen - ohne Sprachführer. Mein Freund bestellte eine Pizza Salami mit extra Pepperoni drauf. Und siehe da: Die komplette Belegschaft verstand weder Deutsch noch Englisch! Darüber haben wir uns richtig gefreut!!! Aber: An diesem Tag wäre unser Sprachführer das erste Mal in 14 Tagen zum Einsatz gekommen und er lag im Hotelzimmer! Als die Bedienung nach einigen Minuten sicher war, zu wissen, was mein Freund auf seiner Pizza wollte, freute sie sich wie ein kleines Kind und wir uns auch! Stolz ging sie hinter die Theka und verkündete lautstark dem Koch unsere Bestellung. Das Ende: Hinterher war dann doch nicht das Richtige auf der Pizza und es störte uns überhaupt nicht!!!!

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Also ich finde auch nicht unbedingt, dass man es erwarten kann, das überall Deutsch gesprochen wird. Und es macht mir auch nichts aus, mich in Englisch oder mit Händen und Füssen zu verständigen. Bei älteren Leuten verstehe ich es zum Beispiel, wenn die eben in der Schule nie Englisch hatten, und die sich dadurch eben was unsicherer fühlen. Aber auch das muss kein Hindernis sein, wie das Beispiel meines Vaters zeigt. Er ist kurz vor 60 und hatte nur einige Privatstunde Englisch für die Arbeit. Aber er konnte sich immer gut mit seinem Italienischen geschäftspartner unterhalten. Will heissen: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wer sich nicht auf englisch oder irgendeiner Sprache verständigen will, der will eben nicht, und schaltet dann auf stur.
Den Menschen, die über die franzosen geschrieben haben, kann ich leider nur zum Teil recht geben. Ich habe selbst ein Jahr lang in Frankreich gelebt. Und nachdem sie mich besser kannten, sind die auf einmal mit schier unglaublichen Deutschkenntnissen rausgerückt. Meine Gastmutter bestand sogar darauf, dass ich ihr jeden Tag ein paar Vokabeln beibringe. Man kann nun wieklich nicht alle über einen Kamm scheren. Denkt daran.
Liebe Grüße, Pia -
Hallo zusammen,
wie so oft bin ich Salvators Meinung. Was dieses Thema angeht, darf ich mich, wenn ich Salvator richtig interpretíere, hinter seine Meinung stellen, dass im internationalen Verkehr - egal ob Hotel, Flughafen oder anderer Schlüsselpositionen im internationalen Verkehr, die gebräuchlichste internationale Sprache unabdingbar ist: Englisch.
Ich gehe noch etwas weiter:
Man muß auch bei jedem Reisenden zwingend davon ausgehen, dass er, wenn er das Terrain seiner Muttersprache verlässt, sich zumindest in "Basics" international auszudrücken vermag - eben in Englisch.Den Ignoranten dieser Logik bin ich eigentlich dankbar. Sie sind mit Grund dafür, dass ich (mit Ausnahme von Kreuzfahrten) nicht mehr organisiert verreise. Ich habe es schlichtweg nicht mehr ausgehalten, dass Landsleute, die noch nicht einmal in der Lage sind, Hochdeutsch zu sprechen, sich in Südostasien oder Südamerika darüber beschwerten, dass einfache und billig bezahlte einheimische Servicekräfte nicht der deutschen Sprache mächtig sind.
Ich war und bin gelegentlich als Divemaster (in meinem Urlaub) in Thailand tätig und bin gezwungen, Briefings in Englisch abzuhalten. Es verläuft immer problemlos, solange es keine größeren Gruppen von Deutschen oder Franzosen gibt. Eigentlich nur unter denen findet man regelmäßig Leute, die nur in ihrer Landessprache kommunizieren können. Ich frage mich dann immer, wie es denen ergehen würde, wenn sie aufgrund einer Notsituation auf sich allein gestellt wären...
Jüngst auf einer Kreuzfahrt auf einem amerikanischen Schiff, welches in ALLEN Reklamen als ein solches ausgewiesen wurde, gab es fast eine "Meuterei", weil die phillipinischen Servicekräfte zwar ein hervorragendes Englisch, aber kein Deutsch sprachen. Eine phillippinische Servicekraft an der Poolbar schüttete mir ihr Herz aus: "Bier" würde sie ja verstehen, aber den restlichen Redefluß nicht und auch nicht, warum man ihr gegenüber so aggressiv auftritt.
