Man spricht deutsch...
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Also jetzt muß ich, als "Ossi" auch mal meinen Senf dazugeben- Russisch war ab Klasse 5 Pflicht, Englisch konnte ab Klasse 7. an der "normalen Schule" gelernt werden, zum Teil auch Französisch, 2 Fremdsprachen waren dann aber ab EOS (heute Gymnasium) in Klasse 9 bis 12 Pflicht. Wer nicht zu faul war, konnte also sehr wohl zwei Fremdsprachen lernen. Ich habe also Russisch (sogar noch zu Studienzeiten und incl 3 Wochen praktikum in Moskau) und Englisch gelernt. Englisch geht heute noch sehr gut (wenn auch vielleicht nicht immer 100 % richtig) nur Russisch ist etwas verschüttet, und wenn es ganz schnell gehen soll kommt manchmal beides durcheinander.
Mich stört es also wenig, wenn nicht das gesamte Personal Deutsch kann, aber an der Rezeption finde ich es nicht verkehrt - falls man sich doch mal über etwas beschweren muß, soll ja vorkommen, oder irgendeine ganz spezielle Frage hat. Und sonst helfen ja Hände und notfalls Füße.
Was mich im Urlaub viel mehr nervt sind Zeitgenossen die weder Bitte noch Danke (egal in welcher Sprache) kennen und denken sie haben das Personal gleich mitgebucht. Vor einigen Jahren sagte mal ein Kellner in Tunesien zu mir, auf ein Danke meiner seits "Andere sagen nie danke". Da war ich echt geschockt, die Klappe fällt doch von alleine zu.
Birgit
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Hallo Birgit!
Da hast Du absolut recht! Dieser fehlende Anstand stößt mir auch immer sehr negativ auf! Viel zu häufig beobachte ich Urlauber, die an der Bar stehen, den Kellner ohne jede Gesichtsregung anschauen und einfach nur "Sprite." sagen. Hey, machen die das zu Hause auch so?????? (Sehr häufig leider ja - achte z. B. morgens beim Bäcker mal drauf, wie viele Leute reinkommen, der Verkäuferin ein "Zwei." entgegenmurmeln, das abgezählte Geld hinlegen und ohne Gruß oder Dank den Laden mit 2 Brötchen/Semmeln/Schrippen/Wecken, etc
wieder verlassen...)
Und noch viel schlimmer....die Kinder dieser Leute eignen sich das gleiche Verhalten an, weil sie es gar nicht anders kennen....
Traurig, aber wahr... -
Also die "einfachen" Worte wie z.B. Danke,Bitte,Hallo ,wue gehts usw. lernt man irgendwie automatisch im urlaubsland.
Entweder schon vorher in Reiseführern ,oder oft ist auch eine Liste Wörter von den Reiseveranstaltern in der Info Mappe.
Oder man lernt es durch hören ,wenn einer z.B. vom Personal
sagt "Hallo","wie gehts" usw.
Ansonsten benutze ich immer (wenn auch nicht mein bestes) Englisch,aber es reicht meistens für das nötigste.
Einmal war jedoch witzig in Kenia:
Der Einheimische(Samburu) konnte ganz wenig Englisch,ich konnte nicht
seine Sprache(die sprechen irgendso eine Abwandlung der Massai Sprache).
Also haben wir uns mit Händen und Füßen und Zeichnungen im Sand verständigt.Er hat mir erklärt wie sein Dorf aufgebaut ist,ich versuchte zu erklären wie die Häuser hier in Deutschland sind...Am Ende hat es aber jeder von uns verstanden. -
@ sina
wenn man morgends sehr wortkarg seine brötchen bestellt hat das nicht immer unbedingt mit wenig anstand zu tun.
manche leute sagen halt wenig.
meine bäckersfrau zum beispiel antwortet mit jeden morgen auf meine aussage hin: einen schönen tag noch
"das gleiche".
bei so einer aussage kann sies auch lassen. das ist auch nicht anständig.
sei mal ein bißchen toleranter.
können ja nicht alle so hoch anständig sein wie du
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Vielen Verkäuferinnen fällt es auch schwer hinter "Zwei EURO" Bitte zu sagen
+++Ein Bekannter von mir saß einmal in einer Einheimischen-Bodega in Mallorca. Da er (cubanisches-) Spanisch spricht wollte er mit seinem Nachbarn in Spanisch parlieren.
