Notausgangsplatz - potentielle Gefahr?
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Moin moin,
da ja hier immer viel über die Plätze am Notausgang diskutiert wird, habe ich mal eine Sicherheitsfrage:
Und zwar könnte sich ein "Irrer" der dort sitzt während des Fluges diese Tür öffen? Oder eine andere im Flugzeug?Diese Wissenslücke macht mir ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch

Wäre sehr nett wenn mir das jmd erklären könnte!
Grüße,
René
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@ Rene
Anläßlich einer Diskussion über das Thema "Trickreiche Sitzplatzreservierung" im Sept. 2004 konnten wir alle hier von einigen Angestellten von Luftfahrtunternehmen lernen, daß die Fluggäste, denen die Notausgangssitze zugewiesen werden, beim check-in sehr sorgfältig ausgewählt werden. Sie müssen aufgrund der doch sehr komplexen Aufgabe, im Notfall die Tür sachverständig bedienen zu können, im vollen Umfang im Besitz ihrer körperlichen und geistigen Kräfte sein. Insoweit können dort gar keine "Irre" sitzen. 
Nein, im Ernst, die Notausgangstüren können meines Wissens nur vom Kabinenpersonal freigegeben werden. Es ist also nicht möglich, daß jeder "Irre" die Tür einfach öffnen kann. Du brauchst also keine diesbezüglichen Bedenken zu haben. -
aha. salvamor. ist ja interessant. also ich habe auf meinem ltu flug in 2 wochen die notausgänge gebucht, o h n e dass mich jemand überhaupt gesehen hat. als ich buchte haben die mich schon gefragt, ob ich irgendwelche gebrechen hätte, aber ich habe verneint. im grunde kann das aber niemand nachprüfen. außerdem kann in der zeit, in der man bucht und dem flugdatum ja auch noch eine menge passieren, so das ich vielleicht behindert bin. und außerdem: es gibt genügend leute, die sich während eines fluges (hauptsächlich langstrecke) mit schlaftabletten ruhig stellen. was ist, wenn so jemand am notausgang sitzt, der den notall sozusagen verpennt.!?!?!
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Hallo profi0807,
meine Bemerkung war sarkastisch gemeint, deshalb habe ich sie zwischen zwei entsprechende smilies gesetzt.
Ich hatte die Diskussion damals begonnen, weil es uns nie gelungen war, beim Einchecken bzw. schon im Reisebüro diese Sitze zu bekommen, wobei immer darauf abgehoben wurde, daß diese Sitze für Familien mit Kleinkindern und (man höre und staune!) für Menschen mit körperlichen Behinderungen reserviert werden müßten. Wenn wir dann in der Kabine ankamen, lümmelten sich statt Familien mit Kleinkindern und Menschen mit Behinderungen irgendwelche junge Leute dort rum.
Die Schlaumeier, die sich damals im Verlauf der Diskussion erheblich aufregten und behaupteten, die Notausgangssitze würden ausschließlich streng nach Vorschrift vergeben und die auch direkt die richtigen Paragraphen zur Hand hatten, haben sich offensichtlich inzwischen aus dem Forum verabschiedet, sonst könnte man sie heute mal fragen, was sie davon halten, daß LTU die Sitze offenbar jetzt sogar verkauft.
Die Wahrheit ist, daß bei der Vergabe der begehrten Notausgangssitze oft gemauschelt wird, was das Zeug hält. Ich möchte die damalige Diskussion jetzt nicht wieder neu beleben, aber was von den damaligen Aussagen zu halten ist, zeigt unter anderem die LTU-Arie eindrucksvoll.Gruß salvamor
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... eine Flugzeugtür (ob Notausgang oder normale Tür) ist während eines Flugs nicht zu öffnen, da der Druck von aussen zu groß ist. Auch ein Fenster an einem Exit (wie z.B. in einer Boeing 737 oder Airbus A320) bekommt niemand auf. Du brauchst also keine Angst vor dem von dir beschriebenen Horror-Szenario zu haben.
Man kann aber am Check-In potenziell psychisch gestörte Passagiere (also "echte" Irre) eher nicht erkennen, würde ich jetzt mal so dahin sagen... manchmal merkt man Passagieren ihre Nervosität an und der ein oder andere kommt einem seltsam vor oder ist extrem aggressiv - da würde ich dann wohl auch eher sagen, dass die Notausgänge schon vergeben sind (und auch andere Ausreden finden sich immer), bevor ich diese Person an den Exit setzen würde.
@profi
ich persönlich finde die Vorgehensweise der LTU, nämlich die Reservierungsmöglichkeit eines Notausgangsplatzes gegen Aufpreis, relativ unglücklich.
Soweit ich weiß behält sich die LTU trotz allem vor, den reservierten Notausgangsplatz beim Einchecken zu "neutralisieren", wenn man körperlich (oder auch anderen Gründen, wie z.B. unangemessen hoher Alkoholkonsum vor dem Flug) nicht geeignet ist.
Und das ist auch gut so, denn es sollte schon letztendlich "vor Ort" entschieden werden, wer auf diesen Pätzen sitzt, denn das Check-In Personal ist für die Einhaltung der Airline-Vorgaben verantwortlich und wird zur Rechenschaft gezogen, wenn die Crew an der Sitzplatzvergabe etwas zu bemängeln hat - und nicht etwa die Reservierungshotline.
Viele Grüße
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ne, jetzt ohne Witz DAS hat dir das Reisebüro gesagt ???
Also oft wird die erste Reihe oder die Reihe hinter den Trennwänden in Großraumfliegern für Familien mit Babys geblockt bzw reserviert, aber auf keinen Fall die Notausgänge... das Mindestalter beträgt, je nach Airline 14 bis 16 Jahre...
aber es sollte mich andereseits nicht wundern, denn kürzlich las ich in der renommierten Zeitschrift "ELTERN", dass Familien geraten wurde gezielt nach den Notausgängen zu fragen, weil dort mehr Platz zum spielen sei...
ich wußte nicht ob ich weinen oder lachen sollte