Zusammenfassend fínde ich es schlichtweg PEINLICH, ohne den Hauch eines englischen Vokabulars eine Fernreise anzutreten und sich dann über die Sprachkenntnisse des Gegenübers (wer auch immer) zu ereifern. Zumdindest aus meiner Sicht ist das ein Offenbarungseid über den eigenen Bildungsstand.
Grüße von Lutz
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Englisch hat sich wirklich zu einer Art Ersatzesperanto entwickelt. Dadurch haben es natürlich die Briten, Amerikaner, Iren etc. sehr leicht, denn deren Fremdsprachenkenntnisse halten sich häufig auch sehr in Grenzen. Kenne hier eine Engländerin, die seit ca. 20 Jahren in Belgien lebt und gerade so viel französisch kann, dass sie die Menükarte in der Pizzeria versteht. Und dann wunderte sie sich, dass sie längere Zeit arbeitslos war, war noch am Maulen darüber, dass ihr am Arbeitsamt gesagt wurde, ohne Französischkenntnisse hätte sie kaum Chancen.
Während unseres Portugalurlaubes hatten wir leider auch grosse Probleme mit der Verständigung. Abgesehen von den Damen an der Hotelrezeption, die gut englisch sprachen, haben wir sonst nur einen Portugiesen getroffen, der wenigstens französisch sprach (weil sein Restaurant auch fett vom Guide du Routard empfohlen wurde und die frankophone Klientel ihm die Bude einrannte).
Geschriebenes portugiesisch kann man ja so halberlei verstehen, aber wenn die den Mund aufmachen, hört's leider auf und ich versteh nur noch Bahnhof
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Hallo,
bezeichnend auch an dieser Diskussion ist, dass so gut wie niemand auf die Argumente des anderen eingeht. Es gibt zwei unterschiedliche Meinungen, deren jeweilige Anhänger sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, sonst nichts.
Gruß und weiterhin fröhliches Schulterklopfen
Bulgarienfan
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@ Bulgarienfan
Grundsätzlich hast Du recht, mir ist auch aufgefallen, daß hier zunehmend keiner dem anderen "weh tun" will und dann lieber den Mund hält, auch wenn er anderer Meinung ist.
Es ist allerdings auch festzustellen, daß wenn sich hier jemand mit den Argumenten des anderen im einzelnen kritisch auseinanderzusetzen beginnt, das dem "Bekrittelten" dann oft Anlaß gibt, sich darüber zu beschweren, man wolle seinen Standpunkt nicht akzeptieren, und der Kritiker wird dann gleichzeitig der Intoleranz bezichtigt und der "Knatsch" ist da. Ich könnte mir vorstellen, daß inzwischen so mancher hier aus diesem Grunde darauf verzichtet, geäußerten Meinungen zu widersprechen. Eigentlich ist das sehr schade, denn so kommt eine sachliche kontroverse Diskussion, aus der man dann etwas lernen könnte, gar nicht erst zustande.
Hier bei diesem Thread ist mir das allerdings nicht so besonders aufgefallen, zumindest blieben bisher alle sachlich.
Zum Thema:
Man kann in Zeiten der Globalisierung vieler Lebensvorgänge eigentlich nur jedem empfehlen, Englisch zu lernen. Man erleichtert sich, nicht nur beim Reisen, allgemein das Leben. In der Lage zu sein, auch mal eine Zeitung oder Zeitschrift oder ein Buch in englischer Sprache zu lesen, bedeutet eine Erweiterung des eigenen Horizontes.
Wer das partout nicht will, sollte sich bei seinen Reisen nicht darüber aufregen, daß er niemanden versteht und/oder er sich nicht verständlich machen kann. Englisch ist die Weltsprache Nr. 1, das muß jeder akzeptieren, ob es ihm gefällt oder nicht.
Allerdings akzeptiere ich, wenn jemand sich strikt weigert, Englisch zu lernen, und deshalb auch das nicht deutsch sprechende Ausland meidet. Aber Verständnis dafür kann niemand von mir erwarten! -
Hallo,
mir wird das ganze Thema zu wenig differenziert betrachtet. Wenn ich etwa nach Thailand, USA oder Kenia fliege, sollte ich Englisch können. Deutsch ist eben keine Weltsprache.