Und was entgegnete der ihm?
"No hable conmigo en la lengua de los conquistadores!"Capito? OK. für alle Malle-Urlauber:
Sprich nicht mit mir in der Sprache der Eroberer!
Denn? Welche Sprache spricht denn der gemeine Mallorquini?
Tip: Es ist NICHT Deutsch
juanito -
Oh ja, das kommt mir bekannt vor...bedingt durch längere berufliche Tätigkeit in Venezuela und andauernde private Kontakte hat mein "Hochspanisch" (castellano) einen mal mehr, mal weniger ausgeprägten venezolanischen Touch bekommen (den Unterschied kann man sich in etwa so vorstellen wie den Unterschied zwischen hochdeutsch und, sagen wir mal..."softes" bayrisch).
Mußte mir in einer spanischen Saftbar durchaus schon von der Bedienung sagen lassen: "Oiye, puta latina, hablame en espanol o ven te por otro sitio!" (=Hör mal, Latinoschlampe, sprich spanisch mit mir oder geh wo anders hin). Ich war nur heilfroh, daß mein venezolanischer Mann nicht dabei war.
Gut, aber das sind sicherlich unschöne Ausnahmen.@profi: Sicherlich bin ich tolerant, aber ein wenig Höflichkeit und Respekt voreinander erwarte ich einfach im alltäglichen Miteinander. Ich bemühe mich selbst darum, sehe ein "Bitte" oder "Danke" als ganz selbstverständliche Floskel, die gerne bei jeder Gelegenheit benutzt werden kann und sollte. Wohlerzogen...hm...meine Mutter hat da noch heute manchmal so ihre Zweifel. Nobody's perfect. Aber sie hat sich Mühe gegeben, das muß man ihr lassen

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@ bulgarienfan
Oha- da haben Sie es mir aber mal gegeben...ich habe richtig das Schlottern bekommen....
Finden Sie nicht, dass Sie sich in Ihrer Wortwahl Ihres Kontra, was meine Darstellung über das "deutsche Wunschessen in anderen Ländern" betrifft, etwas vergriffen haben?
Offensichtlich mögen Sie es nicht, wenn andere Nutzer des Forums eine andere Meinung als Sie haben???
Was ist denn daran spießig, wenn ich es merkwürdig finde, dass so sehr viele Menschen sich im Urlaub nur in deutschen Gaststätten zum deutschen Essen einfinden, dann aber unbedingt jedem sagen müssen,dass sie im Urlaub in Spanien/Italien/ Bulgarien??? waren und EBEN NICHT im Bayerischen Wald/Schwarzwald/Rhön (und was es sonst noch für schöne deutsche Ferienplätze gibt).?
Hauptsache, man kann vorweisen, dass man ein paar Kilometer weiter weg war als der Nachbar oder Kollege?
Wie doof.
Dazu passt auch Folgendes:
Ich hatte mal einen Kollegen, der nach Griechenland fuhr, dort im Zuge eines organisierten Ausfluges EBEN NICHT in der einheimischen Gaststätte speisen wollte, sondern sich stattdessen auf die Suche nach einem "Wienerwald" machte.
Der griechischen Sprache - geschweige denn der Schriftzeichen- überhaupt nicht mächtig, fand der gute Mann dieses Lokal natürlich nicht.
Stattdessen fuhr der Bus nach 2std. ohne ihn ab -die intensive Suche nach ihm des Ausflugsleiters und der Mitreisenden hatte nichts ergeben-.