VG
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Okay vielen Dank für eure Beiträge

Nun kann ich wieder ein Stück gelassener meinen Flug mit Air-Berlin im Juli entgegen sehen!!
Noch ne kleine Frage... Und zwar: Falls mal die Triebwerke ausfallen würden, was ja nie passieren wird... würde das Flugzeug dann noch weitersegeln oder herunterfallen ?

Obwohl es mein 12. Flug ist habe ich nämlich immernoch "Angst"

Liebe Grüße,
René -
Nach allen Beiträgen - auch in der letzten Diskussion - ist für mich noch immer schleierhaft, nach welchen Kriterien die Sitze am Notausgang vergeben werden.
Folgendes kann ich dazu erzählen:
Am 2. Mai d.J. sind mein Mann, meine Tochter mit Freund und ich von Antalya nach FRA geflogen. Sun Express/Boeing 737-800. Wir hatten den Hotel-Flughafen-Transfer mit einer Limousine und waren somit zu viert kurz vor Öffnung des Check-in-Schalters am Airport und waren diesmal die ersten Passagiere. Mein Mann und ich standen an
Schalter A und baten um Sitzplätze im Heck. Unsere Tochter und Freund standen an Schalter B und hatten keine Sitzplatzwünsche.
Wir fanden uns dann alle vier in Reihe 16 am Notausgang.
Ja, die Beinfreiheit war etwas großzügiger bemessen, dafür fehlte am Fensterplatz die Armstütze und die Sitzlehnen ließen sich um keinen Zentimeter nach hinten klappen. Eigentlich klappen wir die Lehnen aus Rücksicht auf die hinter uns sitzenden Fluggäste sowieso kaum zurück, aber die Rückenlehnen in diesem Flieger hatten extrem dicke Kopfstützen-Wülste. Lehnte man sich an, der Kopf knickte nach vorn... Wir genossen die besondere Aufmerksamkeit der Kabinenmannschaft, die ständig nachsah, ob wir auch keine Gegenstände vor den Notausstieg gestellt haben. Ich durfte nicht einmal meine Handtasche behalten. Allerdings gab es auch hier Klapptische, die zumindest während der Mahlzeit für geraume Zeit ein Hindernis hätten darstellen können.
Die Notausstiegstür selbst: ein massives Teil mit Beschriftung, wie die Tür im Notfall zu öffnen ist. Ich könnte mir vorstellen, daß, wenn dies notwendig wird, an jedem Notausgang ein Mitglied der Crew postiert ist, das Anweisungen gibt oder sonstwie behilflich ist.
Ich glaube nicht, daß man die Türen während des Flugbetriebs öffnen kann, wahrscheinlich sind sie in irgendeiner Weise alarmgesichert (wie in jedem Kaufhaus) oder können evtl. nur zentral freigegeben werden.
Was uns betrifft, wir möchten künftig nicht mehr unbedingt am Notausstieg sitzen. Dies war das erste Mal.
Gruß Erika -
Es gibt keine "zentrale" Schalter zur Entriegelung für Notausgänge bzw Fenster (in einer B737-800 gibt es keine Türen über den Flügeln). Sie lassen sich nur am Bodenöffnen, und zwar von jedem, rein theoretisch auch beim rollen zur Startbahn.
Sobald sich die Druckkabine aufbaut (also nach dem Start) ist der Druck von aussen dermassen groß, dass sich keine Tür/Fenster mehr öffnen lässt.
Das einzig mögliche wäre, das sich jemand VOR dem Start am Fenster/an der Tür zu schaffen macht, aber dann schrillen im Cockpit sämtliche Alarmglocken (sprich die entsprechenden Anzeigen) und die Folgen wären: zahlreiche Anzeigen, empfindliche Geldstrafen und wohl lebenslanges Flugverbot auf der betroffenen Airline ... für denjenigen, der seine Finger nicht bei sich lassen konnte.
Von solch einem Fall habe ich aber noch nicht gehört... Airlines verteilen schon Flugverbote für wesentlich geringere "Scherze".VG