Aber was ist in Europa? Deutsch ist die in Europa am meisten gesprochene Muttersprache. Die Deutschen sind "Urlaubsweltmeister". Es gibt Destinationen, in denen etwa 30 - 40 Prozent der Urlauber Deutsche sind. Da sollte man vom Rezeptionspersonal zumindest in den von deutschen Veranstaltern angebotenen Hotels auch entsprechende Sprachkenntnisse erwarten. Das betrachte ich auch als Frage des Service. Als Chef würde ich in einem solchen Hotel für den Servicebereich nur Leute mit deutschen Sprachkenntnissen einstellen. War übrigens in unserem letzten Hotel so.
Und im Übrigen gilt auch hier das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn viele Deutsche eben Hotels bevorzugen, in denen man ihre Sprache spricht und andere Hotels eher meiden, dann wird sich wahrscheinlich die Nachfragemacht durchsetzen.
Gruß
Bulgarienfan
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Ich gehe schon von vornherein davon aus,daß in meinem Gastland nicht unbedingt deutsch gesprochen wird.Sollte dieses dann doch der Fall sein,umso besser.Bin auch der Meinung,daß man als Urlauber wenigstens ein Danke,Bitte und guten Tag in der Landessprache über die Lippen bringen sollte.Außerdem gibts ja noch das gute alte Englisch,das in der Regel überall verstanden und gesprochen wird.Sollte dieses (in seltenen Fällen)nicht der Fall sein,gibts noch die "Pantomimensprache".
Mein Sohn z.B. hatte ja im Urlaub auch immer einheimische oder andere ausländische Kinder kennengelernt.Da die Kinder zu der Zeit noch kein Englisch in der Schule gelernt hatten,konnten sie sich logischerweise auch nicht in Englisch oder der Muttersprache verständigen.Die Verständigung klappte auch nur mit Händen und Füßen,dafür aber ausgezeichnet.Warum soll das dann bei der älteren Generation nicht auch funktionieren.
Bin der Meinung,dass Leute,die von ihren Gastgebern erwarten,deutsch zu reden,in Länder ausweichen sollten,in denen Deutsch an der Tagesordnung ist.LG Silke
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Zu diesem Thema habe ich auch noch etwas beizutragen. Dass man in vielen Ländern kein oder nur mangelhaft deutsch versteht ist nachvollziehbar und absolut kein Problem. Was aber, wenn man sich auch in der jeweiligen Landessprache nicht verständigen kann. Auf meinen vielen Reisen rund um den Globus muss ich immer wieder schmunzeln. Bedingt durch meine frühere berufliche Tätigkeit kann ich mich in einigen Weltsprachen einigermassen gut verständigen. Und das erfüllt mich mit einem gewissen Stolz! Bereise ich nun, was hin und wieder vorkommt, in Begleitung von Einheimischen z.B. ein spanisch, italienisch oder französisch sprechendes Land, treffen wir in den unterschiedlichsten Diensleistungsunternehmen immer wieder auf Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter die, wenn man sie in der Landessprache anspricht verdutzt in die Welt blicken und erleichtert aufatmen, wenn sie sich mit mir auf Deutsch oder wenn es unbedingt sein muss auf Englisch unterhalten können. Spätestens wenn mir dann aber lächelnd und absolut nicht vorwurfsvoll gesagt wird: <
> bin ich nicht mehr so stolz auf meine Fremdsprachenkenntnisse, respektive meine Aussprache. Böse Zungen stellen außerdem fest, dass man das auch merkt, egal welche Sprache ich spreche. Abhilfe sehe ich deshalb nur, wenn man sich weltweit auf Englisch als Weltsprache Nummer 1 einigen kann. Und jetzt ist Werbung angesagt! Damit wir uns aber recht verstehen: Ich spreche von “Mattenenglisch!” Wer jetzt den Kopf schüttelt und nur Bahnhof versteht -- Mattenenglisch ist eine Geheimsprache aus dem Berner-Mattenquartier an der Aare, abgeleitet aus dem “kurligen” Dialekt, den man in Bern, der etwas provinziellen aber lebenswerten Hauptstadt der Schweiz spricht!
Gruss
Pesche -
@ Sina1
"...Nun meine Frage: Erwartet Ihr bei Auslandsreise wirklich, daß Ihr Euch überall auf Deutsch verständigen könnt?..."