Der gute Mann hat "Wienerwald" nicht gefunden, musste die Fahrt zum Hotel schließlich im Taxi für teures Geld antreten und schob obendrein noch mächtig Hunger!
Den nächsten Urlaub machte er glaube ich, an der Nordsee.
Ich denke, es bedarf hierzu keines weiteren Kommentars? -
ach - noch was:
selbstverständlich sollten Wörter wie "Bitte" und "Danke" nicht nur im Deutschen gebraucht werden.
Da stimme ich jedem der bisherigen Schreiber zu!
Ein wenig Freundlichkeit hat noch keinem geschadet- und wenn ich hören muss, dass meine Kinder als extrem freundliche und nette Menschen bezeichnet werden, deren Erziehung mir und meinem Mann wohl sehr gelungen scheint- nur weil sie eben diese beiden Wörter beherrschen, sich mit Messer und Gabel geschickt anstellen, anderen Menschen z.B. die Tür offen halten und auch mal jemandem ein freundliches Wort geben- so macht mich das einerseits sehr glücklich, aber andererseits auch mehr als traurig, denn es scheint wohl die Ausnahme zu sein, seinem Kind so etwas beizubringen?
Was meint das Forum... obwohl es nicht zu diesem thread passt? -
@joma: Ich glaube, Bulgarienfan meinte eher mich mit seiner Aussage.
@Bulgarienfan: "Ach ja, und nochwas: Woher nehmen hier eigentlich einige die Arroganz zu vermuten, dass, wer keine Fremdsprache spricht, im Ausland auf Eisbein mit Sauerkraut besteht? Wer das pauschal vermutet, der ist genau der Spießer, für den er andere hält"
Ich verstehe gar nicht, warum hier einige Leute nicht einfach das lesen und verstehen, was andere Leute schreiben. Warum müssen viele Leute immer Dinge in Aussagen interpretieren, die der andere noch nicht einmal erwähnt hat. Das:****"Welche Meinung ich zu Spießern habe, die im Ausland erwarten, dass man (im Hotel) nahezu überall ihre Sprache versteht und spricht, und dass man am besten als Verpflegung Sauerkraut und Eisbein bekommt, dazu brauche ich ja wirklich nichts zu sagen. Das ist ja wie bei den Fußbroichs, als Fred sich aufregte, dass in Spanien ja alles in spanischer Hand sei, und Amelie dann entgegnete: "Aber das ist doch denen ihr Land Fred!" (Anm. "Die Fußbroichs" - die erste reale Familienserie auf WDR - für die, die´s nicht kennen)" war die Aussage, die ich getätigt habe. Also - gähn - sagte ich nicht, dass ich vermute, dass jemand, der keine weitere Fremdsprache beherrscht, im Ausland auf Sauerkraut und Eisbein besteht, sonderen ich sagte, dass ich nicht weiter darauf eingehen möchte, was ich von Spießern halte, die im Ausland erwarten, dass man nahezu überall im Hotel (denn das war ja das Ausgangsthema: Nahezu von jedem Hotelangestellten zu erwarten, dass er / sie / es deutsch spricht und /oder versteht) ihre Sprache spricht und versteht. Und dann sagte ich noch, dass diese (**also die, die nahzu von jedem Hotelangestellten erwarten, dass er / sie / es ihre Sprache spricht und versteht)**dann am Besten (das war also eine Vermutung, eine Hyperbel, eine Übertreibung!) noch erwarten, dass sie als Verpflegung Sauerkraut und Eisbein bekommen.
