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Nairobi-Mombasa-Sansibar

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Kenia
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  • BettideVilleB Offline
    BettideVilleB Offline
    BettideVille
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Aloha,

    HILFE an alle, die bereits Kenia und/oder Tansania-Erfahrungen haben.
    Fliege mit meinem Freund im Oktober für 3 Wochen nach Nairobi. Der Plan ist nach 2 Tagen "Eingewöhnung" vorerst ne geführte Safari und dann auf eigene Faust mit dem Auto zu reisen.
    Nun hat meine Reisebüro-Tante schon große Augen gemacht, als ich ihr unsren Indivdualreise-Plan untebreitet hab und erstmal gar keinen Autoanbieter gefunden....ich hab mich dann selbst mal auf die Suche begeben und genauso große Augen gemacht.
    Abgesehen davon, dass ich bisher nur negative Berichte über Autovermieter gelesen hab, ists anscheinend gar nicht so einfach mit dem Auto von Kenia nach Tansania zu fahren, oder in die Nationalparks... weiters liest man von "alleine fahren ist gar kein Problem" bis hin zu "machs auf keinen Fall" alles.... was mich nun auch ein weni stutzig gemacht hat.
    Es wäre nicht meine erste Reise auf diese Art und Weise, in Afrika sebst war ich jedoch bisher lediglich in Marokko, Tunesien und Ägypten und nicht auf eigene Faust; d.h. mit dem Verhandeln kenn ich mich aus, das wars aber auch schon

    Nun zu meine Fragen:
    Gibts Autoanbieter, die zu empfehlen sind? Ists alleine machbar oder empfehlenswerter mit "gemietetem" Fahrer?
    Könnt ihr ne Safari empfehlen? Einen Besuch bei den Massais möchten wir uns auch nicht entgehen lassen...
    Wir sind mittlerweile schon soweit, dass wir ne teilweise geführte Reise machen würden, bevorzugen würden wir aber das "selbst erkunden"...

    Ich hoff ihr könnt mir weiterhelfen,
    danke bereits im Voraus,
    eure leicht verzweifelte Betti

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    • mic1000M Offline
      mic1000M Offline
      mic1000
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Hallo,
      war letztes Jahr selbst in Kenia (Mombasa, die Küste hoch und runter und bis Tsavo West), individuell und mit Auto unterwegs: es geht, es ist aber schon ein Abenteuer.  https://www.billiger-mietwagen.de findet noch Autos für Kenia, habe gerade eben nachgeschaut. Der Grenzübertritt nach Tansania könnte schwierig werden. Viel Spass dort.

      Gruß, mic

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      • StueppiS Offline
        StueppiS Offline
        Stueppi
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Kenia ist sehr gewöhnungsbedürftig zum selber fahren, da sollte man wirklich ein dickes Fell haben. Der Verkehr ist chaotisch.
        ICH persönlich würde als Touri die Finger gepflegt davon lassen. Ich bin in vielen Ländern, egal wo, ob links oder rechts, im zehnspurigem Durcheinander gefahren 😉 alles gut. In Kenia wäre es für mich nicht nur der Verkehr, auch Dinge wie Versicherungen, Deckungssummen etc.pp. Als weißer Tourist hast Du im Falle eines Unfalls immer die
        A-karte! Es sind sogar schon Unfälle absichtlich provoziert worden, hier wird dann fein abkassiert. Die kenianische Polizei hat das Wort korrupt auf der Stirn eingeschlagen, wir haben es gerade vor 2 Wochen wieder mehrfach erlebt, an allen Ecken und Enden wird geschmiert bis zum geht nicht mehr 😞

        Schwierig Dir hier einen Rat zu geben, ICH würde mir an Eurer Stelle überlegen die Safari komplett organisiert zu buchen. Davon habt Ihr wesentlich mehr, auch in den Parks, wollt Ihr Tiere und Landschaft bestaunen oder mit 4 Augen jedes Schlagloch suchen und Parkkarten lesen?
        Richtung Tansania und zur Küste fahren Busse, Chrissy hatte vorgestern hier im sep. Thread entsprechende Links gepostet. Diese würde ich für den normalen Transport von A nach B nutzen. Mit kenianischen Mietwagen kommt Ihr, soviel ich weiss, sowieso nicht über die Grenze nach Tansania. Das ist selbst bei einer Kombisafari nicht möglich, kenianische Fahrer dürfen hier nicht weiterfahren.
        Von wo aus fliegt Ihr zurück? Tansania? Tansania nur wegen Sansibar?

        Das "selbst erkunden" ist in Kenia auch anders als in anderen Ländern, ich weiss nicht was Du hier erwartest, Kenia ist nicht z.B. Thailand oder die USA wo man alles gepflegt alleine machen kann und ohne Probleme oder Risiko in vielen Variationen von Punkt A nach Punkt B kommt. Kenia ist kein typisches Land für Individualreisen im eigentlichen Sinne, sprich auf eigene Faust alleine los.

