Betrug mit Ferienwohnung in Kühlungsborn
-
Hallo Ihr Lieben,
Wir wurden dieses Jahr im Juli/August Opfer des angeblichen Dr. S., der uns seine Fewo Rügen 32 vermietet hat. Dr. S. war nicht der Eigentümer und hat nur die Kohle kassiert. Ich bin auf der Suche nach ebenfalls Betroffenen zwecks Austausch. Wie ist es bei Euch abgelaufen? Wir hatten ein Urlaubsgesuch auf einem einschlägigen Ostseeportal veröffentlicht, wurden von Dr. S. kontaktiert, alles klang seriös, überwiesen aufgrund der Kurzfristigkeit das Geld, fuhren nach Kühlungsborn und mussten dort erfahren, dass wir einem Betrüger aufgesessen waren. Anzeige erstattet, Geld und Urlaub futsch.
Es wäre schön zu wissen, wie sich das Portal bei Euch verhalten hat. Wurdet Ihr informiert und gewarnt?
Liebe Grüße aus NRW
-
Gerne, ich sah den Beitrag gestern im TV. Und für Neugier gibt es verschiedene Synonyme, dieser Begriff ist nicht zwangsläufig negativ zu verstehen.
Doch in diesem Fall erübrigen sich, nach meiner unmaßgeblichen Meinung, weitere Kommentierungen. Und ich bin eigentlich froh, dass hier nicht die oft gern verwendeten Beiträge à la "bei dem Vermittler bucht man nicht" , "hättest besser aufgepasst" , "wie kann man nur" , "Laber laber Rhabarber" geschrieben würden.
hier die Pressemitteilung der Polizei
Julchen1974 ist also nicht als Einzige/r den Betrügern ins Netz gegangen, in dem TV-Beitrag werden 60 Betroffene genannt. Ich hoffe, die Typen werden gefasst und erhalten eine gerechte Strafe für den banden-u.gewerbsmäßigen Betrug
edit: ... ich habe gestern Julchen1974 noch eine PN mit dem Link geschickt, da ich nicht weiß, ob sie hier noch als stille/r Mitleser/in unterwegs ist, vielleicht hilft es in irgendeiner Form
-
Update (Quelle: Text und screenshot Ostseezeitung vom 15.01.2015)
Zitat:
Kühlungsborn. Noch ist der Mann nicht gefasst, der im vergangenen Sommer viele Urlauber mit falschen Ferienwohnungen um ihr Geld gebracht hat. Doch sein Geldwäscher, der Rostocker Stephan S. (45), ist am Mittwoch zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Dass die Geschädigten, 58 Urlauber aus ganz Deutschland, ihr Geld wiederbekommen, ist unwahrscheinlich: Der Haupttäter ist mit einem Großteil der Beute verschwunden.
Drahtzieher soll ein etwa 50-jähriger Mann mit bayrischem Akzent sein. Der habe sich Stephan S. im Juli 2014 an einem Kiosk nur als Uwe vorgestellt und ihn auf ein Bier eingeladen. „Er sagte, er vermietet Ferienwohnungen und würde gern mein Konto nutzen, damit seine Ex-Frau nichts von dem Geld abbekommt“, erzählt S. Noch am Kiosk gibt er „Uwe“ seine Kontonummer. Kontakt halten sie per Telefon. In den darauffolgenden Tagen gehen mehrere zehntausend Euro ein – Vorauszahlungen für Ferienwohnungen unter anderem in Kühlungsborn, Boltenhagen und auf Rügen. Als Vermieter wird im Internet ein Dr. Stephan S. angegeben und dessen Kontonummer. „Davon wusste ich aber nichts“, beteuert der Angeklagte. Auch dass „Uwe“ weder Kontoauszüge noch die Namen der Einzahler haben will, machen den Hartz-IV-Empfänger, der nach eigenen Angaben täglich zehn Bier trinkt, nicht stutzig. Vom 28. bis zum 31. Juli 2014 habe er „Uwe“ insgesamt 39 000 Euro übergeben und dafür etwa 1000 Euro kassiert.
Am 1. August 2014 fliegt der Schwindel auf, weil Urlauber nach ihrer Anreise ohne Unterkunft dastehen. Die Polizei durchsucht S.’s Wohnung, das Konto wird gesperrt. „Uwe“ ist bislang unauffindbar.
Zitat Ende -
... nach dem öffentlichen Fahndungsaufruf:
www.nnn.de/lokales/rostock/phantombilder-veroeffentlicht-mehr-als-50-hinweise-id12521361.htmlist der Fall aufgeklärt:
www.nnn.de/incoming/die-taeter-sind-gefasst-id12894766.htmldie Täter haben gestanden und ich hoffe für die Betroffenen, dass nach der Verurteilung noch etwas zur Begleichung des entstanden Schadens ist übrig ist.
Die TO habe ich per PN infomiert...