Also, ich bin also nicht arrogant und ich verurteile auch nicht pauschal. Und ganz bestimmt sage ich nicht, dass Leute, die keine Fremdsprache beherrschen und in ein anderes Land verreisen, spießig sind und als Verpflegung nur deutsche Kost (Sauerkraut und Eisbein) verlangen!Und noch etwas: Wie ja einige hier schon erwähnten, Weltsprache ist Englisch. Also sollte man in einem größeren, internationalen Hotel erwarten können, dass zumindest die Mitarbeiter der Rezeption und die Mitarbeiter, die sonst noch viel und oft mit den Gästen zu tun haben, englisch verstehen und sprechen können. Nicht mehr und nicht weniger. Und natürlich freue ich mich auch darüber, wenn jemand in dem Hotel, welches ich besuche meine Sprache spricht und versteht.
Und ich gehe auch damit konform, dass es Sinn macht, wenn ein Pauschalhotel, welches viel von deutschen Reiseveranstaltern angeboten wird und somit viel von deutschen Gästen frequentiert wird, zum mindest einige Mitarbeiter einstellt, die deutsch sprechen können. Aber das macht das auch alles wieder viel zu kompliziert und geht so in die Feinheiten. Das war doch hier gar nicht die Frage! -
Genau, also Worte wie bitte, danke usw. sage ich auch immer in der Landessprache. Und danach halt englisch..
Deutsch ist nun mal keine Weltsprache und man kann nicht erwarten, dass das Hotelpersonal deutsch spricht. Wenn man meint sich in fremden Ländern gar nicht verständigen zu können, dann würde ich halt zu Hause bleiben oder in D Urlaub machen... -
Dass man "bitte" und "danke" sagen sollte, ist für mich klar. Und möglichst auch in der Landessprache. Alles andere ist aber gar nicht klar. Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb, für mich gibt es keine objektiv richtige Art, Urlaub zu machen.
Es gibt viele Leute, die allein wegen des voraussichtlich besseren Wetters im Süden Urlaub machen. Ansonsten wollen sie nicht von ihren Gewohnheiten lassen. Und wenn entsprechende Dienstleistungen angeboten werden, etwa ein Wienerwald oder ein MC Donald oder ähnliches, ist das auch ok. Ich halte es für arrogant, diese Menschen, die für ihren Urlaub genauso gearbeitet haben wie alle anderen auch, auf die Nord- oder Ostsee zu verweisen. Wer im Ausland unbedingt Eisbein mit Sauerkraut essen will, warum nicht, wenn es angeboten wird? Mich stört es nicht, so tolerant bin ich schon.
Haben nicht die Gastarbeiter, etwa die Italiener, ihre Küche auch mit nach Deutschland, also für sie ins Ausland, mitgebracht? Ist ein Italiener, der in Deutschland überwiegend italienisch isst, etwa auch ein Spießer?
Ein bisschen mehr Toleranz halte ich schon für angebracht, auch gegenüber Deutschen.
Gruß
Bulgarienfan
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Nein, das stimmt wohl - es gibt keine objektiv richtige Art Urlaub zu machen. Aber Leute, die sich über Umstände aufregen mit denen sie eigentlich hätten rechnen sollen - nämlich das nicht ausnahmslos jeder in einem Hotel im Ausland die Landessprache beherrscht, sind ignorant und meiner Meinung nach nicht besonders sympatisch. Und manchmal sollte man eben auch damit rechnen, dass noch nicht mal die Mitarbeiter der Rezeption deutsch sprechen - finde ich.
Und für mich sind Menschen, die ins Ausland reisen und dort jeden Tag deutsche Kost bevorzugen spießig. (Und ich meine noch nicht mal den, der einmal, zweimal im Urlaub das Gelüst überkommt zum Wienerwald oder zu Mäcces zu gehen.) Und ich toleriere sie trotzdem. Jeder kann sein wie er will. Aber doof und engstirnig und nicht besonders offen finde ich das trotzdem.