        Alles was ich mir wünschte war nach Afrika zurück zu kommen. Wir hatten es noch nicht einmal verlassen, und doch war ich wenn ich nachts wach lag und lauschte schon heimwehkrank - E.Hemingway-

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        • Safari-ExperteS Offline
          Safari-ExperteS Offline
          Safari-Experte
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Ich sehe es ähnlich wie Stueppi, im Prinzip ist es möglich, mit einem gemieteten Fahrzeug durch Kenia zu reisen. Von Nairobi aus kann man bei Sunworld selbst 4x4-Fahrzeuge mieten, sind aber teurer als mit Fahrer, aufgrund der Versicherung.

          Auf den Straßen gilt das Gebot des Stärkeren, z. B. kann dir passieren, dass ein LKW ohne Rücksicht auf Verluste auf deiner Fahrbahn dir entgegenkommend überholt und DU auf den unbefestigten Seitenstreifen ausweichen musst.
          Zudem gibt es ungekennzeichnete "Speed Bumps" (ähnlich wie in Deutschland in einer 30iger-Zone), die man schnell mal übersieht und dann drüberfliegt - nicht gerade gut für das Fahrzeug.
          Man kann selbst auf den Hauptstraßen nicht gemütlich vor sich hingleiten, sondern muss ständig konzentriert auf andere Verkehrsteilnehmer, hierzu gehören auch Tiere, wie Hunde, Ziegen und Kühe, achten, die sich einfach entgegen den Regeln benehmen. Selbst auf dem Highway von Nairobi nach Mombasa gibt es Stellen, die tiefe Schlaglöcher aufweisen, kleinere Straßen sind z. T. nicht befestigt und nicht nur bei Regen eine Herausforderung.
          Im Dunkeln ist es teilweise lebensgefährlich, da es so gut wie keine Straßenbeleuchtung oder Seitenstreifen-Reflektoren gibt und man von entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet wird. Fahrzeuge ohne oder mit nur einem Licht sind oft die Regel.
          Nur an Hauptstraßen gibt es teilweise eine Beschilderung, an der man sich orientieren kann, in Städten meist gar nichts, außer teilweise Straßennamen. Ohne aktuelle Navi-/Straßenkarte landet man dann schnell ganz woanders, weil mal wieder der Verkehr umgeleitet wird.

          Bei einer Panne hilft einem Englisch zwar meist weiter, die nächste Werkstatt kann aber weit weg sein und ob man dort verstanden wird, ist nicht garantiert.
          Wie Stueppi schon sagt, können Polizisten einem schnell mal etwas vorwerfen, was sich später als unrichtig herausstellt. Aber wer will schon gerne einen halben Tag auf einer Polizeiwache verbringen? Da bezahlt man dann doch lieber ein paar hundert Schillinge und ärgert sich über die allgegenwärtige Korruption.

          Wenn man sich nicht in den Nationalparks auskennt, wird man meist weniger sehen, als mit einem Fahrer, da diese entweder wissen, wo die Chancen hoch sind oder über Funk hören, wenn andere etwas Besonderes sehen. Wer da kein Suaheli kann und Landmarken nicht kennt, versteht nichts und kann auch mit Tipps nichts anfangen. Das gilt hauptsächlich für die Masai Mara, aber in gewissen Umfang auch für andere größere Parks.
          Im Nairobi NP, im Nakuru NP oder im Lake Bogoria NP kann man sich durchaus selber zurechtfinden, ebenso im Shimba Hills NR an der Küste.
          Rund um Mombasa bekommt man auch recht günstig Mietwagen, meist wenn man die richtigen Leute kennt, z. T. von privat. Auch ist hier das Fahren, vielleicht mit Ausnahme von Mombasa selbst nicht so chaotisch, aber immer noch anstrengend.

          Auch mit einem scheinbar guten und aktuellen Individual-Reiseführer im Gepäck, wird man immer wieder feststellen, dass die Informationen nicht mehr stimmen, Hotels geschlossen sind oder Telefonnummern sich geändert haben, von Preisen ganz zu schweigen, da diese meist schneller steigen, als die Führer gedruckt werden.
          Größere Hotels bekommt man als Individualist vor Ort meist teurer angeboten, als wenn man sie über einen Veranstalter oder hier unter Holidaycheck bucht. Dann ist man aber zeitlich nicht mehr flexibel.

          Aus all diesen Gründen würde ich für das erste Mal, zumindest für Teile, eine geführte Tour empfehlen. Wie du schreibst, habt ihr das ja auch am Anfang geplant. Dann seht ihr ja, ob ihr wirklich selber fahren möchtet. Zur Not könnt ihr auch einfach einen Flieger an die Küste nehmen, von Nairobi aus halten sich die Kosten im Rahmen.
          Den Grenzübergang von Kenia nach Tansania könntet ihr auch mit einem Überlandbus unternehmen, da das billiger und unkomplizierter ist.

          Ein Abenteuer ist ein Besuch in Kenia aber immer, egal wie man reist. Und mit direktem Kontakt zu den Einheimischen, z. B. mit Fahrer, erfährt man meist viel mehr - wenn auch subjektiver - als mit jedem Reiseführer.

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