Ich persönlich erwarte dass nicht, allerdings finde ich schon, dass in den größeren internationalen Hotels, vor allem in den Urlaubsgebieten, wo sehr viele deutschsprachige Urlauber verweilen, mind. wer an der Rezeption deutsch kann.
Gut, die meisten Urlauber weltweit sprechen Englisch, aber der Anteil der Urlauber, die deutsch können ist auch sehr groß, wenn man bedenkt, wie oft deutschsprachige Urlaub machen.
Außerdem wäre es doch auch für das Hotel gewinnbringender, wenn ich Hotelier wäre, dann würde ich damit auch werben, das man in "meinem Hotel auch "nur" mit deutsch seinen Urlaub erholsam verbringen kann. Wenn man überlegt, wieviele Deutsche keinen Englisch können oder sprechen wollen, wäre dies eine nicht allzukleine Zielgruppe...."Wie gesagt, die sollen dann halt in Deutschland beleiben oder in Österreich Urlaub machen..."
Ganz schön arrogant ihre Einstellung gegenüber Menschen, die vielleicht kein Englisch können, aber ihren Urlaub auch bezahlt haben. Dürfen die dann wenigstens noch in den Ländern Urlaub machen, wo die Einheimischen ebenfalls deutsch sprechen, sie sollten nämlich immer daran denken, dass deutsch die zweitmeistgesprochene Sprache in Europa ist! Und wenn diese Menschen auch Dialekt sprechen, dürfen sie sich auch außerhalb ihres Dialektgebietes bewegen?
@ Mary_jam
"...Wenn ich dann in div. Hotelbewertungen lesen muß, daß die Putzbrigade, der Gärtner usw. kein deutsch sprechen, da kann und muß ich nur den Kopf schütteln."
Dem stimme ich vollkommen zu, dieser Anspruch ist vollkommen vermessen. Ich finde, bei der großen Anzahl der deutschsprachigen Kunden, dass es reicht, das an der Rezeption wer deutsch kann.
"...als auch die Herren auf dem Polizeirevier sprachen Englisch, Französisch und ein bischen Deutsch..."
In Belgien gibt es drei Amstsprachen + Englisch als erste Fremdssprache, demstprechend sind die "Belgier" sprachlich überdurchschnittlich besser als viele andere Europäer.
"...daß sie sich auf deutsch verständigen können. Mit welchem Recht?..."
Mit dem Recht des Kunden. Ein international ausgerichtetes Hotel bietet seine "Ware" an und sollte sich, wenn sie clever sind, sich den Kundenwünschen anpassen. Und der Anteil von deutschsprachigen Urlaubern ist sicherlich nicht gerade klein.
"Deutsch ist keine Weltsprache, und wir nehmen auf dem Globus nur einen winzig kleinen Platz in Anspruch!"
Wir sind von der Größe des Landes auf dem Globus wirklich nicht groß, aber schon mal überlegt, das Deutsch z.B. hinter Englisch die zweitmeistgesprochene Sprache in Europa ist. Und überlegen sie sich mal, wieiviele Menschen sich auf diesem Globus einen Urlaub überhaupt leisten können. Und von dem restlichen Anteil, die Urlaub machen ist der Anteil der deutschprachigen Urlauber betsimmt nicht mehr so winzig auf diesem Globus, oder?
"...Mir geht jedes Mal wieder die Galle über, wenn ich sehe, wie wenig Deutschland eigentlich für ausländische Gäste (egal ob Touristen oder Geschäftsreisende) vorbereitet ist:...Mich beschämt es immer schon fast, wenn ich im Ausland bin und sehe, wie häufig man mehrsprachige Strassenschilder, Speisekarten, etc. findet ..."
Gibt es Länder, deren Einwohner mehrer Muttersprachen haben, dementsprechend sind halt auch alle Strassenschilder, etc. mehrsprachig und nicht wegen den paar Ausländern, die mal zu Besuch kommen.
@Salvamore41
"...Zuletzt fragte sie uns, was die Schilder "Sale" in den Schaufenstern der Innenstadt bedeuten. Ich denke, so wie ihr geht es vielen älteren Leuten, und man muß auch ein wenig Verständnis für sie aufbringen. Die Anglizismen in der deutschen Sprache sind vermutlich grundsätzlich unvermeidbar, nehmen aber manchmal auch überhand!..."