Und die Italiener, die ihre Küche mit ins Ausland gebracht haben, haben hier gewohnt und gearbeitet. Da vergleicht man wohl Äpfel mit Birnen. Wenn unser einer nach Australien auswandern würde, würden wir uns wohl auch des öfteren nach heimischen Gerichten sehnen. Je mehr Leute ein anders Land besiedeln, desto mehr vermischen sich die Einflüsse. Das ist doch irgendwie was anderes... -
Salvamor schrieb:
@ Melbelle
Du sagst es. Die Franzosen sind, auch was ihre Sprache anbetrifft, eher in der Kategorie "Stolz" anzusiedeln. Es kann einem selbst in der Weltstadt Paris passieren, daß man stehen gelassen wird, wenn man jemanden auf Englisch nach dem Weg fragt. Das liegt glaube ich daran, daß sich Franzosen und Engländer aus historischen Gründen nicht unbedingt grün sind.
Das unterstreiche ich vorbehaltslos. Die Franzosen pflegen ihre Sprache. Englische Begriffe werden gnadenlos verfranzösischt, es gibt hier keinen Computer, sondern einen "Ordinateur", Software heisst "Logiciel", und die französischen Radiosender schicken mindestens 50 % französischen Liedguts durch den Äther. Von staatswegen verpflichtet! Wer in Frankreich Urlaub macht, sollte zumindest etwas französisch sprechen, sonst ist er verloren.
Wir waren mal mit einem Hausboot im Lot unterwegs und machten in dem wunderschönen Städtchen Cahors Halt. Ein paar Tische weiter im Restaurant sassen deutsche Gäste, die mit symbolisierten Flugbewegungen (Ellenbogen rauf und runter) beim verdutzten Kellner etwas bestellen wollten. Die wollten Hähnchen haben! Nach einiger Zeit des amüsanten Zusehens haben wir das dann übersetzt, das war richtig lustig.
Also generell, ein bisschen Landessprache sollte schon sein. Englisch in Frankreich ist nicht unbedingt erforderlich. -
Wir bestehn auch nicht drauf, dass jetzt jeder deutsch kann. Wenn im Urlaubsland nicht viel oder gar kein Deutsch gesprochen wird, dann reden wir eben auf englisch.
Aber wir haben schon oft erlebt, dass die Leute in ihrem Land trotzdem versuchen ein paar deutsche Wörter zu sprechen. Und bei den Amis is's am lustigsten.
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Wir haben jedes Mal in Griechenland jeweils in unterschiedlichen Hotels sofort jemanden mit sehr guten Deutschkenntnissen an Reception, Servicepersonal und auch bei den Reinigungskräften gefunden. Das Personal sprach aber auch Italienisch, französich, englisch!
Respekt!!!
@wally (oma X)
wir haben jetzt im Oktober Giftun Beach Resort gebucht und per email eine Bitte um Zimmerzuteilung im T-Block auf Englisch abgeschickt! Heute Morgen bekomme ich Antwort in DEUTSCH!!!nochmal Respekt!!!

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Beim freischalten entdeckt:
"Es fängt an bei den kaum vorhandenen Deutsch-Kenntnissen - sowohl bei den Kellnern als auch im Rezeptionsbereich!!
(Wenn man kein deutsch spricht, sollte man sich auch nicht für deutschsprachige Gäste anbieten!!!)" - Fazit: nicht zu empfehlen!
Was glauben die Leute eigentlich?
Das man überall auf der Welt Deutsch spricht?
Wenn ich ein Hotel in New York über ein deutsches Reisebüro buche, muß das Personal dort deutsch sprechen ??????
zzzzzzzz -
Admin 4 :),
ich denke, ich weiß, was Du meinst...vor rund 40 Jahren (im Teenageralter) war ich erstmals im Ausland. Frankreich. Da verstanden nur die älteren Franzosen (durch den Krieg) ein wenig deutsch. Na und? Sie mochten uns zwar nicht, aber wir haben uns verständigen können. So wie heute in jedem Staat, dessen Sprache nicht deutsch ist.
Nachdem die Deutschen nun keine Kolonial-Mächte mehr sind - dürfen sie da nicht wenigstens erwarten, daß man ihre Sprache spricht?!