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Liebe Astrid,
deine Ausführungen zum Druck "außen größer als in der Kabine" sind 100 % falsch !!
Im Reiseflug herrscht in der Kabine im Verhältnis zur Außenluft ein relativer Überdruck!!
Wenn bei einem Flug in 33000 ft (ca 10 000m) Höhe in der Kabine ein geringerer Druck als außen herrschen würde, würde kaum einer der Passagiere das überleben.
Trotzdem hast du recht, dass die Türen im Flug nicht aufgehen, auch die Exit Doors nicht. Das liegt in der Bauweise der Türen bedingt.
Also Leute, keine Angst, dass ein Irrer im Flug eine Türe aufbringt (allerdings könnte er rein theoretisch natürlich ein Fenster einschlagen, dadurch einen Druckausgleich herbeiführen, dann würde sich wahrscheinlich auch die Türen öffnen lassen).
Liebe Grüße -
Na das mit dem Fenster einschlagen halte ich für unmöglich

Ich habe mal gehört das ist Panzerglas aufgrund des Druckes.
Und es sind ja 2 Gläser ! Eins von innen und eins von außen...falls mal eins kaputt gehen sollte

Und wenn ich jmd sehe der sowas versucht werde ich der 1. sein der demjenigen den Hals umdreht

Greetz,
René
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@ Erika
Nach welchen Kriterien die Notausstiegssitze verteilt werden, ist nicht nur Dir schleierhaft, mir unter anderen auch. Offenbar existieren tatsächlich irgendwelche Richtlinien, die werden aber wohl sehr freizügig ausgelegt, und die Entscheidungsspielräume der check-in-Mitarbeiter sind entsprechend groß.
Wie die Leute es schaffen, an diese vor allem bei Fernflügen begehrten Sitze zu kommen, weiß ich nicht, kann darüber nur spekulieren. Wahrscheinlich ist der persönliche Charme des Fluggastes ein wichtiges Kriterium, bei mir hat er noch nie ausgereicht, um erfolgreich zu sein. Muß da noch üben!
Auf keinen Fall ist es auch so, daß der zuerst mahlt, der zuerst kommt! Wir haben uns schon die Beine in den Bauch gestanden, waren die ersten beim check-in, kamen aber trotzdem nicht zum Zuge. "Leider müssen wir diese Sitze für bestimmte Personenkreise frei halten!" Wenn wir dann in die Kabine kamen, machten es sich dort regelmäßig irgendwelche junge Piepelchen bequem. -
@salvamor
Ich werde meinen persönlichen Charme bei unserem nächsten Flug (am 19. Juni d.J.) dazu verwenden, dem Check-in-Personal zu verdeutlichen, nichtam Notausgang sitzen zu müssen. Das wird aber auch kein Fernflug sein. Nur: was hilft mir die größere Beinfreiheit, wenn ich nicht mal meinen Kopf anlehnen kann, um ein wenig zu dösen???
Gruß Erika -
ich glaube auch, dass bei der vergabe der begehrten plätze der nasenfaktor eine große rolle spielt. uns ist es z. b schon passiert, dass die stewardessen während des fluges , ein pärchen, dass hinter uns im flieger saß gefragt haben, ob die nicht erster klasse fliegen wollten. da habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet die und nicht wir???? keiner weiß es.
da ich aber beim nasenfaktor immer schelcht abschneide, finde ich es einerseits gut, dass ich trotzdem in den genuss eines exit seats komme. andererseit finde ich 50 bzw. 60 € pro person und strecke auch unverschämt teuer.
aber erste klasse ist nicht drin. und auf kurzstrecke würde ich mir das auch sparen. aber bei lengstrecke denke ich, nicht so verkehrt. -
Hi

Beruhigend zu wissen dass ein Irrer die Nottüren nicht öffnen kann . Ich für meinen Teil würde aber ruhiger meinem Flug entgegensehen, wenn ich wüßte , dass ein Irrer erst gar nicht den Flughafen betritt !
Im Ernst, ich hatte bei der LTU angefragt, ob ich einen Notausgangssitz reservieren kann, aufgrund der Tatsache, dass mein Mann knapp 2 Meter groß ist . Negativ !Selbst ein Hinweis meiner Seits, dass es doch eine nette Service Geste sei, so großen Menschen mal entgegen zu kommen prallte auf taube Ohren.
Ich könne ja dann XXL Seats für 50.-(habe eine LTU Card) Euro buchen oder First Class. DANKE LTU !Gruß
Kessy -
Groß zu sein ist doch eher ein persönliche Problem, jeder will gerne mehr Platz und jeder gern vorne sitzen......
Was kann die Fluggesellschaft dafür? Wenn es dir wichtig ist, dort zu sitzen und den Komfort zu haben, dann zahl die €50,- . Wenn es Dir das Geld nicht wert ist, dann hast du den Platz auch nicht verdient, dann bekommt Ihn eben jemand der ihn sich leisten will, so einfach ist das....