Einerseits stammen ja viele Wörter aus dem heutigen deutschen Sprachgebrauch aus dem lateinischen, griechischen, englischen, französischen, etc. pp und das sich Anglizismen wohl nicht mehr ganz vermeiden lassen, ist wohl auch klar. Aber ich glaube schon, dass es in letzter Zeit besonders damit überhand genommen hat, schaue man sich nur mal die Werbung z.B. an. Es gibt auch viele Gelegenheiten, wo man heutzutage Englische Begriffe nimmt, weil sie anscheinend derzeit in sind, obwohl es dafür auch passende deutsche Begriffe gibt.
Gut, soweit wie Frankreich mit ihrem Gesetz geht, finde ich braucht man nicht und es gibt auch viele Punkte, wo man es erst in deutsch umständlich beschreiben muss, aber im englischen gibt es dafür einen kurzen prägnaten Begriff, dann finde ich das englische Wort auch in Ordnung, aber sonst...
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Ich habe gerade nochmal ein bißchen in dem Thread gelesen und was Jutta da schreibt, dass im tiefsten Bayern auch kein Deutsch gesprochen wird - aber hallo das finde ich äusserst beleidigend. Ich bin Bayer und in welcher Sprache schreibe ich wohl hier? Richtig ich denke es ist deutsch! Genauso könnte man sagen die Schwaben sprechen nicht deutsch, die Hessen nicht, die Friesen nicht usw. kopfschüttel
Außerdem bin ich gerade aus meinem Thailand Urlaub zurück und es hat mich wirklich schockiert welches Bild wir Deutschen im Ausland bezüglich der Sprache abgeben. Jeder 2. mit dem wir dort Kontakt hatten und uns gefragt hat woher wir kommen war total erstaunt, dass wir Deutsche sind. Wir bekamen von fast allen zu hören, dass Deutsche normalerweise kaum Englisch sprechen. Das hat mich wirklich schockiert, weil es zu erwarten ist, dass in Thailand kaum jemand deutsch spricht.
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"Bulgarienfan" wrote:
...mir wird das ganze Thema zu wenig differenziert betrachtet...salam Manfred,
entschuldige bitte, aber ich muß, gerade in Hinblick auf andere Beiträge von Dir, über diese Bemerkung lachen ;).
Sicherlich hast Du recht, daß Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache (18% in der jetzigen EU) ist, Englisch ist hingegen die am meisten gesprochene Sprache in der EU (38% in der jetzigen EU). Beide Angaben werden natürlich in der Zukunft weiter sinken, Fakt ist und bleibt aber, daß meiner Meinung nach keiner ohne rudimentäre Fremdsprachenkenntnisse Urlaub außerhalb Deutschlands machen sollte.
Natürlich sind deutsche Sprachkenntnisse im ausländischen Urlaubshotel als "Service" (wenn man es als diesen betrachtet) anzusehen, genauso erachte ich aber Grundlagenkenntnisse der Landessprache als wichtigen Beitrag zur Anerkennung meines Gastlandes.
Ich mag es beispielsweise auch nicht, wenn mich v.a. amerikanische Touristen mit einer Selbstverständlichkeit auf englisch ansprechen, ohne sich die Mühe zu geben zumindest ein wenig sich der Landesprache zu bemühen.
Davon abgesehen finde ich es ebenfalls als ausgesprochen befremdlich, wenn ich im Ausland in der Landessprache mit den Bediensteten kommunizieren möchte, und diese aus antrainierter "Höflichkeit" nur auf deutsch mit mir reden. Dieses erübrigt sich immer erst, nachdem ich mit ihnen in Mundart spreche. Kurze Zeit später können wir uns dann doch auf die Landessprache einigen.ma salama
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"Ausländer" wrote:
"Bulgarienfan" wrote:
...mir wird das ganze Thema zu wenig differenziert betrachtet...salam Manfred,
entschuldige bitte, aber ich muß, gerade in Hinblick auf andere Beiträge von Dir, über diese Bemerkung lachen ;).
Sicherlich hast Du recht, daß Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache (18% in der jetzigen EU) ist, Englisch ist hingegen die am meisten gesprochene Sprache in der EU (38% in der jetzigen EU). Beide Angaben werden natürlich in der Zukunft weiter sinken, Fakt ist und bleibt aber, daß meiner Meinung nach keiner ohne rudimentäre Fremdsprachenkenntnisse Urlaub außerhalb Deutschlands machen sollte.