Im Ernst:
Der Massentourismus, an dem ja an sich nicht schlechtes ist, hat diese Erwartungen der Urlauber in ihre Ferienländer gesetzt. Es überrascht uns wenig, wenn der griechische Wirt oder der spanische Schuhverkäufer uns in unserer Sprache ansprechen - der türkische Basari beherrscht die deutsche Sprache oft sowieso besser als mancher Deutsche...Das Fremde, die andere Sprache, die andere Kultur, so denke ich, sind doch das interessante, um andere Länder kennenzulernen...
oder ist es doch nur das bessere Wetter? -
Admin 4 schrieb:
Beim freischalten entdeckt:
"Es fängt an bei den kaum vorhandenen Deutsch-Kenntnissen - sowohl bei den Kellnern als auch im Rezeptionsbereich!!
(Wenn man kein deutsch spricht, sollte man sich auch nicht für deutschsprachige Gäste anbieten!!!)" - Fazit: nicht zu empfehlen!
Was glauben die Leute eigentlich?
Das man überall auf der Welt Deutsch spricht?
Wenn ich ein Hotel in New York über ein deutsches Reisebüro buche, muß das Personal dort deutsch sprechen ??????
zzzzzzzz...denn selig sind die geistig Armen...
Sorry, aber mehr fällt mir dazu nicht ein. Für mich ist es immer wieder unbegreiflich, mit welcher Arroganz viele (zum Glück nicht alle, wie viele Beiträge in diesem Thread zeigen) Deutsche/Deutschsprachige in die große, weite Welt gehen und es als selbstverständlich ansehen, daß sie sich auf deutsch verständigen können. Mit welchem Recht? Deutsch ist keine Weltsprache, und wir nehmen auf dem Globus nur einen winzig kleinen Platz in Anspruch!
Mir geht jedes Mal wieder die Galle über, wenn ich sehe, wie wenig Deutschland eigentlich für ausländische Gäste (egal ob Touristen oder Geschäftsreisende) vorbereitet ist: Am Flughafen/Bahnhof/besseren Hotels mag es ja noch einigermassen mit der Verständigung und der Orientierung z. B. auf Englisch funktionieren - aber sobald unsere Gäste z. B. nach dem Weg fragen, ein Restaurant besuchen oder beim Einkaufen etwas fragen wollen, sind ganz schnell die Grenzen der Verständigung erreicht. Und nur selten wird sich von Seite der Deutschen Mühe gegeben, dem Besucher wirklich weiterzuhelfen. Fast so, als würden sie sich denken: "Sprich deutsch, wenn Du was von mir willst..." Sehr oft habe ich in solchen Situationen schon in Geschäften, auf der Strasse, an Tankstellen etc. "gedolmetscht" - und mir gedacht: "Was mag dieser Mensch jetzt wohl über das Land, in dem er zu Gast ist, denken?".Mich beschämt es immer schon fast, wenn ich im Ausland bin und sehe, wie häufig man mehrsprachige Strassenschilder, Speisekarten, etc. findet und wie hilfsbereit und freundlich die Menschen uns gegenüber sind, auch wenn keine gemeinsame Sprache gesprochen wird - und wie sehr sie sich freuen, wenn man sich Mühe gibt, ein paar Brocken in der Landessprache zu lernen.
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Nein, Deutsch ist in der Tat keine Weltsprache, auch wenn sich hier bei uns vor allem ältere Semester, die nie eine Fremdsprache gelernt haben, mit dieser Erkenntnis schwer tuen. Junge Leute sind da wesentlich flexibler, weil es inzwischen wohl kaum noch einen jüngeren gibt, der sich auf Englisch nicht zumindest verständlich machen kann.