Natürlich sind deutsche Sprachkenntnisse im ausländischen Urlaubshotel als "Service" (wenn man es als diesen betrachtet) anzusehen, genauso erachte ich aber Grundlagenkenntnisse der Landessprache als wichtigen Beitrag zur Anerkennung meines Gastlandes.
Ich mag es beispielsweise auch nicht, wenn mich v.a. amerikanische Touristen mit einer Selbstverständlichkeit auf englisch ansprechen, ohne sich die Mühe zu geben zumindest ein wenig sich der Landesprache zu bemühen.
Davon abgesehen finde ich es ebenfalls als ausgesprochen befremdlich, wenn ich im Ausland in der Landessprache mit den Bediensteten kommunizieren möchte, und diese aus antrainierter "Höflichkeit" nur auf deutsch mit mir reden. Dieses erübrigt sich immer erst, nachdem ich mit ihnen in Mundart spreche. Kurze Zeit später können wir uns dann doch auf die Landessprache einigen.ma salama
Tja, "Ausländer",
hab ich denn nicht Recht mit meiner Differenzierung?
Einen guten Beitrag hat hier übrigens Harzer geschrieben.
Aus deinem Nick werde ich nicht schlau. Du nennst dich "Ausländer", wirst aber im Ausland auf Deutsch angesprochen und weichst dann in einen deutschen Dialekt aus.
Gruß
Bulgarienfan
P.S. Beim Thema Terrorismus differenziere ich tatsächlich wenig. Für diese Typen hab ich kein Verständnis und will es auch nicht haben.
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"Bulgarienfan" wrote:
Aus deinem Nick werde ich nicht schlau. Du nennst dich "Ausländer", wirst aber im Ausland auf Deutsch angesprochen und weichst dann in einen deutschen Dialekt aus.salam,
es ist ganz einfach. Ich bin im Ausland (z.B. im Urlaub) logischerweise ein Ausländer (wie meine Signatur ja unschwer erahnen läßt).
Nur zu Deiner Info, ich bin ein in Deutschland geborener Deutscher, und hoffe damit sämtliche Unklarheiten ausgeräumt zu haben.
Beim Thema Terrorismus gebe ich Dir voll und ganz recht, dieser ist nicht zu differenzieren und auch durch nichts zu rechtfertigen!ma salama
Tim -
Fährt man nicht ins Ausland, um mal eine andere Sprache zu hören, eine andere Kultur kennen zu lernen usw...???
Ich verstehe das nicht. Menschen, die mit Scheuklappen durchs Leben laufen sollten besser in ihrem Schrebergärtchen bleiben, denn denen wird ohnhin nie etwas recht gemacht.
Man muß im Leben offen für alles sein, ob das nun die Kultur, die Sprache, die Küche, die Lebensweisen oder was weiss ich noch sind.
Wie kann man nur so arrogant sein, und annehmen, daß an meinem Urlaubsort Deutsch gesprochen wird? Am liebsten sind mir dann immer noch die Personen, die in ihrem Urlaub auf Eisbein, Wiener Schnitzel, Pommes und Co. bestehen. Wenn man ohne alledem nicht leben kann, dann habe ich nur einen Rat: daheim bleiben.
Wir auf jeden Fall sind froh, mal etwas Anderes zu sehen, zu hören, zu riechen...
Pommes und Co. sind bei uns "verboten", es wird alles ohne Vorurteile probiert, zur Verständigung gibt es Wörterbücher, Hände und Füße usw. Natürlich kann man in seinem Leben nicht alle Sprachen dieser Erde erlernen, ich bin mehr nach dem Motto "wenn schon, dann richtig", und somit bin ich "nur" der Englischen und der Italienischen Sprache mächtig. Aber anhand meiner Lateinkenntnisse kann man sich oft durchwursteln.Für den letzten Türkeiurlaub hatte mein Mann sogar einige notwendige Sätze in Türkisch gelernt, und die Bediensteten im Hotel zeigten ihm ihre Anerkennung. AUch unsere 6-jährige Tochter kann sich in Italienisch verständigen. Natürlich nicht in grammatikalisch korrekten Sätzen, aber sie kann sich verständlich machen, wenn sie auf Toilette möchte, schwimmen, essen ...
In diesem Sinne: in zwei Wochen geht's bei uns los und wir freuen uns schon.
Alla prossima volta!
Ciao, Sabine