Meine 89jährige Schwiegermutter zum Beispiel hat nie ein einziges Wort Englisch gelernt. In der Schule wurde es nicht gelehrt, war zeitweise sogar richtig verpönt, und da ihre Urlaubsreisen sie später höchstens mal nach Österreich führten (auch nur, weil ihr Ehemann Wiener war), ergab sich auch nicht die Notwendigkeit, Englisch zu lernen. Sie ist eine wirklich liebe Person, aber in diesem Fall regt sie sich tierisch darüber auf, daß "auf einmal alle Welt Englisch spricht". Zuletzt fragte sie uns, was die Schilder "Sale" in den Schaufenstern der Innenstadt bedeuten. Ich denke, so wie ihr geht es vielen älteren Leuten, und man muß auch ein wenig Verständnis für sie aufbringen. Die Anglizismen in der deutschen Sprache sind vermutlich grundsätzlich unvermeidbar, nehmen aber manchmal auch überhand!
Im Auslandsurlaub ist es wirklich so, daß wir wegen der relativ geringen Weltgeltung der deutschen Sprache nicht zwangsläufig erwarten können, daß unsere Sprache in den Urlaubsländern gesprochen wird. Und ich meine auch, daß es für jeden Deutschen durchaus zumutbar ist, die Weltsprache Englisch zumindest so weit zu beherrschen, daß er sich im Ausland verständlich machen kann. Der Anspruch, wer von mir etwas will, d.h. wer mir etwas verkaufen will, soll gefälligst meine Sprache sprechen, ist im Urlaub genau so fehl am Platz wie übrigens im Geschäftsleben auch. Deutsche Einkäufer auf den Weltmärkten müssen zwingend Englisch beherrschen, und das sogar vertragssicher. Die können unmöglich von den Verkäufern aus den Lieferländern erwarten, daß diese alle Deutsch lernen. Internationale kfm. Verhandlungssprache ist Englisch!
Erika berichtet von den perfekt Deutsch sprechenden Türken. Das haben wir in Istanbul in verschiedenen Geschäften auch erlebt, wir mit unserem holprigen rheinischen Singsang bekamen fast Minderwertigkeitskomplexe, als wir die völlig akzentfreie und druckreife Sprache türkischer Verkäuferinnen und Verkäufer hörten!
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So, jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Ich finde es nicht soooo schlimm. wenn gerade Ältere an bestimmten Zielorten die deutsche Sprache erwarten; vielleicht wurde es ihnen ja auch versprochen (z.B. vom Reisebüro) und in 4-5 Sterne-Hotels mit vielen deutschen Gästen sollte es deutschsprachiges Personal geben (nein, nicht jede Putzfrau - außerdem- redet man denn mit denen?).*
Englisch spreche ich eigentlich nur im Notfall bzw. wenn es Landessprache ist. WEIL:
Ich finde es sooooo fürchterlich, überall wird wie selbständig vorausgesetzt, dass alle Welt englisch versteht, am besten noch jeden Akzent und jede Geschwindigkeit und natürlich alle Floskeln und so. Damit meine ich vorallem die englischsprachigen Touristen, die IMMER volles Rohr auf alle einreden ohne Rücksicht und ohne langsamer zu sprechen oder einfache Sätze zu benutzen. Ich habe das schon oft erlebt - die sind also auch nicht besser als die deutschsprechenden Deutschen und beschweren sich dann sicherlich auch, wenn sie der Kellner nicht richtig versteht.Und um nicht so zu sein wie diese, eigne ich mir immer vor Reisebeginn ein paar Floskeln und Wörter an bzw. auch mehr und habe immer meinen Sprachführer mit. Und wenn ich doch mal englisch reden muss (z.B. in Thailand, wo ich echt nur die Zahlen und ein paar Wörter konnte), dann benutze ich kurze einfache Sätze und rede langsam.
Ich gebe allerdings zu, ich bin ein Sprachlernfan und relativ sprachbegabt.
So, das wollte ich nur mal kurz anmerken,
Gruß,
Sol
- Ich meine damit die großen Ferien-Resort in Europa